Autor Thema: Drogenpolitik  (Gelesen 109271 mal)

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7395
  • Banane
Re:Drogenpolitik
« Antwort #30 am: 12:30:34 Do. 01.August 2013 »
Zitat
Uruguay: Parlament stimmt für Legalisierung von Marihuana

In Uruguays Apotheken soll künftig Marihuana angeboten werden, Konsumenten können bis zu 40 Gramm monatlich kaufen. Die linke Regierung treibt das Projekt voran, das Parlament hat sich nun für die Legalisierung ausgesprochen. Nicht alle Uruguayer sind begeistert.

Montevideo - In Lateinamerika wird heftig über die Legalisierung von Marihuana gestritten. Einige Experten sind der Meinung, dass die Drogenkartelle so besser bekämpft werden können - indem der Mafia eine Einnahmequelle entzogen wird. Selbst Papst Franziskus thematisierte die Legalisierung von Rauschmitteln bei seiner Brasilien-Reise, sprach sich aber dagegen aus.

Uruguay geht nun allerdings voran. Die linke Regierung des Präsidenten José Mujica will Marihuana legalisieren, die Abgeordnetenkammer hat bereits dafür votiert. Am Mittwochabend stimmten 50 Abgeordnete dafür, 46 dagegen. Die Gesetzesvorlage wurde somit durchgewunken, jetzt muss noch der Senat zustimmen. Dort verfügt die Regierung ebenfalls über eine knappe Mehrheit.

Das Gesetz räumt dem Staat das Recht ein auf "Kontrolle und Regulierung von Import, Export, Anbau, Ernte, Produktion, Erwerb, Lagerung und kommerziellem Vertrieb von Cannabis und seinen Nebenprodukten". Was ist konkret geplant?

- Konsumenten von Marihuana müssen sich in einem Register einschreiben. Sie können bis zu 40 Gramm pro Monat in lizenzierten Apotheken kaufen.
- Alternativ dürfen sie bis zu sechs Cannabis-Pflanzen züchten.
- In der Gesetzesvorlage ist auch die Bildung von Marihuana-Clubs von 15 bis 45 Mitgliedern vorgesehen, die bis zu 99 Pflanzen pflegen könnten.
- Der Anbau und Handel soll von einer staatlichen Kommission kontrolliert werden.
- Minderjährigen bleibt der Konsum verboten. Auch wird Werbung für den Marihuana-Konsum untersagt.
....

Quelle: spon

Ich halte das für einen guten Versuch die Drogenkartelle zu bekämpfen, raus aus der Dämonisierung und dem ewigen Krieg auf dem Rücken der Konsumenten und allgemein der Bevölkerung.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3248
  • Polarlicht
Re:Drogenpolitik
« Antwort #31 am: 14:47:07 Do. 01.August 2013 »
Auch die Kommentare zum Artikel sind interessant:

Zitat

...
"...wenn Alkohol und Nikotin als legale Drogen gelten, warum nicht auch Marihuana? Immerhin enthemmt Alkohol und führt teils zu Gewalttaten, während der ambitionierte Kiffer eher von der ruhigen Sorte ist."

...
"...Sogar der Bapst ist für das Grasrauchen! Er macht jedenfalls den Eindruck."

...
"Kiffen ist gut gegen die Gleichschaltung der Gesellschaft.

...
"... Wie viele Drogen verträgt eine Gesellschaft?"

...
"... Die volkswirtschaftlichen Schäden, die von Alkohol erzeugt werden, sind betragen mehr als das tausendfache der Schäden, die der Cannabis-Konsum erzeugen könnte. ..."

...
"... Im Übrigen gibt es kriminalpolitisch viele Gründe, die sogar für die kontrollierte legale Abgabe harter Drogen sprechen. Immerhin würde die Beschaffungskriminalität - zigtausend Straftaten jährlich - mit einem Schlag aufhören. Aber es geht in der Diskussion gar nicht um Sachargumente. Leider."

"... (Damit) einhergehen sollte eine Aufklärung über Drogengebrauch - geschichtlich, kulturell, gesundheitlich etc. .."

