Autor Thema: Ausser Kontrolle  (Gelesen 162202 mal)

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #45 am: 16:46:39 So. 01.Mai 2011 »
Zitat
ARD-Reportage
Maschmeyer wehrt sich gegen "Drückerkönig"-Porträt

Die ARD will im Film "Der Drückerkönig und die Politik" die Nähe des Finanzberaters Maschmeyer zur Politik aufarbeiten. Doch der wehrt sich.



Als NDR-Reporter Christoph Lütgert erneut vergeblich um ein Interview mit dem Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, bittet, ist dieser gerade Gast einer Gala für die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“.
http://www.welt.de/fernsehen/article12104680/Maschmeyer-wehrt-sich-gegen-Drueckerkoenig-Portraet.html

Zitat
Maschmeyer schlägt zurück
Ein Großangriff auf die Pressefreiheit
Reporter und Redaktion des NDR-Magazins „Panorama“ müssen Carsten Maschmeyer mächtig auf die Füße getreten sein: Der Gründer des AWD-Konzerns geht gegen die Autoren des Films „Der Drückerkönig und die Politik“ mit allen Mitteln vor.


Von Michael Hanfeld

Journalisten, die investigativ arbeiten, sind juristische Auseinandersetzungen gewohnt. Post vom Anwalt zu bekommen gehört zum Geschäft, sich mit einstweiligen Verfügungen, Gegendarstellungen und Unterlassungsbegehren herumzuschlagen auch. Das Geschäft illustrer Antipresseanwälte blüht, zwei, drei Pressekammern im Land genießen einen ganz besonderen Ruf.

Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer aber kämpft mit noch härteren als den üblichen juristischen Bandagen gegen den Film „Der Drückerkönig und die Politik“, den der NDR über ihn gedreht und den die ARD in der vergangenen Woche gezeigt hat. Maschmeyer hat nicht nur Presseanwälte in Marsch gesetzt, er hat den bekannten Hamburger Strafrechtler Gerhard Strate engagiert, um dem Autor des Films nachzusetzen. Der Reporter Christoph Lütgert und die Redaktion des NDR-Magazins „Panorama“, die den Film betreut hat, müssen dem Finanzmagnaten mit ihren Recherchen mächtig auf die Füße getreten sein. Nun schlägt er zurück, mit allen Mitteln.
(...)
Nun lässt Herr Maschmeyer, der mit „Bild“ redet, mit dem NDR aber nicht, also lieber selbst fragen. Und drohen. Das Ziel dürfte klar sein: die Autoren verunsichern und diskreditieren, die Bilder vom Markt nehmen, Berichterstattung austrocknen, andere abschrecken, sich immun machen gegen die lästigen Anfragen der Presse. Darin darf man – zumal bei einer mächtigen, so gut vernetzten Figur wie Maschmeyer, von dessen AWD-Verein der frühere Kanzler Schröder einmal sagte, dessen Mitarbeiter erfüllten eine „staatsersetzende Funktion“ – einen veritablen Angriff auf die Pressefreiheit und den freien Journalismus erkennen, insbesondere jenen Journalismus, der mit investigativen Methoden den Geheimbünden und Hinterzimmergeschäften der Macht auf die Spur kommen will.

„Sie glauben gar nicht, was bei uns heute los war“, sagte die „Panorama“-Moderatorin Anja Reschke am Donnerstagabend und kündigte frohgemut den nächsten Beitrag über Maschmeyer und Konsorten an: „Die Unschuld vom Maschsee“. Dort, in Hannover, liegt ein unheimliches Machtzentrum. In Hamburg sitzen die, die darüber aufklären. Mögen sie standhaft bleiben. Sie streiten für die demokratische Öffentlichkeit an sich.
http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E438334268A9A4E968096440577291D0B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zitat
AWD-Gründer Carsten Maschmeyer
"Ihre Vision ist die Provision"

Wütende Sparer erinnern AWD-Gründer Carsten Maschmeyer an seine Vergangenheit als aggressiver Finanzberater.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/awd-gruender-carsten-maschmeyer-ihre-vision-ist-die-provision-1.1069952

