Autor Thema: (Internationale) Solidarität mit...  (Gelesen 18828 mal)

ManOfConstantSorrow

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #15 am: 18:15:38 Di. 10.Januar 2006 »
Seit dem 30.12.2005 war der Genosse CARLOS ARCINIEGAS NIÑO verschwunden. Er war anerkannter Gewerkschaftsfunktionär, Mitglied der Gewerkschaft SINTRAINAGRO und Arbeiter des Unternehmens PALMAS BUCARELIA. Sein Leichnam wurde am 2. Januar gefunden, verstümmelt mit Folterspuren und drei Schusswunden in seinem Körper auf einem Baugrundstück des besagten Unternehmens an der Strasse nach Puerto Wilches.

Bericht
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #16 am: 17:47:14 Fr. 10.Februar 2006 »
Aufruf zum internationalen Solidaritätstag mit Teheraner Vahed-Arbeitern am Mittwoch den 15. Februar 2006

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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #17 am: 15:20:17 Di. 14.Februar 2006 »
Fast 50 Gewerkschafter scheinen zurzeit noch in Haft zu sein (andere Quellen sprechen von bis zu 100), davon 15 aus dem Gewerkschaftsvorstand. Obwohl immer mehr freigelassen werden, gibt es aber auch weitere Verhaftungen. Zumindest wurde letzten Freitag ein Busfahrer verhaftet. Am Montag dem 13.2.2006 haben sich 70-80 Busfahrer vor dem Teheraner Arbeitsamt versammelt, da sie zwar aus dem Gefängnis entlassen wurden aber faktisch arbeitslos sind, da ihnen die Arbeitsaufnahme verweigert wird. Das Arbeitsamt erklärt sich für nicht zuständig. Am internationalen Solidaritätstag am morgigen Mittwoch (15.02.2005) wird es zeitgleich mit weltweiten Protesten auch eine Kundgebung vor dem Teheraner Parlament geben.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #18 am: 16:46:03 Mi. 22.Februar 2006 »
Zitat
Weltweite Solidarität hatte Erfolg

„In Solidarität mit den streikenden Arbeitern des Teheraner Transportunternehmens Vahed hat am 15. Februar die Internationale Konföderation der Freien Gewerkschaften (ICFTU) zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen. Unter anderem in London, Oslo, Australien, Neuseeland, Japan und, Österreich, Stockholm, Göteborg, Köln, Hamburg, Frankfurt, Berlin und Paris haben Solidaritätskomitees Kundgebungen vor iranischen Botschaften und Konsulaten organisiert. Viele Gewerkschaften, auch der DGB, Arbeiteraktivisten, Menschenrechtler, und linke Gruppen haben Presse Mitteilungen und Solidaritätsbriefe an die Arbeiter in Iran geschickt…“

Artikel von Nadersadeh vom 22. Februar 2006, erschienen in Linksruck
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admin

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #19 am: 15:41:03 Di. 08.August 2006 »
Zitat
Libanon
Israel verbietet Hilfslieferungen


Die verzweifelte Lage zehntausender Zivilisten im Libanon spitzt sich zu. Israel hat den Hilfsorganisationen die Genehmigung entzogen, Lebensmittel zu verteilen. In den Häfen stapeln sich Tonnen von Hilfsgütern.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Libanon-Israel-Hilfslieferungen/567213.html

Zitat
Schießbefehl auf alle Fahrzeuge im Grenzgebiet

Israel erhöht den Druck. Fahrzeugen, die südlich des Flusses Litani im Libanon unterwegs sind, droht die Luftwaffe mit Beschuss.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,430645,00.html

In Zeiten solcher Horrormeldungen muß die Passivität in diesem Land durchbrochen werden. Neben der Notwendigkeit öffentlicher Proteste gegen das von den USA forcierte Blutbad im Nahen Osten, gilt es der betroffenen Zivilbevölkerung sofort zu helfen. Chefduzen.de empfiehlt medico-international als zuverlässige Adresse für humanitäre Hilfe in diesem Konflikt:
http://www.medico-international.de/projekte/nahost/20060720_aufruf.asp

