Autor Thema: Billiglöhne im Schlachthof  (Gelesen 46624 mal)

Fritz Linow

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #105 am: 11:34:30 So. 12.Juli 2020 »
Zitat
11.7.20
Clemens Tönnies macht nicht nur in Fleisch, sondern auch in Immobilien. In Österreich steht dem Unternehmer nun Ärger ins Haus, weil eine von seiner Immobilienverwaltung beauftragte Baufirma Schwarzarbeiter eingesetzt haben soll. (...)
https://www.n-tv.de/der_tag/Toennies-droht-Arger-wegen-Schwarzarbeitern-in-Osterreich-article21904346.html

Fritz Linow

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #106 am: 10:39:40 Do. 16.Juli 2020 »
Zitat
Die deutsche Fleischindustrie ist zum Brennglas für prekäre Arbeitsverhältnisse, gierige Unternehmer und machtlose Gewerkschaften geworden. Ist der deutsche Arbeitsmarkt ein moderner Sklavenmarkt? "ZDFzoom" beleuchtet die Hintergründe.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-toennies-und-die-werkvertraege-100.html

Kuddel

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #107 am: 10:39:41 Fr. 17.Juli 2020 »
Erfreulich, wenn in der Kulturszene die soziale Realität wieder Einzug hält.

Zitat
Kreis Coesfeld
Doku zur Leiharbeit in der Fleischindustrie


Kreis Coesfeld. In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben – und Aktivisten, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. In München studieren zur gleichen Zeit Schüler einer Theaterklasse das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ von Bertolt Brecht ein und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu. Am Sonntag, 12. Juli, läuft um 17.30 Uhr im Cinema Münster an der Warendorfer Straße die Vorpremiere des preisgekrönten Dokumentarfilms „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina. Der 90-Minüter, der im Oktober in die Kinos kommt, wird vorab in Kooperation mit der Fachstelle Weltkirche des Bistums Münster gezeigt. Er berichtet über die Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland und verwebt diese mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Probentext. Neben der Regisseurin Yulia Lokshina ist auch Pfarrer Peter Kossen (Lengerich), der im Film vorkommt, bei der Vorpremiere dabei . Kossen prangert seit 2012 die Arbeits- und Lebensbedingungen vor allem der osteuropäischen Leiharbeiter in den Schlachtbetrieben an und bezeichnet diese als „moderne Sklaverei“. Der Film „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ wurde Anfang des Jahres als bester Dokumentarfilm beim „Filmfestival Max Ophüls Preis“ ausgezeichnet. Es ist Yulia Lokshinas Diplomfilm im Rahmen ihres Studiums der Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
https://www.azonline.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/4233251-Kreis-Coesfeld-Doku-zur-Leiharbeit-in-der-Fleischindustrie

Fritz Linow

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #108 am: 20:47:52 Fr. 17.Juli 2020 »
Man wurschtelt sich so durch:

Zitat
17.7.20
Aus für Werkverträge: Tönnies gründet 15 Tochterfirmen für die Produktion

Der Fleischkonzern will Mitarbeiter über Tochtergesellschaften direkt anstellen. Kritiker fürchten, die neue Konstruktion soll das alte System aufrechterhalten.
(...)
Sie heißen „Tönnies Production“ und sind mit den römischen Ziffern von eins bis 15 durchnummeriert. Als Gegenstand der Gesellschaften wird die Herstellung und der Vertrieb von Fleischwaren aller Art angegeben – einschließlich der Schlachtung, Zerlegung und Kommissionierung sowie die „Be- und Verarbeitung zu handelsfähigen Endprodukten“.
(...)
Wie viele der bisherigen Werkvertragsarbeitnehmer unbefristet oder befristet angestellt werden, könne Tönnies noch nicht sagen. Die Gewerkschaft NGG fürchtet, dass das Unternehmen das bisherige System nach dem Verbot unter einem anderen Namen weiterführt.

