Autor Thema: CINEMAXX  (Gelesen 28471 mal)

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #15 am: 15:36:10 Fr. 13.Januar 2012 »
Zitat
Vier Tage Streik an der Kinokasse im Cinestar Dortmund - Vorstellungen ausgefallen



„Ziemlich beste Freunde“ – die aktuelle Kinokomödie passt gerade nicht auf das Verhältnis zwischen Dortmunds Cinestar-Theaterleiter Carsten Gülker und einem Großteil seiner Mitarbeiter. Die kämpfen für einen Haustarifvertrag und sorgen mit Streiks für den ein oder anderen Filmriss.

Für die insgesamt 120 Beschäftigten des Cinestar Dortmunds regelt zurzeit kein Tarifvertrag ihre Arbeitsbedingungen und Entgelte. Der Stundenlohn bei Ticketverkauf, Kartenabriss und Popcornverkauf fängt bei 6,20 Euro an – „das ist viel weniger als vergleichbare Kinounternehmen ihren Beschäftigten zahlen“, bemängelt Verdi-Verhandlungsleiter Frank Schreckenberg.

Eben diese Verhandlungen sind im Dezember in der ersten Runde gescheitert. Das Angebot der Arbeitgeberseite, eine „Ergebnisbeteiligung“, hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Schreckenberg: „Eine solche erfolgsabhängige Zahlung ist in Managementkreisen üblich, im Niedriglohnbereich jedoch völlig absurd“.

Theaterleiter Carsten Gülker bezieht auf Arbeitgeberseite Stellung: Die angesprochenen Stundenlöhne seien das Entgelt für ungelernte Teilzeitkräfte und Aushilfen in der Probezeit. Vollzeitangestellte erhielten einen Stundenlohn von bis zu 13,04 Euro – zuzüglich Nacht- und Feiertagszuschlag sowie einer jährlichen Sonderzahlung. Die vorgeschlagene Ergebnisbeteiligung hätte, so Gülker, eine weitere Einmalzahlung von bis zu 600 Euro möglich gemacht.

Vorstellungen fielen aus

Geschäftsführung und Gewerkschaft sind in einem jeweils anderen Film, auch was die Wahrnehmung der Streikfolgen betrifft. Die organisierten Mitarbeiter des Cinestar gingen nämlich statt an ihren Arbeitsplatz auf die Straße. Bis dahin standen an manchem Streiktag auch die Warteschlangen vor den Kassen. Alle Hände voll zu tun hatten laut Kinobesuchern Aushilfen, Sicherheitspersonal und auch Mitglieder der Geschäftsführung, die die Löcher stopften. Was an vier aufeinanderfolgenden Tagen mehr schlecht als recht gelang. Gestreikt wurde von Donnerstag bis Sonntag, jeweils zur Hauptgeschäftszeit. Am Sonntag fielen die Frühvorstellungen aus.

Man habe „den Betrieb ohne nennenswerte Störungen aufrechterhalten“ können, sagt Gülker und führt die langen Schlangen auf „die Ferienzeit und das starke Filmangebot“ zurück. Überall im Servicebereich sei es an allen Tagen zu erheblichen Engpässen gekommen, widerspricht Norbert Szepan (Verdi). Das lenkt die Aufmerksamkeit auf die Tarifauseinandersetzung – und mittlerweile, so Szepan, seien die Dortmunder Vorreiter auch für andere Cinestarhäuser, zum Beispiel in Kassel, Osnabrück, Frankfurt.

Anja Schröder
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/vier-tage-streik-an-der-kinokasse-im-cinestar-dortmund-vorstellungen-ausgefallen-id6229421.html

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #16 am: 19:39:16 Di. 17.Januar 2012 »
Zitat
Streikbrecher eingesetzt
Arbeitskampf bei Cinestar

Osnabrück. Seit Ende November streiken Mitarbeiter des Cinestar-Kinos am Hauptbahnhof. Damit der Betrieb weiterläuft, hat der Arbeitgeber „Streikbrecher“ eingesetzt – allerdings ohne den Betriebsrat über diese Einstellung von Beschäftigten zu informieren. Nun trafen sich beide Parteien vor dem Arbeitsgericht. Der Betriebsrat wollte eine einstweilige Verfügung erwirken.