Zitat
Die Partner von medico international im Libanon, in Israel und Palästina stehen für säkulare Kulturinitiativen im schiitischen Südbeirut, Gesundheitsausbildung palästinensischer Flüchtlinge im Libanon, arabische Frauenhäuser in Israel, israelisch-palästinensische Kliniken in der Westbank und Trauma-Arbeit in Gaza. Für die Hoffnung eines gleichberechtigten Zusammenlebens im Nahen Osten.

Spendenkonto medico international:

     Kto-Nr. 1800
      Frankfurter Sparkasse
      (BLZ 500 502 01)
      Spenden-Stichwort: "Libanon" oder "Israel u. Palästina"

Klassenkämpfer

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #20 am: 18:12:58 Mi. 09.August 2006 »
Gewerkschfter ossanlou von der vehed bussfahrergewerkschaft iran teheran nach messeratacke
:rolleyes: :baby: :evil: :D :O ?( 8) ;( 8o :] :( =) X( :) :P ;)

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #21 am: 21:43:24 So. 05.November 2006 »
Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Seit 24 Jahren sitzt der schwarze US-Journalist und ehemalige Sprecher der Black-Panther-Bewegung Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle in den USA. Seine Verurteilung wegen Mordes an einem Polizisten beruhte nachgewiesener Maßen auf gefälschten Aussagen und Indizien. 1995 wurde durch breite internationale Proteste die Hinrichtung ausgesetzt. Weil Ende des Jahres die letzte Berufung ausläuft, droht der Vollzug der Todesstrafe. (http://www.freemumia.com)
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jensen-ex

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« Antwort #22 am: 22:32:32 So. 05.November 2006 »
Zitat


Move for Mumia

911! 911! 911! 911!

Mumia Abu-Jamal, verurteilt zum Tode
wegen vermeintlichen Mordes, die bewährte Methode,
ohne Beweise seiner Unschuld auch nur anzutasten
werden Zeugen gezwungen, Mumia zu belasten,
denn er redet mit der Stimme der Revolution
Das ist Grund genug für Babylon,
zu versuchen, ihn mit Isolation zu vernichten,
bis sie grünes Licht bekommen, ihn hinzurichten

18 Jahre warten auf den Tod,
Mumia verfaßt Bücher, erntet Schreibverbot,
indessen schweigender Frust in den Comunities,
die USA verteilt Crack und tut ein Übriges,
das ist kein Einzelfall, nur ein weiteres Kapitel
für staatlich geplanten Mord mit legalen Mitteln
Mumia Abu-Jamal sitzt direkt an der Quelle
Politischer Gefangener in den Katakomben der Hölle

Move for Mumia! Move for Mumia now!
911! 911!

1970, Mumia schreibt für die Black Panther Party
Amerikkka hetzt, wie zuletzt unter McCarthy
Springer wettert auf die linken Studenten,
doch in welcher Zeitung las man über Panther Fred Hampton,
vom FBI ermordet, nachts in seinem Bett,
Sie versuchten es vergeblich auch mit Geronimo Pratt,
haben ihm stattdessen wie Mumia einen Mord angedichtet,
Politische Gefangene in die Knäste geschichtet

1980, Mumia schreibt als freier Journalist,
Voice of the Voiceless, der sich an der Wahrheit mißt
Ein Polizist ermordet W.W. Johnson Green,
Mumia berichtet und ist mittendrin
In den Straßen Philadelphias ist Krieg ausgebrochen,
der Mörder ist ein Cop und wird freigesprochen,
Wenig später sitzt Mumia ohne jeden Beweis,
sein Prozess ist eine Farce, die Geschworenen weiß

Move for Mumia! Move for Mumia now!

