Autor Thema: "Stuttgart 21"  (Gelesen 118554 mal)

Isnogud

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 639
Re:"Stuttgart 21"
« Antwort #720 am: 21:31:19 Mi. 29.November 2017 »
ich glaub das ja nicht, was hier so geschrieben wird. Habt ihr denn den Nutzen völlig außer acht gelassen? Die Zugverbindung Stuttgart München wird durch den neuen Bahnhof um 16min verkürzt. Ey, das sollte uns doch die paar Kröten wert sein. Was da nebenbei so an Immobiliengeschäften läuft intressiert ja keinen. (Ironie off)
wie sagt mein Schatz immer, erst mal gucken wem es nützt und wer daran verdient.
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

Just B U

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 893
Re:"Stuttgart 21"
« Antwort #721 am: 13:24:39 Do. 30.November 2017 »
Zitat
Prestigeprojekt der Deutschen Bahn Stuttgart 21 wird wohl eine Milliarde Euro teurer - und ein Jahr später fertig

Mittwoch, 29.11.2017   

Der Zeitplan ist anscheinend nicht zu halten, und teurer wird es auch: Die Fertigstellung von Stuttgart 21 verzögert sich offenbar bis Ende 2024 und soll eine Milliarde Euro mehr kosten als veranschlagt.

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll gut eine Milliarde Euro teurer werden als bisher geplant. Nach den jüngsten Kalkulationen erwarte die Deutsche Bahn nun einen Kostenrahmen von 7,6 Milliarden Euro, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch mit Verweis auf Kreise des Aufsichtsrats.

(...
)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/stuttgart-21-wird-eine-milliarde-euro-teurer-und-ein-jahr-spaeter-fertig-a-1180875.html



Jetzt kein Weiter-so! Erneute Kostensteigerungen offenbaren grundsätzliche Krise von Stuttgart 21

29. November 2017   

Nach Auffassung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 zeigt die jetzt durchgesickerte Kostensteigerung, dass Stuttgart 21 in eine finale Krise rutscht.

Die genannten 1,1 Milliarden Euro Mehrkosten sind allerdings wieder nur ein Teil der Wahrheit. Indirekt aus dem 2016 selbst beauftragten Gutachten von KPMG/Basler und direkt aus den Berichten des Bundesrechnungshofs wissen DB und politisch Verantwortliche, dass die Kosten längst auf 10 Milliarden Euro zusteuern. Auch interne Zeitpläne der DB kalkulieren Verspätungen bis 2025/26 ein. Das Kalkül dieser scheibchenweisen Eingeständnisse sei, so Bündnissprecher Eisenhart von Loeper, sich vor der längst überfällige Ausstiegsdiskussion zu drücken.

(...)


http://www.kopfbahnhof-21.de/jetzt-kein-weiter-so/



 Es ist ja offensichtlich schon sowas von egal... kotz

Hauptsache untem Strich stimmt der Gewinn fürs "Kapital".



Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13093
  • Fischkopp
Re:"Stuttgart 21"
« Antwort #722 am: 13:39:35 Di. 16.Januar 2018 »
Proteste seit 8 Jahren

Schon seit 2009 versammeln sich Menschen um gegen das Milliardenprojekt Stuttgart 21 zu protestieren. Heute geht die Bürgerbewegung bereits zum 400. Mal auf die Straße.


https://www.zdf.de/nachrichten/heute/400-montagsdemo-in-stuttgart-100.html

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7750
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re: "Stuttgart 21"
« Antwort #723 am: 14:34:34 Do. 07.Februar 2019 »
Zitat
Uta Köbernick: An die Demonstranten

Uta Köbernick richtet sich in ihrem Solo an die Teilnehmer der Demonstrationen gegen "Stuttgart 21".

HTML5: https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/19/01/190129_clip_7_dan/1/190129_clip_7_dan_2328k_p35v14.mp4

Ist schon bitter wenn friedlicher, systemkonformer Widerstand gar nichts bringt, die wischen sich den Hintern mit eurem Recht haben.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7750
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re: "Stuttgart 21"
« Antwort #724 am: 09:31:06 Do. 28.Februar 2019 »
Zitat
Das goldene Begräbnis der Bahn

Abgekoppelt: Stuttgart 21 soll mit der modernen Signaltechnik ETCS goldenen Zeiten entgegenfahren. Aber das Moderne ist sehr teuer, sehr anfällig, und es macht das Zugfahren in Stuttgart sehr langsam. So wird die Stadt zu einer Insel im Bahnverkehr – unerreichbar für viele Züge. Fatal: S 21 zwingt die Bürger in die Autos.

...
 Der Insider bringt bahn-interne Dokumente mit, auch einen USB-Stick voll vertraulicher Unterlagen: Sie zeigen, dass die Planer sich verheddern und verzetteln, dass die offizielle Aussage, nach der zum Fahrplanwechsel 2019/2020 alles in Betrieb gehen soll, nicht korrekt ist, dass die Kosten um Milliarden explodieren werden. Dass die Bahnmanager in der Öffentlichkeit mit Zahlen und Daten operieren, von denen sie wissen, dass sie nicht stimmen. In einer "streng vertraulichen" Analyse heißt es etwa kurz und bündig: "Der Gesamtterminplan ist (...) nicht mehr realistisch und der Inbetriebnahmetermin 2019 nicht mehr zu halten".

