Autor Thema: (Internationale) Solidarität mit...  (Gelesen 19246 mal)

ManOfConstantSorrow

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #30 am: 12:58:18 Di. 19.Februar 2008 »


Für Mumia geht es jetzt ums Überleben.
Es geht aber auch noch um mehr. Ich habe deshalb aus einem langen Artikel der Roten Hilfe Zeitung folgendes Zitat gepickt:

Zitat
Es steht also außerordentlich viel auf dem Spiel. Hier geht es nicht nur um Mumia Abu-Jamal, sondern um die Rechte zahlloser weiterer Todeshäftlinge und Langzeitgefangener in den USA und, angesichts des Supermachtstatus der USA und der Gefängnisse im Irak, Afghanistan, Guantanamo und anderswo, auf der ganzen Welt.



http://de.wikipedia.org/wiki/Mumia_Abu-Jamal
http://www.labournet.de/solidaritaet/mumia/index.html
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flipper

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #31 am: 00:16:14 Mi. 20.Februar 2008 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
1972 Schoß man einfach auf streikende Arbeiter auf der Danziger Leninwerft.
Anfang der 80er Legte man dort erneut die Arbeit nieder. Diesmal weitete sich die Arbeitniederlegung aus und brachte trotz Einführung des Kriegsrechts (die CDU will ja auch schon Bundeswehreinsätze im eigenen Land ermöglichen)  letztendlich das ganze Regime zu Fall.

diese "arbeiterhelden" haben für die einführung des kapitalismus, den katholischen aberglauben inklusive schwangerschaftsabbruchsverbot und weiterer frauen- und volksfeindlichkeiten in polen und für ihre westlichen konsumträume gestreikt und sind an den verhältnissen schuld an denen unser neues polnisches chefduzen mitglied Pascal heute schwer leidet.

ich schlage vor wir lassen ihn entscheiden, ob dieser katholische konterrevolutionäre "solidarnosc" haufen wirklich in diesen thread gehört. unter den meisten anderen hier, insbesondere unseren zeitarbeitern, sind christengewerkschaften auch nicht besonders beliebt...
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ManOfConstantSorrow

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #32 am: 14:31:49 So. 29.Juni 2008 »
Dokumentarfilmemacherin wurde verhaftet

Die Dokumentarfilmemacherin Elena Varela López wurde am 7. Mai 2008 bei sich zuhause in der Region Novena, etwa 620 km südlich ihres jetzigen Haftortes, von der Polizei festgenommen. Unter der Anklage, „sich gesetzwidrig mit anderen zusammengeschlossen zu haben, mit der Absicht, eine Straftat zu begehen", wird sie im Gefängnis von Rancagua im Zentrum von Chile festgehalten.

http://www.amnesty.at/gewerkschafterInnen/chile/UA154-08.htm
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ManOfConstantSorrow

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #33 am: 15:19:07 So. 29.Juni 2008 »
flipper, Du schreibst oft Unsinn. Diesen kann ich nicht unwidersprochen hier stehen lassen:
Zitat
diese "arbeiterhelden" haben für die einführung des kapitalismus, den katholischen aberglauben inklusive schwangerschaftsabbruchsverbot und weiterer frauen- und volksfeindlichkeiten in polen und für ihre westlichen konsumträume gestreikt und sind an den verhältnissen schuld

Wenn Du der Meinung bist, daß die Ausbeutung und Knechtung von Arbeitern unter einer "sozialistischen" Fahne völlig in Ordnung ist und man die Streiks für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen einfach niederschlagen soll/darf, dann bist Du im falschen Forum!

Ich will aber nicht von dem Thema Dokumentarfilmemacherin wurde verhaftet ablenken. Ich habe soeben 3 Faxe mit dem Musterbrief von Amnesty vorbereitet. Wer also eine Faxmöglickeit hat, sollte die wenigen Minuten auch investieren. Politisch verfolgte werden nicht mehr so hart angefasst, wenn weltweit der Blick auf die Person/Situation gerichtet ist.
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Kater

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(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #34 am: 18:47:26 Mo. 06.Oktober 2008 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow


Für Mumia geht es jetzt ums Überleben.
Es geht aber auch noch um mehr. Ich habe deshalb aus einem langen Artikel der Roten Hilfe Zeitung folgendes Zitat gepickt:

Zitat
Es steht also außerordentlich viel auf dem Spiel. Hier geht es nicht nur um Mumia Abu-Jamal, sondern um die Rechte zahlloser weiterer Todeshäftlinge und Langzeitgefangener in den USA und, angesichts des Supermachtstatus der USA und der Gefängnisse im Irak, Afghanistan, Guantanamo und anderswo, auf der ganzen Welt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mumia_Abu-Jamal
http://www.labournet.de/solidaritaet/mumia/index.html


6.10.2008: Supreme Court lehnt neuen Prozess gegen Mumia Abu Jamal ab

Washington (AFP) - Das Oberste Gericht der USA hat den Antrag des wegen Polizistenmords verurteilten Journalisten Mumia Abu-Jamal auf eine Neuaufnahme seines Verfahrens zurückgewiesen. Die höchsten Richter des Landes lehnten es in einer in Washington veröffentlichten Entscheidung ab, den Fall zur Verhandlung anzunehmen. Nach Ausschöpfung aller anderen Instanzen hatten Abu-Jamals Anwälte vor dem Supreme Court eine komplette Neuaufnahme des Prozesses erreichen wollen, um die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen.

