Autor Thema: CINEMAXX  (Gelesen 28974 mal)

TV-Junkie

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CINEMAXX
« am: 22:36:58 Do. 04.Dezember 2003 »
CinemaxX fordert Niedrigstlöhne

"Bis zu 20 Prozent weniger will CinemaxX ab Februar 2004 neu eingestellten Beschäftigten zahlen. Diese Pläne legte der Kinobetreiber bei Tarifverhandlungen mit ver.di am 28. November in Hannover offen. "Mit solchen Niedrigstlöhnen wird unter Kolleginnen und Kollegen eines Betriebes, die alle keine Spitzengehälter verdienen, Neid, Ungerechtigkeit und Unfrieden gesät." So der ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. Am 3. Dezember berät die ver.di-Kino-Tarifkommission über die Lage, am 19. Dezember wird in Hannover weiter verhandelt..."

Kuddel

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CINEMAXX
« Antwort #1 am: 18:13:16 Di. 14.Dezember 2004 »
"Spiel mir das Lied vom Hungerlohn"
17.2.2004
Bremen: Seit einem Jahr dauert nun schon der Arbeitskampf der Cinemaxx-Kollegen. Die 26 Bremer Beschäftigten streikten in dieser Zeit 22-mal. Am Sonntag, den 12.12., blockierten sie zu diesem "Jubiläum" sieben Stunden lang den riesigen Kinopalast beim Überseemuseum. Unterstützt wurden sie dabei von Verdi und  Montagsdemonstranten. Den zum Teil weinenden Kindern, die sich auf den Kinobesuch gefreut hatten, erklärten sie, warum sie streiken. Die meisten Kinder konnten durchaus begreifen, worum es geht. Die verteilten Plätzchen und Cola taten ihr übriges, um sie zu trösten.

Die Cinemaxx-Betreiber wollen den Stundenlohn von 8 Euro auf 6,50 Euro senken. Wer neu anfängt, bekommt schon diesen Lohn. Außerdem wurden die "Springer" eingespart. Ein Kollege muss jetzt gleichzeitig drei Kinos betreuen. Die Beschäftigten fordern 2,5 Prozent Lohnerhöhung ab Januar, lehnen die Kürzung ab und fordern 2.000 Euro Mindestgehalt für Assistenten der Betriebsleitung.

Die Geschäftsleitung hatte im vergangenen Jahr bei anderen Streiks auch schon Streikbrecher aus anderen Städten angeheuert, denen sie dann das Doppelte bezahlte für ihren schäbigen Dienst. Am Sonntag mussten sie sich dafür gefallen lassen, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" als Dauermusik abgespielt wurde und dazu ein großes Transparent mit "Spiel mir das Lied vom Hungerlohn" aufgezogen wurde. Das hat den Geschäftsführer besonders geärgert.

(Quelle rf-news)

Weiteres: http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Politik/article_html/News_Item.2004-12-13.4233

WT_Lexi

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CINEMAXX
« Antwort #2 am: 01:58:22 Mi. 02.März 2005 »
Mal ehrlich...

Meine Freundin geht für 5,60 Euro/std in einer Fabrik arbeiten und montiert an einer Maschine Rasierer für Wilkinson in Solingen. Und IHR regt Euch für den lauen Kinojob und einen Stundenlohn von 6 Euro Fuffzich auf?

Wollt Ihr wirklich schwere körperliche Arbeit mit dem rumstehen an der Popcornbar und dem verkaufen von Tickets vergleichen?

Ich bin eigentlich immer auf der Seite der Arbeitnehmer, da ich selber einer bin, aber manchmal platzt mir der Arsch.

Was sind die Kinobediensteten? Ausgebildete Filmvorführkräfte? Nein! Aushilfen. Nicht mehr. Bestenfalls seid Ihr in der Brange der Verkäufer einzuordnen. Hat das einer von Euch gelernt? Bestimmt nicht. Ihr seid alles Quereinsteiger und mal ganz helrich gesagt. Um in einem Kino zu arbeiten muss man kein Einstein sein. Was also verlangt Ihr?