74 Kinos betreibt die Cinestar-Gruppe in Deutschland. Gestreikt wird derzeit in Dortmund und Osnabrück.

Guido Michael ist Betriebsrats-Vorsitzender und möchte als solcher Angelegenheiten des Betriebsrats nicht mit denen des Arbeitskampfes vermischen. Eine Bemerkung kann sich der Filmvorführer dann aber doch nicht verkneifen: „Ich habe eine Kollegin, die verdient 1080 Euro brutto im Monat. Sie hat mir erzählt, dass sie sich überlege, ob sie sich in diesem Jahr eine Sommer- oder eine Winterjacke kaufe. Beides sei nicht drin.“

Frank Schreckenberg von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kennt den Fall genauer. „6,30 Euro beträgt der Stundenlohn der Servicekräfte“, sagt Schreckenberg, der bei Verdi für den Fachbereich Medien, Kunst und Industrie zuständig ist. „Bei vergleichbaren Multiplex-Kinos wie Cinemaxx sind es um die 8 Euro.“ Dabei seien die Umsätze, die der Cinestar-Konzern erziele, marktüblich und rechtfertigten nicht die schlechten Löhne.

Diesen Schluss lässt auch ein Blick auf den Jahresbericht der Holding AHL zu. Vor allem 2010 wurde dank des dreidimensionalen Filmhits „Avatar“ mit einem Umsatz von rund 29 Millionen Dollar (rund 22,6 Millionen Euro) ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

„AHL ist der australische Gesellschafter des Cinestar-Konzerns“, sagt Frank Schreckenberg.

Die Struktur der Cinestar-Gruppe ist unübersichtlich, es gebe eine Vielzahl von Gesellschaften, jede betreibe mehrere Kinos, manche auch nur eins.

Matthias Kutz, Geschäftsführer der Cinestar-Gruppe, hat schriftlich Stellung zu den Vorwürfen genommen: „Die Behauptung, Cinestar-Mitarbeiter würden deutlich ungünstiger entlohnt als Mitarbeiter vergleichbarer Kinos, ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Die von Verdi mitgeteilte Lohnspanne beziehe sich auf den Stundenlohn von Aushilfskräften und ungelernten Teilzeitkräften. Die Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter des Hauses in den vergangenen Jahren seien wohl unerwähnt geblieben. „Sicher – eine Erhöhung um drei Prozent hat es gegeben“, bestätigt Schreckenberg von Verdi. Von 6,12 Euro auf 6,30 Euro. Und: Der Stundenlohn von 6,30 Euro beziehe sich auf Servicekräfte mit bis zu zwei Berufsjahren. Ab zwei Jahren Berufserfahrung gebe es 6,80 Euro, sagt der Verdi-Mann.

Zurück in den Gerichtssaal: „Im vergangenen Jahr hatte ich acht Beschlussverfahren. Sieben davon gegen oder von dieser Firma. Da kommt ein Arbeitsrichter schon etwas ins Grübeln“, meinte der Vorsitzende zu Beginn der Sitzung der Dritten Kammer des Arbeitsgerichts Osnabrück und deutete damit an, was nach der Sitzung auch der Betriebsratsvorsitzende Guido Michael sagte: Zwischen dem Konzern Cinestar und der Belegschaft mangelt es an Kommunikation. „Wir wissen nicht, wer wann und wo beschäftigt wird. Jede Anfrage wird abgeschlagen, und da nichts passiert, sitzen wir nun hier vor Gericht“, so Michael. Den Vorwurf lässt Geschäftsführer Kutz nicht gelten: „Unsere Sicht der Tarifverhandlungen haben wir allen Mitarbeitern in einer mehrstündigen Informationsveranstaltung dargestellt, und zwar in Anwesenheit von Betriebsräten und Verdi-Vertretern.“ Dabei sei man auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre eingegangen.

Schließlich weist der Geschäftsführer noch auf Nacht- und Feiertagszuschläge sowie Sonderzahlungen am Jahresende hin. „Damit wollen wir dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen Rechnung tragen.“ Und das, obwohl man für die geplante 3-D-Digitalisierung zweier Säle eine sechsstellige Summe investieren müsse.

Dennoch: Bei Cinestar wird gestreikt. Und das wohl noch länger, wie man aus Gesprächen mit Verdi heraushören kann. Die Belegschaft sei zäh, heißt es – trotz Streikbrechern, trotz Ausklammerung des Betriebsrates.

„In Betriebsratsbetrieben darf der Arbeitgeber nur dann Einstellungen vornehmen, wenn er die Zustimmung des Betriebsrats erhalten hat. Das Recht als solches ist nicht strittig“, sagte der Richter. Doch handelt es sich bei einem Arbeitskampf nicht um eine Ausnahmesituation, in der dieses Recht umgangen werden darf?

