Autor Thema: HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"  (Gelesen 32503 mal)

Fritz Linow

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #15 am: 09:59:07 Do. 22.März 2018 »
Zitat
21.3.18
Die verschleppte Insolvenz

Der Verkauf der HSH Nordbank war unter anderem deshalb möglich, weil sie trickreich ihre Pleite verschleppte. Die Branche verdiente gut daran.
(...)
Die Kredite, und damit die Schiffe, wurden von einer Firmengruppe namens Notos übernommen, die eine Adresse am feinen Ballindamm an der Hamburger Binnenalster hat. Das Pikante: Der Geschäftsführer von Notos, Jens Rohweder, ist ein ehemaliger Kreditspezialist der HSH Nordbank.

Noch pikanter: Wie Panorama aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, erhielt Rohweders Firma für das Geschäft einen Kredit seines ehemaligen Arbeitgebers, der HSH Nordbank, in Höhe von rund 200 Millionen Euro.
(...)
http://taz.de/!5489987/

Kuddel

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #16 am: 13:24:40 Mo. 14.Mai 2018 »
Zitat
HSH-Verkauf steht auf der Kippe

Die erste Privatisierung einer Landesbank wackelt: Zwei Monate nach Vertragsunterzeichnung geht es um die heikle Frage, wann die HSH Nordbank – nach Veräußerung an ein Konsortium um die Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers – vollumfänglich unter das Sicherungssystem der privaten Banken fällt.
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Einlagensicherung-HSH-Verkauf-auf-der-Kippe

Die HSH Nordbank ist ein Big Player im Bereich der Wirtschaftkriminalität. Die "Finanzinvestoren" sind auch nicht ohne. Die Wortwahl der WELT spricht Bände:
Zitat
Hamburg und Kiel schließen Pakt mit dem Höllenhund
https://www.welt.de/wirtschaft/article174047452/HSH-Nordbank-Cerberus-schlaegt-fuer-eine-Milliarde-Euro-zu.html
Zitat
J.C. Flowers & Company, LLC ist eine Private-Equity-Gesellschaft, die 2002 von J. Christopher Flowers, einem ehemaligen Goldman-Sachs-Partner, gegründet wurde. J.C. Flowers ist unter den ausschließlich auf den Finanzdienstleistungssektor konzentrierten Finanzinvestoren nach eigenen Angaben der weltweit größte.
https://de.wikipedia.org/wiki/J.C._Flowers_%26_Co._LLC
Zitat
Cerberus Capital Management ist ein Investmentfonds-Managementunternehmen mit Firmensitz in New York City, das 1992 von Stephen Feinberg gegründet wurde. Es beteiligt sich an Unternehmen und veräußert sie nach einer Umstrukturierung weiter. Feinberg wurde 1999 von Fortune als einer der 40 reichsten Amerikaner unter 40 Jahren aufgelistet.
Im Dezember 2004 übernahm Cerberus für 82,5 Mio. Dollar von Bayer einige Firmenteile und gründete damit die neue Pharmafirma Talecris. Die Firma hat heute einen Umsatz von 1,5 Mrd. $
Cerberus übernahm im Rahmen eines von ihm geführten Konsortiums unter anderem von dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors die Mehrheit am Tochterunternehmen GMAC.
Am 3. August 2007 kaufte Cerberus für 5,5 Mrd. Euro von DaimlerChrysler 80,1 % der Chrysler Group.

Unter der Bezeichnung „Freedom Group“ hat Cerberus ein Konglomerat von Waffenherstellern zusammengekauft.

[Ein Größe in der deutschen Immobilienmafia:] Im Jahre 2004 erwarb das Unternehmen von der Deutschen Bank die in Wilhelmshaven ansässige Wohnungsbaugesellschaft JADE Immobilien Management GmbH mit einem Bestand von 7.500 Mietobjekten. Des Weiteren übernahm Cerberus zusammen mit dem Whitehall-Fonds von Goldman Sachs im Jahre 2004 das zurzeit größte private Immobilienunternehmen Berlins, die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH (GSW). Für mindestens 985 Millionen Euro übernahm Cerberus von der insolventen britischen Gesellschaft Speymill Deutsche Immobilien Company das SDIC Immobilien Portfolio von 22.000 Wohnungen in Deutschland.

