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Bodenpersonal

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Kuddel:

--- Zitat ---Das Gepäck bleibt am Boden

Sie verladen 14 Tonnen Gepäck per Hand in einer Schicht - ohne Tarifverträge. Dafür legte das Bodenpersonal der Berliner Flughäfen nun einen Warnstreik ein.
--- Ende Zitat ---
http://www.sueddeutsche.de/reise/warnstreik-in-berlin-das-gepaeck-bleibt-am-boden-1.950533

Kuddel:
Die liebsten Streiks sind mir noch immer die wilden.

Wenn man die eigene Kraft erkennt und nicht auf die Gewerkschaften wartet, die kein wirklichen Interesse an Arbeitsniederlegungen kennen...


--- Zitat ---Wilder Streik legt Flughafen Rom Fiumicino lahm

Der Flughafen "Leonardo da Vinci" in Fiumicino bei Rom steht vor dem Kollaps
   
Ein Streik des Personals der für den Gepäcktransport zuständigen Handlinggesellschaft sorgt für Probleme in Fiumicino. Über 100 Flüge ohne Koffer der Passagiere abgeflogen.

Rom/Abu Dhabi. Ein wilder Streik des Personals der für den Gepäcktransport auf dem römischen Flughafen Fiumicino zuständigen Handlinggesellschaft sorgt zum dritten Tag in Folge für chaotische Zustände auf Italiens größtem Airport. Über 100 Flüge starteten am Dienstag ohne das Gepäck der Passagiere.

Riesige Mengen von Koffern türmten sich auf dem Flughafen. Stundenlang mussten Reisende auf ihre Koffer warten. In mehreren Fällen ging das Gepäck verloren. Dabei kam es zu heftigen Protesten. Passagiere sprachen von skandalösen Verhältnissen. Der Konsumentenschutzverband Codacons überprüft eine Sammelklage wegen des Schadens für die Passagiere. "Viele Reisende sind an ihren Urlaubszielen angekommen und haben nichts bei sich, weil ihre Koffer nicht angenommen sind", betonte Codacons-Präsident Carlo Rienzi.

Der römische Polizeichef drohte mit einer zwangsmäßigen Arbeitseinberufung, sollte der wilde Streik nicht zu Ende gehen. Daraufhin signalisierten die Arbeitnehmer Bereitschaft, wieder den Dienst aufzunehmen. Die Flughafengesellschaft "Aeroporti di Roma" musste 200 Personen einsetzen, um die Lage zu normalisieren.

Streik gegen Kürzungen

Die Mitarbeiter der Gesellschaft protestieren gegen Personalkürzungen, die im Rahmen des Einstiegs der arabischen Airline Etihad bei der krisengeschüttelten Alitalia geplant sind. 1.590 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Etihad soll mit Investitionen in Höhe von 560 Mio. Euro einen 49-prozentigen Anteil an Alitalia übernehmen.



"Von uns hängt die Sicherheit der Flugzeuge und der Passagiere ab. Wir begreifen nicht, warum gerade unsere Gesellschaft von den Kürzungen so schwer belastet wird", betonte ein Gewerkschaftssprecher. Der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi bezeichnete den Streik am Höhepunkt der Tourismus-Saison als unannehmbar. 140.000 Passagiere pro Tag meldet in dieser August-Woche der römische Flughafen.
--- Ende Zitat ---
http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa/3850452/Wilder-Streik-legt-Flughafen-Rom-Fiumicino-lahm-Video?from=rss

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat --- Streik sorgt für Schlangen und Verspätungen am Flughafen Stuttgart

Streik am Flughafen Stuttgart: Das Wach- und Sicherheitspersonal hat die Arbeit niedergelegt. Grund ist ein Tarifstreit. Die nächste Verhandlungsrunde steht bald an.