Der inzwischen 54 Jahre alte Abu-Jamal verbrachte über 25 Jahre im Todestrakt, nachdem er 1982 wegen der Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilt worden war. Der frühere Radiojournalist beteuerte stets seine Unschuld. Zwei Mal waren bereits Hinrichtungstermine für Abu-Jamal angesetzt, wurden dann aber wieder aufgeschoben - zuletzt im Jahr 1999. Im Frühjahr hob ein Gericht in Philadelphia die Todesstrafe gegen Abu-Jamal auf, hielt aber an dem Schuldspruch fest. Diese Entscheidung kann von der Anklage angefochten werden.

http://de.news.yahoo.com/afp/20081006/tpl-usa-justiz-todesstrafe-ues-ee974b3.html

ManOfConstantSorrow

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Misshandlung eines politischen Gefangenen in Oaxaca:
« Antwort #35 am: 17:31:05 Fr. 20.Februar 2009 »
Aufruf zur Unterzeichnung eines Protestschreibens

Promovio e.V., Verein zur Förderung der indianischen Menschenrechtsbewegung in Oaxaca/Mexiko schreibt in einer Mail vom 19.02.2009 ans LabourNet: „Anlässlich der Misshandlung eines uns persönlich gut bekannten, politischen Gefangenen aus Oaxaca/ Südmexiko bitten wir euch um Beteiligung an einer Eilaktion. Die Urgent Action kann bis 28. Februar 2009 unter folgendem link online unterzeichnet werden.

http://www.chiapas98.de/unterschreiben.php?id=26

Dort finden sich auch Hintergrundinformationen zu dem Fall von Abraham Ramírez Vásquez von der indigenen Organisation CODEDI aus Xanica im Bundesstaat Oaxaca
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ManOfConstantSorrow

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Dringend: Entscheidung auf Leben und Tod
« Antwort #36 am: 19:19:01 Mo. 18.Januar 2010 »
Ab dem 10. Januar kann jeden Tag eine Entscheidung des U.S. Supreme Court fallen. Beschluss im Falle Mumia Abu-Jamal wird für den morgigen Dienstag (19.1.10) erwartet.

http://www.petitiononline.com/Mumialaw/petition.html
http://www.mumia-hoerbuch.de/mumiadeutsch.htm#petitionobama10
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Kuddel

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #37 am: 12:12:16 So. 25.April 2010 »
Zu Mumia Abu Jamals 56. Geburtstag:


Kuddel

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #38 am: 13:27:31 So. 25.April 2010 »

Zu einer Solidaritätsaktion für Menschen- und Gewerkschaftsrechte in Kolumbien versammelten sich am Samstag in Berlin AktivistInnen aus Lateinamerika-, Umwelt- und Entwicklungsgruppen, Amnesty International, Oxfam, der Partei Die Linke sowie den Gewerkschaften IG Metall und ver.di. Dabei wurde auch der Tausenden von Menschen gedacht, die in den letzten Jahren in Kolumbien ermordet wurden, weil sie sich für ihre sozialen und politischen Rechte eingesetzt hatten.


http://media.de.indymedia.org/images/2010/04/278961.jpg

admin

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #39 am: 19:44:03 Mi. 16.Oktober 2013 »
Huber Ballesteros befreien


Huber Ballesteros

„Kolumbien ist das gefährlichste Land der Welt für Gewerkschafter_innen. Nach Zahlen der Vereinten Nationen sind seit 1986 fast 3000 Gewerkschafter_innen ermordet worden. Im ersten Halbjahr 2013 sind mindestens 11 Gewerkschafter_innen umgebracht worden. In viele dieser Morde waren staatliche Stellen direkt verwickelt. Zusätzlich zu den physischen Angriffen ist das Gefängnis ein oft genutztes Mittel, um Menschen aus der Arbeiter_innenbewegung zu bestrafen und zum Schweigen zu bringen. Am 25. August 2013, einem Sonntag, wurde der Gewerkschaftsführer Huber Ballesteros verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Huber ist einer von Kolumbiens bekanntesten Gewerkschaftern. Er ist Mitglied des Lenkungsausschusses der größten Gewerkschaftsföderation in Kolumbien, der CUT, stellvertretender Vorsitzender der Landarbeitergewerkschaft FENSUAGRO, und landesweiter Koordinator für die von den Gewerkschaften unterstützte Bewegung „Patriotischer Marsch“ (Marcha Patriótica). Als er verhaftet wurde, war er dabei, Massenstreiks im ganzen Land mitzuorganisieren. Seine Inhaftierung ist ein klarer Versuch der kolumbianischen Behörden, ihn für seine Gewerkschaftstätigkeit zu bestrafen, und ist vom Europäischen und vom Internationalen Gewerkschaftsbund verurteilt worden. Wir müssen seine Freilassung erreichen, um eine klare Botschaft an die kolumbianischen Behörden zu senden, dass wir die Verfolgung von Gewerkschafter_innen nicht akzeptieren werden.“ Act-Now! Kampagne von LabourStart:

