Autor Thema: Erntehelfer  (Gelesen 19405 mal)

Kuddel

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Re: Erntehelfer
« Antwort #45 am: 12:42:03 Do. 09.Juli 2020 »
Zitat
Ärger auf den Feldern
Proteste von Saisonarbeitskräften in Ladenburg

Saisonarbeitskräfte haben am Montag in Ladenburg ihrem Ärger über zu wenig Lohn Luft gemacht. Einige sagen, dass sie am Monatsende gerade Mal 150 Euro in der Tasche haben.


Es sind harte Vorwürfe, die von einigen Erntehelfern an der Bergstraße kommen. Der Hegehof - einer der größten Obst und Gemüsehöfe an der Bergstraße, zahle zu wenig. Dieter Hege weist das entschlossen zurück. Er bezahle den Mindestlohn von 9,35 Euro - genau das, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Viele seiner Arbeiter seien damit zufrieden, sagte er dem SWR. Er sieht den Grund für den Streit in der aktuellen Situation.

Wer in dieser Saison aus Rumänien nach Deutschland kam, konnte das nur unter erschwerten Bedingungen. Üblicherweise würden Busfahrer die Erntehelfer bringen. Diese Fahrer würden als Vermittler eingesetzt, um den Arbeitern die Vorgehensweisen sowie die Bezahlungsmodalitäten zu erklären.

Vermittler für die Erntehelfer in der Kritik

In diesem Jahr kamen andere Erntehelfer per Flugzeug und auch die Vermittler waren andere. Diese fürchten nun den Zorn der Arbeiter. Eine Vermittlerin ist aus Angst mit ihrer Familie wieder unterwegs zurück nach Polen.

Die Arbeiter, die jetzt protestiert haben, sollen den regulären Stundenlohn bekommen haben. Wenn sie aber ihre Steuer-Identifikationsnummer nicht angegeben hatten, wurden sie in Steuerklasse 6 eingestuft, heißt es von Seiten des Hofes. Dann blieben ihnen 600 Euro im Monat. Davon wurden noch Kosten für Unterkunft und Verpflegung abgezogen.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/ladenburg-aerger-um-erntehelfer-am-hegehof-100.html