Wenn ich schon sehe das ein Opel Bochum Fliessbandhoschi, der nur noch Knöpfe drückt anfängt zu weinen, weil er weniger verdienen soll und sein Nettolohn von 2500 Euro sich um 100 Euro verringernm soll bekomm ich das kotzen.

Ich bin wirklich kein CDU Wähler. Ich hasse Konzerne die Lohndumping betreiben. Doch irgendwo haben wir ALLE die Pflicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nicht nur die Arbeitgeber. Haben DIE eine Pflicht uns deutschen einen Job zu geben? Nein haben sie nicht. Genau so können sie Polen einstellen, die für die hälfte arbeiten. Noch gibt es kein Gesetz das vorschreibt das nicht Polen, Kroaten oder Russen nicht billiger arbeiten dürfern als wir.

Also hört auf zu heulen und zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck und seid froh das Ihr einen Job habt. Ich hab seit Dezember keinen mehr und würde problemlos für 5 Euro die Stunde im Cinemaxx arbeiten gehen.
MfG Gerrit

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besorgter bürger

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CINEMAXX
« Antwort #3 am: 03:28:23 Mi. 02.März 2005 »
Zitat
zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck

und der oscar für die billigste polemik geht an....

raschel raschel....

brille aufsetz...

in die kammera grins...

WT_Lexi!

tusch. musik
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

lu.gal

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CINEMAXX
« Antwort #4 am: 06:46:51 Do. 03.März 2005 »
Lohn für Arbeit? Ein unverschämtes Ansinnen. :D

Ich kenne einen Zahnarzt, der nach seinem Studium außerstande war, eine eigene Praxis zu eröffnen.
Die Alternative? Als angestellter Assistensarzt in einer bestehenden Praxis...

...aber: Der Praxisinhaber wollte unter der Versprechung einer Teilhaberschaft kein Gehalt zahlen, denn die Erlangung von Behandlungspraxis sei erst mal Lohn genug. 8o

1 1/2 Jahre hat das der Betreffende mitgemacht. Dann hat ihn seine Freundin aus der Wohnung rausgeworfen, und ist er endlich draufgekommen, daß ihn beide nur verarscht haben. :rolleyes:

}:-]
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geishapunk

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CINEMAXX
« Antwort #5 am: 10:28:37 Do. 03.März 2005 »
Zitat
Original von lu.gal...aber: Der Praxisinhaber wollte unter der Versprechung einer Teilhaberschaft kein Gehalt zahlen, denn die Erlangung von Behandlungspraxis sei erst mal Lohn genug. 8o

Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!

Nixdestotrotz ein selten asoziales Verhalten des Praxisinhabers!!!  X(

lu.gal

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CINEMAXX
« Antwort #6 am: 01:47:38 Fr. 04.März 2005 »
Zitat
Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!
Na ja, sooo ungewöhnlich ist das gar nicht, das sieht man an den vielen AiP´lern, die in Krankenhäusern für´n Ei und ´nen Appel arbeiten; ebenfalls unter der Maßgabe, Erfahrung sammeln zu können.
Man braucht sich nur zu überlegen, was Absolventen der Zahnmedizin für Alternativen haben. Da ist natürlich bei genügender Finanzkraft die Praxiseröffnung oder der Einkauf als Teilhaber in eine bestehende Praxis. Aber die Zeiten, in denen die Banken jedem Jungzahnarzt die Kredite nachgeschmissen haben, sind längst Vergangenheit (genauso wie die schöne Zeit, als man sich als Zahntechniker noch eine goldene Nase verdienen konnte...). :(

Die Einsicht, daß eine Approbation keine Lizenz zum Gelddrucken mehr darstellt, wird so manch blauäugigem Medizinjüngling spätestens dann bewußt, wenn er aus monetären Gründen ernsthaft die Möglichkeit des Pharmaaußendienstes in Betracht ziehen muß.
So weiß ich aus sicherer Quelle, daß ein Absolvent der Zahnmedizin jetzt als Vertreter für Zahnpasta bei der Fa. GABA (ARONAL, ELMEX, MERIDOL) den Kundenkreis besuchen muß, zu dem er eigentlich mal gehören wollte... 8o
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geishapunk

