Autor Thema: Initiative gesunde Arbeit  (Gelesen 1682 mal)

Alan Smithee

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Initiative gesunde Arbeit
« am: 14:53:21 Mo. 28.Juni 2010 »
Zitat
Presse Info 035 vom 28.06.2010

BA sucht nach Wegen, den „Teufelskreis“ Arbeitslosigkeit und Krankheit zu durchbrechen – Fachkongress bietet Lösungen und Ideen

Eine halbe Million Arbeitslose haben gesundheitliche Einschränkungen, die sich direkt auf die Vermittlung in den Arbeitsmarkt auswirken. Über 60 Prozent davon sind in der Grundsicherung (umgangssprachlich „Hartz IV“). Nationale und internationale Studien machen mehr denn je klar, dass sich - insbesondere anhaltende - Arbeitslosigkeit negativ auf die Gesundheit auswirkt. Vor allem den psycho-sozialen Belastungen wird hohe Bedeutung zugeschrieben.

„Es gilt, den „Teufelskreis“ Krankheit und Arbeitslosigkeit zu durchbrechen“, betont Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung in der Bundesagentur für Arbeit (BA). „Gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitslose haben schlechtere Eingliederungschancen, infolgedessen bleiben sie in der Regel länger arbeitslos. Wir sind daher interessiert, dass unsere Kunden möglichst gesund werden und gesund bleiben“, so Alt weiter.

Durch den Beitritt der BA zum Kooperationsverbund der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), durch die Intensivierung bestehender Partnerschaften, wie zum Beispiel mit Krankenkassen und durch das Mitwirken in dem bundesweiten Projekt „Initiative gesunde Arbeit“, professionalisiert die BA ihre Aktivitäten zur Gesundheitsorientierung und zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Arbeitsloser.

„Gelebte Gesundheitsorientierung braucht kompetente Mitarbeiter und ein gut funktionierendes lokales Netzwerk. Gerade in der Grundsicherung haben wir viele Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen. Daher schulen wir die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern, damit sie rechtzeitig ärztliche oder therapeutische Hilfe identifizieren können. Das Thema Gesundheit wird verstärkt Inhalt unserer Arbeitsmarktpolitik in der Grundsicherung“, erklärt Alt. Themenschwerpunkte sind dabei Stressbewältigung, Bewegung, gesunde Ernährung und der Umgang mit Suchtmitteln.

Von dem heutigen Fachkongress „Gesundheitsorientierung“ in Berlin erhofft sich Alt vor allem einen Austausch zwischen den Praktikern der BA, den Kommunen und den Akteuren des Gesundheitswesens. „Es gibt Modellprojekte, die sich bewährt haben. Gute Praxis soll als Vorbild dienen. Umso wichtiger ist ein Transfer zwischen den Jobcentern und unseren Netzwerkpartnern. Denn die Jobcenter sind nur ein Baustein. Um den bestmöglichen Erfolg im Bereich der Gesundheitsorientierung zu erzielen, müssen alle Institutionen der Arbeitswelt enger zusammenrücken.“

Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2010/Presse-10-035.html

Warum habe ich hierbei nur ein so seltsames Gefühl im Magen? Gerade die "Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern" haben bei vielen Leuten dafür gesorgt, dass es ihnen noch schlechter ging - psychisch als auch körperlich. Und ausgerechnet diese Menschen sollen "rechtzeitig ärztliche oder therapeutische Hilfe identifizieren???". Wie bitteschön will man einen Verwaltungsangestellten in dieser Richtung "schulen"?  Die ARGEn / Jobcenter überschreiten bereits seit Jahren ihre Kompetenzen gerade in dieser Hinsicht. Und jetzt will man seine Bemühungen auf diesem Gebiet intensivieren..Gute Nacht um halb sechs :o :o :o :o :o
...still dreaming of electric sheep...

Eivisskat

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Re:Initiative gesunde Arbeit
« Antwort #1 am: 16:02:54 Mo. 28.Juni 2010 »
Gruselig!

Fühlt sich so nach "Direkter Einweisung in die Klappsmühle/Heim/KZ" an.

 :o

Alex22

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Re:Initiative gesunde Arbeit
« Antwort #2 am: 16:31:51 Mo. 28.Juni 2010 »
Für mich ist es ziemlich sicher, dass die ARGEn das "Material" ihre Kunden genau erfassen. Sie werden auch mit den KK abgleichen und ihre Bemühungen nach der Verwertbarkeit richten. Jeder Erwerbslose bekommt einen "Stempel" und dann geht es weiter. Einige werden raus geschmissen, weil sie unbrauchbar sind.
Ausgrenzung Sozialmobbing
Gerade der "Narr" Alt ( er sieht auch so aus) ist einer der größten Heuchler.