The price for no compromise and not being a Tom
is to spend your whole life being locked down
Abu has a message and he's taking up the pen,
to show us the deal, the situation we're in
The CIA is right here slinging crack on the block
and then call the police, send the youth to jail and have them crush rocks
Don't you tell me 'bout justice in the land of the free-
take a look at death row, take a look at me!
Sitting on death row, you know, ain't no game
Mumia can't see daylght, the USA, they ain't got no shame
talking about revolution and fighting to be free,
will get you a jail cell for eternity
If you're black, white, yellow, brown or red
check out, what Mumia saying/said
No easy way out, no homogenous solution,
the only way to end this madness is revolution

Freiheit, was für ein absurder Begriff,
jedoch die Freiheit, die Mumia Abu-Jamal betrifft
ist Eine, die mit glasklarer Tinte schreibt,
die Risse in die Gefängnismauern treibt
vor Denen die Hüter der Lüge sich zusammenrotten,
um ihr eigenes Rechtssystem zu verspotten
auf dem Richterstuhl ein offener Faschist,
der Mumia ermorden will, weil er redet und schwarz ist

Politische Macht, die dem Gewehrlauf entspringt,
die die Bomben in den Irak oder nach Serbien bringt,
die ihre eigenen Kinder von hinten erschießt,
die Millionen Unerwünschte in Gefängnisse schließt
Die Frequenz der Wahrheit, direkt aus dem Todestrakt
macht Mumia gefährlich, weil er uns gefährlich macht,
keine Menschenrechtsklausel, kein Gericht wird es sein
Wir werden Mumia Abu-Jamal befreien!

Move for Mumia! Move for Mumia now!
911! 911!
Move for Mumia now!



Steeger/Summers 2000


Note:
Darnell Steffen Summers weiß wovon er hier spricht - er wurde selbst zweimal Opfer us- amerikkkanischer Justiz. Als Vietnamsoldat kam er während eines Heimurlaubes zurück nach Detroit und wurde dort Mitbegründer des Malcolm-X communication centers, bis man ihn wegen Mordes an einem FBI Agenten verhaftete. Schon während des Ermittlungsverfahrens sprang der vermeintliche Zeuge ab, die Anklage wurde ausgesetzt.Über 10 Jahre später, Darnell wohnte inzwischen in Deutschland , wurde er wegen der selben Sache von BKA Beamten im Auftrag des FBI verhaftet und in die USA überführt . Wieder waren die angeblich neuen Beweise nicht haltbar. Darnell lebt zwar seitdem auf freiem Fuß, wurde aber niemals freigesprochen.






quelle
So it goes.

Kurt Vonnegut

Kater

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« Antwort #23 am: 22:57:27 So. 05.November 2006 »
Darnell Stephen Summers ist auch Mitglied der
STOP THE WAR BRIGADE in Deutschland

http://www.stopthewarbrigade.com/

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #24 am: 19:30:10 Mi. 04.Juli 2007 »
Der aus der Türkei stammende Regimegegner Binali Soydan ging am 19. Juni. 2007 zum Ausländeramt in Köln-Kalk um seine Aufenthaltserlaubnis verlängern zu können. Anstatt der Verlängerung wurde er in Haft genommen. Er befindet sich derzeit in der Strafvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf. Jetzt droht ihm eine Abschiebung. (…) Binali Soydan ist für die wöchentlich erscheinende Zeitung Kizil Bayrak tätig. Aufgrund seiner journalistischen bzw. politischen Tätigkeiten wurde er schon in der Türkei verurteilt. Durch seine politischen Aktivitäten ist er mehrmals verhaftet und misshandelt worden. Im Falle einer Abschiebung drohen ihm wieder schlimmste Misshandlungen, Folter und Haftstrafen.

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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #25 am: 17:39:59 Mo. 16.Juli 2007 »
Ein Brief oder eine Mail kann manchmal viel erreichen. Das schlimmste ist, wenn Menschen unter Bedrohung auch noch vergessen werden.