"... Eine gute Drogenaufklärung in den Schulen wäre dann äusserst wichtig.

"Jeder weiß doch mittlerweile das es der Beste Weg ist das Zeug zu legalisieren! ..."

"...Wer sich die Geschichte von Canabis anschaut, wird erkennen dass das Verbot aus den USA zu uns überschwappte und vor allem willkürlich war. Auf ZDF Kultur lief vor kurzem eine wunderbare Doku darüber, sie hiess "Gegenwelt Rauschgift - Grass und Schnee" sehr informativ."

"... kommt garantiert einer der gar keine Ahnung hat und wiederholt, von jeder Peinlichkeit unberührt, altväterliche Vorurteile welche jene gar nicht hatten..."

"...Würde man Holz verbieten, der Schaden wäre nicht geringer....

"Der nächste Verwandte von Hanf ist übrigens der Hopfen..."

"...  ch kenne sehr viele Menschen für die wäre eine Substitution ihres Alkoholkonsumes durch Hanfblüten ein Segen..."

"...bin mir 100% sicher, dass mein Großvater kein Cannabis genutzt hat."

"... Es ist logisch nicht einsichtig, dass eine Substanz wie THC, die erwiesenermassen weniger toxisch auf den menschlichen Körper wirkt als die beiden obengenannten rechtlich schlechter gestellt wird..."

"... Keine Ahnung was ihre Freunde geraucht haben, Gras war es nicht, es riecht erstens nicht nach Katzenklo und zweitens macht es nicht dumm."

"... Aber da Sie anscheinend nicht kiffen verstehe ich nicht wie Sie dazu kommen darüber zu urteilen?..."

"...Ein Beispiel: Hanf erzeugt auf der selben Fläche die sechsfache Menge an (höherwertigeren) Fasern als Holz..."

"...die Zahl der Konsumenten steigt durch eine Legalisierung nicht an, ..."

"... In den USA und Kanada wird Cannabis mehr und mehr zu einem legalen Wirtschaftsfaktor. Hierfür hat allein der legale Status als Heilmittel ausgereicht..."

"... Sie wissen schon dass so ein Oktoberfest nicht ohne unzählige Schwerstverletzte (Eigen- und Fremdeinwirkung) und sogar Tote vorübergeht?..."

"... Dann müssten wir mit sofortiger Wirkung das TV-Programm verbieten."

"... Es geht voran in der Welt, hoffentlich auch irgendwann hier... ""

"...Grundsätzlich ist es aber nicht die Aufgabe des Staates, die Freiheit seiner Bürger ohne Grund einzuschränken..."

"...Einstiegsdroge... . Diesen Unsinn glaubt ja noch nicht mal mehr die Drogenbeauftragte der Union!..."

"...Ein freiheitlicher Rechtsstaat muss die Notwendigkeit eines Verbotes begründen, ..."



MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7395
  • Banane
Re:Drogenpolitik
« Antwort #32 am: 16:44:59 Do. 01.August 2013 »
Nicht nur Cannabis, es müssen schlichtweg andere Wege für bzw. gegen den Drogenmißbrauch gefunden werden als einen Krieg zu führen der nicht gewonnen werden kann.

Alkohol ist da ein gutes Beispiel, die Prohibition hat die Kriminalität gefördert aber kaum die Abstinenz.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Eivisskat

  • Gast
Re:Drogenpolitik
« Antwort #33 am: 18:24:15 Do. 01.August 2013 »
Der Mensch UND das Tier berauschen sich nun mal gern, schon immer und seit Beginn allen Daseins.

Das kann man nicht einfach verbieten, denn es scheint naturgegeben...