[Darüber hinaus mischt man mit bei Automobilzulieferern, im Einzelhandel und bei den Werbmedien mit.
Auffällig fand ich die Geschäfte mit Gewerkschaftsnternehmen
: ]
 
Am 10. November 2005 übernahm das Unternehmen von der Gewerkschaftsholding BGAG (Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften) die BauBeCon-Gruppe in Hannover (vormals „Neue Heimat Niedersachsen“) mit ihren rund 20.000 Wohnungen sowie weitere, von Tochtergesellschaften der Gewerkschaftsholding BGAG gehaltene rund 2.850 Wohneinheiten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, er wird auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.

Am 18. Dezember 2006 kaufte Cerberus ein größeres Immobilienpaket (37 Objekte) - darunter zehn Gewerkschaftshäuser in den neuen Bundesländern (u. a. in Berlin, Dresden, Leipzig, Zwickau, Bautzen, Magdeburg, Rostock, Jena und Suhl) und das verdi-Gewerkschaftshaus in Hannover. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. [Aha. Stets Stillschweigen bei den Gewerkschaftsdeals].
https://de.wikipedia.org/wiki/Cerberus_Capital_Management

Ich halte die Grüne Finanzministerin Monika Heinold für eine hohle Nuß. Sie ist mit Sicherheit den Big Boys der internationalen Finanzmafia nicht gewachsen. Wahrscheinlich hat sie nicht einmal die Verträge vollumfänglich zu lesen bekommen.

Kuddel

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #17 am: 13:36:44 Mo. 14.Mai 2018 »
Nachtrag:

Zitat
Bisher unbekanntes Protokoll sorgt für Aufsehen: Beim Verkauf von notleidenden Krediten an eine extra gegründete Zweckgesellschaft zahlten die Investoren 2,5 statt 3,5 Milliarden Euro. Abwicklung kostet weiter viel Geld

Demnach haben die Investoren für ein Paket mit faulen Krediten einen deutlichen Preisabschlag zum Buchwert erhalten. Es geht um eine Summe von mehr als einer Milliarde Euro.

Aus dem Protokoll zu einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bank geht nun nach Recherchen der „Wirtschaftswoche“ hervor, dass die Investoren jedoch deutlich weniger als sechs Milliarden Euro für die Kredite gezahlt haben. Das vorwiegend aus Schiffs- und Immobilienkrediten bestehende Portfolio hätte zwar ursprünglich ein Volumen von 6,32 Milliarden gehabt. Es hätte aber wegen Zahlungsschwierigkeiten der Schuldner zuletzt nur noch mit einem Wert von 3,53 Milliarden Euro in den Büchern gestanden. Beim Verkauf an die Zweckgesellschaft soll diese jedoch nur noch 2,45 Milliarden bezahlt haben.

Am Montag wurde zudem bekannt, dass die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht hat.

Im Jahr 2016 hatte die Anstalt öffentlichen Rechts noch einen Verlust von 505 Millionen Euro verbucht.

Was die Abwicklungsgesellschaft am Ende den Steuerzahler kostet, hängt ab vom weiteren Verlauf der Schifffahrtsmärkte und der Verwertung der Kredite.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article175733671/Bankenverkauf-HSH-Nordbank-gibt-Investoren-eine-Milliarde-Euro-Abschlag.html

Kuddel

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #18 am: 11:43:51 Do. 14.Juni 2018 »
Demokratie? Hahaha!

