Autor Thema: (Internationale) Solidarität mit...  (Gelesen 18841 mal)

ManOfConstantSorrow

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(Internationale) Solidarität mit...
« am: 21:25:10 Di. 01.März 2005 »
Protestiert gegen die Entlassung von Andrej Beresnev aus Togliatti in Russland!


Andrej Beresnev hat am Automobilarbeiter-Ratschlag vom 18. bis 20. Februar in Gelsenkirchen teilgenommen. Er arbeitet seit 1995 im riesigen Autowerk Avtovas in Togliatti/Russland - es hat 120.000 Beschäftigte - und wurde im September 2004 wegen Teilnahme an einem Gewerkschaftsseminar entlassen.

Er ist Vertrauensmann der kämpferischen Gewerkschaft Jedinstvo (Einheit) in seiner Abteilung und hat sich für die Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen, für höhere Löhne und viele andere Forderungen zusammen mit den Kollegen eingesetzt. Die Werksleitung versucht seit Monaten, die Kollegen zu erpressen, dass sie aus der Gewerkschaft "Einheit" austreten.

Im September 2004 meldete sich Andrej von seiner Arbeit rechtzeitig - so wie es stets üblich war - ab, um an einem Gewerkschaftsseminar teilzunehmen. Bei seiner Rückkehr erhielt er als einziger von mehreren Seminar-Teilnehmern die Kündigung. Er klagt dagegen. Das Kreisgericht von Togliatti hat seiner Entlassung zugestimmt. Begründung: Nur wenn er als gewählter Delegierter zu gewerkschaftlichen Kongressen fährt, müsste er freigestellt werden, alle sonstige gewerkschaftliche Aktivität während der Arbeitszeit hinge von der Zustimmung der Werksleitung ab. Das bedeutet eine Einschränkung der bisher geltenden gewerkschaftlichen Rechte und überlässt es der Willkür des Managements, wer an welcher gewerkschaftlichen Aktivität teilnehmen kann.

Protesterklärungen an das Werk:
Russland
G. Toljatti, 445633
Juschnoe Schosse 36
OAO "AVTOVAS"
Presidentu - general'nomu Direktoru Vil'tschiku, Vitaliju Andreevitschu

Kopien als Fax an:
Gewerkschaft Jedinstvo
007 8482 534148
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #1 am: 15:22:41 Fr. 04.März 2005 »
Marokko: Dringender Aufruf zur Solidarität  Gewerkschafter zu langjähriger Haft verurteilt, Solidaritätskarawane steht bevor

Hintergründe und Infos was man selbst tun kann gibt´s hier!


Nächste Meldung:


Attentat auf USO-Gewerkschafter

Heute Morgen, 02.03.2005 (kolumbianischer Zeit) wurde ein Attentat auf den USO-Gewerkschafter (Erdölgewerkschaft) Rafael Cabarcas Cabarcas und seinen Personenschutz Andres Bohorquez verübt. Sie wurden von zwei, sich auf einem Motorrad bewegenden, Schützen beschossen und befinden sich verletzt im Krankenhaus. Es besteht die Hoffnung, dass sie die Schussverletzungen überleben. Rafael war auch Stadtratskandidat des Linksbündnisses Frente Social y Político. Dazu erreicht uns eine Erklärung der USO (spanische Sprache). Aus dem Text, weitergeleitet und übersetzt von Beatrix Sasserman: „…Sie verfolgen uns, weil wir unsere Ressourcen (Privatisierung des Erdöls) verteidigen und uns in Opposition zum Uribe-Regime befinden. Wir Gewerkschafter der USO befinden uns in Lebensgefahr. Einige, aber nicht alle, unserer Kollegen genießen Schutzmaßnahmen durch die Intervention der ILO und der Menschenrechtskommission…”
http://www.labournet.de/internationales/co/uso.html
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #2 am: 19:55:24 Di. 15.März 2005 »
Plan zur Ermordung von Gewerkschaftern in Kolumbien