 ;)

http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1886919/Auch-Tiere-lieben-einen-gepflegten-Rausch.html

Beweis: In meinem Garten pflückt *Jemand* (Maus, Frosch?) kleine Erdbeeren, sortiert die nach Reifegraden und wartet, um dann ausschließlich die angemanschten, überreifen, angegorenen  zu verspeisen. Nachts dann vermutlich Party... :D



Zitat
Das amerikanische Forscherteam setzte eine Gruppe von Javaneraffen – sie sind bekannt für ihre strikten Hierarchien – erst unter Stress, und danach durften sie sich aus ihren Trögen bedienen, in denen sich entweder Futter oder Kokain befand. Das Ergebnis: Die Tiere aus den niederen Rängen griffen deutlich öfter zur Droge als ihre höher gestellten Artgenossen.

Nimmt man dem Mensch den Stress, wird sich auch der Drogen-Missbrauch verbessern, ganz sicher.


Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7395
  • Banane
Re:Drogenpolitik
« Antwort #34 am: 18:53:44 Do. 01.August 2013 »
Nimmt man dem Mensch den Stress, wird sich auch der Drogen-Missbrauch verbessern, ganz sicher.

Das glaube ich auch, aber solange der Drogenmarkt ein fester Bestandteil der Wirtschaft ist wird sich kaum etwas ändern, dazu noch nimmt der Stress für viele eher zu als ab, leider.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

rebelflori

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1005
Re:Drogenpolitik
« Antwort #35 am: 23:30:37 Mi. 07.August 2013 »
Zitat von:  
Vier Millionen für vier Tage Horror-Haft
Nachdem er beim Kiffen erwischt worden war, musste ein US-Student tagelang in einer Minizelle ohne Tageslicht, Essen oder Wasser ausharren. Jetzt erhält er eine Millionenentschädigung.

Ein kalifornischer Student erhält von der US-Regierung 4,1 Millionen Dollar Schmerzensgeld, weil man ihn in einer fensterlosen Gefängniszelle vier Tage lang ohne Essen und Trinken gelassen hat.

Der 25-jährige Daniel Chong war im April 2012 bei einer Drogenrazzia an einer Studentenparty zusammen mit acht anderen Personen in Gewahrsam genommen worden, weil er gekifft hatte. Als er in eine Zelle gebracht wurde, soll ein Beamter noch zu ihm gesagt haben: «Bleib wach, wir holen dich in einer Minute.» Tatsächlich bekam Chong erst nach vier Tagen wieder einen Menschen zu Gesicht. So lange musste er in der fensterlosen Zelle ausharren, die nach Medienberichten nur gerade 1,5 auf 3 Meter gross war.

Urin getrunken

Chong habe begonnen zu halluzinieren, er habe nur überlebt, weil er seinen eigenen Urin getrunken habe, sagte sein Anwalt. Die Aufseher hätten nicht auf seine Hilfeschreie und Tritte gegen die Zellentür reagiert. Als er entdeckt wurde, lag Chong in seinen eigenen Fäkalien und war stark dehydriert. Er musste mehrere Tage in der Intensivstation eines Spitals behandelt werden.

Wie sein Anwalt der «Los Angeles Times» sagte, musste sich Chong einer Psychotherapie unterziehen. Bei ihm sei eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden.

Der Student selbst sagt heute: «Es klang so, als wäre das alles ein Unfall gewesen - ein wirklich, wirklich schlechter und fürchterlicher Unfall.» Von dem Geld will er seinen Eltern ein Haus kaufen, den Rest will er sparen.

http://www.20min.ch/panorama/news/story/Vier-Millionen-fuer-vier-Tage-Horror-Haft-21915173

Scheiße so unmenschlich kann es in US Knästen zugehen.

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13368
  • Waldkauz (8>
Re:Drogenpolitik
« Antwort #36 am: 08:46:15 Do. 08.August 2013 »
Zitat
Scheiße so unmenschlich kann es in US Knästen zugehen.

