Autor Thema: ALDI  (Gelesen 26423 mal)

Judy

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Re:ALDI
« Antwort #30 am: 12:00:01 Mi. 02.Februar 2011 »
Das ist auch immer meine Rede, dass man hier anfangen müßte, das unfair produzierte Dreckszeug zu boykottieren. Ich selber würde es mir schon noch zutrauen, mir einen Spaß daraus zu machen, eventuell per Tauschring, Nachbarschaftshilfen etc. Alternativen zu veranstalten. Einer backt Brot, einer macht Kleidung aus irgendwelchen Resten irgendwer braut Bier usw.

Komme halt von den 70er her, die meine Teen-Jahre waren, dort war das auch Big Fun, sich lila Klamotten zu färben, das alte Jackett von Papa zu tragen, sich Bio-Zeugs selber zu kochen, Kräuter zu sammeln, seine Kosmetik selber zu fabrizieren. Heute sieht es bei den Kids mit dem Markenterror schon wieder ganz anders aus, noch dazu will halt jeder sein Handy und den ganzen andern Elektromist. Noch dazu, um sowas wirkungsvoll durchzuziehen, müßten die ganzen Leuts mit Migrationshintergrund mitmachen. (Wo sind die eigentlich, die diskutieren weder hier noch im Elo noch sonstwo mit, warum eigentlich. Zu schüchtern sind die doch glaub ich nimmer?!)

Aber mich zwingt es natürlich auch in die Billigläden rein, derzeit sogar mehr als je, einer meiner felligen Freunde hat Krebs und bald kommt die 5 Aktion mit Betäubung und/oder Operation, was mich jedesmal im 2-stelligen Bereich kostet. Der fellige Freund war immer da, wenn's mir dreckig ging, Also ist das mal wichtiger als FairTradeEinkauf. Noch dazu ist einfach zu wenig Info, wie man sinnvoll einkaufen könnte.

Aber letztendlich sind wir schon so irgendwie wie die Söhne und Töchter von den ehemaligen Südstaaten-Sklavenhaltern. Wir kaufen billig produzierte Sachen, die von Kindern oder Sklaven produziert sind. Selber kritisieren wir zwar diese sozialen Zustände und sind keine Unternehmer, leben aber selber indirekt gut davon und wollen auch nicht davon lassen.  Siehe Bücher von Kevin Bales.

Mit sehr viel Anstrengung könnte man es auch als H4-Empfänger wuppen, einen großen Teil zu boykottieren und durch selbergemachte Dinge zu ersetzen, ist halt umständlich und ne Menge Arbeit. Ginge aber, bei Katastrophen kriegt man solche Improvisationen auch fertig und man könnte es sich auch einreden, dass es großer Fun ist, kreativ die Billigindustrie zu umgehen. Ist alles machbar. Eigentlich.

Vielleicht könnte man damit auch Wege finden, um es auch im Großen hinzukriegen, sozialer zu handeln. Das wäre schon einer meiner Wünsche, wenn mal ne gute Fee vorbeikäme. Aber dann würde auch ein einziger Wunsch ausreichen: Dass es allen Wesen gut gehen möge, damit ist man dann auch selber mit eingeschlossen.

 (Weiß auch nicht, warum die in den Märchen immer alles mögliche Egoistische nur für sich selber allein wünschen, wenn es allen gut geht, geht es einem selber doch auch super, warum also nicht gleich alles Unglück wegblasen. Der Nachbar, dem es dann noch schlecht geht, nimmt es dir dann doch sowieso gleich wieder ab, was dir die gute Fee gebracht hat, wenn er nicht selber gleichzeitig auch was Nettes kriegt....)
Aber das nur nebenbei, hab grad so ne kindische Phase. Aber es soll schon passiert sein, dass beim Träumen mal gar nicht so schlechte Ideen aufgetaucht sind!

Kuddel

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Re:ALDI
« Antwort #31 am: 10:00:17 Mo. 07.Mai 2012 »
Zitat
Aldi bekommt staatliche Subventionen