Zitat
Geheimsache Bankenrettung

Hamburger Landesparlament soll am Mittwoch Verkauf der HSH Nordbank zustimmen. Einsicht in Dokumente erhalten Abgeordnete aber nicht
https://www.jungewelt.de/artikel/333998.geheimsache-bankenrettung.html

Zitat
Bürgerschaft sagt Ja zum HSH-Nordbank-Verkauf

Der Verkauf der HSH Nordbank hat eine weitere Hürde genommen: Die Hamburgische Bürgerschaft hat der Transaktion am Mittwoch mit großer Mehrheit zugestimmt. Im April hatte bereits der Schleswig-Holsteinische Landtag in Kiel den Verkauf einstimmig gebilligt. In der Bürgerschaft stimmte nur die Linke gegen die Veräußerung, vier Abgeordnete enthielten sich zudem.


... Die Fonds bezahlen für die Bank eine Milliarde Euro. Gleichzeitig stellt die Bürgerschaft einen Kredit über knapp drei Milliarden Euro bereit, um die Garantiezusagen der Stadt gegenüber der Bank zu erfüllen. Die Steuerzahler in Hamburg und Schleswig-Holstein verlieren mit dem Verkauf rund 10,8 Milliarden Euro...
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Buergerschaft-sagt-Ja-zum-HSH-Nordbank-Verkauf,hshnordbank1102.html

Fritz Linow

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #19 am: 22:18:57 Do. 14.Juni 2018 »
Zitat
Die Akteneinsicht sei „deutlich umfangreicher als die zum EU-Beihilfeverfahren Ende 2015“ gewesen, sagt der FDP-Vorsitzende Michael Kruse. „Einzig Vertrag und Gutachten zur Bewertung des Portfolio X wurde den Abgeordneten trotz mehrmaliger Aufforderung seitens der Oppositionsfraktionen nicht vorgelegt, obwohl diese in hohem Maße vertragsrelevant sind“, moniert er. Hierzu habe es nur eine Zusammenfassung gegeben. „Für die Entscheidung über den Verkauf der Bank ist die Informationsgrundlage jedoch ausreichend.“

https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/die-hsh-und-viele-offene-fragen-id20092647.html

Schleswig-Holstein hatte schon vor längerem abgestimmt. Da dürfte ja die Transparenz ähnlich gewesen sein wie jetzt in Hamburg, also überhaupt nicht. Was bleibt, ist ein elender Sumpf aus Filz, Korruption, Naivität und Blödheit und auf der anderen Seite Ohnmächtigkeit. Denen es mal richtig zu zeigen, indem man nächstesmal sein Kreuzchen an der richtigen Stelle macht, ist absurd. Die lachen sich ins Fäustchen.
Die Berichterstattung darüber bleibt immer an der Oberfläche und ist seltsam unaufgeregt. Die jahrzehntelangen Strukturen dahinter werden kaum in Angriff genommen. Da könnte man vielleicht ansetzen und den Rechercheergebnissen auch mal Konsequenzen folgen lassen, nicht nur an Gipfeltagen ala Andreas Beuth, sondern auch gerne im Alltag.

Fritz Linow

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #20 am: 15:07:19 Do. 21.Juni 2018 »
Lesenswerte Seite zu HSH:
http://www.diedeutschenbadbanks.de/

"Der größeren medialen Öffentlichkeit scheint einer der größten Wirtschaftsskandale unserer Zeit wenig Nachfragen und keine wirkliche Recherche wert zu sein."

Kuddel

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #21 am: 10:10:37 Mo. 25.Juni 2018 »
Zitat
HSH Nordbank kommt Privatisierung ein Stück näher

HSH Nordbank investiert wieder in Schiffe
https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banking/hsh-nordbank-kommt-privatisierung-ein-stueck-naeher-2017431/

Zitat
Privatisierung belastet HSH Nordbank im ersten Quartal

Die HSH Nordbank hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Verlust von 103 Millionen Euro eingefahren. Grund dafür seien hohe Belastungen im Zuge der Privatisierung der Bank, teilte das Institut am Freitag in Hamburg mit. Im gleichen Quartal des Vorjahres stand noch ein Gewinn von 104 Millionen Euro zu Buche. Vor Steuern verschlechterte sich das Ergebnis von plus 128 auf minus 60 Millionen Euro.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/privatisierung-belastet-hsh-nordbank-im-ersten-quartal-6292857

Zitat
Wie man die HSH zu Tode rettete

Als damaliger Bürgermeister von Hamburg verantwortete Olaf Scholz die Rettung der HSH Nordbank - mit mehr als 13 Milliarden Euro Verlusten zulasten der Steuerzahler.