Der Jurist seufzte. „Auch im Streik ist der Betriebsrat nicht suspendiert.“ Allerdings gebe es eine ganze Reihe von Einzelfallentscheidungen, in denen Gerichte den Arbeitgebern jeweils gestattet hätten, bei Streiks das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte ausnahmsweise nicht zu beachten. Auf das Angebot der Klägerseite, eine Informationsverpflichtung des Arbeitgebers zu vereinbaren und damit die Sache bewenden zu lassen, gingen die Unternehmensvertreter nicht ein.

Die Urteilsverkündung hat sich Guido Michael schließlich geschenkt. Er zog sich lieber zur Nachbesprechung mit seinem Anwalt in den Vorraum zurück, während drinnen der Antrag abgeschmettert wurde. „Wir werden uns die schriftliche Begründung genau ansehen, wenn sie kommt“, sagte der Anwalt. Womöglich komme man dann ja endlich weiter.
http://www.noz.de/lokales/60092239/arbeitskampf-bei-cinestar


http://de-de.facebook.com/CineStarTarif2012

ManOfConstantSorrow

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Re:CINEMAXX
« Antwort #17 am: 12:34:09 Do. 12.April 2012 »
Zitat
Mitarbeiter forderten mehr Geld
Abendlicher Streik im Cinemaxx

Göttingen. Fast die gesamte Belegschaft des Göttinger CinemaxX trat am Dienstagabend in den Streik. Die in der Gewerkschaft Verdi organisierten Mitarbeiter setzen sich damit für die sofortige Erhöhung der Stundenentgelte um ein Euro und um weitere zehn Prozent im kommenden Jahr ein. Auch sollen zusätzliche Tätigkeiten tariflich vergütet werden.


Servicekräfte erhalten derzeit einen Stundenlohn von acht Euro. Die Verdi-Forderungen wurden bisher lediglich als „illusorisch und nicht bezahlbar“ zurückgewiesen, wie die Gewerkschaftssprecherin in Göttingen, Katharina Wesenick mitteilt. Die Arbeitgeberseite macht ein Entgeltangebot von der Verdi-Bereitschaft abhängig, massive Verschlechterungen im Tarifvertrag hinzunehmen. Dagegen wehren sich die Beschäftigten. Und dies, so eine Streikende „auch weiterhin, bis wir ein ernsthaftes Angebot bekommen!“

Die Hamburger Cinemaxx AG hat laut Verdi im Geschäftsjahr 2011 die besten operativen Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erzielt.
http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/goettingen/abendlicher-streik-cinemaxx-2273432.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #18 am: 12:39:47 Mi. 02.Mai 2012 »
Zitat
Arbeitskampf
CinemaxX: Kinogucken trotz Streik

Beschäftigte wollen zweistellige Lohnerhöhung, Kinobetreiber weist Forderungen zurück.


Die CinemaxX-Mitarbeiter in Halle (Saale) wollen mehr Geld. Die Gewerkschaft ver.di fordert ein Lohnplus von 10 Prozent. Außerdem Verbesserungen bei Sonderleistungen und Urlaub.

Trotz erster stattgefunder Streiks der Mitarbeiter im Charlottencenter bemerken die Kinobesucher nach Angaben von Leiter Stephan Dreyer nichts. "Trotz Streikankündigungen oder Streiks sorgen wir dafür, dass unsere Gäste wie gewohnt ihre Filme erleben können", so Dreyer.

Der Kinochef verweist auf den Lohn, der über dem Branchenlohn liege. 8 Euro zahle man, nach zwei Jahren verdienen die Servicekräfte 8,55 Euro, so Dreyer. Er weist deshalb die Forderungen der Gewerkschafter zurück. "In Summe ergäbe sich durch die Forderungen von ver.di eine fiktive Lohnerhöhung um ca. 5 Euro pro Stunde", macht er deutlich. "Dies würde zu einer am Markt nicht durchsetzbaren Ticketpreiserhöhung führen." Dies könne man den Besuchern nicht zumuten.

Kinobesucher werden die Streikauswirkungen vor allem bei der Verpflegung bemerken. Einige Stände bleiben zu, so wie am Wochenende.
http://www.halleforum.de/nachrichten/aktuelles/37741/CinemaxX-Kinogucken-trotz-Streik-.html

Strombolli

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Re:CINEMAXX
« Antwort #19 am: 13:57:32 Mi. 02.Mai 2012 »
Das ist doch die Denke! - Wenn wir den Mitarbeitern mehr zahlen, schrumpft unser Gewinn. Das geht ja mal gar nicht. Unser Gewinn muß mindestens konstant sein, wenn nicht gar steigen. Das zahlt dann entweder der Kunde/Gast oder die Mitarbeiter.

