Autor Thema: Bodenpersonal  (Gelesen 6943 mal)

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #15 am: 15:49:51 Mi. 16.Januar 2019 »
Zitat
Darum legen wir den Airport lahm

... in den vergangenen acht Jahren habe der Arbeitsdruck stark zugenommen. „Als ich angefangen habe, gab es täglich 11,5 Millionen Passagiere am Flughafen. Wir haben pro Stunde 100 Leute abgefertigt. Jetzt sind es doppelt so viele. Doch unsere Konzentration muss die gleiche sein.“

Ihre Mitstreiterin Eleni Mitrou ergänzt: „Wir erleben so viele Leistungsüberprüfungen wie kein anderer Beruf.“ Jeden Tag gebe es offene und verdeckte Sicherheitstests. Alle drei Jahre müssten die Mitarbeiter eine Eignungsprüfung über sich ergehen lassen, bei der nicht nur der Body-Maß-Index, sondern auch die psychische Stabilität überprüft würden. „Wir können tagtäglich unseren Job verlieren. Dieses Risiko muss entsprechend vergütet werden“
https://www.mopo.de/hamburg/flughafen-streik-darum-legen-wir-den-airport-lahm-31881936

Ein absurdes Argument:
Zitat
«Das Beharren auf absurden Forderungen von 20 Euro für alle ist zudem ein Schlag ins Gesicht jeder ausgebildeten Krankenschwester und jedes Rettungssanitäters und zeigt die Maßlosigkeit der Gewerkschaft», so Friebertshäuser.
https://www.aerotelegraph.com/streik-laehmt-deutschlands-flugverkehr

Die Forderungen der Airport Security sind eine Inspiration für Krankenschwestern und Rettungssanitäter!

Das Verständnis für den Streik, ja die Sympathie für die Streikenden ist enorm:
Zitat
Auch die Passagiere blieben gelassen. „Ich habe Verständnis für die Streikenden“, sagt Anna-Sophie Seppelt. „So ein Flughafen verdient ja viel Geld. Das muss auch an die Mitarbeiter weitergegeben werden.“ Ähnlich äußern sich auch andere Reisende.
https://www.mopo.de/hamburg/flughafen-streik-darum-legen-wir-den-airport-lahm-31881936

Die Medien versuchen trotzdem zu hetzen:
Zitat
Airport-Streiks: Auf einem schmalen Grat
Mit den umfangreichen Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen hat die Gewerkschaft Verdi den Bogen jedoch überspannt.
https://www.idowa.de/inhalt.berlin-airport-streiks-auf-einem-schmalen-grat.2f34bd0c-6c76-4dd9-870f-9fe554750f94.html

Zitat
Kritik an Verdi wächst
Der für morgen angekündigte Warnstreik des Sicherheitspersonals an acht deutschen Flughäfen ist gesetzeswidrig – so sehen es zumindest die Arbeitgeberverbände. Denn Verdi treffe mit den Streiks nicht mehr nur einzelne Betriebe, sondern die gesamte Volkswirtschaft.

Die Arbeitgeberverbände fordern deshalb ein Eingreifen des Gesetzgebers.
https://www.deutschlandfunk.de/vor-den-flughafen-warnstreiks-kritik-an-verdi-waechst.769.de.html?dram:article_id=438290

Zitat
Streik-Chaos an Flughäfen:
Großfamilie auf dem Weg zur Beerdigung getrennt
https://www.rtl.de/cms/streik-chaos-an-flughaefen-grossfamilie-auf-dem-weg-zur-beerdigung-getrennt-4278493.html

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #16 am: 16:11:55 Do. 24.Januar 2019 »
Es gab eine umwerfende Streikbereitschaft, doch dieses Mittel wurde kaum mehr als symbolisch eingesetzt. Ich ahnte, daß Verdi ein tristes Ergebnis aushandeln würde. Es kam schlimmer.

