Autor Thema: Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock  (Gelesen 4794 mal)

Kuddel

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Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« am: 12:14:53 Fr. 17.Dezember 2010 »
Zitat
Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
Elke Schneefuß

Den Unternehmen aus der Logistikbranche gehen die Berufskraftfahrer aus. Schuld daran ist auch die Änderung bei der Wehrpflicht.

Lüneburg. Früher waren sie die Kapitäne der Landstraße, einsame Helden des Alltags mit dem Hang zum Fernweh. Am Berufsbild des Lastwagenfahrers hat sich im Grunde genommen so viel nicht verändert - die Rahmenbedingungen und die Anforderungen hingegen sehr. Inzwischen gehen den Unternehmen aus der Logistikbranche die Berufskraftfahrer aus.

"Ja, das Problem existiert auch bei uns im Norden", sagt Sönke Feldhusen, Leiter des Aufgabenbereichs Starthilfe und Unternehmensförderung bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Gründe für den Mitarbeitermangel bei den Speditionen gebe es viele: "In Deutschland war die Bundeswehr in der Vergangenheit durch die dort erwerbbaren Lkw- und Bus-Führerscheine ein wichtiger Lieferant für Berufskraftfahrer. Diese Quelle ist durch die Änderungen bei der Wehrpflicht und den Rückgang der Zeitsoldaten nahezu versiegt."

Standortschließungen in der Region haben zusätzlich dazu beigetragen, dass immer weniger Soldaten den Lkw-Führerschein mit nach Hause nehmen, wenn sie die Kaserne nach Ableistung der Wehrpflicht verlassen. Eine Besserung ist kaum in Sicht, denn die Wehrpflicht soll 2011 ganz entfallen.

Auch die Berufsausübung ist für die Lkw-Fahrer nicht leichter geworden. "Seit dem 10. September 2009 ist die so genannte EU-Berufskraftfahrerregelung in deutsches Recht umgesetzt. Lkw-Fahrer, die nach diesem Stichtag ihren Führerschein gemacht haben und als Fahrer im gewerblichen Verkehr tätig werden wollen, benötigen eine zusätzliche Ausbildung, die mit einer IHK-Sachkundeprüfung abschließt. Die Hürde für den Berufszugang ist durch die Prüfung spürbar hoch gesetzt worden", sagt Sönke Feldhusen. Die EU-Vorschriften sollen vor allem mehr Verkehrssicherheit bringen - aber Neueinsteiger in den Beruf scheint die Situation eher abzuschrecken.

"Ja, wir haben ein Imageproblem, auch bei der Bezahlung hapert es teilweise. Wer qualifizierte Fahrer haben will, muss ein paar Euro Lohn drauflegen. Wobei wir davon ausgehen können, dass diese Lohnerhöhung an die Kunden weitergegeben wird. Die Gewinnmargen in dieser Sparte der Logistikbranche sind dünn", sagt Ingo Hodea, Sprecher des Bundesverbandes für Spediteure in Bonn.

"Noch ausbaufähig" nennt Sönke Feldhusen die Bezahlung in der Branche. "Wie in vielen anderen Niedrig-Lohn-Jobs wirkt der Hartz-IV-Regelsatz wie ein Mindestlohn. Arbeitslose Interessenten sind nach den von vielen Spediteuren gesammelten Erfahrungen nur mit einem spürbaren Lohnabstand nach oben für die Berufskraftfahrertätigkeit zu gewinnen", sagt Feldhusen.

Lasterfahrer sind auf diese Weise zu gesuchten Fachkräften geworden. Auch der demographische Wandel sorgt für Probleme. "Viele alte Kapitäne der Landstraße sind in die Jahre gekommen, der Zufluss von der Bundeswehr läuft nicht mehr", sagt Hodea. Aus eigener Kraft können sich Viele den Lkw-Führerschein aber nicht leisten: Mit 10 000 Euro muss ein angehender Trucker rechnen. Außerdem ist der Job oft stressig. "Die Straßen sind voll", sagt Hodea. Tagelange Touren halten die Fahrer von den Familien fern, auch das macht den Beruf nicht beliebter.

Einen eigenen Weg zur Lösung der Personalengpässe geht der Lüneburger Unternehmer Eberhard Manzke. Er sitzt in Volkstorf (Landkreis Lüneburg), liefert Dienstleistungen rund um den Bau, führt Transporte durch und betreibt einen Containerdienst.

"Der Mangel an Lkw-Fahrern ist auch für uns ein Thema", sagt er. Mit der Gründung einer eigenen, gemeinnützigen GmbH hat er auf das Problem reagiert. "Die GmbH bietet als Weiterbildung den Erwerb des Lkw-Führerscheins an. Die Maßnahme läuft als Bafög-Modell, später zahlt der Fahrer die Summe in Raten zurück", erklärt Manzke. Seine Fahrer haben den Vorteil, abends zu Hause zu sein. "Unsere Touren sind maximal bis 250 Kilometer lang, das wirkt sich positiv aus."

Die größten Schwierigkeiten mit der Personalgewinnung haben internationale Speditionen", so Manzke. Das Problem könnte noch größer werden: Ab Mai 2011 gilt für einige osteuropäische EU-Mitgliedstaaten die Freizügigkeit. Dann können deren Spediteure - möglicherweise mit Niedriglöhnen - auf den deutschen Markt drängen.

