Autor Thema: Die Kirche und das liebe Geld  (Gelesen 51802 mal)

ManOfConstantSorrow

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #30 am: 17:43:29 Mi. 08.März 2006 »
Papst unterstützt Berlusconi im Wahlkampf

Papst Benedikt XVI. empfängt mitten in der heißen Phase des italienischen Wahlkampfs demonstrativ  führende Politiker der regierenden ultrarechten "Forza Italia" und mischt sich damit direkt in den Wahlkampf ein. Ende März will er Ministerpräsident Berlusconi empfangen. Dieser liegt zur Zeit in Umfragen deutlich hinter dem Oppositionsbündnis.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #31 am: 13:11:31 Di. 28.März 2006 »
Kirchenaustritt nur noch gegen Gebühr?

Am 21. März hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen über die Einführung einer Gebühr von 30 Euro für Personen beraten, die aus der Kirche austreten wollen. Diese Gebühr soll angeblich die Kosten für die Annahme der Austrittserklärung und die Meldung an die Kirchen decken. Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei.PDS im Bundestag sieht darin auch einen weiteren Verstoß gegen die notwendige Trennung von Kirche und Staat. Verschiedene Organisationen von Konfessionslosen und Atheisten haben bereits energisch gegen die Pläne protestiert.
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Ragnarök

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #32 am: 17:46:55 Mi. 12.Juli 2006 »
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft, sämtliche Kirchen und Moscheen verkauft und das Geld an die Armen der Welt verteilt.

--> http://www.politikforum.de/forum/showthread.php?s=&threadid=140420&goto=nextnewest

--> http://www.netzpolitik.org/2006/warum-osama-bin-laden-linux-nutzt/

Als Nitzsche sagte: ,,Gott ist tot!", sprach jener Gott: ,,Du Vollidiot!" Ich bin solange nicht verstaubt, solange ihr nur an mich glaubt!

 8) :D :P
„Wer den Mindestlohn für die Zeitarbeit ablehnt, will nicht Arbeit sondern Armut vermehren."

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Troll

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #33 am: 18:21:47 Mi. 12.Juli 2006 »
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Wow, Du bist Kenner der Bibel und des Koran, nicht schlecht. Mit Kenner meine ich, Du hast sowohl die Bibel als auch den Koran gelesen um eine derartige Behauptung aufzustellen.

Zitat
Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft

Da kann ich Dir zustimmen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Ragnarök

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« Antwort #34 am: 18:27:32 Mi. 12.Juli 2006 »
Zitat
Original von Troll
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Wow, Du bist Kenner der Bibel und des Koran, nicht schlecht. Mit Kenner meine ich, Du hast sowohl die Bibel als auch den Koran gelesen um eine derartige Behauptung aufzustellen.

Zitat
Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft

Da kann ich Dir zustimmen.

Muss ich auch nicht mir reicht das was ich sehe und höre.
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regenwurm

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #35 am: 18:30:34 Mi. 12.Juli 2006 »
Glaube ist der Gegner des Wissens


...Ragnarök
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Troll

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« Antwort #36 am: 18:33:21 Mi. 12.Juli 2006 »
Jaja ist schon ein Kreuz mit diesen pauschalisierten Aussagen.

Arbeitslose sind Faul und somit Sozialschmarotzer fällt in die gleiche Kategorie, hab ich nämlich auch gehört und sogar in Zeitungen gelesen.
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Ragnarök

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« Antwort #37 am: 18:34:34 Mi. 12.Juli 2006 »
Wer ist der größere Narr? Der Narr oder der, der ihm folgt?
(Obi Wan-Kenobi).
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Troll

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« Antwort #38 am: 18:56:48 Mi. 12.Juli 2006 »
Zitat
Original von Ragnarök
Wer ist der größere Narr? Der Narr oder der, der ihm folgt?
(Obi Wan-Kenobi).

Wäre die richtige Frage, wenn man Deiner vorigen Aussage folgen würde.
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Ragnarök

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« Antwort #39 am: 08:16:32 Do. 13.Juli 2006 »
Mir hat das gereicht was ich an "Christenmenschen" während meines Zivildienstes erlebt habe.

Ich bin Rettung gefahren und habe mehr erlebt als mir lieb war, die Bibel oder den Koran muss und werde ich nicht lesen um mir eine Meinung über Religionen zu bilden.