Wegen eines Warnstreiks des Wach- und Sicherheitspersonals am Flughafen konnten Reisende in Stuttgart am Freitag zum Teil nur mit Verspätungen abheben. Wie eine Sprecherin des Airports sagte, starteten einzelne Maschinen mit bis zu 30 Minuten Verspätung. Hintergrund ist ein Tarifstreit der Branche, in dem die Gewerkschaft Verdi für die rund 19.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg eine bessere Bezahlung erreichen will.

Der Warnstreik führte teils zu langen Schlangen an den Kontrollen. Wegen des Ausstands waren die Sicherheitschecks lediglich an einem von drei Terminals möglich. Flüge wurden aber nicht gestrichen.

Am Flughafen Stuttgart waren am Freitag den Angaben zufolge insgesamt 239 Flüge geplant, mehr als 10.000 Passagiere bekamen den Ausstand zu spüren. Der Airport verteilte Getränke an die Wartenden. Die Mitarbeiter des Wach- und Sicherheitsdiensts hatten angekündigt, von 3 Uhr bis 22 Uhr ihre Arbeit ruhen lassen. Verdi rechnete im Laufe des Tages mit mehr als 300 Teilnehmern am Warnstreik.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft kritisierten den Warnstreik als unverhältnismäßig. "Verdi instrumentalisiert die Sicherheitskontrollen an Flughäfen für ihre überhöhten Forderungen", erklärte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch.

In dieses Horn stieß auch Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer. Die Lohnforderung sei weder wirtschaftlich angemessen noch der Tätigkeit entsprechend, erklärte er. "Zu streiken ohne jede Vorankündigung und das über einen kompletten Flugtag, ist ebenfalls außer Verhältnis und für die Fluggäste nicht zumutbar."

Die Verhandlungen in dem Tarifstreit waren im Dezember ohne Ergebnis abgebrochen worden. Ziel der Gewerkschaft ist es, den Stundenlohn der untersten Lohngruppe von 9,20 Euro auf zehn Euro anzuheben.

Die Arbeitgeberseite habe Lohnsteigerungen ab Januar um 2,7 Prozent und um weitere 2,6 Prozent von 2016 an geboten. Dieses Angebot sei aber nicht akzeptabel, da die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche damit weiter im Niedriglohnbereich blieben, hieß es bei Verdi. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. Januar angesetzt.
--- Ende Zitat ---
http://www.airliners.de/warnstreik-flughafen-stuttgart-verzoegerungen/34653

Fritz Linow:
Höhö:

--- Zitat ---Streik legt Gepäckabfertigung am Brüsseler Flughafen lahm
dpa 25.10.2018, 19:20 Uhr

Ein spontaner Streik hat am Flughafen Brüssel am Nachmittag die Gepäckabfertigung lahmgelegt. „Im Moment wird kein einziges Gepäckstück verladen oder ausgeladen“, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur Belga. „Einige Passagiere mussten schon ohne ihre Koffer abfliegen.“ Es sei aber zu früh, die Auswirkungen abzuschätzen. Die Protestaktion beim Dienstleister Aviapartner begann laut Belga gegen 17.30 Uhr. Die Gründe sind noch unklar.
--- Ende Zitat ---
https://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-streik-legt-gepaeckabfertigung-am-bruesseler-flughafen-lahm-_arid,1888469.html


--- Zitat ---Aer Lingus and Ryanair flights cancelled between Dublin Airport and Brussels after sudden strike by baggage handlers
Workers from handling company Aviapartner downed tools 'spontaneously' (...)
--- Ende Zitat ---
https://www.irishmirror.ie/news/irish-news/aer-lingus-ryanair-flights-cancelled-13481139

--- Zitat ---Our deepest apologies for the inconvience. This is due to the fact that the strike was very spontaneous. More information will follow on our website and social media. *Mathias
--- Ende Zitat ---
https://twitter.com/BrusselsAirport/status/1055542543767781376