Zitat
Steinmeier und Schröder in verbotene Parteispende verwickelt - Verfassungsrechtler: Kanzler-Wahlkampf 1998 "verfassungswidrig"
Sendung: "Panorama", Donnerstag, 28. April, 21.45 Uhr, Das Erste

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde finanziell stärker vom umstrittenen AWD-Gründer Carsten Maschmeyer unterstützt als bislang bekannt. Neben einer zunächst anonymen Spende für Schröders Landtagswahlkampf 1998 über 650.000 DM, über die bereits öffentlich berichtet wurde, gab es nach Recherchen des NDR Politmagazins "Panorama" (Sendung: Donnerstag, 28. April, 21.45 Uhr, Das Erste) offenbar eine weitere, bisher unbekannte Zuwendung Maschmeyers von rund 150.000 DM.

Darüber hinaus wurde Schröders Kanzler-Wahlkampf 1998 nach "Panorama"-Recherchen auch aus der niedersächsischen Staatskanzlei heraus geplant und organisiert, was nach Einschätzung des renommierten Düsseldorfer Verfassungsrechtlers Prof. Martin Morlok "eindeutig verfassungswidrig" war. Der damalige Chef der Staatskanzlei und heutige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, wusste offensichtlich von diesen verfassungswidrigen Aktionen und billigte sie. Das belegen seine Paraphen auf diversen Schriftstücken aus der Staatskanzlei Hannover, die "Panorama" vorliegen. Auf "Panorama"-Anfrage teilte Steinmeier schriftlich mit, dass etwaige politische Aktivitäten "außerhalb der dienstlichen Verantwortung dieser Mitarbeiter erfolgten".

Interview-Anfragen des Magazins lehnten Maschmeyer, Schröder und Steinmeier ab. Eine leitende Beamtin der Staatskanzlei, Bettina Raddatz, die dort auch schon 1998 in führender Position tätig war, bestätigt jedoch auf Vorhalt die Vorgänge und die Echtheit der Dokumente. Sie selbst sei maßgeblich an den Aktionen beteiligt gewesen und müsse heute zugeben, aus Begeisterung für Schröders Kurs "über das Ziel hinausgeschossen" zu sein. Wenn Steinmeier - wie in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber "Panorama" - heute allerdings so tue, als hätten einzelne Mitarbeiter der Staatskanzlei allenfalls außerhalb der Dienstzeit und privat Wahlkampf für Schröder gemacht, werde er durch die "Aktenlage" widerlegt, so Raddatz.

Auch die bisher unbekannte zweite Spende zugunsten von Gerhard Schröder wurde offenbar aus der niedersächsischen Staatskanzlei heraus organisiert, wie "Panorama" vorliegende Dokumente aus dem Jahr 1998 belegen. Bekannt war bereits, dass Maschmeyer am Ende des Landtagswahlkampfes 1998 für 650.000 DM eine Großanzeige für den damaligen Ministerpräsidenten Schröder geschaltet hatte. Dessen Sieg war dermaßen fulminant, dass er damit gleichsam automatisch SPD-Kanzlerkandidat wurde und seinen "linken" Rivalen Oskar Lafontaine aus dem Rennen warf. Maschmeyer gab später zu, genau das gewollt zu haben.

Nun fand "Panorama" heraus, dass er offenbar kurze Zeit darauf noch einmal rund 150.000 DM spendete. Mit diesem Geld wurden offensichtlich wiederum teure Anzeigen für Gerhard Schröder in der "Welt", "Welt am Sonntag" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geschaltet. Wieder blieb Maschmeyer anonym, das Geld floss offenbar über einen Strohmann zu den Verlagen. Im Unterschied zur ersten Spende war maßgeblichen Funktionsträgern in der SPD die Strohmannkonstruktion offenbar bekannt, das zeigen die "Panorama" vorliegenden Dokumente. Eine solche Konstruktion sei eindeutig illegal, so Verfassungsrechtler Morlok. Die SPD hätte auf so ein "Strohmann-Modell" niemals eingehen dürfen.

