Autor Thema: Florian Gerster  (Gelesen 5095 mal)

DeppVomDienst

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Florian Gerster
« am: 18:28:47 Sa. 06.Dezember 2003 »
Zitat
... Der Großauftrag für die Dienstwagenflotte war nach Angaben der "Welt am Sonntag" am 19. Mai europaweit ausgeschrieben worden. Dann habe Gerster 900 BMW zum Preis von insgesamt rund 22 Millionen Euro als Dienstwagen für die Nürnberger Behörde und ihre 180 Arbeitsämter bestellt. Dies habe BMW bestätigt. Bisher habe der Fuhrpark nur rund 200 zumeist erheblich billigere Autos der Marken VW, Opel und Ford umfasst. ...
...Laut "Bild am Sonntag" hat sich Gerster ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt finanziell gut absichern lassen. Gerster, der ein Jahresgehalt von 250.000 Euro beziehen soll und einen Vertrag bis 2007 hat, stehe bei einer Entlassung für die restliche Amtszeit Übergangsgeld zu. Dieses erhalte er auch für den Fall des freiwilligen Ausscheidens.

Quelle:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,277249,00.html


Respekt, Floridan ...äh... FLORIAN Gerster! Perfekt wird die Geschichte aber erst, wenn Du die Dir unterstellten Arbeitsämter noch anweist, ein paar Arbeitslose zum BMW-Putzen zu zwingen (sonst gibts 'ne Sperre)!

Gast XL

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Florian Gerster
« Antwort #1 am: 12:06:31 So. 07.Dezember 2003 »
Ist ja fast etwas zu billig und stammtischmäßig sich über Politiker aufzuregen.

Korrupt waren die schon immer und auf Seiten der Wirtschaft stehen die auch nicht erst seit gestern.

Es ist schon irre, wie schnell Leute sich an etwas gewöhnen und die Lebensbedingungen von Jahrzehnten einfach vergessen. "In diesen Zeiten ist das nicht mehr finanzierbar!" heißt das denn immer. ABSOLUTER SCHWACHSINN!!! Es haben sich die Kräfteverhältnisse nur verändert. Eine Linke Bewegung ist nach dem Zusammenbruch des Ostblocks weitgehend von der Bildfläche verschwunden und heute kommt das  herrschende Pack mit all dem durch, was damals noch von Protesten, Streiks und kampfbereiten Gewerkschaften verhindert worden wäre.

Und so ist Arbeitsamts-Chef Flori Gerster, also unser aller Chef, ein Prima Beispiel dafür, daß die Mächtigen sich sicher sind mit allem durchzukommen. Floris erste Amtshandlung war es, sich selbst das Gehalt zu verdoppeln. Da sollten wir uns mal ein Beispiel dran nehmen! (Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat sich gerade die Diäten um 18% erhöht, wirklich zahm im Vergleich...). Dann gab es gleich eine Luxusrenovierung für die Führungsetage. Ach lustig war die Aktion "für das neue Erscheinungsbild" des Arbeitsamtes seinen Kumpels einige Millionen zuzuschieben. Die gehörten z.T. der FDP an, aber das ist auch egal, denn die Politik der Grünen und der CSU, der SPD, CDU und FDP sind sowieso kaum meh voneinander zu unterscheiden... Es ist fast schon ein Wunder, daß der Vetrag mit der Werbefitma wieder gelöst wurde, der Medienwirbel war wohl doch zu groß...

Ich glaube, Politiker und Manager können sich noch so manche Million in neuen BMWs hin- und herschieben, bis es hier Proteste gibt.

Frusti

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Florian Gerster
« Antwort #2 am: 21:12:42 Do. 15.Januar 2004 »
Zitat
Original von Gast XL

... Es ist fast schon ein Wunder, daß der Vetrag mit der Werbefitma wieder gelöst wurde, der Medienwirbel war wohl doch zu groß...


Den Vertragstext hätte ich gerne mal gesehen. Der Gerster und seine Spezln kommen mir vor wie Ladendiebe die, wenn man sie erwischt anbieten, dann halt doch zu bezahlen. Von so einem Vertrag habe ich noch nie etwas gehört. Aber wer weiß, heutzutage ist ja vieles möglich.

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Florian Gerster
« Antwort #3 am: 12:22:57 Fr. 16.Januar 2004 »
Zeitung: Gerster schloss Beratervertrag für 10 Millionen Euro ab
Berlin (dpa) - Der Chef der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, hat nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung" Beraterverträge mit der Unternehmensberatung Roland Berger in Höhe von zehn Millionen Euro abgeschlossen. Dies ergebe sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des CDU- Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt. Ähnliches berichtete auch "Focus Online".


Bislang war nur der umstrittene Beratervertrag mit der Berliner WMP bekannt, für den sich Gerster mehrfach vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages rechtfertigen musste. Dabei ging es hauptsächlich um die Vergabe des Vertrags, die ohne Ausschreibung stattgefunden hatte.