Nihilist trifft es am ehesten.  :D
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uwenutz

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #40 am: 18:54:46 Do. 13.Juli 2006 »
Man hat so sein "Kreuz" mit der lieben Kirche

Vor einigen Tagen, vernahm ich aus unserer lokalen Presse
"Armut in einem reichen Land ist mehr als nur eine Herausforderung,
sie ist ein Skandal" und ich dachte bei mir:
Was für Pharisaer, da schreien Täter sie seien Opfer denn, ist nicht
gerade die reiche Kirche, diejenige welche selbst vehement am
Sklavenmarkt beteiligt ist?, beipielhaft sind die kirchlichen Träger
getarnten gGmbH`s zu nennen. Harz IV als kirchlicher Labsal
sozusagen.Oder, ist nicht gerade die Kirche selbst vor Reichtum
strotzend, gerade diejenige, die bei der Ausbeutung der Beschäftigten
am Hungerlohn partizipierend festhält, wenn man sich den
 Leihüberlassungstarif der Kirche, um mal zwei Beipiele zu nennen,
näher ansieht.
 

Meine Meinung, diese Institution gehört entsorgt.

Troll

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #41 am: 09:37:26 Fr. 14.Juli 2006 »
Zitat
Original von Ragnarök
Mir hat das gereicht was ich an "Christenmenschen" während meines Zivildienstes erlebt habe.

Ich bin Rettung gefahren und habe mehr erlebt als mir lieb war, die Bibel oder den Koran muss und werde ich nicht lesen um mir eine Meinung über Religionen zu bilden.

Nihilist trifft es am ehesten.  :D

Zitat
regenwurm
Glaube ist der Gegner des Wissens
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Ragnarök

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #42 am: 13:53:26 Fr. 14.Juli 2006 »

*WISSEN UND GLAUBEN*

Durch Wittgensteins letzte Aufzeichnungen in UEBER GEWISSHEIT
zieht sich als ein Hauptthema - angeregt durch die "Common Sense"-
Philosophie von G.E. Moore - die Unterscheidung von WISSEN und
GLAUBEN *1*. Im folgenden soll diese Unterscheidung primaer
"beschrieben" werden - denn der spaete Wittgenstein zieht ja die
Deskription von Paradigmen einem einseitigen Vorgehen durch
Definitionen, Thesen oder Hypothesen vor. Ueber das Verhaeltnis
von Glauben und Wissen heisst es in UEBER GEWISSHEIT: "Man kann
sagen 'Er glaubt es, aber es ist nicht so', nicht aber 'Er weiss
es, aber es ist nicht so'. Kommt dies von der Verschiedenheit der
Seelenzustaende des Glaubens und des Wissens? Nein. (...) Zu
meinen, den Worten 'glauben' und 'wissen' muessten verschiedene
Zustaende entsprechen, waere so, als glaubte man, dem Worte 'ich'
und dem Namen 'Ludwig' muessten verschiedene Menschen entsprechen,
weil die Begriffe verschieden sind" (G 42). Diesem Aphorismus des
spaeten Wittgenstein - die Aussage soll wegen der Namensnennung
des Philosophen selbst nicht kommentiert werden - seien weitere
Paradigmen angefuegt, welche die Unterscheidung von Glauben und
Wissen verdeutlichen: "'Ich weiss es', sage ich dem Andern; und
hier gibt es eine Rechtfertigung. Aber fuer meinen Glauben gibt es
keine"; "Was ich weiss, das glaube ich": aber was ich glaube,
weiss ich nicht - so waere hier wohl Wittgensteins Auffassung
vorerst zu beschreiben. Schliesslich: "Es waere richtig zu sagen:
'Ich glaube...' hat subjektive Wahrheit; aber 'Ich weiss...'
nicht"; "Oder auch: 'Ich glaube...' ist eine Aeusserung, nicht
aber 'Ich weiss...'" (G 175, 177, 179f.). Vorlaeufig ist hier im
Sinn der traditionellen Subjekt-Objekt-Trennung festzuhalten, dass
Glauben offenbar eine subjektive oder subjektiv relevante Wahrheit
ist; nicht aber Wissen, wie Wittgenstein hier via negationis
abgrenzt. Wahrscheinlich waere dann Wissen eine objektive Wahrheit
oder vielmehr eine "Tatsachen"-Wahrheit im Sinn des fruehen
Wittgenstein des TRACTATUS (T 1-2) *2*. Jedenfalls ist Glauben -
und erst recht religioeser Glauben - nicht begrifflich,
wissenschaftlich oder philosophisch im bisherigen Sinn zu
erfassen.