Keiner käme auf die Idee, den Gewinn des Unternehmers anzutasten.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #20 am: 10:55:06 So. 20.Mai 2012 »
Zitat
Mainzer Cinestar droht Streik - Verhandlungen über hauseigenen Tarifvertrag

Von Michael Jacobs

Dem Mainzer Cinestar steht womöglich ein Arbeitskampf bevor. Eine im März gegründete Tarifkommission, bestehend aus fünf Cinestar-Mitarbeitern und Vertretern der Gewerkschaft Verdi, verhandelt am Freitag, 25. Mai, in Hamburg mit dem Geschäftsführer der Greater Union Filmpalast GmbH, Matthias Kutz, über einen hauseigenen Tarifvertrag. Hintergrund sind schlechte Arbeitsbedingungen der knapp 140 Mitarbeiter des Multiplex-Kinos.

Niedrige Löhne bei hoher Arbeitsbelastung

So gebe es als Einstiegsgehalt für Mini-Jobber und studentische Aushilfen extrem niedrige Stundenlöhne von 6,81 Euro, kein Weihnachtsgeld oder Feiertagszuschläge für Festangestelle, eine hohe Arbeitsbelastung durch die überdurchschnittlich gute wirtschaftliche Situation des Mainzer Hauses und wenige Urlaubstage bei ständiger Arbeit in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen, sagt Christian Hein, Verdi-Mitglied in der Verhandlungskommission.

Man wolle mit den Verhandlungen nicht nur die Situation der Studenten, sondern auch die der fest angestellten Mitarbeiter verbessern, deren Einkommen kaum zum Leben reiche. Sollten die Gespräche nicht zu einem annehmbaren Ergebnis kommen, sei ein Warnstreik, vermutlich am Pfingstwochenende, nicht auszuschließen, so Hein. Das Mainzer Haus ist das fünfte Kino der Lübecker Cinestar-Gruppe, in dem die Mitarbeiter um einen hauseigenen Tarifvertrag kämpfen. Laut Hein befinden sich die Kinos in Osnabrück, Dortmund und Bamberg bereits im Streik.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/11990711.htm

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #21 am: 19:21:20 Mi. 30.Mai 2012 »
Zitat
Erste "Quittungen" für langen Streik im Cinestar Dortmund



Im Cinestar Dortmund wird seit Dezember 2011 gestreikt. Bislang ist keine Annäherung in Sicht. Befristet Beschäftigte erhielten nun dafür die ersten „Quittungen“ und wurden gefeuert

Sie streiken seit Mitte Dezember. Mal weniger, inzwischen wieder mehr, mehrfach die Woche eben, meist vor den Abendvorstellungen. Befristet Beschäftigte bei Cinestar bekommen für ihr Engagement für einen Tarifvertrag und einen branchenüblichen Lohn jetzt eine unschöne Quittung: die Kündigung bzw. keine Vertragsverlängerung.

Das, sagt Verdi-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg, komme leider immer wieder mal vor. Auch er weiß, dass die Länge des Arbeitskampfes an Ausdauer und Moral nagt. „Wir müssen“, sagt er, „jetzt noch mal den Druck erhöhen.“

Dabei ist der nicht ohne: Sieben von bundesweit 73 Kinos werden inzwischen bestreikt, zumeist die größeren Häuser wie Dortmund mit seinen an die 100 Mitarbeitern; daneben aber auch Osnabrück, Kassel. In Frankfurt und Mainz waren Freitag vor Pfingsten die Verhandlungen ergebnisoffen abgebrochen worden, sagt Schreckenberg. Aber: Für beide Häuser wird ein zweiter Verhandlungstermin vereinbart – „erste Schritte in die richtige Richtung“. Den Mitarbeitern geht es aber nicht reinweg um mehr Geld, sie wollen vor allem eine tarifliche Bindung. So, wie sie sogar Leiharbeitsfirmen haben, die in den Kinos wegen Aushilfspersonal bemüht wurden. Im Cinestar Bamberg hatten die Leiharbeitnehmer ihren Dienst sofort wieder quittieren müssen, weil sie vertraglich eben nicht bei Arbeitskämpfen eingesetzt werden dürfen. „Das prüfen wir jetzt auch in den anderen Häusern“, sagt Schreckenberg. Ebenso wie die Bereitschaft zum Streik in den Kinos, die bislang noch außen vor sind.

Von Anja Schröder
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/erste-quittungen-fuer-langen-streik-im-cinestar-dortmund-id6707693.html

Kuddel

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Re:CINEMAXX
« Antwort #22 am: 18:22:09 Mo. 18.Dezember 2017 »
Zitat
Die Ufa-Palast-Belegschaft kämpft gegen die Weigerung des Arbeitgebers zu verhandeln
Erneut Streik bei „Stuttgarts schlechtestem Arbeitgeber“

Stuttgart. Zum dritten Mal streiken am heutigen Sonntag, 3. Dezember, seit dem frühen Nachmittag bis Betriebsschluss Beschäftigte des Ufa-Palasts. Die Belegschaft des Kinos kämpft gegen die Weigerung des Arbeitgebers, mit Verdi über einen Haustarifvertrag zu verhandeln. Die Streikenden fordern unter anderem einen Stundenlohn von zehn Euro, bislang erhalten sie nur den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro. Besucher müssen heute deshalb mit deutlich längeren Warteschlangen an den Kassen und beim Snack-Verkauf rechnen.


Zu Beginn des heutigen Streiks wurde der Unternehmensleitung der Titel „schlechtester Arbeitgeber Stuttgarts“ verliehen. In einem Flugblatt an die Kinobesucher begründen die Streikenden dies damit, dass das Unternehmen erheblichen Druck auf die Beschäftigten ausübt. So wurden nach dem zweiten Warnstreik Beschäftigte in der Probezeit gekündigt oder befristete Arbeitsverträge trotz gegenteiliger Zusage nicht verlängert – ganz offensichtlich, weil sie sich an der Arbeitsniederlegung beteiligt hatten.

„Anstatt mit Verdi über anständige Löhne zu verhandeln, versucht die Besitzerin des Ufa-Palasts mitten in der Kino-Hochsaison die halbe Belegschaft auszutauschen, weil diese für bessere Arbeitsbedingungen streikt“, kommentiert der für die Kinobranche zuständige Verdi-Landesfachbereichsleiter Medien Siegfried Heim die Vorgänge.

Im Ufa-Palast Stuttgart arbeiten während der Kino-Saison (Oktober bis März) etwa 60 Beschäftigte, von denen die Hälfte gewerkschaftlich organisiert ist. Im Frühjahr wurde im Kino erstmals ein Betriebsrat gewählt, dessen Mitbestimmungsrechte vom Unternehmen systematisch verletzt werden. Deswegen kam es bereits zu Verfahren vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht. Das Kino gehört einer Düsseldorfer Unternehmerin, die insgesamt vier Kinos in verschiedenen Städten betreibt
http://www.beobachternews.de/2017/12/03/erneut-streik-bei-stuttgarts-schlechtestem-arbeitgeber/

Kuddel

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Re: CINEMAXX
« Antwort #23 am: 11:06:32 Fr. 15.Februar 2019 »
Zitat
Kein Popcorn: Streik am Cinemaxx Kiel

Ein Streik der Service-Mitarbeiter hat am Donnerstagabend den Gastro-Betrieb im Kino „Cinemaxx“ Kiel lahmgelegt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi waren alle Mitarbeiter zum Arbeitsausstand aufgerufen, zwölf legten die Arbeit nieder, informierten Gäste und verließen das Kino.


Kein Popcorn gab es am Valentinstag im "Cinemaxx" in Kiel: Grund hierfür war ein Streik. Die Betriebsleitung arbeitete, was Kartenverkauf und auch das Abspielen der Filme ermöglichte. „Der Spielbetrieb findet regulär statt“, sagte eine Sprecherin am Donnerstagabend.

Hintergrund ist der Konflikt um die Bezahlung der Angestellten: Die Gewerkschaft fordert nach eigenen Angaben mindestens 10 Euro Stundenlohn – während die Arbeitgeberseite derzeit 9,19 Euro/9,25 anbiete.

Die Kinokette dagegen sieht die Forderung als völlig überzogen, und kritisiert Verdis Verhalten als „forcierte Eskalation“. Man sehe vielmehr aktuell keinen Anlass für Warnstreiks.
http://www.kn-online.de/Kiel/Kein-Popcorn-Streik-am-Cinemaxx-Kiel-am-Valentinstag

CubanNecktie

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Re: CINEMAXX
« Antwort #24 am: 18:15:40 Do. 28.Februar 2019 »
Was die anbieten ist Mindesthohn (Mindestlohn)oder ganz knapp drüber.
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