Der Direktor der Abteilung für Menschenrechte des kolumbianischen Gewerkschaftsdachverbandes CUT informierte am 11. März 2005 die nationale und internationale Öffentlichkeit über die Existenz eines makabren Planes. Dieser Plan sehe vor, Gewerkschafter zu ermorden, die den aktuellen Verhandlungen zwischen Regierung und Paramilitärs in Kolumbien kritisch gegenüberstehen. Der Text in einer deutschen Übersetzung der Kolumbienkampagne und in Englisch und Spanisch, mit der Bitte um Protestschreiben an den Präsidenten Uribe.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #3 am: 18:28:00 Do. 31.März 2005 »
Kolumbianische Armee ermordet drei Gewerkschafter

Javier Alexander Cubillos, Wilder Cubillos und Heriberto Delgado, drei Landwirte aus der Stadt San Juan de Sumapaz in der Umgebung von Bogotá sind tot. Ermordet von der kolumbianischen Armee. Oder, glaubt man den Verantwortlichen bei der Armee, als Guerillas im Kampf gefallen. Wenig glaubwürdig, so finden allerdings die Bewohner des Landkreises und die Gewerkschaftskollegen, kennen sie die Männer doch als langjährige Mitglieder der örtlichen Gewerkschaft und der kommunistischen Partei Kolumbiens und finden es erheblich wahrscheinlicher, dass sich die Armee unliebsamer Aktivisten mit dieser fadenscheinigen Begründung entledigt. Wieder einmal bleibt nicht viel mehr als dies zu berichten und alle Interessierten zu Protestschreiben aufzurufen.
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aian19

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« Antwort #4 am: 00:45:05 Fr. 01.April 2005 »
Na, hier in Deutschland brauchen sich die Gewerkschafter keine Sorgen zu machen, das sie ungeliebt (zumindest von oben) oder von Ermordung bedroht sein könnten (dito). So gut, wie die kungeln..... X( X( X( X( X( X(
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #5 am: 19:09:39 Fr. 20.Mai 2005 »
Morddrohungen gegen das kolumbianische Menschenrechts-Anwaltskollektiv José Alvear Restrepo

„Am 13. Mai erhielt die Vorsitzende des Anwaltkollektives Soraya Gutierrez Arguello ein Packet welches sie aus Angst vor einer Bombe von der Polizei öffnen ließ. Das Packet enthielt eine zerstückelte, angebrannte, rot-bemalte Puppe mit Kreuz auf der Brust und einen Brief: „Sie haben eine hübsche Familie, passen Sie auf sie auf anstatt sie zu opfern“..“ urgent action der Kolumbienkampagne Berlin vom 19.5.05
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #6 am: 11:48:27 Mi. 15.Juni 2005 »
Angesichts der Fülle an Repressionsmaßnahmen mag man sich hilflos fühlen. Es ist aber wichtig diese Realität nicht zu vergessen. Und selbst die Minimalunterstützung durch das Unterzeichnen einer Solidaritätserklärung ist wichtig.

Zitat
Solidarität mit 300 verhafteten Gewerkschaftern in Pakistan!
Nach einem zehntägigen Streik von über 60.000 Beschäftigten der staatlichen Pakistan Telecommunivations Ltd. (PTCL) hatte die Regierung am 4. Juni in einer Vereinbarung mit dem gewerkschaftlichen Aktionskomitee zugesichert, die Privatisierung des Unternehmens auf unbestimmte Zeit auszusetzen und die Forderungen der Streikenden zu erfüllen. Nur wenige Tage später entpuppte sich die Regierung als wortbrüchig und forderte die Gewerkschaften auf, einer Privatisierung zuzustimmen. Daraufhin besetzten über 4.000 Telekom-Arbeiter die Geschäftszentrale der PTCL und rief das gewerkschaftliche Aktionskomitee zur Wiederaufnahme erster regionaler Streiks auf. Das aus neun Gewerkschaften des Telekom-Bereichs bestehende Aktionskomitee zog sich aus den Verhandlungen mit der Regierung zurück und erklärte den Vollstreik wieder aufzunehmen, sollten GewerkschafterInnen verhaftet werden oder die Regierung einseitig einen neuen Privatisierungstermin festlegen. Dies hat die pakistanische Militärregierung nun getan. Acht Gewerkschaftsaktivisten wurden gestern verhaftet, darunter Zafar Zaidi, ein führendes Mitglied der Pakistan Telecommunications Union und Tanvir Shah, ein Mitglied des gewerkschaftlichen Aktionskomitees. 300 Arbeiter wurden heute verhaftet! AktivistInnen des Streiks und Gewerkschaftsführer müssen sich verstecken, um Verhaftungen zu entgehen. Ebenso hat die Regierung den Beginn der PTCL-Privatisierung auf den 18. Juni festgelegt. Das gewerkschaftliche Aktionskomitee hat daraufhin angekündigt vom 15. Juni an das gesamte Telekommunikationsnetz lahm zu legen.…
Unterschriftenliste

