Autor Thema: Kann/Darf sich die Kirche ALLES erlauben?-Mobbing?-  (Gelesen 9145 mal)

LADY-UNDERSTOOD

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Re:Mobbing???....in der Kirche????
« Antwort #15 am: 20:13:35 Do. 05.Mai 2011 »
Hi,

was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe, ist, warum Du alleine mit Deinen Chefs redest, anstelle Dir sachlundige Begleitung, z.B. von der Gewerkschaft (in der Du Mtglied sein müsstest, und bitte nicht die Christengewerkschaften) mit zu nehmen.

Was die Probezeit angeht: selbst, wenn im Arbeitsvertrag nur 3 Monate vereinbart sind, gilt gesetzlich immer 6 Monate Probezeit. Guck also in den Arbeitsvertrag und dann weißt Du, ob sie Dir in der Probezeit gekündigt haben, oder nicht.

Wichtig ist: wenn die Kündigung nicht mehr innerhalb der Probezeit erfolgt ist, hast Du drei Wochen Zeit, mit Hilfe eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht oder der Gewerkschaft (müsste ver.di sein) Kündigungsschutzklage einzureichen. Denn wenn die KÜndigung schriftlich erfolgt ist, und nur mündlich zurück genommen wurde, dürfte die schriftliche Kündigung weiter in Kraft sein.

Grundsätzlich solltest Du auch anwaltlich oder über die Gewerkschaft mal prüfen lassen, ob Du durch die häufigen Zeitarbeitsverträge nicht ohnehin einen gesetzlichen Anspruch auf Festanstellung hattest - und wenn Du schon dabei bist, nachzuprüfen, dann sollte auch geprüft werden, ob man Dir überhaupt jemals Tarif gezahlt hat.

Zum Schluß: traue niemandem, vor allem keinem Arbeitgeber, und erst recht nicht den Kirchenleuten.

Grüsse,
Thomas
DEINEN LETZTEN SATZ FINDE ICH SEHR LEHRREICH-UND WEISE >:DEN FIND ICH GUT UND WERDE MIR DIES  WEITERHIN ZU HERZEN NEHMEN

Aloysius

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Re:Kann/Darf sich die Kirche ALLES erlauben?-Mobbing?-
« Antwort #16 am: 12:20:33 Fr. 06.Mai 2011 »
Es ist hal eine klassische Arbeitgeberstrategie, daß sie 2 zu 1 Situationen herstellen in Personalgesprächen.

Neben dem psychologischen Vorteil ist hier wichtig, daß sie dann hinterher in arbeitsrechtlichen Konflikten immer einen Zeugen haben, und du dann nicht.

Wenn du auch jemanden dabei hast, dann gleichst du das aus. Du hast dann teils sogar einen kleinen Vorteil, denn wenn sie versuchen, das zu verhindern und du setzt dich durch sind sie etwas im Nachteil, weil der erste Schritt ihrer Strategie schon versagt hat.

Es geht noch weiter mit:

Wer sitzt mit dem Rücken zum Fenster (Der andere, der ins Licht blicken muß, ist permanent irritiert)

Wer stellt die Fragen (offene oder geschlossene)

Wenn man weiß, was den anderen stört (Wir hatten einen Personalvorstadn, der hat allergisch auf Knoblauch reagiert, also haben wir vor jedem Termin eine Zehe roh gekaut, da hat ihm dauernd das Auge getränt, da hat ja jeder so seine weichen Stellen ^^ )

usw.

Da lohnt es sich, sich bissl damit zu beschäftigen