Mir sind einige Details des Verhandlungsergebnis nicht bekannt, andere nicht klar.
Plötzlich stehen wieder Prozente im Raum, wo es ursprünglich um eine eindeutige Festgeldforderung ging. Das soll zu einer allmählichen Angleichung der Ost- an die Westlöhne führen. Es scheint aber eine bleibende Differenzierung der Löhne der Beschäftigten, je nachdem, ob die das Handgepäck der Passigieren kontrollieren, die Luftfracht oder das Flughafengelände. Ich habe auch etwas von einem Entgegenkommen der Gewerkschaft in punkto flexiblerer Arbeiteinsätze gehört.
Es ist sowieso ja nicht die volle Höhe der Lohnforderungen erzielt worden, sondern nur ein Drittel des reduzierten Betrags. Man hat den Abschluß schließlich auf 3 Jahre (!) aufgeteilt. Das bedeutet auch:

Man hat einem dreijährigen Streikverbot zugestimmt.

Unfaßbar!

Bezeichnend ist, daß scheinbar alle Medien den O-Ton der Arbeitgebereinschätzungen wiedergeben.
Ich würde mich freuen, wenn jemand mit einer größeren Detailkenntnis des Abschlusses, sich hier äußern könnte.

Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #17 am: 20:03:27 Do. 24.Januar 2019 »
Hier die Mitteilung der DGB-Gewerkschaft:
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++f8210bf0-1fcb-11e9-afad-525400940f89

Und hier ein Lob auf die DGB-Gewerkschaft in der genossenschaftlich geführten Tageszeitung taz:
http://taz.de/Kommentar-Mehr-Lohn-auf-Flughaefen/!5565467/

Ansonsten: drei Jahre macht man nicht. Das macht man einfach nicht. Stimmt schon.

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #18 am: 20:27:19 Do. 24.Januar 2019 »
...ein Lob auf die DGB-Gewerkschaft in der ... Tageszeitung taz...

Zum Taz Kommentator Pascal Beucker
Zitat
In den 1980er Jahren engagierte Beucker sich bei den Jungdemokraten sowie bei den Grünen.

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #19 am: 09:07:07 Fr. 25.Januar 2019 »
Ein Hauptproblem sehe ich in der kollektiven bewußten Fehlinterpretation des Verhandlungsergebnisses. Nebelkerzen gemeinsam von "Arbeitgeber", Gewerkschaft und Presse.

Es können in Deutschland einmal im Jahr Tarifauseinandersetzungen geführt werden. Für so eine Auseinandersetzung ist man in den Arbeitskampf getreten. Überall wird nun verkündet, daß man das Verhandlungsziel nahezu erreicht hätte. Das ist eine glatte Lüge. Es wurde weniger als ein Drittel dessen erreicht!

Die Öffentlichkeit wird bewußt belogen. Wenn Unternehmer und Gewerkschaften gemeinsam diese Fehlinterpretation verbreiten, zeigt es nur, wo die Gewerkschaften stehen.

Die Journalisten sind offenbar strunzdoof. Haben keine Ahnung, wobei es in einem Arbeitskampf geht. Sie kennen eh nichts anderes als den Cut-n-Paste Journalismus aus eintrudelnden Pressetexten der Wirtschaft.

Und noch ein Wort zu Verdi: Die Gewerkschaft bewies ein weiteres Mal, daß Streiks für sie "das letzte Mittel" in einer Tarifauseinandersetzung sind. Ich halte die tagtägliche Ausbeutung für das Letzte. Das tagtäglich widerstandslos hinzunehmen halte ich für inakzeptabel.