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CINEMAXX
« Antwort #7 am: 11:14:14 Fr. 04.März 2005 »
Zitat
Original von lu.gal
Zitat
Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!
Na ja, sooo ungewöhnlich ist das gar nicht, das sieht man an den vielen AiP´lern, die in Krankenhäusern für´n Ei und ´nen Appel arbeiten; ebenfalls unter der Maßgabe, Erfahrung sammeln zu können.
Man braucht sich nur zu überlegen, was Absolventen der

Das ist aber immer noch mehr als umsonst zu arbeiten, und das 1,5 Jahre lang!!!

lu.gal

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CINEMAXX
« Antwort #8 am: 04:25:42 So. 06.März 2005 »
Zitat
Das ist aber immer noch mehr als umsonst zu arbeiten, und das 1,5 Jahre lang!!!
Tja, miese Zeiten for everyone...

P.S.. Laß die Finger von E-ma-nu-e-la... :]

sacht das fette Brot.
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charity

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CINEMAXX
« Antwort #9 am: 19:29:27 Mi. 09.März 2005 »
Zitat
Original von WT_Lexi
Mal ehrlich...

Meine Freundin geht für 5,60 Euro/std in einer Fabrik arbeiten und montiert an einer Maschine Rasierer für Wilkinson in Solingen. Und IHR regt Euch für den lauen Kinojob und einen Stundenlohn von 6 Euro Fuffzich auf?

Wollt Ihr wirklich schwere körperliche Arbeit mit dem rumstehen an der Popcornbar und dem verkaufen von Tickets vergleichen?

Ich bin eigentlich immer auf der Seite der Arbeitnehmer, da ich selber einer bin, aber manchmal platzt mir der Arsch.

Was sind die Kinobediensteten? Ausgebildete Filmvorführkräfte? Nein! Aushilfen. Nicht mehr. Bestenfalls seid Ihr in der Brange der Verkäufer einzuordnen. Hat das einer von Euch gelernt? Bestimmt nicht. Ihr seid alles Quereinsteiger und mal ganz helrich gesagt. Um in einem Kino zu arbeiten muss man kein Einstein sein. Was also verlangt Ihr?

Wenn ich schon sehe das ein Opel Bochum Fliessbandhoschi, der nur noch Knöpfe drückt anfängt zu weinen, weil er weniger verdienen soll und sein Nettolohn von 2500 Euro sich um 100 Euro verringernm soll bekomm ich das kotzen.

Ich bin wirklich kein CDU Wähler. Ich hasse Konzerne die Lohndumping betreiben. Doch irgendwo haben wir ALLE die Pflicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nicht nur die Arbeitgeber. Haben DIE eine Pflicht uns deutschen einen Job zu geben? Nein haben sie nicht. Genau so können sie Polen einstellen, die für die hälfte arbeiten. Noch gibt es kein Gesetz das vorschreibt das nicht Polen, Kroaten oder Russen nicht billiger arbeiten dürfern als wir.

Also hört auf zu heulen und zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck und seid froh das Ihr einen Job habt. Ich hab seit Dezember keinen mehr und würde problemlos für 5 Euro die Stunde im Cinemaxx arbeiten gehen.


Mein Beileid für deine Freundin - aber was ist das denn für eine Argumentation?

Hast du jemals daran gedacht, daß du von den paar Kröten auch noch für dein Altersruhegeld vorsogen sollst? Daß du Miete zahlen sollst und sich dein Leben nicht nur ums überleben drehn soll?

Aber meine Güte, wenn dir "Überleben" als Lebensinhalt reicht.... dann schau halt weiter zu, wie alle abgezockt werden, während du dir den Strom für deinen Kühlschrank sparen kannst, weil eh nix drin ist.

nix für ungut....

aian19

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CINEMAXX
« Antwort #10 am: 00:33:03 Do. 10.März 2005 »
REINGEFALLEN !

Die Argumentationslinie muss genau anders herum laufen !