--- Zitat ---Brussels Airport: Wildcat strike at handling agent Aviapartner
This afternoon, staff of handling agent Aviapartner decided to stop working. The employees say they are unhappy with the “current understaffing“.
“A spontaneous action by the employees“, a union member told Belgian Vrtnws, “it’s unclear how long the action will last.”
The strike has an immediate impact on all arriving and departing traffic as it’s not possible to load/unload the aircraft. Passengers are forced to leave/arrive without their luggage.
Brussels Airlines, Brussels Airport’s biggest customer, is not affected by the actions as their flights are handled by Swissport.
At Brussels Airport, Aviapartner handles Aer Lingus, Air Baltic, Air Europa, BMI, Etihad, Easyjet, British Airways, Ryanair and SAS.
--- Ende Zitat ---
https://www.aviation24.be/ground-handling/aviapartner/brussels-airport-wildcat-strike-at-handling-agent-aviapartner/

Fritz Linow:
Der Streik am Flughafen Brüssel kam unerwartet, es geht um mehr Personal, bis morgen geht der Streik erstmal weiter, das Management packt mit an. Schönes Chaos, einfach herrlich:
http://www.brusselstimes.com/belgium/employment/12939/baggage-handlers-strike-at-zaventem-flights-cancelled


--- Zitat ---27.10.18
Brussels Airport: Warum streiken die Beschäftigten des Gepäckabfertigers Aviapartner?

Seit Donnerstag sorgt ein Streik für Chaos am Brüsseler Flughafen in Zaventem. Viele Fluggäste können deshalb nicht in die Herbstferien fliegen. Viele Reisenden bringen wenig Verständnis für den Streik der Mitarbeiter der Gepäckabfertigungsgesellschaft Aviapartner auf. Aber warum streiken sie eigentlich? Drei Mitarbeiter von Aviapartner erzählen ihre Geschichte anonym an VRT NWS.

Zu Beginn unserer Schicht wissen wir oft nicht, ob und wann eine Mahlzeitpause eingeplant ist“, so der erste streikende Aviapartner-Beschäftigte.

„Außerdem müssen wir regelmäßig länger als die im Dienstplan vorgesehenen 8 Stunden arbeiten. Auf lange Sicht ist das nicht tragbar. Wenn du gut ausgeruht bist, ist das alles machbar. Aber die Überstunden hier sind einfach strukturell. Das ist körperlich und emotional auf Dauer einfach nicht auszuhalten.“
„Manche Kollegen warten schon seit neun Monaten auf eine Regenjacke“

„Pro Flugzeug sind es in der Regel 189 Passagieren mit jeweils 15 Kilo Gepäck, das ent- oder beladen werden muss. Manchmal sind wir nur zu dritt oder zu viert, den ganzen Tag auf den Knien. Und so haben wir 5, 6, 7 Flüge pro Tag. Täglich bewegen wir mehrere Tonnen“, erklärt ein anderer Betroffener.

„Uns reicht es. Uns wird keine anständige Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Es gibt Kollegen, die schon seit neun Monate auf eine Regenjacke warten. Das kann man sich doch nicht vorstellen.“

„Nach Feierabend sitze ich nur noch in meinem Sofa, schalte den Fernseher ein und schlafe praktisch sofort ein, so geschafft bin ich. Morgens kann ich wegen der Rückenschmerzen kaum meine Strümpfe anziehen.“
„Zeitdruck ist unmenschlich“

„Wir werfen mit Gepäck, weil wir so unter Zeitdruck stehen, nicht weil wir Unmenschen sind“, bezeugt ein dritter Arbeitnehmer von Aviapartner am Brüsseler Flughafen. „Am Flughafen verstoßen wir nicht gegen die Regeln, weil wir das wollen, sondern weil wir unter riesigem Druck stehen. Die Arbeitsbelastung ist enorm.“

„Es herrscht ein riesiges Unbehagen unter den Kollegen auf dem Rollfeld. Aber auch den Kollegen am Check-in reicht es. Und die Situation bessert sich einfach nicht.“
--- Ende Zitat ---
https://www.vrt.be/vrtnws/de/2018/10/27/brussels-airport-warum-streiken-die-beschaeftigten-des-gepaecka/

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