Autor Thema: Bloody Sunday, sorry, sorry  (Gelesen 1274 mal)

Kuddel

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Bloody Sunday, sorry, sorry
« am: 21:20:32 Di. 15.Juni 2010 »
Zitat
Cameron entschuldigt sich für Vorgehen der britischen Armee bei "Bloody Sunday"

Großbritanniens Premierminister Cameron hat sich für die tödlichen Schüsse britischer Soldaten auf Demonstranten beim so genannten "Blutigen Sonntag" in Nordirland entschuldigt. Er bedaure das Vorgehen der Armee vor 38 Jahren zutiefst, sagte Cameron bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse im Unterhaus in London. Das Verhalten sei nicht zu rechtfertigen. In dem Bericht wird das Militär für die Ereignisse verantwortlich gemacht. Britische Soldaten hatten 1972 während einer Protestaktion gegen die Internierung angeblicher IRA-Mitglieder in Londonderry 13 katholische Demonstranten erschossen. Dies hatte zu einer weiteren Eskalation des Nordirland-Konflikts geführt. Die von einem englischen Richter geleiteten Ermittlungen waren vom früheren Regierungschef Blair in Auftrag gegeben worden und dauerten zwölf Jahre. 
DLF  NACHRICHTEN, 15. Juni 2010 20:00 Uhr

Nach 38 ist ein Groschen gefallen. Immerhin.

Strombolli

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #1 am: 21:32:25 Di. 15.Juni 2010 »
..
Nach 38 (Jahren) ist ein Groschen gefallen. Immerhin.

Das glaub ich jetzt nicht. (Kopfschüttel!) - 38 Jahre. Ich bin definitiv im falschen Film.

...
vor 2 Stunden
it  took 38 years for these bastards to tell the truth.


U2

Für die Nachgeborenen


Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
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Rudolf Rocker

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #2 am: 21:55:47 Di. 15.Juni 2010 »
Nachdem die Angehörigen der Opfer nun 38 Jahre lang dafür kämpfen mussten recht zu bekommen konnte sich die britische Regierung nun endlich zu einer Entschuldigung durchringen!!

Was am 30. Januar 1972 in Derry passierte wird niemals vergessen werden!

Ich kann allen nur empfehlen den Film Bloody Sunday zu gucken.
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

Rudolf Rocker

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #3 am: 21:58:14 Di. 15.Juni 2010 »
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

Strombolli

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #4 am: 22:11:31 Di. 15.Juni 2010 »
@ Rudolf Rocker - hatten wir wohl dieselbe Idee, für die Jungspunde?
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Rudolf Rocker

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #5 am: 22:15:32 Di. 15.Juni 2010 »
@Stromboli: Jou, da hatten wir echt den gleichen Gedanken!! ;D
Jetzt kann man auf den Videos prima vergleichen wie U2 über die Jahre gealtert sind!! 8)
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

Ziggy

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #6 am: 05:18:38 Mi. 16.Juni 2010 »
Na, 38 Jahre, das ist doch wenig. Die Kirche z.B. braucht ein paar Jahrhunderte, um zuzugeben, daß die Erde (Überraschung!) doch nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Bei Galileo entschuldigen fällt flach, der kriegt das nicht mehr so richtig mit.

Vielleicht erleben wir es sogar noch, daß sich die Kirche dafür entschuldigt, Hitler die Steigbügel gehalten zu haben und tatenlos, aber wohlwollend, zugesehen hat, wie er wütete. Aber nee, das glaube ich jetzt nicht.

Und, Entschuldigung, Derry war doch gar nichts gegen das, was das British Empire als Kolonialmacht sonst noch angestellt hat im Rest der Welt.

Aber Respekt, Mr. Cameron! Kostet Sie nichts und tut auch sonst niemandem weh. Tolle Leistung.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

ManOfConstantSorrow

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Re:Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #7 am: 18:47:06 Mo. 01.Februar 2016 »
Zitat
Britischer Terror in Nordirland
Manche waren sogar Serienmörder

Noch in den 90er Jahren operierten Geheimdienste ohne Regeln und Rücksicht. Bis heute werden die Taten vertuscht und geleugnet.



Aufmarsch der probritischen Loyalisten in der Shankill Road in Belfast im Jahre 2011. 


Es hört sich an wie eine Räuberpistole. Als die Irisch-Republikanische Armee (IRA) am 23. Oktober 1993 das Fischgeschäft Frizzels auf der protestantischen Shankill Road in Nordirlands Hauptstadt Belfast in die Luft sprengte, kostete das die Organisation eine Menge Sympathien.