(...)
Die Länderparlamente von Schleswig-Holstein und Hamburg sollen einen Schlussstrich unter das 20-Milliarden-Debakel der HSH Nordbank ziehen. Doch die Abgeordneten wissen nicht, welchen Zahlen sie noch trauen können. Seit 2008, dem Beginn des Endes der Bank, operieren die Hamburger Senate mit irreführenden, wenn nicht falschen Rechnungen.
(...)
Die Abwicklung der Bank – eine durchaus reale Alternative zur Dauerrettung – tat die Hamburger Regierung mit der Behauptung ab, ein solches Szenario hätte „zu einer Inanspruchnahme der Länder aus der von ihnen übernommenen Gewährträgerhaftung geführt, die für Alt-Verbindlichkeiten noch in einem erheblichen Umfang besteht“. So schrieb es der Senat am 10. November 2015 in einer Mitteilung an die Bürgerschaft.

Doch diese war falsch:
(...)
Selbst wenn der im Geschäftsbericht der Stadt Hamburg 2016 noch genannte, aber nie hinterfragte Rest an Gewährträgerhaftung in Höhe von „rund“ drei Milliarden Euro zuträfe, hätte eine geordnete Abwicklung nicht automatisch die Auslösung der Gewährträgerhaftung bedeutet.
Nebulöse Mitteilung an die Bürgerschaft

Die Trickserei fing schon zwei Jahre früher an. Am 19. März 2013 etwa versandte der Senat eine nebulöse Mitteilung an die Bürgerschaft. In ihr wurde für die Wiedererhöhung der Ländergarantie von damals 7 auf 10 Milliarden Euro geworben.
(...)
...allein 115 Milliarden an Kundenkrediten (darunter Kredite für die Schifffahrtindustrie) und „toxische Wertpapiere“ mit einem Buchwert von 10 Milliarden Euro. Ihr Wert betrug effektiv null und war als voller Ausfall vorhersehbar.
(...)
Die Aufforderung an die Bürgerschaft in der Mitteilung des Senats vom 19. März 2013, einer Erhöhung der Ländergarantie zuzustimmen, war nichts anderes als die feste Zusage von Ausgaben, ohne sie im Haushaltsplan zu veranschlagen. Das war ein klarer Verfassungsbruch.

Aus alldem folgt: Der Senat verhinderte die geordnete Abwicklung der Bank, indem er die Folgen der Gewährträgerhaftung hysterisierte und zugleich das Ausfallrisiko der neuen Garantien verniedlichte. Eine geordnete Abwicklung hätte bedeutet, den Zugriff auf das Geld des Steuerzahlers zu minimieren und die Beteiligung der Anteilsinhaber und Gläubiger zu maximieren. Stattdessen warf der Senat ohne Not gutes Geld dem schlechten nach. In der Privatwirtschaft hätte eine solche Serie grober Fehler für die Entscheidungsträger das endgültige Aus bedeutet.

Doch in der Politik gehen die Uhren anders: Olaf Scholz verantwortet heute als deutscher Finanzminister den gesamten Bundeshaushalt.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article176946730/Privatisierung-Wie-man-die-HSH-zu-Tode-rettete.html

Fritz Linow

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Re:HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #22 am: 10:48:23 Mo. 01.Oktober 2018 »
Zitat
27.9.18
Wird Neuverhandlung im Strafprozess gegen die 6 Ex-HSH-Vorstände fallen gelassen?