Frank-Walter Steinmeier, dessen Zeichnungskürzel sich auf den Dokumenten findet, schrieb "Panorama": "Ob überhaupt, von wem und an welchen Empfänger Geld überwiesen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis." Maschmeyer teilte mit, er könne sich an einen solchen Vorgang "nicht erinnern".
http://www.ndr.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/pressemeldungndr8139.html

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #46 am: 12:07:39 Fr. 26.August 2011 »
Zitat
"Politiker? - Diebe, Räuber und Halsabschneider!"
Christine Möllhoff aus Neu-Delhi , 25. August 2011

Halb Indien steht Kopf - und das wegen eines alten Mannes, der sich öffentlich zu Tode hungern will

Warum die Massen den bizarren Gandhianer Anna Hazare wie einen Erlöser feiern.





***

Subharish schnaubt verächtlich, als das Wort Politiker fällt. "Wir haben doch nur die Wahl zwischen Dieben, Räubern und Halsabschneidern", sagt der 30-jährige. "Egal, welche Partei." Der Pharmavertreter hat sich Urlaub genommen, um dabei zu sein. Nun steht er, in blau-weißem Hemd und schwarzer Stoffhose, im Schlamm auf dem Ramlila-Maidan-Platz in Indiens Hauptstadt Delhi und schreit sich heiser.

Erst waren es nur einige Hunderte, die den 74-jährigen Anna Hazare unterstützten. Nun sind es zeitweise allein hier 50.000 Menschen. Ganze Lastwagen mit Bauern trudeln ein. Am Donnerstag spitzte sich die Lage zu, als Hazare die Bürger aufrief, vor die Residenz des Premierministers zu ziehen. Alarmiert schloss die Polizei vier Metro-Stationen in der Nähe.

Halb Indien steht kopf - und das wegen eines alten Mannes, der droht, sich öffentlich zu Tode zu hungern, wenn die Regierung nicht schärfer gegen Korruption durchgreift. Er hat damit einen Aufstand losgetreten.

Wer die riesige Wut verstehen will, muss gesehen haben, wie schamlos sich Indiens Mächtige bereichern: bei den Sportspielen Commonwealth Games etwa oder der Vergabe von Telekomlizenzen. "Ich habe die Menschen noch nie so leidenschaftlich gesehen", sagt Subharish. Seite an Seite trotzen Doktoren und Rikschafahrer, Hindus und Muslime, Hausfrauen und IT-Expertinnen seit Tagen Monsunschauern und drückender Hitze. Auch in anderen Städten und Dörfern, selbst in besseren Wohnvierteln ziehen die Menschen auf die Straßen.

Medienwirksames Drama

Ihr Protest richtet sich nicht gegen eine Regierung, eine Partei, sondern gegen eine ganze korrupte Elite, die ihr Land als Beute genommen hat. "Indien hat das Zeug, eine Supermacht zu werden, eine große Nation", sagt der Psychiater Kishore Arya. "Doch Korruption hindert uns daran."

Auf einer alles überragenden Bühne, gebettet auf Kissen, hinter sich ein riesiges Porträt von Mahatma Gandhi, liegt jener Mann, der nun wie ein Volksheld gefeiert wird. Seit zehn Tagen fastet Hazare, den alle Anna, großer Bruder, nennen. Er weiß, wie man ein medienwirksames Drama inszeniert, die Regierung in Bedrängnis bringt, das hat er sich von seinem Vorbild Gandhi abgeguckt.

Täglich werden sein Gewicht, sein Puls und Blutdruck vermeldet. Er könne jederzeit kollabieren, warnen die Ärzte, die ihn derart ehrfürchtig umsorgen, als wäre er ein Heiliger.

Die Regierung wird immer nervöser. Beinahe stündlich fleht Regierungschef Manmohan Singh ihn an, seinen Hungerstreik zu beenden. Doch Hazare ist nicht nur autoritär, sondern auch stur wie ein Esel. "Wenn die Regierung sich nicht bewegt, werde ich für meine Nation sterben", ruft er der Menge zu, und die tobt. Theatralik gehört in Indien dazu.