Streiks, selbst die eher symbolischen Warnstreiks, sind eine wichtige Möglichkeit für Arbeiter das gemeinsame Kämpfen zu erlernen und ihre Macht zu erkennen. Genau das scheint Verdi nicht zu wollen. Verdi machte einen Abschluß, der über 3 Jahre dies verhindert.

counselor

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #20 am: 17:51:47 Mo. 04.Februar 2019 »
Zitat
Stahl / Flughafen Hamburg - Warnstreiks zeigen große Entschlossenheit der Beschäftigten

Um 3 Uhr morgens begannen heute die Kolleginnen und Kollegen des Bodenpersonals am Hamburger Flughafen einen ganztägigen Warnstreik. Eine ganze Reihe von Flügen fiel dadurch aus.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw06/warnstreiks-bei-stahl-und-am-flughafen-hamburg-zeigt-grosse-entschlossenheit-der-beschaeftigten
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #21 am: 18:24:58 Mo. 04.Februar 2019 »
Und Verdi wird die "große Entschlossenheit der Beschäftigten" gegen die Wand fahren mit einem vorzeitigen und halbgaren Abschluß. Wetten?

BGS

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #22 am: 19:24:11 Mo. 04.Februar 2019 »
Einmal am Boden, immer am Boden - "Verdi" sei Dank.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #23 am: 21:04:41 Di. 05.Februar 2019 »
Zitat
5.2.19
Flughafen-Lotsen treten in den Streik

Weil Mitarbeiter der französischen Flugsicherung unerwartet in den Streik getreten sind, werden am Flughafen in Basel derzeit zahlreiche Flüge annulliert.
(...)
Wie eine Sprecherin des Euro-Airports gegenüber dem «Blick» bestätigt, seien bei der Schichtübergabe um 20 Uhr diverse Mitarbeiter der Flugsicherung nicht erschienen. Sie seien in einen unerwarteten Streik getreten.
https://www.20min.ch/schweiz/basel/story/Flughafen-Mitarbeiter-in-Streik-getreten-26274607

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #24 am: 20:21:43 Mo. 18.Februar 2019 »
Ein Hauptproblem sehe ich in der kollektiven bewußten Fehlinterpretation des Verhandlungsergebnisses. Nebelkerzen gemeinsam von "Arbeitgeber", Gewerkschaft und Presse.

Es können in Deutschland einmal im Jahr Tarifauseinandersetzungen geführt werden. Für so eine Auseinandersetzung ist man in den Arbeitskampf getreten. Überall wird nun verkündet, daß man das Verhandlungsziel nahezu erreicht hätte. Das ist eine glatte Lüge. Es wurde weniger als ein Drittel dessen erreicht!

Die Öffentlichkeit wird bewußt belogen. Wenn Unternehmer und Gewerkschaften gemeinsam diese Fehlinterpretation verbreiten, zeigt es nur, wo die Gewerkschaften stehen.
(...)
Streiks, selbst die eher symbolischen Warnstreiks, sind eine wichtige Möglichkeit für Arbeiter das gemeinsame Kämpfen zu erlernen und ihre Macht zu erkennen. Genau das scheint Verdi nicht zu wollen. Verdi machte einen Abschluß, der über 3 Jahre dies verhindert.

Einmal am Boden, immer am Boden - "Verdi" sei Dank.

MfG

BGS

Wer hätte das gedacht!?!

Dieses erbärmliche Verhandlungsergebnis ist Verdi um die Ohren geflogen, trotz der Jubelberichte der Medien. Die Securityleute wollen sich nicht länger verarschen lassen!


Zitat
Flughafenkontrolleure
Tarifvertrag abgelehnt


Der Tarifkonflikt um die 23 000 Kontrolleure an deutschen Flughäfen beginnt möglicherweise wieder von vorne. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Montagabend mit, die Mitglieder hätten den im Januar ausgehandelten Tarifvertrag mit einer Mehrheit von 55 Prozent abgelehnt. Er sah Gehaltserhöhungen bis zu 9,77 Prozent jährlich vor. Der Stundenlohn sollte damit auf bundesweit einheitlich 19,01 Euro im übernächsten Jahr steigen. Verdi-Vorstandsmitglied Ute Kittel teilte am Montag nicht mit, weshalb die Beschäftigten das Verhandlungsergebnis ablehnten. Sie wolle zunächst mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) darüber sprechen und sodann die "strittigen Punkte nachverhandeln". Den Tarifvertrag hatte die Gewerkschaft im Januar unter anderem mit einem fast 24-stündigen Streik an acht Flughäfen durchgesetzt.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/flughafenkontrolleure-tarifvertrag-abgelehnt-1.4335220


Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #25 am: 11:55:51 Mo. 15.Juli 2019 »
Zitat
15.7.19
Stansted: Easyjet-Bodenpersonal vor Streik
Insgesamt 17 Tage Arbeitsniederlegungen geplant.
(...)
http://www.austrianaviation.net/detail/stansted-easyjet-bodenpersonal-vor-streik/

Kuddel

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Cateringpersonal im Wilden Streik
« Antwort #26 am: 10:43:43 Mi. 17.Juli 2019 »
Zitat
Rhein-Main-Airport
Selbständiger Streik bei LSG Sky Chefs wird ausgeweitet

Der Streik bei LSG Sky Chefs gegen den geplanten Verkauf des Unternehmens und gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen läuft weiter.


Neben den Inlandsflügen betrifft der Ausfall des Caterings bzw. ein verringertes Catering aufgrund des selbständigen Streiks bei LSG Sky Chef jetzt auch die internationalen Flüge. Lufthansa wird empfindlich getroffen, da die internationalen Flüge das profitabelste Geschäft sind. Diese Flüge wollte Lufthansa vor den Streikfolgen bewahren.

In beiden LSG-Werken wird selbständig gestreikt

In Frankfurt am Main wird nun in beiden LSG-Werken gestreikt. Jetzt sind auch Auslandsflüge betroffen - zum Beispiel die japanische Fluggesellschaft JAL. JAL wirbt mit der hohen Qualität ihrer Gerichte. Sie musste aber nun ihre Interkontinental-Flüge infolge des Streiks ohne das entsprechende Catering antreten. Das setzt die Lufthansa unter Druck. Neben den Transportbeschäftigten sind auch Arbeitskräfte der kalten und warmen Küche in den Streik einbezogen. Auch in München und in Düsseldorf beteiligen sich Beschäftige am Streik.

Eine Schwierigkeit liegt in der Konkurrenz zweier Gewerkschaften in der LSG, die beide stark im Betriebsrat vertreten sind. Es handelt sich dabei um die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die "Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr e.V." - AGIL. Letztere vertritt neben dem Bodenpersonal eben auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei LSG. Die kämpferischen Kräfte ringen darum, die Einheit im Kampf herzustellen, alle Kolleginnen und Kollegen für den Streik zu gewinnen. Die Zusammenarbeit im selbständigen Streik muss eine neue Stufe erreichen.

Bisher gelingt der Einsatz von Steikbrechern nicht

Lufthansa versucht über andere Betriebe Streikbrecher einzusetzen. So über das Dienstleistungsmonopol WISAG und auch über den Flughafenbetreiber Fraport. Das gelingt ihnen bisher nicht, da auch Betriebsräte dieser Unternehmen ihre Zustimmung für Streikbrecherarbeiten verweigern. Bei WISAG gab es im Juni ebenfalls einen Streik bei der Bodenabfertigung am Frankfurter Flughafen, was zu Flugausfällen führte. Die LSG setzt jetzt für den Transport des Caterings in die Flugzeuge leitendes Personal ein, das es aber nicht nach Plan schafft.

Lufthansa erhöht den Druck, und Schichtleiter in Frankfurt drohen: „Das ist ein illegaler Streik“. Sie betreiben Spaltung. Sie tun alles, um herauszubekommen, wer hinter dem Streik steht und wollen die „Organisatoren“ herauspicken: „Wer hat das alles organisiert?“ Sie gehen die Kollegen an: „Haltet euch an die Gewerkschaft, … ver.di hat nicht zum Streik aufgerufen“.

Was fällt diesen Leuten ein, wenn Arbeiterinnen und Arbeiter für berechtigte Forderungen kämpfen, diese zu bedrohen und einzuschüchtern?