„Es ist ein seltsamer Zufall, dass gerade jetzt die Tochtergesellschaften aus dem Boden sprießen“, sagt NGG-Sprecher Jonas Bohl. Das nähre den Verdacht, dass über neue Konstruktionen die künftig verbotenen Werkverträge weiterhin genutzt werden sollen – nur eben im eigenen Haus.
(...)
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/fleischereikonzern-aus-fuer-werkvertraege-toennies-gruendet-15-tochterfirmen-fuer-die-produktion/26014542.html (Schranke)

Fritz Linow

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #109 am: 15:03:42 Mi. 22.Juli 2020 »
Die SPD-Postille Vorwärts tönte Mitte Mai:

Zitat
Der Vorstoß des Sozialdemokraten sieht mehrere Punkte vor, die in den kommenden Monaten in Gesetze gegossen und beschlossen werden sollen. Zentral ist dabei das Verbot von Werksverträgen und der Arbeitnehmerüberlassung. Die bisherigen Arbeitsstrukturen, bei denen in den großen Fleischfabriken Mitarbeiter*innen von „Sub-Sub-Subunternehmen“ arbeiten, bezeichnete Heil am Mittwoch als „Wurzel des Übels“. Mitarbeiter*innen sollten künftig regulär angestellt werden, direkt im Betrieb.
https://www.vorwaerts.de/artikel/corona-infektionswelle-spd-will-fleischindustrie-mehr-arbeitsschutz-zwingen

Nun liegt wohl ein Gesetzentwurf vor. Vom Verbot der Leiharbeit keine Silbe:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fleisch-industrie-hubertus-heil-will-subunternehmer-und-werkvertraege-verbieten-a-0f1d65bf-ac8b-439f-be3f-f87ac6bf879b

Die glitschige Interessenvertretung protag-law weiß allerdings mehr:
Zitat
22.7.20
Referentenentwurf zum Verbot von Werkverträgen und Zeitarbeit in der Fleischwirtschaft

Nach dem Referentenentwurf wird es künftig keine Werkverträge und Zeitarbeit mehr in der Fleischbranche geben. Dabei betrifft das Verbot nicht nur den Bereich der Schlachtung und der Zerlegung, sondern auch die Weiterverarbeitung von Fleischprodukten, sowie deren Portionierung und Verpackung. Ab dem 1. Januar 2021 sollen nur Arbeitnehmer des jeweiligen Betriebs diese Tätigkeiten ausüben. Wer hiergegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Euro rechnen. Wenn die Unternehmen der Fleischwirtschaft und deren Werkunternehmen und Personaldienstleister jetzt nicht handeln, werden Verbote von Werkverträgen und Zeitarbeit kommen und es wird sie auch in weiteren Branchen geben.
(instagramm)

Zitat
„Der Einsatz von Werkvertrags- und Leiharbeitnehmern ist damit künftig in diesem Bereich nicht mehr zulässig“, heißt es in dem Entwurf für ein Arbeitsschutzkontrollgesetz.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fleischindustrie-heil-legt-entwurf-zum-verbot-von-werkvertraegen-in-der-schlachtung-vor/26027428.html

Gottlob nur eine Vorlage und wird noch geschliffen werden.

Kuddel

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #110 am: 10:38:59 Fr. 24.Juli 2020 »
Zitat
Nager im Lager
Tönnies-Fleisch lag in von Ratten bevölkertem Kühlhaus
Bei Kontrollen in einem Kühlhaus im niedersächsischen Dissen sind Behörden auf massiven Rattenbefall gestoßen. Ein Fleischzerlegebetrieb wurde geschlossen - auch Produkte von Tönnies sind betroffen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/toennies-fleisch-lag-in-von-ratten-bevoelkertem-kuehlhaus-a-921cc8cc-5458-4c8b-878f-2d36966fb268

Zitat
Erneut 20 Tönnies-Arbeiter positiv getestet
Erst seit wenigen Tagen wird bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wieder geschlachtet. Jetzt haben sich schon wieder mehrere Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert, wie der Kreis Gütersloh bestätigt.
https://www.spiegel.de/panorama/coronafaelle-im-schlachtbetrieb-in-rheda-wiedenbrueck-erneut-20-toennies-arbeiter-positiv-getestet-a-19a49313-0e3f-4af7-874f-4f6c56415a14

counselor

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #111 am: 04:34:11 Di. 28.Juli 2020 »
Zitat
FLEISCHINDUSTRIE UND CORONA - »Das Ausbeutungssystem gibt es seit 25 Jahren«

Verhältnisse in der Fleischindustrie: Tönnies ist kein Einzelfall. Ein Gespräch mit Elwis Capece