Nicht..."meine Freundin bekommt nur 5,50, also müssten die noch weniger bekommen..."

sondern:
"Hey, ´n Hilfsmokel im Kino bekommt ja schon 6,50 für ungelernte Tätigkeiten, und ich als Fachkraft bekomme nur noch 5,50 € ???"

Mit Deiner Argumentationslinie drehst Du die Preisspirale für Einkommen nach unten, aber wir wollen ja in die entgegengesetzte Richtung !
Es bringt mir nix, wenn andere mit weniger Qualifikation entsprechend weniger verdienen ! Deswegen reicht mein Lohn trotzdem nicht zum Leben.

You see....... ;)
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin

ManOfConstantSorrow

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CINEMAXX
« Antwort #11 am: 22:56:51 Sa. 26.März 2005 »
Hälfte der Kinos betroffen

Verdi will Cinemaxx bestreiken


Geht es nach der Gewerkschaft Verdi, werden am Abend Vorstellungen in Cinemaxx-Kinos ausfallen. Hintergrund ist der Streit um Arbeitszeiten und Löhne.


HB BERLIN. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Samstagabend Streiks in der Hälfte der Kinos des Unternehmens Cinemaxx angekündigt. Grund sei die Kündigung des Firmentarifvertrags vor 13 Monaten, hieß es. Seitdem müssen neu eingestellte Beschäftigte erhebliche Einbußen sowohl beim Stundenlohn als auch bei den Sozialleistungen hinnehmen, so die Gewerkschaft.

Sie wirft Cinemaxx außerdem vor, in einigen Kinos von der tariflichen Nachwirkung geschützten Arbeitsbedingungen zu unterlaufen. Verdi fordert für die in den Kinos Beschäftigten, den Stundenlohn um 25 Cent zu erhöhen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft einheitliche Bedingungen auf Grundlage der bestehenden Tarifregelungen.

Die Beschäftigten in den Kinos leisteten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Sanierung des Unternehmens und hätten mitgeholfen, dass sich Cinemaxx am Markt besser behaupten könne als die Konkurrenz, argumentierte Verdi. Bisher würde Cinemaxx Verhandlungen verweigern und habe das Angebot eines Schlichtungsverfahrens ausgeschlagen. Nach Gewerkschaftsangaben will das Unternehmen die Arbeitszeiten verkürzen und den Anteil befristeter und geringfügiger Arbeitsverhältnisse erhöhen.

Cinemaxx betreibt nach eigenen Angaben bundesweit 47 Kinos, darunter 36 Multiplex-Häuser.

HANDELSBLATT, Samstag, 26. März 2005
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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CINEMAXX
« Antwort #12 am: 18:46:55 Di. 21.November 2006 »
»CinemaxX ist zu schnell expandiert«
Kinobetreiber zahlt Hungerlöhne und will Arbeitsbedingungen verschlechtern. Ver.di kämpft für Tarifvertrag. Ein Gespräch mit Ertunc Eren
Ertunc Eren arbeitet seit zehn Jahren bei CinemaxX in Göttingen und ist in der Gewerkschaft ver.di aktiv

Bei CinemaxX gibt es seit Beginn des Jahres 2004 keinen gültigen Tarifvertrag mehr. Neueingestellte werden mit einem Stundenlohn von 6,50 Euro abgespeist. Jetzt verlangt die CinemaxX-Leitung eine weitere Flexibilisierung. Was will das Unternehmen konkret durchsetzen?

CinemaxX will u.a. eine Mindestarbeitszeit von unter vier Stunden und Rufbereitschaft für bis zu eine Stunde einführen. Auch Wechsel innerhalb einer Schicht sollen möglich sein. Das heißt, daß man von einem Bereich zum andern springt, zum Beispiel vom Karten- zum Getränkeverkauf, und wenn das geregelt ist, wird man beim Saalaufräumen eingesetzt. Die neueingestellten Mitarbeiter sollen weiterhin nur 6,50 Euro die Stunde verdienen und erst nach zwei Jahren sieben Euro erhalten.