Zitat
Vivantes Berlin: Solidarität mit einer gekündigten Altenpflegerin

Informationen des Solikreises mit der gekündigten Kollegin Brigitte Heinisch mit weiteren Informationen zum Verhandlung am 22.6.05 und dem neuen Treffen des Solikreises „Menschenwürdige Pflege“ am 29. Juni 05.

Zitat
Kündigungsprozess gegen Vertrauensmann der IG Metall: Reiner Dworschak

Gestern [10.6.2005; Anm. d. Red.] fand vor dem Arbeitsgericht Siegburg ein Gütetermin statt. Reiner hatte eine Klage eingereicht, weil die Geschäftsleitung von Corus Mannstaedt aus Troisdorf ihn trotz eines Urteils des Landesarbeitsgerichts Köln vom 13. April 2005 nicht mehr als Belegschaftsmitglied ansah. (…) Der Richter erklärte im gestrigen Gütetermin, dass eine Kündigung nicht vorliege und Reiner sich in einem Arbeitsverhältnis befindet. (…)Das Arbeitsgericht bestätigte die Ansicht, dass es jetzt an der Geschäftsleitung ist, Reiner den ausstehenden Lohn zu zahlen und ihn umgehend in die aktive Beschäftigung bei Mannstaedt zu bringen. Der Solidaritätskreis wird Reiner weiter darin unterstützen und bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die Solidarität! Presseerklärung des "Solidaritätskreises gegen Abmahnungen und Kündigungen von Reiner Dworschak" vom 11.06.2005.

Zitat
Opelarbeiter klagt gegen Streikmaßregelung und Kündigung

Sieben Monate nach dem Arbeitskampf bei Opel Bochum im Oktober letzten Jahres werden jetzt die Fragen, um die es damals ging, in einem gerichtlichen Nachspiel verhandelt. Artikel von Wolfgang Weber und Andreas Kunstmann in „World Socialist Web Site“ vom 07.06.2005.


Zitat
Solidarität mit Colin Johnson

Die Mannheimer Eichbaum-Brauerei hat unserem Kollegen Colin Johnson am 24. Mai 2005 die fristlose Kündigung ausgesprochen. Colin Johnson – seit 19 Jahren in der Eichbaum-Brauerei als Maschinenführer tätig – wird vorgeworfen, einen Streikbrecher aus einem Konzernbetrieb „bedroht“ zu haben. Unabhängig davon, dass sich dieser Mitarbeiter gar nicht bedroht fühlt, ist weder eine entsprechende Äußerung gefallen noch hat es eine entsprechende Situation gegeben. (…) Wir fordern den Eichbaum-Vorstand auf: Nehmen Sie die Kündigungen zurück! Keine Abstrafaktionen gegenüber am Streik Beteiligten! Kommen Sie zu einem fairen und zivilisierten Umgang zurück!
 Solidaritätsaufruf der NGG
Zitat
IGM -Delegierter bei Mitec fristlos gekündigt