Mit seinem Hungerstreik will Hazare die Regierung zwingen, ihren Entwurf für ein Anti-Korruptions-Gesetz zu verschärfen. Inzwischen verhandeln beide Seiten über Kompromisse, doch die Gespräche haken. Seit über 40 Jahren hänge das Anti-Korruptions-Gesetz im Parlament fest, ärgert sich Subharish. Nichts tue sich.

Doch Regierungschef Singh sitzt in der Zwickmühle. Viele Parteien und Politiker stellen sich quer und versuchen, das Anti-Korruptions-Gesetz ganz auszubremsen. "Die Anti-Korruptions-Bewegung ist zu einer Gefahr für alle Parteien geworden, da keine von ihnen sauber ist", meint der Analyst Brahma Chellaney.

Auch der Kolumnist Manoj Jo-shi spricht von einem "Versagen der gesamten politischen Klasse". Gerade deshalb fürchten viele, dass die Politiker am Ende das Volk wieder nur an der Nase herumführen werden. Resigniert meint der Mittdreißiger Pranjal Shukal: "Die Diebe werden doch kein Gesetz verabschieden, das sie selbst hinter Gitter bringt."
http://derstandard.at/1313025171569/Politiker---Diebe-Raeuber-und-Halsabschneider

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #47 am: 19:20:57 So. 18.September 2011 »
Der abgewählte baden-Württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus ist seit 1. September beim Chemieriesen Merck auf einem gut dotierten Posten gelandet. Merck schickt ihn nun ab März 2012 an die Spitze der lateinamerikanischen Niederlassung von Merck in Brasilien.

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #48 am: 20:19:47 So. 18.September 2011 »
Wer erinnert nicht die steile Karriere des Roland Koch?

Zitat
Unter Roland Koch
Bilfinger Berger steigert Ergebnis und Umsatz

Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch kann bei der ersten Zwischenbilanz, die er als Vorstandsvorsitzender des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger vorlegt, mit starken Zahlen aufwarten.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Bilfinger-Berger-steigert-Ergebnis-und-Umsatz_aid_1017991.html

Und hier sieht man wie man den Profit steigert:

Zitat
Arbeiter beim Roche-Turm um Geld betrogen

Der Roche-Turm in Basel wird das höchste Gebäude der Schweiz – und auch eines der teuersten. Gespart wurde hingegen bei den Löhnen einiger ausländischer Arbeiter.



Der Roche-Turm wird das höchste Gebäude der Schweiz.


Bei der Baustelle des Roche-Turms, dem bald höchsten Haus der Schweiz, haben Arbeitsmarktinspektoren bei mehreren Kontrollen festgestellt, dass die Mindestlöhne der Arbeiter flächendeckend unterschritten wurden. Dies berichtet heute «Der Sonntag». Die Zeitung beruft sich dabei auf unabhängige Quellen. Ermittelt werde gegen den Baukonzern Bilfinger Berger und eine Reihe von Subunternehmen, die vom deutschen Baukonzern beschäftigt werden. Bilfinger Berger errichtet die 22 Meter tiefe Baugrube und die Stützpfähle für das Basler Prestigeprojekts des Pharmakonzerns Roche. (ROG 136.5 -1.02%)

Gemäss den von der Zeitung zitierten Insidern wurden dabei rund 20 beschäftigte Mitarbeiter während vier Monaten um 50'000 Franken betrogen. Die beteiligten Unternehmen sollen zudem bei der Arbeitszeiterfassung geschummelt haben. So seien die Arbeiter jeweils länger auf der Baustelle tätig gewesen, als auf der Arbeitszeiterfassung eingetragen wurde. Dies würden Fotos beweisen.

Aufgedeckt wurden die Missstände von der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle in Liestal, die gegenüber dem« Sonntag» den Verdacht gegen die Baufirmen bestätigte. Nun droht den beteiligten Baufirmen eine schweizweit gültige Dienstleistungssperre, sollte sich der Verdacht erhärten. Ein entsprechendes Verfahren wurde offenbar bereits eingeleitet.