Der Discounter Aldi erhielt in den vergangenen Jahren staatliche Subventionen in beträchtlicher Höhe. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd hatten beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Fördermittel für Unternehmen des Güterkraftverkehrs beantragt. Warum und in welcher Höhe der Handelskonzern mit einem weltweiten Umsatz von 57 Milliarden Euro staatliche Unterstützung für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bekam, ist unklar. Auskünfte dazu verweigert das BAG vorerst, da diese "Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse" von Aldi betreffen könnten. "Bei den erbetenen Informationen handelt es sich um unternehmensbezogene Informationen, die nicht offenkundig sind und bei denen ein Geheimhaltungswille von Aldi nicht ausgeschlossen werden kann", hieß es. Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, dessen Behörde das BAG unterstellt ist, äußerte sich nicht, sein Ministerium teilte lediglich mit: "Sofern die Fördervoraussetzungen für die Unternehmen von ALDI Süd bzw. Nord zutreffen, sind diese auch zuwendungsberechtigt." Selbst dem Parlament werden Auskünfte über die Verwendung der staatlichen Gelder verweigert. Eine kleine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Valerie Wilms wurde mit der Aussage beantwortet, die Datenverarbeitung der BAG sei nicht "so ausgelegt", dass man sagen könne, welche Unternehmen wie hoch gefördert würden. "Es ist ärgerlich, als Abgeordnete im Nebel stochern zu müssen und keine klaren Auskünfte zu bekommen, was mit Steuergeldern und Fördermitteln eigentlich passiert", sagt Wilms. "Die Förderungen sollen bei der Aus- und Weiterbildung helfen und nicht das Sparprogramm eines Discounters aufpeppen. Sollte ein milliardenschwerer Laden wie Aldi tatsächlich diese Gelder anzapfen, wäre das unverschämt." Sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord bestätigten den Erhalt der Subventionen, verwiesen aber auf die erfolgreiche Prüfung durch das BAG.
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/a-831506.html

Kuddel

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Re:ALDI
« Antwort #32 am: 15:55:18 Fr. 20.September 2013 »
Zitat
Auszubildende
Misshandlungen bei Aldi Süd

Mitarbeiter von Aldi Süd sollen Auszubildende gefesselt und gequält haben. Aus Angst vor Repressalien erstatteten die Opfer keine Anzeige.


Im Warenlager von Aldi Süd haben Mitarbeiter des Supermarktes einem Medienbericht zufolge Auszubildende misshandelt. Im baden-württembergischen Mahlberg seien Azubis mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt worden, berichtet Der Spiegel unter Berufung auf einen ehemaligen Aldi-Manager.

Die Mitarbeiter der Supermarktkette hätten die Gesichter der Gefesselten mit Edding-Filzstiften beschmiert. Die Folie sei derart stark gespannt gewesen, "dass ich kaum mehr atmen konnte", zitierte das Nachrichtenmagazin einen Betroffenen.

Vorgesetzte hätten die Schikanen beobachtet und dadurch gebilligt. Einige Ausschnitte der Misshandlungen seien auch auf Seiten bei Facebook veröffentlicht.

Offenbar aus Furcht haben die Opfer bislang keine Anzeige erstattet: "Ich hatte Angst, sofort wieder gekündigt zu werden, da ich noch in der Probezeit war", sagte ein Auszubildender dem Spiegel. Ihm sei angedroht worden, ins Tiefkühlabteil gesperrt zu werden, in dem Temperaturen von minus 20 Grad herrschen.

Aldi Süd reagierte gegenüber dem Magazin entsetzt. Das Unternehmen sei nun dabei, "alles zu tun, um zu klären, ob diese Vorwürfe berechtigt" seien.
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2013-09/aldi-schikane-im-warenlager

Rudolf Rocker

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Re:ALDI
« Antwort #33 am: 16:58:25 Fr. 20.September 2013 »
Zitat
Skandal bei Aldi: Ein Manager des Discounters soll laut einem "Spiegel"-Bericht zusammen mit anderen Mitarbeitern Auszubildende misshandelt haben. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigte Aldi die Vorwürfe im Wesentlichen: "Zu unserer Bestürzung hat sich durch interne Recherchen gezeigt, dass das beschriebene Geschehen in seiner Kernaussage der Wahrheit entspricht."

Dem Bericht zufolge wurden missliebige Nachwuchskräfte in einem Zentrallager im baden-württembergischen Mahlberg mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt und von anderen Mitarbeitern im Gesicht mit Filzstiften beschmiert. Der "Spiegel" beruft sich auf das Buch eines ehemaligen Aldi-Managers, in dem eines der Opfer die Vorgänge beschreibe.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/aldi116.html

Kuddel

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Re: ALDI
« Antwort #34 am: 09:54:38 Mo. 30.September 2019 »
Zitat
Aldi
Betriebsrat gemobbt
Aldi Nord versucht mit fragwürdigen Methoden, Beschäftigtenvertreter zu entmachten
https://www.jungewelt.de/artikel/363673.aldi-betriebsrat-gemobbt.html

http://www.labournet.de/?p=94480