...
Dieses Ausbeutungssystem mit der speziellen Werkvertragsstruktur gibt es seit etwa 25 Jahren. Damals begannen die großen Ketten, Fleischtheken in ihre Läden zu stellen. Der »Siegeszug« des Billigfleisches nahm seinen Anfang. Fleisch wurde zur Ramschware, die Arbeitskraft wurde in der Folge immer billiger. Das Geld wird durch Massenproduktion verdient. Die Fleischbarone, der Handel und die Subunternehmer verdienen daran. Politisch war das so gewollt. Billige Lebensmittel gehören in Deutschland quasi zur Sozialpolitik. Zwar wurden die Zustände von der Gewerkschaft NGG und Verbraucherorganisationen immer wieder angeprangert. Die Lobbykraft der genannten Akteure hat aber ausgereicht, ernsthafte Veränderungen zu verhindern. Da hat es auch nicht geholfen, dass es bei den Linken und teilweise auch bei den Grünen und der SPD Kritik am System gegeben hat. Erst mit dem Ausbruch der Pandemie hat sich hier eine beachtliche Dynamik entwickelt.
...

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/382996.fleischindustrie-und-corona-das-ausbeutungssystem-gibt-es-seit-25-jahren.html
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #112 am: 16:09:13 Mi. 29.Juli 2020 »
Dei Reportage ist schon ein paar Wochen alt, aber die 7min haben es in sich:
Werkvertragsarbeiter mit Eisenstangen zusammengeschlagen.


Nikita

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #113 am: 00:18:29 Do. 30.Juli 2020 »

Nikita

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Greeenpeace-Aktion bei Tönnies
« Antwort #114 am: 21:11:41 Fr. 07.August 2020 »


Protest von Greenpeace-Aktiven bei Tönnies-Schlachthof
SCHLUSS MIT DEM SCHWEINESYSTEM
Bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist der Betrieb nach der Corona-Zwangspause wieder angelaufen. Aktivistinnen und Aktivisten machen deutlich, dass es so nicht weitergehen darf.

Die Laster voller Schweine, die vor der Corona-Krise in Rheda-Wiedenbrück bis zu 30.000 Tiere pro Tag zur Schlachtung karrten, rollen seit heute morgen wieder. Nach der fast einen Monat dauernden Schließung von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück am Mittwoch verfügt, dass der Betrieb heute wieder anlaufen darf.

Doch Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace machen mit einer spektakulären Aktion zur Wiedereröffnung deutlich, dass es nach der Zwangspause nicht einfach weitergehen darf wie bisher. Mit motorisierten Gleitschirmen landen zwei Aktivisten am Morgen auf dem Dach des Hauptgebäudes und fordern auf einem 7 mal 14 Meter großen Banner, dass sie neben dem Firmenlogo an der Fassade ausrollen: „Schluss mit dem Schweinesystem!“.

Der Betrieb in Rheda-Wiedenbürck war am 21. Juni eingestellt worden, nachdem rund 1.500 Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Die Landesregierung hatte vorübergehend einen weitgehenden Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf verfügt, wo viele Mitarbeiter des Schlachtbetriebs wohnen. Die Krise bei Tönnies hat nicht nur ein Schlaglicht auf die menschenunwürdigen Bedingungen geworfen, unter denen die Beschäftigten bei Tönnies arbeiten und den beengten Verhältnissen, in denen sie leben müssen. Sie macht auch deutlich, dass Fleischbaron Clemens Tönnies als Taktgeber in der industriellen Fleischerzeugung die Bedingungen diktiert, unter denen Menschen, Tiere und die Umwelt leiden.

DAS SYSTEM BILLIGFLEISCH IST KOMPLETT KRANK
„Das System Billigfleisch ist komplett krank und nicht nur für die Beschäftigten der Fleischindustrie in Corona-Zeiten ein Gesundheitsrisiko“, sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Die Produktion von Billigfleisch gefährdet uns alle - über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen, Nitrat im Wasser, Ammoniak in der Luft und klimaschädliche Emissionen.“

Für den Schutz von Klima, Tieren und Gesundheit fordert Greenpeace eine Umstellung auf artgerechte Haltung, den Abbau der Tierbestände, regelmäßige und strenge staatliche Kontrollen in Ställen und Schlachtbetrieben sowie faire Preise und Arbeitsbedingungen. Damit die tierquälerische Haltung auf engstem Raum, die gegen geltendes Tierschutzrecht verstößt, endlich beendet wird, muss jetzt endlich der Umbau auf breiter Front eingeleitet werden. Dabei dürfen Landwirtinnen und Landwirte, die in bessere Haltungsbedingungen investieren, nicht alleine gelassen werden. Sie brauchen eine gezielte Förderung, die auch die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe sichert.