Nach diesen Einleitungspassagen sollen weitere Bemerkungen
Wittgensteins zur Unterscheidung von Wissen und Glauben
herangezogen werden, die den entwickelteren Passagen aus dem
Mittelteil von UEBER GEWISSHEIT entstammen: "'Ich weiss...' sagt
man, wenn man bereit ist, zwingende Gruende zu geben. 'Ich weiss'
bezieht sich auf eine Moeglichkeit des Dartuns der Wahrheit. Ob
Einer etwas weiss, laesst sich zeigen, angenommen, dass er davon
ueberzeugt ist. Ist aber was er glaubt von solcher Art, dass die
Gruende, die er geben kann, nicht sicherer sind als seine
Behauptung, so kann er nicht sagen, er wisse, was er glaubt"; -Es
gibt keine subjektive Sicherheit, dass ich etwas weiss. Subjektiv
ist die Gewissheit, aber nicht das Wissen" (G 243, 245). Verfolgt
man die Aufzeichnungen an dieser Stelle weiter, so kann gelten:
WISSEN beruht auf einer zwingenden Begruendung durch Fakten und
Tatsachen und macht damit fuer den spaeten und letzten
Wittgenstein eine spezifische Form von szientifischer Wahrheit und
greifbarer Wissenschaft aus *3*. Eine solche wissenschaftliche
Wahrheit muss sich also belegen und beweisen lassen. GLAUBEN
hingegen beruht auf einer Gewissheit, die letztlich begrifflich
oder wissenschaftlich nicht aussagbar ist. Sie bliebe
subjektivistisch und dogmatisch - jedenfalls ohne religioese und
ethische Verbindlichkeit - wenn sie sich nur mit
wissenschaftlichen Fakten oder philosophisch-theologischen
Gruenden belegen und beweisen liesse. Dann waere eine solche
Glaubensgewissheit nicht ueberzeugender und sicherer als eine
blosse wissenschaftliche Behauptung, These oder Hypothese, als das
weltanschauliche Dogma einer Kirche oder die Doktrin einer
politischen Partei. Werden Glauben und Wissen beim spaeten und
letzten Wittgenstein nicht in dieser Weise unterschieden, so kommt
es zu einer Vermischung und Verwirrung, die letztlich auf Kosten
des aufgeklaerten Wissens und der Interpretation des
Wittgensteinschen Werkes ueberhaupt geht. Sie fuehrt dann zu einer
falschen Gewissheit, Foerderung des Aberglaubens und Irrtums und
schliesslich einer Mystifizierung des Werkes Wittgensteins selbst.
Einen solchen Irrtum aber bezeichnet Wittgenstein als etwas
Unerlaubtes und Schimpfliches ("opprobrium"): "Ist nicht der
Zweck, ein Wort wie 'wissen' analog mit 'glauben' zu konstruieren,
dass dann der Aussage 'Ich weiss' ein Opprobrium anhaftet, wenn,
wer es sagt, sich geirrt hat. Ein Irrtum wird dadurch zu etwas
Unerlaubtem" (G 367). Gaebe es den "erlaubten Irrtum" einer
Vermischung und Analogisierung von Wissen und Glauben, so wuerde
er zur blossen Einbildung eines fiktiven Wissens fuehren: "Kann es
denn nicht sein, dass ich mir EINBILDE, etwas zu WISSEN?" (G 442).

Die Vermischung von Glauben und Wissen, mangelnde Unterscheidung
und undeutliche Trennung, laesst sich schon rein aeusserlich und
"oberflaechengrammatisch" (PU 664) an Moores Saetzen ablesen *4*.
Wittgenstein macht fuer diese Vermischung offenbar ein
subjektivistisches Moment in der traditionellen Philosophie
verantwortlich, das dem Irrtum und Aberglauben bis in spekulative
Abwege des "Solipsismus", und der "Privatsprache" (T 5.62, 5.64;
PU 4O2f., 243ff.) Tuer und Tor oeffnet: "Moore hat ein gutes Recht
zu sagen, er wisse, dass vor ihm ein Baum steht. Natuerlich kann
er sich darin irren. (Denn es ist ja hier nicht wie mit der
Aeusserung 'Ich glaube, dort steht ein Baum'.) Aber, ob er in
diesem Fall recht hat oder sich irrt, ist philosophisch nicht von
Belang. Wenn Moore die bekaempft, die sagen, so etwas koenne man
nicht eigentlich wissen, so kann er es nicht tun, indem er
versichert: ER wisse das und das. Denn das braucht man ihm nicht
zu glauben. Haetten seine Gegner behauptet, man koenne das und das
nicht GLAUBEN, so haette er ihnen antworten koennen 'ICH glaube
es'" (G 520). Wie faktitiv ueberpruefbar, belegbar oder beweisbar
eine wissenschaftliche Gewissheit auch sein mag, so
unerschuetterlich, unwiderlegbar und unbeweisbar ist sie als
Ausdruck eines persoenlichen Glaubens; und erst recht eines
RELIGIOESEN Glaubens und einer ethischen Gewissheit angesichts des
Problems, "etwas ueber den letzten Sinn des Lebens, ueber das
absolut Gute, das absolut Wertvolle zu sagen" *5*.