Solidarität


Die Vorgänge machen deutlich: Die Arbeiterklasse braucht in Deutschland ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht. Diese Forderung muss jetzt auf die Tagesordnung, weil aktuell in etlichen Konzernen Kämpfe um Arbeits- und Ausbildungsplätze bevorstehen. Die Lufthansa-Geschäftsleitung weiß sehr gut, dass eine Gewerkschaft während eines laufenden Tarifvertrags überhaupt nicht zum Streik aufrufen darf.

Die Belegschaft der LSG Berlin hat an die Streikenden im Werk I und II in Frankfurt Solidaritätsadressen geschickt und sichert Unterstützung zu. Damit stärken sie das Selbstbewusstsein, den Streik mutig weiterzuführen.
https://www.rf-news.de/2019/kw29/selbstaendiger-streik-bei-lsg-sky-chefs-wird-ausgeweitet

Fritz Linow

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #27 am: 17:02:13 Di. 20.August 2019 »
Zitat
Kosovo 20.08.2019

Die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Flughafen von Pristina, Kosovo, sind morgen, Mittwoch, den 21. August 2019, zu einem Streik aufgerufen. Aufgrund dieses Streiks kann es im Zeitraum zwischen 8-14 Uhr (Local Time) zu Verspätungen und vereinzelten Streichungen von Eurowings Flügen von und nach Pristina kommen. Eurowings bedauert etwaige Unannehmlichkeiten für die Fluggäste und bemüht sich, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
https://www.eurowings.com/de/informieren/aktuelles-hilfe/aktuelle-meldungen.html#message_1

Kuddel

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Re: Bodenpersonal
« Antwort #28 am: 13:06:03 So. 01.Dezember 2019 »
Es ist erfreulich, daß es inzwischen immer häufiger unter den prekär Beschäftigten unruhig wird.
Auch die Niedriglohnarbeiterinnen können Flughäfen lahmlegen.

Zitat
Lufthansa: Am Montag drohen Flugausfälle



Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Montag zu Streiks bei der Catering-Tochter der Lufthansa, LSG Sky Chefs, aufgerufen. Die Beschäftigten würden an den Flughäfen Frankfurt/Main, München, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin ab 00.00 Uhr für 24 Stunden in den Ausstand treten, teilte Verdi mit. Grund seien unzureichende Angebote der Lufthansa zur Einkommenssicherung der Beschäftigten.

Vor allem Langstreckenflüge betroffen


Verdi äußerte die Erwartung, dass der Streik vor allem bei Langstreckenflügen von den Airports Frankfurt und München zu Ausfällen und Verspätungen führen werde. Die Gewerkschaft bat die Fluggäste dafür um Verständnis.

Hintergrund des Konflikts ist der bevorstehende Verkauf von LSG Sky Chefs an das Unternehmen Gate Gourmet. Die betroffenen Beschäftigten der bisherigen Lufthansa-Tochter befürchten deswegen Gehaltskürzungen.

Forderungen der Gewerkschaft


"Wir fordern die Lufthansa auf, das Einkommen der rund 7.000 Beschäftigten der LSG tarifvertraglich abzusichern, bevor sie den Verkaufsvertrag mit Gate Gourmet unterzeichnet", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick. Die Lufthansa habe es in der Hand, eine Ausweitung des Arbeitskampfes abzuwenden.

"Der Lufthansa-Vorstand hat sein Vertrauen verspielt", kritisierte Wesenick weiter. Bis heute sei das Versprechen des Vorstands, für die betroffenen Beschäftigten soziale Verantwortung zu übernehmen, nicht eingelöst worden. Für kommenden Mittwoch sind demnach neue Verhandlungen angesetzt.
https://www.t-online.de/leben/reisen/reisetipps/id_86912510/neuer-lufthansa-streik-am-montag-drohen-flugausfaelle.html

Vergleichbares gibt es in der Autoindustrie. Die Stammbelegschaften halten still, bei den Zulieferern (mit weitaus schlechteren Arbeitsbedingungen) knallt es am Laufenden Meter.