Ja, nur die meisten bekommen für die erlittene Folter keine Entschädigung.
Da müssten ja die Guantanamo- Häftlinge zich Millionen bekommen, was aber wohl nie passieren wird, weil man die Menschen dort einfach verrotten lässt.
Von anderen Lagern, die nicht mal bekannt sind, ganz zu schweigen!
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

rebelflori

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1005
Re:Drogenpolitik
« Antwort #37 am: 18:02:41 Sa. 10.August 2013 »
trotzdem sind 20% der Amerikaner wegen Drogen im Knast und das  die Redigierung  glücklich ist ein kostengünstigen Systeme zu haben   kotz kotz

Ich wollte mit dem Artikel nur etwas zum um denken anregen, besonders bei denn jungen Menschen!!!( weil so lange man keine reinen Sachen bekommen , sollte man es lieber lassen )
Mich ärgernt persönlich am meisten das es immer unreiner auf der Straße wir!! Das wahr noch nieh rein, aber was heut zu Tage hier los ist. mit Hanf mit Rattengift, Grass mit (brix oder dünger) oder Speed mit crystal. Finde ich das geht gar nicht kotz kotz

P.s. Ob wohl ich keine drogen nehme, regt mich das auf !!!!!






Bowie

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 154
Re:Drogenpolitik
« Antwort #38 am: 18:44:25 Do. 22.August 2013 »

rebelflori

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1005
Re:Drogenpolitik
« Antwort #39 am: 10:02:47 Sa. 31.August 2013 »
Zitat von:  
US-Regierung gibt Staaten freie Hand: Colorado und Washington legalisieren Marihuana


Die US-Regierung gibt den Bundesstaaten bei der Legalisierung von Marihuana freie Hand. Damit können Colorado und Washington an der beschlossenen Freigabe der Droge für alle Konsumenten über 21 Jahre festhalten, ohne Probleme mit dem Weissen Haus befürchten zu müssen.

Die Regierung erwarte von den Gouverneuren in Colorado und Washington jedoch, dass «strenge Regeln» eingehalten würden, damit das Cannabis nicht in die Hände krimineller Banden oder Minderjähriger gerate, hiess es in der Erklärung des Justizministeriums weiter.

Es liege in der Verantwortung der Staaten, für die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen.

«Wenn irgendwelche der genannten Schäden eintreten, dann werden Bundesstaatsanwälte aggressiv vorgehen», mahnte das Justizministerium.

Die Legalisierung des privaten Konsums von Cannabis in den beiden Bundesstaaten war im November per Volksabstimmung beschlossen worden. Anders als in Washington ist in Colorado nun auch der begrenzte private Anbau der Pflanze zulässig.

In der Öffentlichkeit sind Joints aber weiterhin verboten. Der medizinische Einsatz von Cannabis ist bereits in zahlreichen US-Bundesstaaten erlaubt.

Die Interessenorganisation Marijuana Policy Project begrüsste die Entscheidung des Justizministeriums und sprach von einem «klaren Signal» aus der Hauptstadt, dass die US-Bundesstaaten selbst über ihre Gesetzgebung zu dem Thema bestimmen dürfen.

Die zuständigen Behörden in Colorado versicherten, diejenigen zu verfolgen, die die weiche Droge an Kinder verkaufen, sie auf öffentlichem Gebiet anbauen oder zu Handelszwecken über die Bundesstaats- oder Staatsgrenzen schaffen.

Knappe Mehrheit für Legalisierung

In einer Umfrage des Pew Research Centers hatte sich kürzlich erstmals eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der befragten US-Amerikaner für die Legalisierung von Marihuana ausgesprochen. 48 Prozent gaben an, die Droge schon einmal konsumiert zu haben.

In Uruguay hatte das Abgeordnetenhaus Ende Juli für eine Legalisierung von Cannabis gestimmt. Der lateinamerikanische Staat wäre das weltweit erste Land, das den Anbau und Verkauf von Marihuana vollständig legalisiert und unter staatliche Aufsicht stellt. Der Senat muss dem umstrittenen Gesetz aber noch zustimmen.


http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/us-regierung-gibt-staaten-freie-hand-colorado-und-washington-legalisieren-marihuana-127123782

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12291
  • Fischkopp
Re:Drogenpolitik
« Antwort #40 am: 13:39:59 Do. 24.Oktober 2013 »
Zitat
Strafen für Drogendelikte in den USA
Ohne Gnade

Die Gefangenen des Drogenkrieges erzählen: Tausende Amerikaner sitzen absurd hohe Haftstrafen fürs Dealen ab - obwohl die entsprechenden Gesetze mittlerweile geächtet sind. Die lange Haft, die Gewalt hinter Gittern bedeuten Verzweiflung. Obama zeigt kein Erbarmen mit den Sträflingen.