Nach Informationen der Zeitung handelt es sich um insgesamt sechs Verträge, die Gerster mit Berger abschloss. Der erste "Beratung des Vorstands zum Systemwechsel" datiere vom 1. September 2002. Fünf der Verträge, drei davon so genannte Erweiterungsverträge, hätten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2004. Dabei gehe es um Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Hartz-Konzepts. Der FDP-Abgeordnete Dirk Niebel nannte es "problematisch, wenn jemand Beratung vornimmt für ein Konzept, das er selbst mit erarbeitet hat". Roland Berger war in der so genannten Hartz-Kommission vertreten.

Der CDU-Abgeordnete Kaster verlangte in der "Saarbrücker Zeitung" den Rücktritt des Chefs der Bundesagentur und fragte: "Was macht Gerster eigentlich noch selbst?" Gerster sei "der teuerste Fehlgriff von Kanzler Schröder" und habe offenbar kein Gefühl mehr für den Umgang mit dem Geld der Beitragszahler.


dpa/ecoline vom 16.01.2004

Regulator

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Florian Gerster
« Antwort #4 am: 14:33:05 Sa. 17.Januar 2004 »
Moin!

Zitat
Gerster sei "der teuerste Fehlgriff von Kanzler Schröder" und habe offenbar kein Gefühl mehr für den Umgang mit dem Geld der Beitragszahler.

Das Gefühl für Geld haben diese Leute doch schon lange verloren! Eben mal einen 1.000 Euro aus der Vitrine im Wohnzimmer oder auch mal 25.000Euro in der Schublade der Anrichte im Flur. Hab gerade mal nachgesehen... bei mir liegt kein Geld im Schrank, sollte ich mal den Nikolausi wechseln?  :wink:
Nebenbei glaube ich, dass die ganze Führungsspitze inkl. Schröder selbst ein Fehlgriff ist!

Gruß

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Florian Gerster
« Antwort #5 am: 20:54:24 Sa. 17.Januar 2004 »
Man läßt es sich schon einiges kosten Arbeitslose klein zu kriegen, so klein, daß sie jeden Drecksjob annehmen oder eine Ich-AG anmelden. Und für eine so hohe Aufgabe kann schon mal eine kleine Belohnung in die eigene Tasche und in die der helfenden Kumpels fließen lassen....



Bundesagentur erhöht Ausgaben für Berater - Kritik an Verquickung
Nürnberg (dpa) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erhöht ihre Ausgaben für externe Berater und Sachverständige in diesem Jahr weiter. Insgesamt seien im Haushaltsplan 40 Millionen Euro vorgesehen, sagte BA-Sprecherin Bettina Schmidt am Samstag der dpa. Dies seien 8 Millionen Euro mehr als 2003. Unterdessen verschärft sich die Kritik daran, dass Berater der Bundesagentur auch in der Hartz-Kommission saßen, die den Umbau der Arbeitsverwaltung vorbereitete. Der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim sagte, dies stoße "an die Grenze zur Korruption".

Nach Schmidts Angaben wird die Ausgabensteigerung mit erhöhtem Beratungsbedarf für die "Neuausrichtung der Dienstleistungen, der organisatorischen Strukturen und der Prozesse der Bundesagentur" begründet. Enthalten seien in dieser Summe die Honorare für die Beraterfirmen Roland Berger, McKinsey, BearingPoint, Ernst & Young und IBM, die den Umbau der BA begleiten.

Nach ARD-Informationen haben die Aufträge an diese fünf Unternehmen einen Gesamtwert von 38 Millionen Euro. Größter Auftragnehmer war nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Samstag) McKinsey Deutschland, auf das im vorigen Jahr Beraterverträge mit einem Volumen von mehr als 16 Millionen Euro entfallen seien. Den zweiten Platz nimmt die Firma Roland Berger ein, die seit September 2002 von der BA und der Bundesregierung Aufträge über etwa 12,4 Millionen Euro erhielt.

Nach Informationen der "Berliner Zeitung" hatte auch das Beratungsunternehmen McKinsey einen eigenen Experten in der Hartz- Kommission platziert. McKinsey-Deutschland-Chef Jürgen Kluge wolle das Beratungsgeschäft mit der öffentlichen Hand ausweiten, berichtete das Blatt.

dpa/ecoline vom 17.01.2004

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Florian Gerster
« Antwort #6 am: 22:59:45 Sa. 17.Januar 2004 »
Bah, da wird einem doch nur schlecht.....
:twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
Gruß

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Florian Gerster
« Antwort #7 am: 18:36:10 Di. 20.Januar 2004 »
Laut "Handelsblatt" neue Vorwürfe gegen Gerster

Berlin (dpa) - Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Laut "Handelsblatt" hat die Innenrevision drei neue Beraterverträge entdeckt. Sie sollen ohne Ausschreibung und damit rechtswidrig vergeben worden sein. Dabei handele es sich um Aufträge an die Firmen Roland Berger und IBM in Millionenhöhe, heißt es. Die Union hat Wirtschaftsminister Wolfgang Clement inzwischen aufgefordert, "die Fakten auf den Tisch zu legen und zu handeln". Gerster selbst lehnt einen Rücktritt ab.

dpa/online vom 20.01.2004 16:55


und zusätzlich hörte ich eben im Radio, es wäre herausgekommen er hätte Akten manipuliert um sich selbst zu schützen.