Greenpeace hat dazu im Januar einen durchgerechneten und rechtlich abgesicherten Vorschlag vorgelegt: Mit ein zweckgebundene Tierwohl-Abgabe von 50 Cent je Kilo Fleisch könnten die nötigen Mittel aufgebracht werden. Eine deutliche Mehrheit von 85 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich ein einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Umfrage für Steuern oder Abgaben auf Fleisch und Wurst ausgesprochen, wenn die Einnahmen an Landwirtinnen und Landwirte fließen, die mit dieser staatlichen Hilfe die Tierhaltung verbessern. Die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) berufene Borchert-Kommission zum Umbau der Tierhaltung befürwortet ebenfalls eine Tierwohl Abgabe.

DEN WORTEN MÜSSEN JETZT TATEN FOLGEN
Um die drängenden Probleme der Landwirtschaft zu lösen, hat die Bundesregierung vergangene Woche eine „Zukunftskommission Landwirtschaft“ eingesetzt, in der auch Greenpeace vertreten ist. Doch den Worten müssen auch Taten folgen. Die fortgesetzte Ankündigungs- und Verzögerungspolitik mit immer neuen gesetzeswidrigen Ausnahme- und Übergangsregelungen für die Tierhaltung muss ein Ende haben.  „Ministerin Klöckner darf sich nicht hinter Kommissionen verstecken. Die katastrophalen Zustände im Billigfleisch-System dulden keinen weiteren Aufschub“, fordert Zimmermann. „Um Menschen, Tiere und Umwelt zu schützen, darf der Staat rechtswidrige Haltungs- und Produktionsbedingungen nicht länger tolerieren.“

Greenpeace sieht die Politik auch in der Pflicht, Konzentration von Marktmacht in Fleischindustrie und Handel zu beschränken: Unter dem Preisdruck, für den allen voran Marktführer Tönnies verantwortlich ist, müssen die landwirtschaftliche Betriebe Fleisch zu niedrigsten Standards produzieren. Die Expansion von Mega-Schlachthöfen muss deshalb begrenzt, regionale Betriebe sollten gefördert werden. Um die Haltungsbedingungen in den Ställen für Verbraucherinnen und Verbraucher transparent zu machen, muss für alle Fleisch- und Wurstprodukte eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsform vorgeschrieben werden.

Auch die großen, marktbeherrschenden Einzelhandelskonzerne Edeka, Rewe, Aldi und Lidl stehen in der Verantwortung: Greenpeace fordert die Supermarktketten auf, Fleisch aus schlechter Tierhaltung (Haltungsformen 1 und 2) aus dem Sortiment zu nehmen und auf Werbung für Billigfleisch zu verzichten. „Das Preisdumping muss ein Ende haben, um die Beschäftigten in den Schlachthöfen und Erzeugerinnen und Erzeuger fair zu bezahlen“, sagt Zimmermann.

https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/schluss-mit-dem-schweinesystem


Fritz Linow

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Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Antwort #115 am: Heute um 00:06:39 »
Zitat
AUFRUF UND INFOS: DEMO KELLINGHUSEN 29.08.

Kriminell ist das System Tönnies – nicht der Widerstand dagegen.
Schluss mit der Ausbeutung von Mensch, Tier & Natur.


Demo am Samstag 29.08. in Kellinghusen (bei Hamburg)

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies geht aktuell mit Verfügungen und Schadensersatzforderungen gegen Kritiker*innen vor. 40.000 Euro sollen mehrere Aktivist*innen der Tierrechts- und Klimagerechtigkeitsbewegung zahlen, die im Oktober 2019 den Tönnies-Schlachthof Kellinghusen blockierten, um gegen die Fleischindustrie zu protestieren.

“Wir sind hier, weil Tiere ermordet werden. Wir sind hier aus Solidarität mit den Arbeitern, die unter extrem schlechten Bedingungen sehr harte Arbeit verrichten müssen, und wir sind hier im Kampf für die Natur, da die Natur unter dem Fleischkonsum extrem leidet.” Es sind klare Worte, die die Aktivist*innen am Tag der Besetzung gegenüber dem NDR finden. 30 Menschen blockieren unter dem Motto ‚Tear Down Tönnies‘ die Zufahrten zum Schlachthofgelände und besetzen das Dach des Betriebes. Die Besetzung und die kurzzeitige Stilllegung des Schweineschlachthofs Thomsen machen bundesweit Schlagzeilen. (...)
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/aufruf-und-infos-demo-kellinghusen-29-08/