Der Insider, der dieses Projekt mitgeplant hat, weiß, dass S 21 kein Verkehrsprojekt ist, da geht es nicht um die Bahn oder den Nahverkehr, nein, der Nah- und Fernverkehr, die unter der Erde verschwinden sollen, werden Opfer von Immobilienträumen. Da ist das Gefühl in ihm: Das darf doch nicht wahr sein, dass die das durchziehen, dass wir da schweigend mitmachen sollen! Er sagt: "Wir bauen einen riesigen Verkehrsknoten, der nicht funktionieren wird. Wir sind wie Fallschirmspringer bei diesem Projekt. Aber wir haben keine Fallschirme dabei. Wir wissen das. Wir stürzen uns in die Tiefe, und irgendwann werden wir aufschlagen und zerschellen."

Tunnel ohne konventionelle Signalanlagen geplant – um Platz zu sparen

...
...

Quelle: kontextwochenzeitung

Ein Endloses Debakel, nur Lug und Betrug, ärgerlich das am Ende sich sehr viele "Verantwortliche" eine goldene Nase verdient haben und keiner von ihnen wird Greifbar sein und muß Konsequenzen fürchten.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13093
  • Fischkopp
Re: "Stuttgart 21"
« Antwort #725 am: 14:04:32 Do. 13.Juni 2019 »
Es gab hier immer Leute, die meinten, die Gerichte oder "die hohen Kosten" würden das Projekt schon stoppen.

Aber Projekte der Herrschenden, die einen hohen Symbolwert haben und an denen wichtige Leute sich eine goldene Nase verdienen, werden nicht gestoppt von Logik, Recht und Moral, sondern nur von Menschen, die sich aktiv querstellen.

Zitat
Milliardenprojekt Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.


Eine halbe Milliarde Euro hatte die Bahn wohlweislich schon im vergangenen Jahr für das Megaprojekt Stuttgart 21 als Notreserve in ihre Bilanzen gestellt. Weil Baufirmen immer höhere Rechnungen für Tunnel und Brücken fordern, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen jetzt an das Geld ran.

Der aktuelle Vorstand der Deutschen Bahn macht keinen Hehl daraus, dass man das Mega-Projekt Stuttgart 21 in dieser Form am liebsten nie begonnen hätte. Zu teuer, zu aufwendig und mit umstrittenem Nutzen für den Schienenverkehr im Großraum Stuttgart.

Doch nun arbeiten die Maschinen schon seit vielen Jahren am und unter dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Und das unter heftigen Protesten von Teilen der Bevölkerung. Ein anderes Problem sind die Kosten. Sie mussten immer wieder nach oben korrigiert werden. Jetzt gibt es auch an dieser Front unerfreuliche Nachrichten.

Preissteigerungen in der boomenden Baubranche


Die Kosten für das Projekt Stuttgart 21 explodieren insbesondere wegen der Preissteigerungen in der boomenden Baubranche. Die Bahn will deshalb an die Reserven des Vorhabens, heißt es aus Aufsichtsratskreisen.

Das Gremium solle in der Sitzung am 19. Juni genehmigen, den finanziellen Puffer in Höhe von 495 Millionen Euro freizugeben, heißt es in einem Schreiben der Bahn-Verantwortlichen an das Gremium. So sei die Bahn bei Vergaben an Baufirmen etwa für aufwendige Brücken und Tunnel "zum Teil mit über 20 Prozent höheren Geboten konfrontiert".

Diese Marktpreiseffekte hätten sich etwa bei Aufträgen an der Anschlussstelle Esslingen und der Haltestelle Staatsgalerie "mit rund 60 Millionen Euro Mehrkosten gegenüber den Budgetansätzen niedergeschlagen". Eine Garantie, dass es beim ursprünglich festgesetzten Budget bleibt, kann Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla nicht geben. Das Unternehmen verspricht dennoch: "Die DB hält weiter an der Kostenprognose in Höhe von maximal 8,2 Milliarden Euro fest."

Heftige Preisaufschläge erwartet


Der Risikopuffer wurde von Pofalla im vergangenen Jahr bereits wohlweislich eingerichtet, weil sich die Kostensteigerungen abzeichneten. Jetzt stehen noch weitere Verträge mit Baufirmen im Volumen von 1,4 Milliarden Euro an. Bei der Bahn macht man sich deshalb bereits auf heftige Preisaufschläge gefasst, die von den Unternehmen eingefordert werden. Die Fertigstellung des Projekts im Jahre 2025 soll davon nicht beeinflusst werden, heißt es aus Aufsichtsratskreisen.

Der Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart war seit dem Beginn 2010 immer teurer geworden. Das lag neben den gestiegenen Baukosten auch an langwierigen Planungsverfahren und Kosten für den Artenschutz. Der finanzielle Rahmen lag 2009 bei 4,5 Milliarden Euro, 2013 waren es bereits 6,5 Milliarden. Im Januar 2018 erhöhte der Bahn-Aufsichtsrat das Volumen auf 8,2 Milliarden Euro. Kritiker hatten von Anfang an befürchtet, dass die Kosten aus dem Ruder laufen würden.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutsche-bahn-muss-finanzreserven-von-stuttgart-21-angreifen-a-1271402.html