Beendigung der Zusammenarbeit möglich

Roche selbst prüft die Situation ebenfalls. «Unser Vertrag mit Bilfinger Berger verpflichtet das Unternehmen und alle seine Subkontrakter, alle Auflagen des Schweizer Gesetzes einzuhalten», wird Matthias Baltisberger, der Basler Standort-Leiter des Pharmakonzerns von der Zeitung zitiert. Im Falle eines Vertragsbruchs, werde man die Beendigung der Zusammenarbeit mit den fehlbaren Unternehmen prüfen.

«Der Sonntag» beschuldigt den Pharmakonzern Roche zudem, unter Berufung auf mehrere Beteiligte, die Kontrollen behindert zu haben. Den Inspektoren sei mehrmals der Zugang zur Baustelle und das Fotografieren verwehrt worden. Ausserdem soll Roche auf politischem Weg versucht haben, weitere Kontrollen zu verhindern. Roche streitet die versuchte Einflussnahme ab. Dass die Kontrolleure nicht auf die Baustelle gelassen wurde, begründet Baltisberger gegenüber der Zeitung mit der stark regulierten Personenkontrolle, die eine spontane, nicht angemeldete Kontrolle erschweren könne. Aus Sicherheitsgründen könne es notwendig sein, dass die Kontrolleure manchmal eine gewisse Zeit warten müssten, bis sie das geschlossene Gelände betreten dürfen.
http://bazonline.ch/basel/stadt/Arbeiter-beim-RocheTurm-um-Geld-betrogen/story/23862992

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #49 am: 22:18:44 Mi. 26.Oktober 2011 »
Zitat
Hessens Regierungschef Bouffier in Bedrängnis

Die umstrittene Polizei-Aktion gegen den linken Aktivisten Jörg Bergstedt wurde offenbar im hessischen Innenministerium geplant. Die Behörde leitete seinerzeit der jetzige Ministerpräsident Volker Bouffier.


Die Polizei-Aktion gegen den linken Aktivisten Jörg Bergstedt, die mit seiner unrechtmäßigen Inhaftierung endete, ist offenbar von höchster Ebene geplant worden – aus dem Haus des damaligen hessischen Innenministers und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU). Das ergibt sich nach Angaben von Bergstedts Anwalt Tronje Döhmer aus Akten des Landeskriminalamts (LKA) und aus Vernehmungsprotokollen mit beteiligten Polizisten, die ihm vorlägen.
http://www.fr-online.de/politik/fall-bergstedt-hessens-regierungschef-bouffier-in-bedraengnis,1472596,11058744.html

Troll

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #50 am: 10:40:12 Di. 22.November 2011 »
Zitat
Die Republikaner haben offensichtlich gar keine Tabus mehr. News Gingrich fordert die Abschaffung des Verbotes für Kinderarbeit. Hey, wieso nicht auch gleich wieder Sklaverei einführen, Newt? Was die Industrie da für Geld sparen könnte!1!!

Quelle: Fefes Blog

Abgrundtiefe Verachtung alles Menschlichen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #51 am: 18:12:50 Mo. 12.Dezember 2011 »
Zitat
Staatsanwalt beschuldigt Deutsche Bank

Schwere Vorwürfe gegen Deutschlands bekanntestes Geldinstitut: Im Prozess um einen millionenschweren Steuerbetrug mit CO2-Emissionsrechten ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank - ohne deren Mitwirkung sei der Betrug nie möglich gewesen.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuerbetrug-im-emissionshandel-staatsanwalt-beschuldigt-deutsche-bank-1.1232614