http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=2028

BGS

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #40 am: 23:01:28 Mi. 16.Oktober 2013 »
Unterschrieben.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #42 am: 20:46:31 Fr. 09.Dezember 2016 »
Mumia Abu-Jamal

35 Jahre Haft und keine medizinische Hilfe

Der Journalist ist an Hepatitis-C erkrankt und erhält seit ca. zwei Jahren genau wie ca. 6000 weitere Gefangene allein im Bundesstaat Pennsylvania keine medizinische Behandlung.

https://www.freie-radios.net/80362

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Re:(Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #43 am: 14:15:56 Di. 22.August 2017 »
Iranischer Busgewerkschafter:
Gefängnisstrafe vorbei. Gefängnis nicht – im Hungerstreik!
Solidarität gegen weiteren Willkürakt!




Am 09. August 2017 musste Reza Shahabi erneut ins Gefängnis: Ein reiner Willkürakt. Seine Haftstrafe wegen gewerkschaftlicher Aktivität für die Teheraner Busfahrergewerkschaft Vahed – ohnehin bereits Ergebnis der reaktionären antigewerkschaftlichen Politik der iranischen Kapitalisten und ihrer Prediger – hatte er bereits hinter sich, ebenso eine Verlängerung der Haft wegen „Propaganda gegen das System“,  als diese neuerliche Repressionsmaßnahme verordnet wurde. Von dieser zusätzlichen einjährigen Strafe war ihm aus medizinischen Gründen der Rest von fünf  Monaten erlassen worden, was nun „zurückgenommen“ wurde. Stattdessen wurde die Haft sogar verlängert, ohne nähere Begründung:  Bis zum 22. Dezember 2018 soll er nun im Gefängnis sitzen müssen. Dagegen hat er am ersten Tag nach seiner neuerlichen Haftstrafe einen Hungerstreik begonnen. Und eine internationale Solidaritäts-Kampagne wird organisiert.

Siehe dazu drei aktuelle Beiträge – inklusive eines Muster-Protestbriefs:
http://www.labournet.de/?p=120352

ManOfConstantSorrow

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Re: (Internationale) Solidarität mit...
« Antwort #44 am: 14:29:16 Mi. 29.Mai 2019 »
Zitat
Algerisches Gericht verweigert Freilassung von Louisa Hanoune: Solidarität gegen diesen Willkürakt des Militär-Regimes tut not – die Forderung heißt „Sofortige Freilassung“!


Im Gefängnis wegen ihres Protestes gegen die Wahlfarce in Algerien: Louisa Hanoune von der PT - ihre Freilassung wird weit über die Parteireihen hinaus hgefordert

„Anbei findet Ihr eine erste Dokumentation der Unterstützung für Louisa Hanoune, sowie die uns vorliegenden Dokumente. Sowohl international wie in Deutschland hat die Kampagne ein breites Echo gefunden. In der Anlage findet Ihr die wichtigsten Ergebnisse (Stand 25. Mai 2019) Bitte verbreitet die Unterlagen, soweit wie möglich. Wir möchten uns für Eure Unterstützung bedanken, möchten Euch aber darauf hinweisen, dass die Kampagne unbedingt ausgeweitet werden muss, da das Militärgericht von Blida am 20. Mai 2019 den Antrag von Louisa Hanoune auf vorläufige Freilassung abgelehnt hat und ein neuer Antrag auf Freilassung erst in einem weiteren Monat vom Militärgericht geprüft wird. Unabhängig davon, ob man mit den politischen Positionen von Lousia Hanoune einverstanden ist oder nicht, es gibt keine Rechtfertigung für ihre Inhaftierung. In dieser Situation wende ich mich mit der dringenden Bitte an Euch, die Kampagne für die Verurteilung der Verhaftung von Louisa Hanoune und die Forderung nach ihrer sofortigen Freilassung zu intensivieren“

Weitere Infos zur Solidaritätskampagne:
http://www.labournet.de/?p=149524
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