Geht es also um konkretes wissenschaftliches WISSEN, so muessen
"unerbittliche" Tatsachen und Beweise geliefert werden, wie
Wittgenstein immer wieder betont *6* : "Wenn Einer etwas glaubt,
so muss man nicht immer die Frage beantworten koennen, 'warum er
es glaubt'; weiss er aber etwas, so muss die Frage 'Wie weiss er
es?' beantwortet werden koennen" (G 550). Der Beweischarakter des
faktischen Wissens ist die Einsicht in das methodische, ja mit
Einschraenkung auch "systematische" Fragen des spaeten und letzten
Wittgenstein *7*; waehrend die Frage nach dem "Warum" letztlich in
eine unbelegbare und unbeweisbare "Metaphysik" fuehrt - so der
traditionelle Ausdruck - oder mit den Worten des TRACTATUS: ins
"Undenkbare", "Unsagbare" und "Unaussprechliche"; oder ethisch
gewendet: "Es ist klar, dass sich die Ethik nicht aussprechen
laesst. Die Ethik ist transzendental" (T 4.113f., 6.421f., 6.522).
Das "Was" und "Dass" des glaubenden Argumentierens - nicht aber
das wissenschaftlich-methodische "Wie" - gehoert auch fuer den
spaeten und letzten Wittgenstein zu jener Art religioeser und
ethischer Gewissheit, die sich jedem szientifischen Beweisen oder
Belegen des objektiven Wissens einer Wissenschaft oder
traditionellen Begrifflichkeit der Philosophie entzieht. Die
religioese Gewissheit des Glaubens und die ethische Gewissheit des
Handelns gehoeren in einen Bereich, in dem auch der skeptische
ZWEIFEL der Philosophie und das rationale Wissen der Wissenschaft
nichts mehr zu suchen haben und daher fuer Wittgenstein auch nicht
von letzter entscheidender Bedeutung sind.


Quelle: http://www.phil.uni-passau.de/dlwg/ws01/07-1-94.txt
„Wer den Mindestlohn für die Zeitarbeit ablehnt, will nicht Arbeit sondern Armut vermehren."

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Wilddieb Stuelpner

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #43 am: 14:05:56 Fr. 14.Juli 2006 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Kirchenaustritt nur noch gegen Gebühr?

Am 21. März hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen über die Einführung einer Gebühr von 30 Euro für Personen beraten, die aus der Kirche austreten wollen. Diese Gebühr soll angeblich die Kosten für die Annahme der Austrittserklärung und die Meldung an die Kirchen decken. Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei.PDS im Bundestag sieht darin auch einen weiteren Verstoß gegen die notwendige Trennung von Kirche und Staat. Verschiedene Organisationen von Konfessionslosen und Atheisten haben bereits energisch gegen die Pläne protestiert.

Das ist nicht anderesals die Fortsetzung des Ablaßhandels - Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!"

Nur diesmal ist es nicht die Seele des Abtrünnigen, sondern die eines Kirchenfürsten, weil er was an den Pabst zu seiner Prunksucht abführen kann.

Pyroskop

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Die Kirche und das liebe Geld
« Antwort #44 am: 23:48:09 Fr. 01.September 2006 »
Keine Ahnung.

Ich weiß, dass die Mehrheit Links gegen die Kirche ist.

Ist mir aber egal.

Ich mag Kirche in einem bestimmt zu verstehenden Sinn, auch wenn ich gleich vermutlich mit Tomaten beworfen werde. Auch Opus Dei ist für mich nicht schlimmes. Wird ja keiner gezwungen beizutreten. Hab auch nicht das Gefühl, dass heute da noch "gepeitscht" wird... Auch nicht die Kritiker. Natürlich bin ich gegen eine Pflichtgebühr. Nur fairerweise muss man vielleicht mal sagen, dass die Kirche schon was für Menschen tut.

Der Sinn der Kirche, der sich mir offenbart, ist der WIDERSTAND gegen Ungerechtigkeit.

Jesus war gewissermaßen ein Außenseiter, wurde belächelt.
Ein Freak vielleicht?
Vielleicht gar Sozialist?
Links?
Anders als die anderen?

Ich bin für Kirche und Glauben im herkömmlichen Sinn. Wer mag, kann ja mal die Bibel (Neues Testament) nach menschenfeindlichen Äußerungen durchforsten. Im Prinzip gilt da: Was du nicht willst was man dir tut, das tue auch keinem anderen an.

-Hartz4?

 ;)

Ich bin (vom Glauben) überzeugte Christin, trotzdem bin und war ich Links... irgendwie. Ich kann mich auch in dem Rahmen für soziale Projekte einsetzen.
Schade nur, wenn man deshalb öfter mal ausgelacht wird.
Andersherum gefragt: Welche Leben auf der Welt wünscht Ihr euch denn als Alternative?

() ohne Kirche
() Kirche ja, mächtige Kirche nein
() ohne christliche Religion
() ohne jede Religion
() ohne Religion und ohne Philosophie
() ohne Denkkraft
() ohne Gehirn

to be continued...
* Gegen Zeitarbeit !*