Strombolli

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #52 am: 18:57:23 Mo. 12.Dezember 2011 »
Strombörse, Emissionshandel... alles solche Konstrukte sind lediglich Ausgeburten kranker Gehirne um Chefsessel zu schaffen, Betriebsausrüstung von der Immobilie, den Möbeln bis zur Kommunikation zu beschaffen und dann natürlich die aufgetanen Gesetzeslücken zur privaten Bereicherung zu benutzen.
Typisch für Regierende, besonders natürlich CDU-CSU-FDP. Die anderen haben das auch gemacht, aber nicht so offensichtlich.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #53 am: 13:51:49 Do. 15.Dezember 2011 »
Zitat
Ein Pariser Gericht hat den französischen Ex-Präsidenten Jacques Chirac zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Dem 79-Jährigen wird Veruntreuung und Vertrauensbruch während seiner Zeit als Pariser Bürgermeister vor mehr als zwei Jahrzehnten zur Last gelegt.
http://www.stern.de/politik/ausland/veruntreuungsprozess-in-frankreich-gericht-spricht-ex-praesident-chirac-schuldig-1763008.html

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #54 am: 11:57:20 Fr. 16.Dezember 2011 »
!

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #55 am: 11:28:12 Sa. 17.Dezember 2011 »
Die SPD will zudem genauen Aufschluss über die Urlaubsreisen, die Wulff als Regierungschef in Hannover unternommen hat - inklusive aller Unterkünfte. Die Affäre wirft ein Schlaglicht auf die Netzwerke, die der erste Mann im Staate in Niedersachsens Landeshauptstadt knüpfte, wo Politik und Wirtschaft Männerbande mit Tradition pflegen. Von der "Maschsee-Connection" ist häufig die Rede. "Erbfreundschaften" trifft es noch besser.

Noch aus den Zeiten, als Ex-SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder an der Leine regierte, stammen die Kontakte, die Wulff später übernahm: RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann etwa, auch der Rechtsanwalt Götz von Fromberg wird genannt, der sich bis vor anderthalb Jahren eine Bürogemeinschaft mit Schröder teilte. In die Medien schafft es Fromberg regelmäßig, weil er den hannoverschen Hells-Angels-Boss vertritt, den er auch als Freund bezeichnet. Ein verbindendes Element: der Fußball.

Maschmeyer finanzierte schon Schröders Werbekampagne


Fromberg war mal Präsident von Hannover 96. Das Stadion ist noch immer nach dem umstrittenen Finanzdienstleister AWD benannt, den der Unternehmer Carsten Maschmeyer, Freund von Wulff wie Schröder, einst gründete. Maschmeyer finanzierte Schröder im Wahlkampf 1998 eine Werbekampagne.

Wulff urlaubte im Sommer 2010, kurz nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten, in Maschmeyers Villa auf Mallorca; im Jahr zuvor hatte der damalige Ministerpräsident die Laudatio gehalten, als die Uni Hildesheim Maschmeyer zum Ehrendoktor machte. Nachdem Wulff erklärte, er habe für die Villa bezahlt, und die Wahl des Domizils als Fehler bezeichnete, kehrte Ruhe ein.

Noch älter als die hannoverschen Erbfreundschaften sind Wulffs Bande zum Unternehmer Egon Geerkens. Wulff nennt den 68-Jährigen einen väterlichen Freund, den er noch aus der gemeinsamen Heimatstadt Osnabrück kennt. Bei Wulffs erster Hochzeit 1988 war Geerkens Trauzeuge. Man habe mit dem Kredit helfen wollen, ein neues Eigenheim zu finanzieren, sagte Geerkens, der als Schrotthändler begann, später auf Schmuck umschwenkte und zuletzt Immobilienunternehmer war.

Finanzhilfe für den frisch Geschiedenen


2008, frisch geschieden und neu verheiratet, sei Wulff finanziell klamm gewesen. Ihren Weihnachtsurlaub 2009 verbrachten die Wulffs dann in Geerkens Villa in Florida, kostenlos. Kostenlos war auch das Upgrade des Flugs dorthin, mit dem sich Wulff Anfang 2010 die Air-Berlin-Affäre einhandelte - und die Oppositionsanfragen zu seinen Geschäftsbeziehungen zu Geerkens, bei deren Beantwortung er den Privatkredit verschwieg.