Aktionsaufruf zur Freilassung von Mansour Osanloo
Solidaritätsseite bei der Internationale Transportarbeiter-Föderation – ITF externer Link mit der Möglichkeit Protestbriefe zu schreiben, eine Petition an Präsident Ahmadjinejad zu zeichnen und den aktuellen Stand zu beobachten:
http://www.itfglobal.org/solidarity/osanloo2.cfm
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« Antwort #26 am: 22:04:53 Do. 19.Juli 2007 »
Fünf Frauen der Landarbeitergewerkschaft PBKMS suchen Unterstützung im Kampf gegen ihre Unterdrückung durch die Regierung des indischen Bundesstaates Westbengalen. Sie haben die Bauern in Singur unterstützt, die sich dagegen wehren, dass ihnen ihr Land für eine Autofabrik des indischen Konzern Tata Motors genommen wird. Sie wurden bei einem friedlichen Protest verhaftet, von der Polizei geschlagen und des Mordes bezichtigt. Die Adresse für Protestschreiben findet sich unter http://asianfoodworker.net.
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #27 am: 16:34:54 Mo. 23.Juli 2007 »
Der "Ostblock"

Alle Westpropaganda sagte, die armen Menschen dort müßten befreit werden. Die "Freiheit" nach dem Fall der Mauer, des "Eisernen Vorhangs" sieht so aus:
In Rußland wurden gerade Privatarmeen der Erdölindustrie genehmigt, die die Pipelines bewachen sollen. Die Bevölkerung hat es jetzt nicht mehr (nur) mit einem repressiven Staat zu tun (bei damals sozialer Sicherheit auf niedrigem Niveau). Freiheit heute ist die Freigabe zur totalen Ausbeutung, der freie Fall der sozialen Standards und die Terrorisierung nicht nur durch den Staat, sondern auch noch durch die Mafia und von der Wirtschaft finanzierte Söldnertruppen (die Grenzen zwischen diesen Gruppen verwischen sich).

Ein aktuelles Beispiel und ein Fall für internationale Soldiarität:

Zitat
Am 7. Juni stürzte sich eine Reihe von Angreifern auf Michail Tschesalin, den Vorsitzenden der örtlichen Dockergewerkschaft, als dieser vor dem Büro der Dockergewerkschaft in Kaliningrad aus dem Auto ausstieg. Sie traten ihn mehrmals in den Rücken, schlugen insbesondere auf seinen Kopf und ließen ihn bewusstlos in einer Blutpfütze, mit dem Kopf nach unten, liegen.

Hintergrund ist offenbar, dass die Dockergewerkschaft gerade eine Mitglieder-Werbekampagne durchführt, um für die Auseinandersetzungen mit der Handelshafengesellschaft und deren Chef Kalinitschenko besser gewappnet zu sein.

Solidaritätserklärungen an: http://www.labourstart.org/cgi-bin/solidarityforever
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #28 am: 19:56:04 Mo. 10.Dezember 2007 »
Die ITF ruft alle dazu auf, eine Solidaritätsbotschaft an Mansour Osanloo und Mahmoud Salehi zu schicken, die noch immer wegen ihrer Gewerkschaftsaktivitäten inhaftiert sind. Sie unterstützt damit die Grußkartenkampagne, die die britische Sektion von Amnesty International jedes Jahr von November bis Ende Januar organisiert.

http://www.itfglobal.org/news-online/index.cfm/newsdetail/1696
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #29 am: 18:49:34 Sa. 15.Dezember 2007 »
Mahmoud Salehi im Koma



 Nach Übergriffen seitens der Knastwächter und auf Grund seiner durch Nierenprobleme bedingten schlechten, allgemeinen gesundheitlichen Situation musste Mahmoud Salehi, leitendes Mitglied der Gewerkschaft der BäckereiarbeiterInnen in Sanadaj/Iranisch-Kurdistan, am 11. Dezember ins Krankenhaus eingeliefert werden und befindet sich nach Angaben von ILRW im Koma.
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