Mitec ist ein Autozulieferer, der vor einigen Monaten Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich von 38 auf 42 Stunden und die Streichung der bezahlten Pausen erwirkt hat. Nun sollen als Folge 130 KollegInnen entlassen werden. Norbert Krug, ein kämpferischer Kollege und IGM -Delegierter ist zudem abgemahnt und nun fristlos gekündigt worden. Er hat versucht bei Mitec einen Vertrauensleutekörper zu schaffen und für Treffen in der unbezahlten Pause geworben. Das ist der offizielle Kündigungsgrund: Gewerkschaftsthemen während Arbeitszeit und in Firmenräumen….
Unterschriftenliste

(alle Infos aus dem LabourNet)
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #7 am: 20:56:50 Fr. 01.Juli 2005 »
Mobilisierung gegen ein Gewerkschaftsverbot.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #8 am: 21:59:17 Mi. 06.Juli 2005 »
Jetzt soll den Streikenden der Prozess gemacht werden

Am 14. Juli 2005 stehen in Istanbul Mitglieder der - verbotenen - Gewerkschaft der prekären Beschäftigten der Post - BIS - vor Gericht: Individualhaftung für gewerkschaftliche Aktivität. Informationen dazu inklusive Solidaritätsaufruf in der Pressemitteilung "Dringend Solidarität erforderlich!" vom 3. Juli 2005
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #9 am: 02:33:06 Sa. 23.Juli 2005 »
Massendrohung in Santander

Paramilitärische Mordbanden haben diesmal in Santander nicht einzelne GewerkschafterInnen bedroht, sondern in einem offenem Drohbrief unter dem Titel "Unternehmen ohne Gewerkschaften" gleich die Gewerkschaftsorganisationen - und ihre VertreterInnen - ganzer Betriebe. Gleich 13 FunktionärInnen und AktivistInnen sozialer Gruppierungen und verschiedener Gewerkschaften wurden namentlich in einem am 13. Juli eingegangenen Brief aufgeführt. Der Brief, mit der Überschrift "POR COLOMBIA EMPRESAS LIBRES DE SINDICALISTAS Y GUERRILLEROS" bezeichnet GewerkschafterInnen und Guerilleros als "Würmer", die den Bezirk verlassen müssten, sonst würden Todes"urteile" vollstreckt. Die (englische) Solidaritätsmail "URGENT ACTION FOR THE LIFE OF TRADE UNIONISTS IN SANTANDER" der Colombia Solidarity Campaign vom 15. Juli 2005, samt Musterprotesten.


Diese SOLI-Rubrik wird relativ wenig gelesen. Selbst wenn man keine Solidaritätserklärungen unterschreiben möchte ist es sehr aufschlußreich zu sehen, wie weit ein System der Ausbeutung zu gehen vermag um die eigene Macht zu erhalten. Wir sollten uns hier in Deutschland nicht in Sicherheit wähnen...
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #10 am: 16:47:02 Di. 30.August 2005 »
Bei der Kampfform STREIK verstehen die Herrschenden keinen Spaß, denn sie setzt die Axt an die Grundlagen wirtschaftlicher Macht.

1972 Schoß man einfach auf streikende Arbeiter auf der Danziger Leninwerft.
Anfang der 80er Legte man dort erneut die Arbeit nieder. Diesmal weitete sich die Arbeitniederlegung aus und brachte trotz Einführung des Kriegsrechts (die CDU will ja auch schon Bundeswehreinsätze im eigenen Land ermöglichen)  letztendlich das ganze Regime zu Fall.

Die Streiks der britischen Bergarbeiter stürzten `72 und `74l die Regierung.

HONDA sah nun auch rot, als ihre Billigarbeiter in Indien nicht länger mitspielen wollten:



Mehrere Honda-Arbeiter durch Polizei getötet?
Seit einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den streikenden indischen Honda-Arbeiter und der Polizei bei einem brutalen Einsatz am Montag, den 25.7., werden bis zu 28 Arbeiter "vermisst". Laut der indischen Zeitung "The Telegraph" gab es wahrscheinlich mindestens 17 Tote, weil die Polizei mit grenzenloser Brutalität über die protestierenden Arbeiter hergefallen sei.



