Autor Thema: Bodenpersonal  (Gelesen 13050 mal)

Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #60 am: 23:02:38 Mi. 12.Mai 2021 »

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #61 am: 17:01:20 Sa. 15.Mai 2021 »
Arbeitskämpfe jenseits des DGB sind möglich. Es sind die spannendsten.

Zitat
Seit Monaten protestieren die Arbeiter:innen des  Dienstleistungsunternehmens „WISAG“ am Frankfurter Flughafen gegen Entlassungen und Outsourcing. Im Interview berichten Ertulug Kurnaz und Habip Bektas von den seit Monaten laufenden Protesten der Arbeiter:innen am Frankfurter Flughafen.

Nach einem Jahr Kurzarbeit hat die WISAG Ende 2020 zu Weihnachten 230 Bodenarbeiter:innen entlassen und durch Leiharbeiter:innen ersetzt. Zudem wurde 30 Busfahrer:innen, die sich der Versetzung in eine neue Tochter-GmbH verweigert hatten, sechs Monate lang der Lohn vorenthalten.

Zitat
Zu einer eurer Aktionsformen gehörte auch das Ablegen eines Trauerkranzes vor der ver.di-Zentrale in Frankfurt. (...)
Habip: Die ver.di-Spitze wurde von unserer Seite mehrmals eingeladen, sich an den Protesten zu beteiligen. Sie sind zu keiner Demo oder Kundgebung erschienen. Auch die Vorschläge, einen Dialog aufzubauen, wurde von ihrer Seite abgelehnt.
https://perspektive-online.net/2021/05/je-mehr-arbeiterinnen-sich-uns-anschliessen-desto-staerker-koennen-wir-insgesamt-werden/

Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #62 am: 00:50:56 Do. 01.Juli 2021 »






Zitat
29.6.21
Klage von Wisag-Mitarbeitern vor Gericht

Die Arbeiter, die mit der heutigen Klage ihre Stimme im Gerichtssaal erhoben haben, beendeten die Aktion mit der Erklärung, dass sie ihren Kampf von nun an fortsetzen werden.

Wisag-Beschäftigte, die seit Monaten gegen die massenhafte Abschlachtung von Arbeitern und die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz kämpfen, haben am Dienstag, 29. Juni, diesmal vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt Klage erhoben.

Klagen der Arbeiter gegen die Wisag-Chefs wurden vor dem Arbeitsgericht verhandelt. In den heutigen Anhörungen wurden die Klagen von rund 20 Arbeitern verhandelt, die während ihrer Tätigkeit als Busfahrer entlassen wurden. Während des Prozesses versammelten sich andere Arbeiter draußen, um ihre Freunde zu unterstützen und gegen die Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zu protestieren.

Die Arbeiter, die mit Trommeln, Pfeifen und Parolen durch das Gerichtsgebäude marschieren wollten, wurden auf halbem Weg von der Drohung des Gerichtspräsidenten bedroht. Der Gerichtspräsident drohte mit der Drohung, den heutigen Prozess zu beenden, wenn die Arbeiter weiter protestieren und Lärm machen.

Die Arbeiter reagierten, indem sie erklärten, dass dies eine willkürliche Praxis sei, um das Recht auf Demonstrationen und Demonstrationen zu verhindern. Trotz der Drohung gingen die Arbeiter mit Demonstrationsreden und Parolen zur Eingangstür. In den hier gehaltenen Reden wurde angegeben, dass der Hauptgrund für die Entlassung der Chefs darin bestand, Arbeiter billiger zu beschäftigen und die Zulieferungen zwecks Gewinnsteigerung auszubauen, und es wurde noch einmal daran erinnert, dass ihre Forderung darin bestand, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren und arbeite weiter.

Die Arbeiter, die mit der heutigen Klage ihre Stimmen im Gerichtssaal erhoben haben, beendeten die Aktion mit der Erklärung, dass sie ihren Kampf von nun an fortsetzen werden. Wenn die Entscheidung des ersten Gerichts von den Arbeitnehmern nicht akzeptiert wird, wird der Fall an ein höheres Gericht weitergeleitet.

Mitarbeiter von Gate Gourmet und ASG, Bir-Kar und TKP unterstützten die Aktion ebenfalls.
https://kizilbayrak51.net/ana-sayfa/haber/dunya/wisag-iscilerinden-mahkeme-onunde-eylem

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #63 am: 08:02:00 Do. 01.Juli 2021 »
Wow. Was für ein Durchhaltevermögen!
Davon sollten sich die DGB Gewerkschaften mal eine Scheibe von abschneiden.
Die gehen nur mal kurz zu Tarifauseinandersetzungen mit Fahnen und Trillerpfeifen vor's Tor, und dann wieder husch-husch, zurück an die Arbeit!
Neuerdings unterschreiben sie sogar Tarifverträge mit mehrjäriger Laufzeit, also einem mehrjährigen Streikverbot.
Welch Armutszeugnis.