Geerkens hält Wulff die Treue: Er selbst pflege keinerlei geschäftliche Beziehung zu Wulff, sagt er. Und 2008 sei er ohnehin schon im Ruhestand gewesen. Allerdings begleitete er den damaligen Ministerpräsidenten 2008 und 2009 noch als Teil der Wirtschaftsdelegation auf Auslandsreise.

http://www.taz.de/Praesidiale-Affaere/!83918/

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #56 am: 20:17:32 Mo. 19.Dezember 2011 »
Zitat
Siemens holt sich den Afghanistan-Kommandeur McChrystal des US-Militärs ins Haus, um die Geschäfte mit der US-Regierung anzukurbeln. Präsident Obama hatte den General vergangenes Jahr allerdings publikumswirksam gefeuert - weil er eine dunkle Vergangenheit hat

Zu nahe liegt der Gedanke, dass ausgemusterte Staatsvertreter als Lobbyisten und Türöffner dienen sollen, um Aufträge heranzuziehen. Doch McChrystal ist ein Militärvertreter, den selbst politische oder militärische Laien kennen. Von 2003 bis 2008 leitete er eine berüchtigte Spezialtruppe, die im Irak nach Medienberichten für ihre rüden Methoden bekannt war und vor Folter nicht zurückschreckte. Nach dem Skandal um Misshandlungen im irakischen Gefängnis von Abu Ghraib wurden 32 seiner Leute bestraft.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/siemens-verpflichtet-umstrittenen-ex-general-buendnis-mit-der-dunklen-seite-der-macht-1.1239256

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #57 am: 14:18:21 Fr. 13.Januar 2012 »
Zitat
Mafia "boomt" auch in der Weltwirtschaftskrise

Einen geschätzten Umsatz von 140 Milliarden Euro bei Profiten von mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr erzielten die verschiedenen Zweige der italienischen Mafia auch während der Weltwirtschaftskrise. Das geht aus einem Expertenbericht im Auftrag kleinerer und mittlerer Firmen in Rom hervor. Die kriminellen Banden würden unter anderem Geld zu Wucherzinsen an Firmen verleihen, die von den Banken keine Kredite mehr bekommen. Mittlerweile kontrolliere die Mafia "dank des heimlichen Einverständnisses mit der politischen und administrativen Welt" in ganz Italien fast den gesamten Markt des Glückspiels, der Abfallentsorgung und "alles rund ums Bauen". (Quellen: jga, dpa, rts)
http://www.rf-news.de/2012/kw02/12.01.12-mafia-boomt-auch-in-der-weltwirtschaftskrise

Kuddel

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #58 am: 12:59:16 So. 15.Januar 2012 »
Einblicke in das Schattenreich der Parteienfinanzierung

Spenden war gestern, heute wird “gesponsert”. Seitdem das Parteispendengesetz 2003 Transparenz verordnet, boomt das “Sponsoring”. Sponsoren unterstützen zum Beispiel Parteitage, schalten Anzeigen in Parteipublikationen und bescheren den Parteien Millionen. Der Reiz: Die Parteien müssen der Öffentlichkeit keine Rechenschaft darüber ablegen, wie viel Geld sie von wem erhalten und ob die Höhe der Zahlung angemessen ist. Kritiker befürchten, dass die Unternehmen so Einfluss auf die Politiker nehmen und dass die Sponsorengelder letztlich verdeckte Parteispenden sind. MONITOR-Recherchen auf Parteitagen und bei Parteizeitschriften bestärken den Verdacht: Die Zahlungen liegen weit über Marktniveau. Jeder Versuch das Parteiengesetz zu ändern, wurde bislang im Bundestag blockiert.

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/sponsoring.php5



Auferstanden

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Re:Ausser Kontrolle
« Antwort #59 am: 18:50:16 So. 15.Januar 2012 »
- man ist im Musterland aufrechter Demokraten erneut eben einen Schritt weiter,
versteckte Finanzierungen waren gestern, der einstige Berlusconi Filz gar amateurhaftes Geplänkel.
Sponsoring als Neusprech korrupter Entscheidungsfindungen, diese Gesellschaft kann stolz auf sich sein...