Welche Forderungen hält ver.di dem entgegen?
Wir wollen, daß die Einkommen der seit dem 1. Januar 2004 eingestellten Mitarbeiter stufenweise angeglichen werden, so daß der Niedriglohnsektor bei CinemaxX aufgelöst wird. Auch die schon länger beschäftigten Mitarbeiter, die seit fünf Jahren keine Lohnerhöhung bekommen haben, sollen mehr Geld erhalten. Eine weitere Forderung ist, daß der Tarifvertrag auch für Mitarbeiter der Betriebsleitung gilt. Generell fordern wir, daß ein neuer Tarifvertrag auf Basis des 2004 von der CinemaxX AG aufgekündigten abgeschlossen wird und die Verhandlungen direkt mit ver.di und nicht mit den Betriebsräten vor Ort geführt werden.

Die Unternehmensleitung begründet die Einführung des Niedriglohnsektors unter anderem mit der schwierigen finanziellen Situation der Kinobranche. Können Sie das nachvollziehen?
Den Mitarbeitern ist natürlich klar, daß nach »Titanic« nie wieder so viele Menschen im Kino waren. Aber die Beschäftigten sind für die Konzernpolitik nicht verantwortlich. CinemaxX hat in der Boomzeit einfach zu schnell zu stark expandiert, und die Konsequenzen sollen jetzt die Mitarbeiter tragen. Da sagen wir klar: Das geht nicht. Die Mitarbeiter wurden nicht gefragt, ob man alle hundert Meter ein Multiplex-Kino bauen muß.

Am Freitag abend kam es bei CinemaxX in Göttingen nach langer Zeit wieder zu einem Warnstreik. Bundesweit gab es seit Dezember 2003 an vielen Standorten Arbeitsniederlegungen, die die CinemaxX-AG aber nicht dazu bewegt haben, von ihrer harten Haltung abzurücken. Zu Beginn des Jahres hat ver.di deshalb einen Strategiewechsel angekündigt. Was läuft jetzt anders?
Das bundesweite Projekt ist erst mal gescheitert. Jetzt geht es darum, an einzelnen Standorten, wie z.B. in Bremen und hier in Göttingen, wo wir relativ gut organisiert sind, einen Haustarifvertrag zu erkämpfen.

Das bedeutet für die Standorte mit geringerem Organisationsgrad, daß die Chancen auf einen Tarifvertrag noch schlechter werden.
Das würde ich nicht sagen. Wir nennen das das »Prinzip Leuchtturm«. Wenn die starken Standorte einen Tarifvertrag erkämpfen, kann das auch eine Signalwirkung für die anderen haben. CinemaxX wäre gut beraten, alle Standorte gleich zu behandeln, denn auf Dauer werden sich die anderen Belegschaften nicht mit schlechteren Bedingungen abfinden.

Werten Sie den Warnstreik vom Freitag als Erfolg?
Auf jeden Fall. Bis auf einen Assistenten aus der Betriebsleitung und einen Mitarbeiter einer Reinigungsfirma haben sich alle an der Arbeitsniederlegung beteiligt. Die Reaktionen der Kinobesucher waren größtenteils positiv. Obwohl der Kinoabend ausfällt, haben die Leute doch Verständnis dafür, daß man nicht für 6,50 Euro die Stunde arbeiten will.

Wie wird es weitergehen?[/B]
Wir warten erst einmal die Reaktion der Betriebsleitung ab. Wenn die jetzt verhandeln will, sind wir dazu natürlich bereit. Aber ich denke, dafür werden noch ein, zwei Warnstreiks nötig sein.

Interview: Ronald Weber

http://www.jungewelt.de/2006/11-20/049.php

ManOfConstantSorrow

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CINEMAXX
« Antwort #13 am: 19:50:53 Mo. 10.Dezember 2007 »
Streik bei Cinemaxx?
Bewegung im Tarifkonflikt gegen Niedriglöhne

In den festgefahrenen Tarifstreit bei der Cinemaxx AG kommt jetzt Bewegung. Nach zahlreichen Warnstreiks hat Deutschlands größter Multiplex-Kino-Betreiber ein neues Angebot vorgelegt…


Als Filmregisseur Hans Weingartner zur Vorpremiere seines Films »Free Rainer« ins Göttinger Cinemaxx kam, traf er sich mit Beschäftigten, die seit Jahren gegen Dumpinglöhne kämpfen. »6,50 Euro sind ein unwürdiger Lohn«, sagte er und posierte mit ver.di-Leuten für ein Foto.