Im Oktober 2016 urteilte der BGH: Die Freisprüche im Strafprozess gegen die 6 Ex-Vorstände der HSH Nordbank wegen Untreue und Bilanzfälschung enthalten “durchgreifende Rechtsfehler“. Sie sind folglich nichtig und wurden an das Landgericht Hamburg zurückgegeben. Zur Neuverhandlung.
Das war vor 2 Jahren. Richtig, vor zwei Jahren! Seitdem hat das Landgericht ganz viel anderes zu tun, als sich mit der Neuverhandlung der Pflichtverletzungen der 6 Ex-Vorstände der HSH Nordbank zu beschäftigen. Seither warten auch die Angeklagten Hans Berger, Joachim Friedrich, Peter Rieck, Norbert Gatzweiler, Hartmut Strauss und Bernhard Visker auf ein neues Urteil.
(...)
Wenn unser Rechtsstaat richtungsweisende Urteile im Bankensektor, der Europa und Deutschland an den Rand des Ruins manövriert hat, derart nachlässig behandelt, stellen sich sehr viele Fragen.
Zum Beispiel, wie unabhängig weisungsgebundene Behördenmitarbeiter wie Staatsanwälte agieren. Und wie es sein kann, dass Bankvorstände trotz nachweislicher Verfehlungen vor Strafe ziemlich sicher sind in unserem Land.
(...)
Kein Bankvorstand weltweit wurde bisher für seine Pflichtverletzungen, Untreue, Manipulationen, Bilanzfälschung etc. im Vorfeld der Finanzkrise verurteilt. Dabei sind diese offensichtlich und im Fall der Ex-HSH-Vorstände wurden Pflichtverletzungen und Bilanzfälschung auch vom Gericht bestätigt. Nur nicht als gravierend befunden.
(...)
http://www.diedeutschenbadbanks.de/wird-neuverhandlung-im-strafprozess-gegen-die-6-ex-hsh-vorstaende-fallen-gelassen/

Fritz Linow

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Re: HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #23 am: 20:30:14 Do. 24.Januar 2019 »
Zitat
24.1.19
HSH Nordbank: 300 Millionen Euro für Berater

Für den Verkauf der landeseigenen HSH Nordbank haben externe Berater mehr als 300 Millionen Euro kassiert. Das geht aus der Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der FDP hervor.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/HSH-Nordbank-300-Millionen-Euro-fuer-Berater,hsh520.html

Würde mich schon interessieren, wer diese Berater denn nun genau sind.

BGS

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Re: HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #24 am: 21:47:41 Do. 24.Januar 2019 »
Und wie viele.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Fritz Linow

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Re: HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #25 am: 14:57:30 Di. 29.Januar 2019 »
Zitat
29.1.19
HSH Nordbank: Nonnenmacher erneut auf der Anklagebank

Nach der erfolgreichen Revision müssen sich der Ex-Chef der HSH Nordbank und fünf weitere Top-Manager wegen Untreue verantworten.
(...)
https://www.abendblatt.de/hamburg/article216318051/HSH-Nordbank-Nonnenmacher-erneut-auf-der-Anklagebank.html

Da die weiteren Top-Manager in der Zeitung nicht genannt werden:
Zitat
(...)Seither warten auch die Angeklagten Hans Berger, Joachim Friedrich, Prof. Dirk-Jens Nonnenmacher, Peter Rieck, Hartmut Strauss und Bernhard Visker auf ein neues Urteil.(...)
http://www.diedeutschenbadbanks.de/wird-neuverhandlung-im-strafprozess-gegen-die-6-ex-hsh-vorstaende-fallen-gelassen/

Fritz Linow

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Re: HSH Nordbank od. "Die unendliche Geschichte"
« Antwort #26 am: 12:13:46 Do. 06.Juni 2019 »
Zitat
6.6.19
Nonnenmacher muss 1,5 Millionen zahlen

Unter ihnen war die HSH Nordbank beinah in die Pleite geschlittert: Nun wurde das Strafverfahren gegen Ex-Chef Nonnenmacher und weitere ehemalige Vorstände wegen Untreue eingestellt - gegen eine millionenschwere Geldbuße.(...)
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/nonnenmacher-hsh-nordbank-verfahren-101.html

Pack!