Handel & Dienstleistung > Transport & Verkehr

Fahrverbot als Hauptstrafe

(1/4) > >>

Alan Smithee:
Die nächste Sau wird durch´s Dorf gejagt: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/zypries-prueft-fahrverbot-als-hauptstrafe/1334210.html

Welche Strafe erwartet dann Leute, die gar keinen Führerschein / Auto zur Verfügung haben? Und was ist mit denen, die sich einen Chaffeur nebst Firmenfahrzeug halten können? So jemand scheisst sich nichts auf diese Strafe. Und wenn Menschen auf dem Land wohnen, fernab von richtiger Verkehrsanbindung? Oder wenn Leute im Außendienst arbeiten und dann den Job verlieren?

Ich weiß, ich weiß: dann wird man halt nicht kriminell und überlegt sich das vorher. Zum Schluss behauptet dann der Arbeitgeber, man habe eine Büroklammer gestohlen. Strafanzeige wegen Diebstahl. Und Zack, bisse kriminell. Oder eine Ex-Freundin behauptet sonstwas (Fall Kachelmann). Hier wird eine 2-Klassen-Justiz weiter fabriziert, indem diejeningen, die sich keinen guten Anwalt leisten können, nachhaltig ruiniert werden.

counselor:
In der Regel kommst du auch bei kleineren Taten in den Knast, wenn du dich nicht mittels Geldstrafe oder Wiedergutmachung freikaufen kannst. Bei uns drohen für 3x Schwarzfahren zB einem HartzIV Abhängigen etwa 6-8 Wochen Ersatzhaft.

Rudolf Rocker:
Bei Straftaten im Zusammenhang mit dem BTMG (Betäubungsmittelgesetz) ist der Entzug des FS schon längst Realität!

Was kommt als nächstes?

 Entzug der Staastbürgerschaft? (Naja, muss man GG für ändern, aber egal)

Sperre beim Arschamt für X Monate wegen Straftat?? (Wenn mensch in den Knast geht kriegt er ja auch kein ALG II mehr, glaube ich)

Telefon wird abgestellt?

Hausarrest?

100 mal an die Tafel schreiben: "Ich soll nicht.....!"

ThePoor:
ich bin für Entzug der Steuerpflicht und ein Verbot Kirchensteuer und MWST zu bezahlen:)

und bei vorsätzlicher Körperveltzung für neue Sträflings-Inseln , oder Verbannung nach hinter Sibirien ohne Schuhe, aber mit Auto ohne Räder, ein dach überm Kopf ist ja nicht verkehrt.

dieser schwachsinn zeigt nur wieder welche Mentalität vermutet wird, und teilweise auch begründet,  nur das Nicht-Autofahren kann sie abhalten Leute zu verletzen,
auch fernsehverbot für Fußball fehlt noch, dann hätten wie viele:)

Ratrace:
Das Erste, was mir angesichts dieser News durch den Kopf ging, war, daß Führerscheinentzug DAS Disziplinierungsmittel für den Deutschen ist. Nichts findet der Michel so geil wie seine Drecksfleppe und die dazugehörige Karre. Und bei denen, die beruflich auf das Ding angewiesen sind, ist der Disziplinierungseffekt noch größer.

Wenn man diese Strafe dann auf alle möglichen Vergehen ausweitet, beispielsweise auch auf irgendwelche strafbaren aktivistischen Handlungen (für unsere Regierung gilt man dann schon als linker Gewalttäter, wenn man Sitzblockaden an gewissen Stellen errichtet) oder eben alles, was unserer Regierung ganz besonders zuwiderläuft ("böse" linke Demonstranten, die sich nicht widerstandslos auf Demos von Bullen verprügeln lassen wollen zum Beispiel - willkommen beim nächsten G8), hat man auf einen Schlag einige potentielle Unruhestifter weniger. Und die, die trotzdem noch aufmucken, müssen künftig eben zu Fuß gehen oder den ÖPNV nutzen.

Besonders einigen Zugehörigen der mittlerweile rasant gen Hartz absteigenden Mittelschicht, also gerade der Bevölkerungsschicht, von der in Zukunft sicherlich einige Gefahr der sozialen Unruhe ausgeht, wird angesichts dieser Konsequenz für's Unartigsein die Flatter gehen. Denn dort ist ein Auto ja noch eher so etwas wie der Gipfel der persönlichen Freiheit und auch Statussymbol.

Na ja, die Vorräte an fossilen Brennstoffen, also auch an Öl, sind eh bald am Ende. Dann ist das Druckmittel auch wieder weg.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln