Autor Thema: Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.  (Gelesen 59613 mal)

Nikita

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Farbe gegen Arbeitgeberanwalt Dr. Dirk Schreiner
« Antwort #15 am: 17:48:48 Fr. 20.Mai 2011 »
https://directactionde.ucrony.net/node/1149

Zitat
Farbe gegen Arbeitgeberanwalt Dr. Dirk Schreiner

Finnentrop/Attendorn 4. Mai 2011

"Legal, illegal, … scheißegal ist Anwalts Liebling

Warnschuss gegen die Arbeitgeberkanzlei Schreiner & Partner und ihre „kreative“ Entsorgung von „Problem-Beschäftigten“

Bereits vor dem 1. Mai wurde die Privatvilla und das Verlagshaus von Arbeitgeberanwalt Dr. Dirk Schreiner in Finnentrop mit Farbe eingedeckt. Heute am 4. Mai haben wir den Hauptsitz seiner Kanzlei in Attendorn eingefärbt und Parolen hinterlassen.

Die Liste der Mobbing-Methoden der Personalabteilungen ist lang. Die Machenschaften, die uns von Schlecker und LIDL zur Verhinderung oder zum Rauswurf von Betriebsräten bekannt sind, geben gerade mal einen Einsteiger-Einblick in das Repertoire der hoch spezialisierten Arbeitsrechtler, die an der Seite skrupelloser Unternehmer dafür sorgen, schwer kündbare „Problem-Beschäftigte“ loszuwerden.

In Seminaren und Fachblättern bietet eine wachsende Zahl von Anwaltskanzleien allgemeine Tricks sowie konkrete Beihilfe an zur Überwachung, Verfolgung, Verunsicherung und zum Aufbau von „Fallen“ mit dem Ziel, unbequeme Mitarbeiter kündigen zu können.

Eine nach eigenen Angaben besonders „kreative“ davon ist die Kanzlei Schreiner mit ihren elf Anwälten am Sitz in Attendorn und in den Niederlassungen in Frankfurt, Köln, Hamburg, Dresden, Stuttgart und München.

Selbstbewusst und Testosteron-verblendet prophezeit der Internetauftritt der Kanzlei „Wir erreichen ihre Ziele. Das Recht des Stärkeren liegt in der Natur jeder Sache. Es gewinnt wer Technik und Taktik am besten beherrscht. Deshalb machen wir nicht alles, was Recht ist. Sondern in der Hauptsache Arbeitsrecht für Arbeitgeber.“

Zu den Teilnehmern dieser Seminare gehören Unternehmer oder leitende Angestellte, Unternehmensberater und Personalleiter. Die Kundschaft ist breit gefächert. Bei einem der Seminare mit dem Titel „Die Kündigung störender Arbeitnehmer“ nahmen auch ein Vertreter einer AOK-Klinik und ein Beauftragter der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder teil.
Für die „strategische Planung einer Kündigung“ werden die unliebsamen Mitarbeiter in Klassen von „Störertypen“ wie z.B. der Querulant, der Schlechtleister, der häufig Fehlende einsortiert.
Im Spezialseminar „Krankheit und Fehlverhalten als Kündigungsgrund“ werden Möglichkeiten des Arbeitgebers bei selbst verschuldeter oder vorgetäuschter Arbeitsunfähigkeit eines unliebsamen Arbeitnehmers analysiert. Dazu gehört die gezielte „Erschütterung des Beweiswertes eines gelben Scheins“.

Im Seminar „In Zukunft ohne Betriebsrat“ werden die Spaltung von Betrieben in nicht betriebsratsfähige Einheiten, bzw. die Verlagerung von Betriebsteilen ins Ausland erläutert, bis hin zur Auflösung unter Bildung eines neuen Betriebs. Alles bekannte Methoden, wäre da nicht noch die weitreichende Anleitung zur „Vermeidung einer Strafbarkeit wegen Behinderung von Betriebsratsarbeit“. Hier wird mit gefälschten Unterschriftenlisten (Blankozettel!) von Mitarbeitern gegen den zu entsorgenden Betriebsrat gehetzt und demonstriert. Die systematische Zerstörung des Umfeldes von aktiven Betriebsräten im Betrieb ist nur der Anfang der Entsolidarisierung und Isolierung unter Anleitung der Arbeitgeberanwälte. Die Arbeitsrechtler ermutigen die Geschäftsführung ebenfalls, haltlose Strafanzeigen mit gigantischen Regressforderungen in Millionenhöhe zu stellen, nur um diese einzuschüchtern. Nicht selten lässt sich damit zumindest der Rückhalt der Familie zerstören, die sich nach dauerhafter, offensiver Bespitzelung durch Privatdetektive einfach nur ein Endes dieses „Krieges“ wünscht.

Reicht das Zermürben allein nicht aus, so die Mobbing-Teacher aus dem Hause Schreiner, werden härtere Geschütze aufgefahren: Ein im Betrieb als Köder ausgelegter 100 Euro Schein unter Videobeobachtung gehört da eher noch zum plumpen, aber effektiven Anfängerwerkzeug. Immerhin kann sich der Betrieb damit auch von Mitarbeitern mit besonderem Kündigungsschutz „trennen“.

Eingeschleuste „Praktikanten“ verwickeln die zu kündigenden in Gespräche, denen dann aufgrund von Arbeitszeitbetrug für eben diese Zeit der arbeitsfreien Unterhaltung fristlos gekündigt wird. Besonderer Service: die vermeintlichen Praktikanten bezeugen die „eigenmächtige Arbeitsniederlegung“ dann professionell geschult vor dem Arbeitsgericht.

Immer häufiger werden Detektive auf das berufliche oder private Umfeld von Mitarbeiter angesetzt. Im Seminar können Personaler sogar lernen, unter welchen Bedingungen Arbeitnehmer einen Detektiv, der gegen sie ermittelt, auch noch aus eigener Tasche bezahlen müssen: Wenn sich nämlich der Verdacht bestätigt, dass sich ein Arbeitnehmer strafbar gemacht hat und sich dies nur durch Einsatz eines Detektivs ermitteln ließ.

Bei der Mitarbeiterhetze sind alle Mittel recht; ob legal oder illegal ist den Advokaten der Kanzlei Schreiner ziemlich scheißegal. Der Mitschnitt eines Seminars der Kanzlei Schreiner beweist die anwaltliche Empfehlung, vor Gericht eine unerlaubte Videokamera durch die Aussage eines fingierten Zeugen zu ersetzen: „Wenn er das glaubhaft rüberbringt und sagt, ich habe mich da irgendwo versteckt, ist das ein probates Mittel, ja. Es ist ja gang und gäbe durch die Kameras … Als Anwalt darf ich Ihnen natürlich so etwas nicht empfehlen. Das wäre streng genommen, Prozessbetrug. Aber ich sag mal so, faktisch, wenn Sie jemanden haben, der glaubhaft versichert, er hat's gesehen (lacht lauthals) ...“

Das Gedächtnisprotokoll einer anderen Fortbildung der Kanzlei Schreiner bestätigt, dass die unterrichtende Anwältin in einem von ihr betreuten Fall empfahl, eine sexuelle Nötigung zu konstruieren, um einen unliebsamen Betriebsrat loszuwerden. Eine „Dame von einem externen Dienstleister“ „soll ihm ein paar Avancen machen“. Den Seminarteilnehmern gegenüber stufte sie ihre Idee als „kreativ“ ein: „(...) möchte ich Ihnen einfach damit ein bisschen einen Schubs geben, wenn's gar nicht mehr gehen würde, dass Sie einfach mal ein bisschen kreativ werden.“

Perspektivisch werden elegantere Lösungen für den Arbeitgeber angestrebt.
Wissenschaftliche Arbeitgeber-Thinktanks arbeiten mit Hochdruck an der Abschaffung von Kündigungsschutz und Arbeitslosenversicherung. Eine simple Abfindungszahlung von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr soll den Arbeitsmarkt flexibilisieren. Solange es noch minimale Mitbestimmungsrechte gibt, solange werden Kanzleien wie die von Schreiner & Partner auf die „weniger sauberen“ Lösungen zurückgreifen. In einem bekannt gewordenen Fall gab ein Betriebsratsvorsitzender erst auf, als er von unbekannten Tätern zusammengeschlagen wurde.

Angesichts der zuvor geschilderten asozialen Methoden des Arbeitgeber-Mobbings zur Zerstörung von Existenzen, fällt es schwer, auch nur annähernd „angemessen“ zu agieren. Wir haben uns dafür entschieden, einen Warnschuss abzugeben und zur solidarisch offensiven Gegenwehr gegen Schreiner und Konsorten aufzurufen.

Der Besuch der Villa und des Verlagssitz des Rechtsverlags von Dr. Dirk Schreiner, ... Finnentrop-Heggen und dem Besuch seiner Kanzlei in der Niederste Str 22, 57439 Attendorn
gibt gerade mal eine leise Vorahnung, wie ungemütlich und unruhig es für euch wird, wenn wir sagen: Es reicht! Wir können auch anders - Wir nehmen euer Lohn- und Sozialdumping nicht länger hin und schlagen eure Arbeitgeberattacken offensiv zurück!

Eure Verantwortung für schikanöse Ausbeutung endet nicht mit eurem Dienstschluss, egal wie spät der ist – wenn ihr uns zu Hause bespitzeln lasst, besuchen wir euch nicht nur an eurem Arbeitsplatz sondern ebenfalls zu Hause!

Ihr wollt uns flexibel und gefügig halten, uns nach Belieben kündigen – wir kündigen unsere längst überfällige Zurückhaltung. Wir scheißen auf eure Erpressungsversuche mit der Androhung von Arbeitsplatzverlust, Abschiebung in die Leiharbeit und Hartz IV.

Für einen offensiven Selbstschutz gegen Arbeitsverdichtung, Mobbing und Entrechtung!
Solche Geschäftsführer und ihre „trickreichen“ Berater haben ... verdient - legal, illegal, scheißegal!

ein Facility-Service Team auf Nachtschicht"

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/39113

Sir Vival

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #16 am: 11:29:15 Sa. 21.Mai 2011 »
Also ich finde, es sollten nicht nur die Kanzleien (es gibt ja mehrere solcher, wie soll ich sagen...........Drecksäcke), sondern auch die Fasaden der Arbeitgeber eingefärbt werden  ;D ;D ;D ;D
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!

Kuddel

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Brandanschlag auf Berliner S-Bahn
« Antwort #17 am: 11:19:12 Di. 24.Mai 2011 »
Zitat
Die Berliner SPD-Fraktion wirft der Bahn vor, mit ihrer Sparpolitik die Gefahr von Anschlägen oder Unfällen zu ignorieren. Die Gewerkschaft der Polizei vergleicht den Brandanschlag auf die S-Bahn mit dem Beginn des RAF-Terrors.

In einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben aus der linksautonomen Szene stellten die bislang unbekannten Verfasser nach Polizeiangaben die Tat in Zusammenhang mit den Themen „Anti-Atom“, „Antimilitarismus“ und Antirassismus/Flüchtlichsproblematik“.
http://www.fr-online.de/politik/spd-kritisiert-sicherheitsvorkehrungen-der-bahn/-/1472596/8483414/-/index.html

Kuddel

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #18 am: 18:24:20 Sa. 28.Mai 2011 »
Zitat
München: Bundeswehr-Jeep abgefackelt!



In der Nacht vom 21. auf den 22.Mai 2011 brannte in München ein Bundeswehr (BW) Jeep direkt in der Münchner Innenstadt. Dieser war auf einem Zug im Südbahnhof mit weiteren Militärfahrzeugen abgestellt. Ein Lokführer informierte die Feuerwehr, wodurch ein Übergreifen des Feuers auf die anderen Fahrzeuge ausblieb. Dennoch: Am BW-Jeep entstand Totalschaden und auch an dem militärtransportierenden Zug entstand Sachschaden.
http://de.indymedia.org/2011/05/308429.shtml

Nikita

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Farbbeutel gegen Jobcenter
« Antwort #19 am: 21:02:33 Do. 12.Januar 2012 »
Zitat
Berlin 1. Januar 2012

Am 31.12.2011. haben wir das Jobcenter Neukölln mit Farbbeuteln angegriffen.

"Viele in Neukölln haben ein Problem damit. Lange Wartezeiten, Unterlagen verschwinden, Geld auf dem Konto - Fehlanzeige, falsche Bescheide, die Mitarbeiter_innen des Jobcenters wirken mit unfreundlichem und barschem Ton alles andere als vertrauenswürdig. Betroffene erwarten Hilfe und werden diszipliniert oder gleich sanktioniert. Von der Armut und Ausgrenzung als Hartz IV-Bezieher_innen ganz zu schweigen."1

Dem haben wir nichts hinzuzufügen. Dieser Angriff ist rein symbolischer Natur und soll ein Zeichen setzen gegen die repressiven Maßnahmen des JobCenters, dem dort vorhandenen institutionellen Rassiusmus etc. Im Alltag ist jedoch Solidarität gefragt. Bildet Banden, lasst euch weder vom Jobcenter, noch von anderen Repressionsorganen des Staates unterkriegen! Gemeinsam! Egal ob Ämterbegleitung, Sozialberatung oder bunte Farben aufs Jobcenter!

Bis dann ;)

1: http://zusammendagegen.blogsport.de/images/fels_jcn_br_web_01.pdf

Quelle: http://linksunten.indymedia.org/de/node/52729

https://directactionde.ucrony.net/node/1568




RAFdichauf

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Das flambierte Jobcenter in Wuppertal
« Antwort #20 am: 22:50:33 Di. 20.März 2012 »
Das flambierte Jobcenter in Wuppertal
unfassbar 20.03.2012 22:16 Themen: Repression Soziale Kämpfe
Image
Das Landgericht Wuppertal hat heute Holger W. wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Ihm wird zur Last gelegt, am 1. September 2011 den Flur im Wartebereich des Wuppertaler Jobcenters Üllendahl in Brand gesetzt zu haben. Der Angeklagte bleibt bis zur Rechtskräftigkeit des Urteils in Untersuchungshaft - es bestehe angeblich Fluchtgefahr.
Holger W. sitzt seit September 2011 in Wuppertaler Untersuchungshaft. Am späten Nachmittag des 1. September 2011 hatte er in der vierten Etage des Jobcenters MitarbeiterInnen und „KundInnen“ rausgeschickt, die Büros auf anwesende Personen kontrolliert und anschließend im Flur der Wartezone Feuer gelegt. Holger W. ist nach eigenen Angaben an diesem Tag bereits morgens „stinksauer“ zum Jobcenter Üllendahl gegangen. Denn er hat für den Monat September gerade mal 54 Euro Hartz IV überwiesen bekommen. Ein Vorschuss auf Fahrgeld zum Probearbeiten und das vermutete Einkommen dieser Nebentätigkeit, das er noch gar nicht erhalten hat, wurden ihm abgezogen.

Holger W. geht zur Standortleiterin Annette Fusch in die 4. Etage und besteht darauf, dass er das fälschlich abgezogene Geld sofort bekomme. Die Standortleiterin vertröstet ihn auf später – sie werde zusammen mit der dazu stoßenden Teamleiterin der Leistungsabteilung Christa Berghaus den Vorgang überprüfen. Er solle draußen warten, die beiden hätten zuvor eine Hausbegehung. Es wird laut. Holger fühlt sich in seinem Anliegen nicht ernst genommen und "von oben herab behandelt". „Wenn ich mein Geld nicht bekomme, dann brenn' ich Euch die Hütte ab“ soll er gesagt haben.

So kam es dann auch. Holger W. leiht sich von einem ehemaligen Nachbarn einen Reserve-Kanister holt sich an der Tankstelle etwas mehr als einen Liter Sprit und kommt am späten Nachmittag zurück. „Donnerstag-Nachmittag ist an der Arge kaum was los“. Holger W. kennt die vierte Etage gut. Die Büros auf jeder Seite des Flurs sind untereinander mit Türen verbunden. Er weiß wo die Fluchttüren sind. Er fordert im vorderen Büro den Sachbearbeiter Jörg-Rheinhard Platzek auf: „Tun Sie die Leute raus, ich steck' den Laden an“. Einer von drei Arbeitslosen im Wartebereich soll darauf hin flapsig gesagt haben „Fang da hinten an, bis dahin habe ich meinen Antrag abgegeben“. Holger W. überprüft alle weiteren Büro-Türen auf eventuell noch anwesende Personen und verschüttet am Kopfende des Gangs das Benzin, legt eine Spur die Gangmitte entlang und zündet diese an. Er habe darauf geachtet, das Benzin tief gebückt auszugießen, und direkt anzuzünden damit es nicht zu einer Verpuffung kommt. Dann geht er raus. Alles ganz ruhig und ohne Hektik, so die ZeugInnen übereinstimmend. Ein Arbeitsloser schnappt sich einen Feuerlöscher und bekämpft den Brand. Danach verlassen alle die Etage. Tatsächlich hat die 10 Minuten später eintreffende Feuerwehr nicht mehr löschen müssen, sondern nur einige „Glutnester“ auf dem Teppichboden ausgetreten.

Holger W. erklärt, er habe niemanden gefährden wollen und darauf geachtet, dass niemand zu Schaden kommt. Mit seiner Brandschutzausbildung wisse er, wie sich ein Feuer auf einem schwer entflammbaren Teppich verhalte. Die Flurfenster waren verschlossen, darauf habe er geachtet. Er wollte vielmehr der Arge und Hartz IV einen "Denkzettel" verpassen. Denn er wisse, so wie ihm gehe es vielen. Die Schikane gegen ihn sei kein Einzelfall.

Nach vier Verhandlungstagen bilanziert auch der vorsitzende Richter, dass es in seinem Fall offenbar „zumindest eine Baratungslücke“ gegeben habe. Als Holger W. am 22.8.2011 die Chance auf einen Job sah und von der Firma Müller in Wuppertal-Langerfeld zum Vorstellungsgespräch inkl. Probearbeiten eingeladen wurde, hat ihm das Jobcenter einige Knüppel zwischen die Beine geworfen: „Die wollten mir alles kaputt machen“, erklärte er. Seine Sachbearbeiterin Petra Berthold aus der zweiten Etage belehrte ihn: „Sie können ohne unserer Zustimmung nicht einfach eine Nebentätigkeit aufnehmen“. Das ihm zustehende Fahrgeld wurde nur als Vorschuss auf sein September-Geld gewährt, ohne ihn aufzuklären, dass er das nach erfolgtem Antrag erstattet bekommt. Die Anrechnung seines Probearbeitens als 400-Euro-Minijob mit maximalem Abzug (240 Euro) im vorhinein(!) käme zwar immer wieder vor, widerspreche aber dem eigentlich geltenden „Zuflussprinzip“, nach dem Einkommen erst angerechnet werden darf, wenn es tatsächlich geflossen ist. „Wir machen das um Überzahlungen zu vermeiden. - die wären auch für den Kunden unangenehm ...“ so die Standortleiterin Fusch im ZeugInnenstand.

Unter Umständen ge(p)fuscht wurde auch bei der reklamierten Schadenssumme. Wuppertals Jobcenter-Chef Thomas Lenz geht von etwa 100.000 Euro Schaden aus. Belegt sind nur 18.000. Frau Fusch sagte, dass im Zuge der zwei- monatigen Renovierung einige zusätzliche Umbauten im Wartebereich vorgenommen wurden. Die von Frau Fusch geltend gemachte Supervision für Sachbearbeiter_innen „Wie gehe ich mit Bedrohungen um“ habe laut einer anderen Zeugin keinen direkten Bezug zum Brand, sondern eher allgemeinen Hintergrund. „Wir werden sehr häufig bedroht“. Erst vorgestern sei ihr von einem „Kunden“ mit dem Satz „Ich stech' Euch ab“ gedroht worden.


Zum Urteil:

Zwar räumt das Gericht ein, dass es sich bei dem brennenden Teppich in der vierten Etage des Jobcenters um einen Kleinbrand handelte, bei dem eine konkrete Lebensgefahr weder beabsichtigt war noch real vorlag. Desweiteren sei dem Angeklagten zu Gute zu halten, mit Ort und Zeitpunkt, sowie der konkrete Art der Brandlegung und der Aufforderung zur Evakuierung die Gefährdung gering gehalten, aber dennoch "billigend in Kauf genommen zu haben". Das Gericht sieht somit keinen Grund für die Einstufung als "minderschweren Fall".

Ein Großteil der etwa 30 anwesenden ZuschauerInnen hält das Urteil für politisch motiviert. Das Gericht verhängte die Strafe "auch unter generalpräventiven Gesichtspunkten", so der Vorsitzende bei der Urteilsbegründung. Der fälschliche Vorabzug vom Regelsatz und insbesondere die schroffe Zurückweisung des Angeklagten durch die Leiterin des Jobcenters, Annette Fusch am Morgen der Tat seien "zwar wenig hilfreich" gewsen - so der vorsitzende Richter, wurden als Umstände bei der Strafbemessung aber nicht berücksichtigt. Es habe angeblich kein grobes Unrecht seitens der Arge vorgelegen.

http://de.indymedia.org/2012/03/326936.shtml

BakuRock

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  • Sich f�gen hei�t l�gen. E. M�hsam
Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #21 am: 00:46:31 Mi. 21.März 2012 »
Wer kontrolliert eigentlich die Aersche in den Roben?
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

Nick N.

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #22 am: 01:11:11 Mi. 21.März 2012 »
Theoretisch die Zuschauer, die Presse und die Beisitzer.
Satyagraha

zak

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #23 am: 01:43:40 Mi. 21.März 2012 »
So ist es eben in diesem Staat. Wenn jemand zur Verzweiflung getrieben wird, sollte man sich jedoch nicht wundern, wenn er auch verzweifelt reagiert. Er ist ein „Brandstifter“ im Dienst der schwer fassbaren Herrengangster, die die wahren Zündler sind. Die Aktien-Verbrecher werden mit Milliarden belohnt, die verzweifelten Ausgesaugten kommen in den Knast. Zweck der Strafe ist hier der Schutz des Kapital-Systems, nichts anderes. Sie soll abschrecken, und zwar skrupellos. Recht als die Verhaltensregeln, die den Willen der Herren ausdrücken und auf gesetzgeberischem Weg festgelegt sind. Staatsgewalt eben. Diese Regeln werden durch die Zwangsgewalt des Staates gewährleistet durch Sicherung und Festigung  der gesellschaftlichen Zustände, die den Herren genehm und vorteilhaft sind.

Hier wird dem gequälten Menschen nachgejagt, nicht der Verzweiflung.


Nick N.

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #24 am: 01:57:17 Mi. 21.März 2012 »
Wer jeden Tag zündelt, das sind die Sachbearbeiter, Politiker und Journalisten und alle, die sich über faule Erwerbslose das Maul zerreissen und Richter, die sich weigern, Recht zu sprechen.
Das sind die sozialen Brandstifter.
Ich sachma pauschal: Alle ab in den chefduzen-Kerker. Mir iss heute mal danach.
Satyagraha

bodenlos

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Re:Das flambierte Jobcenter in Wuppertal
« Antwort #25 am: 07:57:49 Fr. 23.März 2012 »
Das flambierte Jobcenter in Wuppertal
...
Das Landgericht Wuppertal hat heute Holger W. wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt....

http://de.indymedia.org/2012/03/326936.shtml


Das ist-  angesichts des oben beschriebenen Ablaufs - extrem heftig.

Vor ein paar Tagen las ich einen Artikel, da hatte jemand für eine begangen schwere und gefährliche Körperverletzung ca. 1 Jahr
auf Bewährung bekommen. Da stimmen die Verhältnisse NULL.

Sir Vival

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #26 am: 08:23:43 So. 25.März 2012 »
Und Gedanken, WARUM das alles passiert ist, machen die sich natürlich gar nicht.
Warum sind die geistig nur so beschränkt?
Lieber Pflaster (3 Jahre, 6 Monate) drauf als die Krankheit bekämpfen.

Ein Mensch legt doch nicht einfach so Feuer (mit Ausnahmen).
Wenn ich dann an die junge Frau im Jobcenter in Ffm. denke, die von den Bullen erschossen wurde, muss man sich doch fragen:
Was war denn der Grund, warum diese Leute so verzweifelt  und extrem reagieren?
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
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Kuddel

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Re:Offensive Kampfformen-Entglasungen, etc.
« Antwort #28 am: 15:07:17 Do. 06.Dezember 2012 »
Zitat
Vor Betriebsversammlung in Münster
Provinzial-Chef Rüther angegriffen

Der Vorstandschef der Versicherungsgruppe Provinzial, Ulrich Rüther, ist von einem Unbekannten angegriffen und verletzt worden. Inzwischen geht es ihm wieder besser.




Münster. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde Rüther in Münster auf dem Weg von der Tiefgarage ins Büro offenbar mit einem Schraubenzieher attackiert. Der Täter habe ihm zwei Mal einen Schraubendreher in die Brust gerammt, sagte Jörg Brokkötter, Provinzial-Pressesprecher. Anschließend sei der Täter geflüchtet. Rüther sei von seinem Fahrer in ein Krankenhaus gefahren worden — der Schraubendreher habe dabei noch in der Brust gesteckt. Nach Angaben des Sprechers wurde bei dem Angriff die Muskulatur im Brustbereich verletzt, die Lunge jedoch nicht. Rühther sei im Krankenhaus behandelt und dann wieder entlassen worden, sagte eine Provinzial-Sprecherin.

Der Vorfall ereignete sich vor einer Betriebsversammlung, bei der es um einen möglichen Verkauf der Versicherungsgruppe an den Allianz-Konzern ging. Ob der Angriff im Zusammenhang mit diesen Plänen steht, war zunächst unklar. Die Gewerkschaft ver.di hatte in den vergangenen Tagen die möglichen Planungen zum Verkauf der Provinzial an den Allianz-Konzern kritisiert. Durch eine Veräußerung der Provinzial Nordwest Holding AG an die Allianz seien rund 6.000 Arbeitsplätze in Gefahr, davon mehr als 4.000 im Münsterland, hieß es.
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/Provinzial-Chef-Ruether-angegriffen

Nikita

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Angriff auf Privat-Haus von RWE-Vorstandschef
« Antwort #29 am: 22:30:48 Mo. 07.Januar 2013 »
Zitat

https://directactionde.ucrony.net/node/1903

Angriff auf Privat-Haus von RWE-Vorstandschef

Manheim 27. Dezember 2012

dr. johannes lambertz leitete die rwe power ag mit verantwortung und treue. gegenüber seinen aufgaben für die region wird er uns immer in guter erinnerung bleiben. doch leider wird dr. lambertz seinen posten als vorstandsvorsitzender bei der rwe power ag verlassen und uns nur noch als lobbyist in brüssel vertreten.

lange haben wir überlegt, wie wir uns bei ihm für seine großzügige zerstörung der umwelt, die er stehts mit geistreichen worten zu kombinieren wusste, bedanken können.

da viele bäume dr. lambertz im wege standen und er immer auf eine anständige rodung bedacht war, haben wir uns entschieden, ihm ein bisschen unter die arme zu greifen. deswegen haben wir die buchsbäume, sträucher, rosen und anderes gestrüpp, welches ihm auf der karierreleiter im wege stehen könnte, aus seinem vorgarten entfernt und abschiedsgrüße an der hauswand hinterlassen.

Es sind hiermit alle eingeladen dieses geschenk zu begutachten und gemeinsam mit dr. lambertz seinen abschied zu feiern. abschiedsgrüße nimmt dr. lambertz gerne zuhause entgegen: j., m. (adresse von chefduzen gekürzt)

mit freundlichen grüßen

ein rodungstrupp“