Autor Thema: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?  (Gelesen 3765 mal)

Sir Vival

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Re: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?
« Antwort #15 am: 13:18:45 Di. 29.Juni 2010 »
Du kannst ja bei wirklich nur telefonischen Anfragen/Bewerbungen am Ende zumindest auf einem DIN A4 Blatt den AG, seine Adresse und den Ansprechpartner angeben, mit dem Verweis, falls der SB fragen haben sollte, einfach dort anrufen.

Ich habe auch eine Liste bekommen (aber schon zu meiner letzten Arbeitslosigkeit in 2005), in die ich das Datum, den AG, die Stellenbeschreibung und die Art und Weise der Bewerbung angebe. Das habe ich mir eingescannt und ne Tabelle drübergelegt. Da trage ich dann immer alles ein. Da stehen auch telefonische Bewerbungen drin. Die gelten! Definitiv! OK, jedenfalls bei meinem SB (ALG1). Aber das sollte ja alles mit einerlei Maß gemessen werden.

Wie gesagt, der SB hat ja die Adresse usw. von dem AG. Da kann er sich ja versichern.



Joa, so eine Liste hatte ich auch, ebenso wie sämtliche Daten. Hat ihm aber nicht gereicht!

hä???
Das ist ne Liste mit Angaben, die von denen gefordert wird und dann ist es (komplett und korrekt ausgefüllt) für den nicht ausreichend?
Ich würde sofort nach seinem Vorgesetzten fragen und eine Beschwerde einlegen!
Oder frag ihn/sie doch mal, was er noch will...........Stück Erdbeersahne mit Kaffee dazu?
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!

schwarzrot

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Re: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?
« Antwort #16 am: 13:45:42 Di. 29.Juni 2010 »
Hoffe, du warst mit zeugen im amt?  ;)

Ich würde auch wie Sir Vival und andere hier dir schon geschrieben haben verfahren, das ganze schriftlich machen und dann möglicherweise, eine dienstaufsichtsbeschwerde, info nach Nürnberg. Bei nichtantwort ebenfalls (fristsetzung!).

Soll der doch mal schriftlich fixiert begründen, was er da fordert und warum er dir (per EGV/VA?) zugesicherte leistungen nicht gewähren will.
(Die info 'kann' leistungen ist nicht richtig: Wenn leistungen in der EGV/VA drin stehen, ist das nicht mehr 'kann', es sei denn, es ist auch hier wischi-waschi formuliert. Sowas sollte mensch dann aber nie unterschreiben.)

Im grunde geht es aber darum, was sich der SB anmasst und hier gilt es ihm eine auf die finger zu geben, damit er aufhört, sich ausserhalb der gesellschaft stellen zu wollen: Elos sind keine straftäter, an denen sich SBs abreagieren dürfen. Und selbst im knast hast du rechte. Die behörden haben den menschen zu dienen und nicht umgekehrt.
Wie kommt der überhaupt auf die irrige idee, jemanden kontrollieren zu dürfen! Durch welche paragraphen hält er das gerechtfertigt?

Nimm dir für den nächsten termin eine fachkundige begleitung mit. Und vergiss das 'auf den kieker'-gequatsche: Arschlöcher brauchen niemanden 'auf den kieker', die machen das auch bei anderen so, wenn sie erst mal der meinung sind, sie kommen mit so einer tour durch.
Du solltest dafür sorgen, dass dem nicht so ist.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Joshua2go

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Re: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?
« Antwort #17 am: 14:51:15 Di. 29.Juni 2010 »
Hallo,
danke für die aufmunterden Antworten. :) Schön, das man nicht allein ist. Die Bewerbungen schreibe ich immer, will ja keine Sanktion bekommen.Heute habe ich eine Bewerbung bekommen, wo ich mich über arbeitsagentur.de bewerben soll. Ist das jetzt Kontrolle? :( Das ist auch eine Leihfirma. Nennt sich Expert-Personalservice. Kennt die jemand? Scheint neu zu sein. Das gibt mir ja wieder Kraft.
Ich habe eigendlich eine regulare Arbeit gefunden. Da das ein Hightec-Betrieb ist, muß ich vorher einen Lehrgang absolvieren. Leider hat mich die Arge 2009 wegen der Wahlen in einen Lehrgang gezwungen und sagt genug qualifiziert. Gibt dafür keinen Bildungsgutschein mehr. Ich habe ein Vorstellungsgespräch bei diesem Arbeitgeber gehabt und der will mich auch einstellen und die Arge stellt sich jetzt quer. Ich bin echt bedient.
Mfg
Joshua

Sir Vival

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Re: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?
« Antwort #18 am: 09:44:17 Fr. 02.Juli 2010 »
Also anonymisierter AG? Die Bewerbung geht dann über einen SB eines Arbeitsamts.
Was gibt die Kraft? Dass du bei einer Leihfirma arbeiten kannst? hmm....

Das mit der Weiterbildung war bei mir ähnlich.
2009 kam ich mit einer Weiterbildung, die mir auch letztendlich geholfen hat (für mich! nicht für einen Job. Den hab ich nämlich immer noch nicht). Mein SB damals fragte gar nicht, was das ist, sondern gab mir innerhalb von 5 Sekunden den Bildungsgutschein und ein Stück Erdbeersahne mit Kaffee, so glücklich war der  ::) ::) ::)
Ja, ich war ja in dieser Zeit aus der Statistik und die konnten dann sagen, daß im September die Arbeitslosenzahlen stark zurückgingen (Aufschwung??).
Futter für´s Volk. Ist so wie bei den Römern...Brot für Spiele.....naja.

Dann im März/April 2010 neu beworben bei einer seriösen Firma, die aber eine Zusatzqualifikation wollte, bzw. ich bräuchte die (Colormanagement). Ansonsten hätten die mich genommen! Ich war ja im Vorstellungsgespräch und habe mir den Betrieb und "meinen" potentiellen Arbeitsplatz schon angeschaut (probegesessen, wie man so schön sagt).

Dann bei meinem SB nachgefragt, wie das mit einer Zusatzqualifikation wäre. Ich war ja jetzt nicht fachfremd, sondern es war eben nur eine Zusatzqualifikation, die evtl. 1 Woche oder 3Wochenenden ginge. Ich hab da einige Angebote eingeholt.
Nix da, hiess es. Ich hätte ja schon eine Weiterbildung bekommen und jetzt waren die Wahlen, es muss gespart werden und fertig.

Ich sagte dann......gut, dann geht mir diese Arbeitsstelle durch die Lappen, bzw. das war schon vorprogrammiert, denn die Anfrage dauerte geschlagene 2,5 Wochen, bis er mir antwortete.

Ich habe dann auf eigene Faust bei einem ehem. Dienstleister meiner ehem. Firma 2 Tage einen Crashkurs machen können (kostenlos). Naja, hat nur wenig geholfen.

Aber ne Absage hatte ich dann eh bekommen.

So etwas nennt man politisch dann Beschäftigungs- und Bildungsoffensive.

Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
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