Zehntausende Menschen sitzen einer Zählung der US-Behörde für Strafbemessung (USSC) zufolge mandatory sentences ab - jene absurd hohen Mindeststrafen für Drogendelikte, die Amerikas Gefängnisse gefüllt haben. Sie schreiben bestimmte lange Strafen bei Drogendelikten vor. Mindestens 5000 von ihnen sind gewaltlose Kleindealer ohne Verbindungen zu organisierten Banden. Sie büßen, als wären sie Kartellbosse.

Seit den Siebzigern hat sich die Zahl der Gefangenen mehr als verfünffacht - auf mehr als eineinhalb Millionen Menschen. In den USA leben fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber ein Viertel aller weltweit Inhaftierten sitzen im "Land der Freien", das die Nationalhymne beschwört, ein. Fast ein Fünftel von ihnen wurde für Drogenvergehen bestraft.

Die Männer (und wenigen Frauen) haben Marihuana, Kokain oder Crack - mit Backpulver vermischtes und erhitztes Kokain - verkauft. Aber sind Strafen wie "15 Jahre bis lebenslänglich", einst Mördern und Vergewaltigern vorbehalten, angemessen für einen einzigen Drogendeal? Dass diese Männer zu hart bestraft wurden, glaubt mittlerweile die Mehrheit der Juristen und Politiker. Frei kommen sie trotzdem nicht. Der Mann, der ihnen helfen könnte, sitzt im Weißen Haus.

Aktivisten fordern eine Massenamnestie vom Präsidenten. Doch Barack Obama hat bisher weniger Menschen begnadigt als seine Vorgänger der vergangenen Jahrzehnte.
http://www.sueddeutsche.de/politik/strafen-fuer-drogendelikte-in-den-usa-ohne-gnade-1.1800890

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12291
  • Fischkopp
Re:Drogenpolitik
« Antwort #41 am: 10:25:20 Mi. 11.Dezember 2013 »
Ein wichtiger Schritt!

Zitat
Uruguay legalisiert Verkauf und Anbau von Marihuana

Ob vom Apotheker oder im Privatanbau: Uruguay ist das erste Land weltweit, das Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle legalisiert. Das Gesetz ist eine Maßnahme zur Bekämpfung der Drogenkartelle.


Uruguay hat als erstes Land weltweit den Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle legalisiert. Der Senat stimmte am Dienstagabend (Ortszeit) mit einer knappen Mehrheit von 16 gegen 13 Stimmen für eine entsprechende Regierungsinitiative, die bereits zuvor von der Abgeordnetenkammer gebilligt worden war. Staatschef José Mujica erhofft sich von der Maßnahme eine effizientere Bekämpfung der Drogenkartelle.

Der Kauf von monatlich bis zu 40 Gramm Marihuana soll nach dem neuen Gesetz in Apotheken freigegeben werden. Privatpersonen dürfen bis zu sechs Cannabis-Pflanzen züchten. Zudem werden Marihuana-Clubs mit 15 bis 45 Mitgliedern erlaubt. Diese dürfen bis zu 99 Pflanzen pflegen.

Der Anbau und Handel soll von einer staatlichen Kommission kontrolliert werden. Dadurch soll unter anderem ausgeschlossen werden, dass Marihuana aus illegalem Anbau in den Handel geschleust wird. Die Konsumenten müssen sich in einem Register eintragen. Minderjährigen und Ausländern bleibt der Konsum verboten. Der Start des legalen Verkaufs wird erst für Mitte 2014 erwartet.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/neues-gesetz-uruguay-legalisiert-verkauf-und-anbau-von-marihuana-/9200784.html

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3248
  • Polarlicht
Drogenpolitik
« Antwort #42 am: 18:04:10 So. 29.Dezember 2013 »
"Strafrecht funktioniert in diesem Bereich nicht"

Strafrechtler Lorenz Böllinger fordert die Legalisierung aller Drogen

(Moderation: Ulrike Timm)

Zitat
Mehr als 100 Strafrechtsprofessoren fordern die Legalisierung von Drogen. Lorenz Böllinger, Initiator der Resolution, kritisiert, dass bisherigen Verbote zigtausend Todesopfer verursacht hätten. Außerdem kriminalisiere die aktuelle Gesetzeslage junge Leute und beschädige ihre Zukunft. ...

Quelle: http://www.deutschlandradiokultur.de/rauschmittel-strafrecht-funktioniert-in-diesem-bereich-nicht.954.de.html?dram%3Aarticle_id=272280

MfG

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12291
  • Fischkopp
Re:Drogenpolitik
« Antwort #43 am: 18:08:26 Mo. 30.Dezember 2013 »
Was für ein Armutszeugnis für die linke Szene.
Dort bleibt man lustfeindlich, spießig und verkrampft.
Vor Kurzem wurde in einem autonomen Zentrum in Bielefeld ein Punkkonzert abgebrochen, weil der Drummer sein T-Shirt ausgezogen hat. "Sexistisch!"  :rolleyes:

Da zeigt das bürgerlicher Lager mehr Lebensnähe und es ist bereits 20 Jahre her, daß ein Richter sich fortschrittlicher zeigte, als die linke Szene.
Zitat
Bundesweit bekannt geworden war Neskovic 1992. Als Vorsitzender Richter am Lübecker Landgericht hatte er damals in seinen Urteilen ein "Recht auf Rausch" gefordert.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/recht-auf-rausch-bgh-richter-kandidiert-fuer-linkspartei-a-366647.html
Zitat
Im Jahre 1992 legte Richter Wolfgang Neskovic vom Landgericht Lübeck dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Frage zur Entscheidung vor, ob das Cannabisverbot mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das BVerfG entschied darüber im Jahr 1994 (BVerfGE 90, 145 - Cannabis). Mittlerweile hat das Amtsgericht Bernau einen ähnlichen Beschluss gefasst
http://www.cannabislegal.de/studien/lg_luebeck.htm

Der Szeneladen SubRosa in Kiel ist wohl die einzige Kneipe der Stadt in der das Rauchverbot strikt durchgesetzt wird... von Anarchisten. :rolleyes:

Und jetzt schon wieder...
Zitat
Mehr als 100 Strafrechtsprofessoren fordern die Legalisierung von Drogen.
...sind Bürgerliche lebensnäher und freiheitsliebender, als die Szene selbsternannter Revoluzzer.

Wat'n Elend!

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13368
  • Waldkauz (8>
Re:Drogenpolitik
« Antwort #44 am: 18:59:30 Mo. 30.Dezember 2013 »
Ach, Du meinst diese Elfenbeinturm- Linken?

Da gehören ja haupsächlich die Antideutschen, die »Critical Whiteness«- Leute, Veganer und Straight Edger dazu!
Diese Leute können einem den Spaß tatsächlich richtig vermiesen; veilleicht wurden sie zu diesem Zweck auch vom VS in der Linken Szene installiert, wer weiß.

Wo ich grade bei VS bin:
Die Band in Bielefeld war übrigens "Feine Sahne Fischfilet" die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Diese Diskussion habe ich aber schon mal beim Antira- /Klimacamp vor ein paar Jahren in Hamburg erlebt, als eine Frau im Plenum wollte das es Männern verboten wird mit nackten Oberkörper durchs Camp zu laufen. (Sommer; 30°C)
Beim Antira- Camp in Köln 2012 ist die Sache dann völlig eskaliert als die »Critical Whiteness«- Spinner meinten, die Deutungshoheit für sich gepachtet zu haben.

Das hat jemand hier mal recht interessant analysiert:

http://keinedefma.blogsport.de/2013/07/07/keine-definitionsmacht-fuer-niemand/
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!