Zehn Menschen, darunter einer der Attentäter, waren bei dem Anschlag ums Leben gekommen. Das eigentliche Angriffsziel soll die Wohnung über dem Laden gewesen sein, wo eine protestantisch-loyalistische Terrorgruppe regelmäßig ihre Sitzungen abhielt.

Der Mann, der diesen Anschlag und zahlreiche weitere organisiert hatte, war Kommandant der Ardoyne-Brigade der IRA. Gleichzeitig arbeitete er für den Geheimdienst der nordirischen Polizei, die über die Attentatspläne informiert war. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Irish News vorliegen.

Der Spitzel wird darin als „AA“ bezeichnet. Die Dokumente stammen aus dem Belfaster Polizeirevier Castlereagh, in dem die Polizei in den siebziger und achtziger Jahren Gefangene systematisch folterte, wie damalige Mitarbeiter vor sechs Jahren eingeräumt haben.

Der Geheimdienst Ihrer Majestät war immer dabei


Die IRA war 2001 in das Polzeirevier eingebrochen, benötigte aber fast ein Jahr, um die erbeuteten Dokumente zu entschlüsseln. Seit 2002 wusste sie, dass „AA“ für den Geheimdienst arbeitete. Er wurde von seinem Posten entfernt, aber nicht getötet, wie es die IRA sonst mit Agenten machte. Der heute 59-jährige lebt in West-Belfast.

Dass der britische Inlandsgeheimdienst MI5, der Militärgeheimdienst und die nordirische Polizei mit protestantisch-loyalistischen Mordkommandos kooperierten und ihnen Waffen beschafften, ist bewiesen. Bekannt ist auch, dass einige IRA-Mitglieder für die Geheimdienste arbeiteten. Doch die nun von der Irish News veröffentlichten Indizien deuten darauf hin, dass die Geheimdienste beide Seiten gesteuert haben. Die Taten wurden von den Sicherheitskräften nicht nur gedeckt, sondern auch vertuscht.

Und sie werden es bis heute. Vorige Woche beklagte Lordrichter Weir, der mit der Untersuchung von 56 Anschlägen in Nordirland betraut ist, dass die Ausreden des Verteidigungsministeriums und der Polizei „grotesk“ seien. Er fügte hinzu: „Sie werden auch durch ständige Wiederholungen nicht besser.“

Die FRU spielte Gott


Die frühere nordirische Polizeichefin Nuala O´Loan sagte, die Geheimdienste haben „außerhalb der Regeln“ operiert. „Aberhunderte sind gestorben, weil diese Leute nicht gestoppt wurden“, sagte sie. „Viele von ihnen waren Mörder, und manche waren Serienmörder.“ Nordirlands Polizeichef George Hamilton sagte jedoch, die Polizei habe keine Regeln verletzt: „Es gab gar keine Regeln.“

Das galt vor allem für die „Force Research Unit“ (FRU), eine britische Spionageeinheit. „Die FRU spielte Gott“, sagte ein britischer Agent. So plante eine loyalistische Todesschwadron 1987, einen IRA-Mann zu erschießen, der aber als Agent für die FRU arbeitete. Deshalb lenkte ein anderer FRU-Agent die Aufmerksamkeit der Attentäter auf einen unbeteiligten Rentner, der ermordet wurde.

Seit 2007 hat die FRU ihre Aktivitäten in den Irak verlegt. Die Agenten seien dafür ausgebildet, „abgebrühte Terroristen in Spione für die Koalition zu verwandeln“, mit Methoden, die in Nordirland entwickelt wurden. Ändern werde sich durch die Enthüllungen nichts, glaubt der nordirische Journalist Eamonn McCann: „Es geht nicht um ein paar schurkische Offiziere, sondern um einen Schurkenstaat.“
http://www.taz.de/Britischer-Terror-in-Nordirland/!5270683/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rudolf Rocker

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Re: Bloody Sunday, sorry, sorry
« Antwort #8 am: 20:03:28 Do. 14.März 2019 »
Wow!

Zitat
Mordanklage nach 47 Jahren
Ein britischer Soldat wird wegen zweifachen Mordes am "Bloody Sunday" angeklagt. Er war Mitglied des Fallschirmjägerregiments, das am 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry 13 Demonstranten tötete.
https://www.tagesschau.de/ausland/bloody-sunday-mordanklage-101.html
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!