Weitere Infos und Links hier

Ich halte es für wichtiger als Solidaritätserklärungen zu mailen, die von unseren Medien totgeschwiegenen Meldungen weiterzuverbreiten!
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #11 am: 21:11:52 Mo. 12.September 2005 »
Hier etwas über praktische Solidaritätsaktionen bei uns für die streikenden Arbeiter in Indien:

aus: junge Welt
indymedia
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #12 am: 16:36:22 Di. 13.September 2005 »
Bundesweit sind Solidaritätsaktionen für den 29.9. geplant!
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #13 am: 14:08:11 Do. 15.September 2005 »
Luciano Enrique Romero Molina – Kolumbianischer Gewerkschafter ermordet



Bericht einer spanischen Menschenrechtsorganisation:
„Mit großem Schmerz müssen wir Euch darüber informieren, das unser Kamerad Luciano Enrique Romero Molina, ein führendes Mitglied von Sinaltrainal [Kolumbianische Nahrungsmittelgewerkschaft] in Valledupar/Cesar ermordet wurde. Luciano wurde zum letzten Mal um 21:00 am Abend des 10. September gesehen, am Morgen des 11. September wurde seine Leiche gefesselt, gefoltert und von 40 Messerstichen übersät, gefunden. Er lebte unter einem Schutzprogramm der Inter-American Human Rights Commision, einer US-Organisation..."

Protestseite der International Union of Food
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #14 am: 16:24:04 So. 08.Januar 2006 »
7.1.06: Die koreanische Textilfabrik PT.Sinar Apparel International in Samarang/Indonesien hat den Gewerkschafter Arifin entlassen, weil er während der Arbeitszeit mit seinen Arbeitskollegen/innen gesprochen hat. In dem Unternehmen werden Textilien für die Marken Marks&Spencer, GAP und John Apparel  hergestellt.

Die Arbeitsbedingungen fordern die Belegschaft, hauptsächlich Frauen, seit Jahren zum Widerstand heraus: Gegen unbezahlte Überstunden und ihre willkürliche Anordnung, unregelmäßige Entlohnung, höhere Löhne oder freie gewerkschaftliche Betätigung im Betrieb.

Seit sich die ca. 1.000 Beschäftigten aber auch gewerkschaftlich organisieren, versucht die Geschäftsleitung aktive Kolleginnen und Kollegen zu entlassen. Arifin wurden zunächst 20 Mio. Rupias (17.000 Euro) für das freiwillige Verlassen seines Arbeitsplatzes geboten. Nach seiner Ablehnung wurden Gründe für seine Entlassung gesammelt, jetzt wurde Polizei und Gericht ein Foto vorgelegt, was Arifin im Gespräch mit Kollegen/Innen zeigt.

Arifins Gewerkschaft ist der KASBI (Kongress der Indonesischen Gewerkschafts - Allianz) angeschlossen, die nicht nur die Einhaltung der Konventionen 87 (Organisationsrecht) und 98 (Recht zu kollektiven Verhandlungen) der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verlangt, sondern auch um Protestbriefe bittet:

1. Mr. Yoon Chang Park
Director of PT. Sinar Apparel Internasional
Jl. Inspeksi Kalimalang, Rt.006, Rw.002, Desa Cibuntu, Kec. Cibitung, Kab. Bekasi 17520, Indonesia.
Telp 62 21 88335705 - 08
Fax 62 21 88335709.
 
2. Mr. Erman Suparno
(indon. Arbeitsminister)
Jl. Jend. Gatot Subroto Kav.51, Jakarta 12048, Indonesia.
Telp 62 21 522 9285-6
Fax 62 21 525 6559
 
3. Korean Embassy
Jl. Jend. Gatot Subroto Kav.57, Jakarta, Indonesia
Telp 62 21 5201915
Fax 62 21 525 3967
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