Am 11. Dezember soll über das von der Cinemaxx AG neue vorgelegte Angebot verhandelt werden. Ver.di hat im Gegenzug ein »befristetes Streikmoratorium« erklärt. Wenn es zu keiner Einigung kommt, stellt die Gewerkschaft »Kinostreiks im Weihnachtsgeschäft« in Aussicht. Seit heute werden Kinobesucher mit Flugblättern über den Tarifstreit informiert .

Mitte 2003 hatte die Cinemaxx AG den Tarifvertrag gekündigt und auf sinkende Zuschauerzahlen und die allgemeine wirtschaftliche Krise in der Kinobranche verwiesen. »Die Beschäftigten sind für die Konzernpolitik nicht verantwortlich«, hält Ertunc Eren, einer der Göttinger Streikaktivisten, dem entgegen. Cinemaxx sei viel zu schnell und zu stark expandiert.

Anfang 2004 stellte das Unternehmen erstmals neue Beschäftigte für einen Stundenlohn von 6,50 Euro ein. Früher gezahlte Jahressonderzahlungen entfielen ebenso wie bezahlter Urlaub und vermögenswirksame Leistungen. Auf Warnstreiks und Protestaktionen reagierte Cinemaxx mit dem Austritt aus dem Unternehmerverband. Damit war der Rahmentarifvertrag, den ver.di und der Verband abgeschlossen haben, nicht bindend.

Das neue Angebot ist nach Ansicht von Beschäftigten und Gewerkschaft unzureichend. So sollen die eingestellten 6.50-Euro-Kräfte, inzwischen rund die Hälfte der Belegschaft, nach dem Willen des Vorstandes stufenweise bis zum Jahr 2012 auf den alten Tariflohn von 2002 (etwa 7,48 Euro) angehoben werden. Den alten Tarifurlaub und Jahressonderleistungen sollen sie aber nicht bekommen. Den »Altbeschäftigten« werden für 2008 bis 2012 Lohnerhöhungen von gerade mal zwei Prozent für alle zwei Jahre angeboten. Das bedeutet faktisch erhebliche Lohneinbußen. Schon die jährliche Inflationsrate liegt bei drei Prozent

http://www.neues-deutschland.de/artikel/120585.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

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CINEMAXX
« Antwort #14 am: 00:20:39 Sa. 22.Dezember 2007 »
Zitat
Cinemaxx-Mitarbeiter erhalten mehr Lohn

Stufenweise Anhebung
HAMBURG. In der seit vier Jahren währenden Tarifauseinandersetzung beim Kinounternehmen Cinemaxx ist jetzt eine Einigung erzielt worden. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern in Berlin mitteilte, hat die Tarifvereinbarung für die etwa 2 000 Kinomitarbeiter eine Laufzeit von 48 Monaten beginnend mit Januar 2008. Sie sehe vor, die Stundenlöhne in mehreren Stufen von 6,50 Euro auf acht Euro anzuheben.

Für die verschiedenen Berufsgruppen vom Servicemitarbeiter bis zur Vorführerin seien Lohnsteigerungen von insgesamt rund 20 Prozent für die seit 2004 neu Eingestellten sowie Erhöhungen von 3,6 bis 6,4 Prozent für die nach altem Tarifvertrag Eingestellten vereinbart worden. Damit werde 2011 ein einheitliches Lohngefüge erreicht, betonte die Gewerkschaft. Sie vertrat in diesem Zusammenhang die Auffassung, dass ein gesetzlicher Mindestlohn in dieser Tarifauseinandersetzung "außerordentlich hilfreich" gewesen wäre. Zum gelingen des Tarifabschlusses hätten mehr als 250 Streikaktionen und das Verständnis der Kinobesucher beigetragen.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wirtschaft/711247.html