Die IHK möchte vor allem neue Ausbildungswege öffnen. "Wir sind gegenwärtig mit der Arbeitsagentur Lüneburg und Spediteuren im Gespräch, um attraktivere und unternehmensnahe Umschulungsmöglichkeiten zu entwickeln", sagt Sönke Feldhusen.
http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1729856/Kraftfahrer-Rueckgang-im-Norden-Null-Bock-auf-den-Bock.html

antonov

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #1 am: 12:55:00 Fr. 17.Dezember 2010 »

06.05.2009 | landeszeitung.de
IHK-Präsident weist Vorwürfe zurück
A 39-Gegner fordern Rücktritt von Manzke

lz Lüneburg. Den Rücktritt des Bauunternehmers Eberhard Manzke von seinem Amt als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg fordert der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39. Begründung: ein "gravierender Interessenkonflikt zwischen Amt und privaten Interessen", sagt Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Die IHK wies die Vorwürfe, ihr Präsident Manzke setze sich aus persönlichen unternehmerischen Motiven für den Bau der A 39 ein, prompt und "entschieden" zurück.

Weiter fordert der Dachverband der Bürgerinitiativen Manzke in seiner Presseerklärung dazu auf, "seine Interessenverflechtung mit dem möglichen Bau der A 39 offen zu legen". Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies darauf, "dass Manzke mittlerweile an die zehn Kies- beziehungsweise Sandgruben im Umfeld der A 39-Trasse betreibe und seine marktdominante Position durch die Inbesitznahme weiterer Abbauplätze vorantreibe".

Niemann weiter: "Auch wenn sich die Kiesgrubenpläne von Herrn Manzke angesichts der trüben Aussichten der A 39 als grandiose Fehlspekulation herausstellen werden, sollte Herr Manzke aus Gründen der politischen und geschäftlichen Korrektheit doch alsbald von seinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."

Eberhard Manzke entgegnet: "Die Vollversammlung der IHK hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach vorbehaltlos für den Bau der A 39 ausgesprochen. Als Präsident ist es meine Pflicht, dieses demokratische Votum zu vertreten. Im Übrigen wird der Bau dieser Autobahn von einem breiten Konsens der Unternehmen in der Region getragen."

Er habe zudem bei jeder Abstimmung in der IHK-Vollversammlung zu diesem Thema darauf hingewiesen, dass er selbst nur Baustoffproduzent sei und sich nicht an Ausschreibungen im Rahmen des Baus der Autobahn 39 beteiligen werde.

Eberhard Manzke weist auch darauf hin, dass der Dachverband Art und Funktion einer Selbstverwaltung völlig verkenne. Diese lebe ja gerade davon, dass Unternehmer im Ehrenamt sich für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen. Eberhard Manzke erklärt: "Auf jeden Fall werde ich aufgrund derartiger Vorwürfe weder mein Unternehmen verkaufen noch von meinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."

---> Quelle

unkraut

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #2 am: 12:58:12 Fr. 17.Dezember 2010 »
Ich habe beruflich indirekt damit zu tun . Komme aber mit den Fahren doch mal ins Gespräch .Und gerade
 " gestrandete " Fernfahrer plaudern dann gerne mal aus dem Nähkästchen .
Nur noch Termindruck , alles andere zählt nicht . Überfüllte Parkplätze und teure Raststätten , Stau ... miese Bezahlung .
Der Fahrermangel ist aber nicht allein ein dt. Fänomen .
Allein in den Niederlanden fehlen in den kommenden Jahren rund 50000 ( fünfzigtausend ! ) LKW Fahrer .
Die großen Speditionen fangen an selbst auszubilden und attraktive Löhne anzubieten .

Ich habe selbst einige Jahre aufn Bock gesessen . Ehrlich , ich möchte es nicht mehr machen .

Der Traum vom Trucker ist lange ausgeträumt .



Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

Eivisskat

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #3 am: 13:09:21 Fr. 17.Dezember 2010 »
Diese Trucker sind HELDEN, denn sie fahren uns allen z.B. unseren täglichen Bedarf an Lebensmitteln usw. unter schwierigsten Bedingungen von A nach B.

Güter die eigentlich auf die Schiene sollten, aber aus Profitgründen per LKW über sehr lange Strecken gefahren werden müssen.

Die Menschen sollten wir GUT behandeln, anstatt sie bis aufs Letzte auszupressen, denn sie sind in der Gesellschaft genauso wichtig und nützlich, wie z.B. Busfahrer, Schneeräumer, Krankenschwestern, Kassiererinnen und Hunderte andere.


Es ist eine Schande...

Kuddel

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #4 am: 12:08:49 So. 22.Mai 2011 »
Zitat
Fahrermangel verursacht größere Probleme als Maut oder Liberalisierung

Der Fahrermangel wird zu einem existenziellen Problem für die Transportunternehmen und zu einem Anstieg der Frachtraten führen. Diese Ansicht vertrat Gerald Hensel auf dem 11. Branchenforum Stahl des Verbands Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL). Als Hauptursache nannte Hensel, der Vorsitzender des Ausschuss für Berufsbildung im Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung BGL ist, die Überalterung des Fahrpersonals. „Wir rechnen daher auch bei verhaltener Konjunktur mit einem jährlichen Bedarf von 25.000 bis 30.000 neuen Kraftfahrern alleine für den gewerblichen Güterverkehr", sagte der geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Albert Hensel. Diesem hohen Bedarf an Kraftfahrer standen 2010 jedoch nur 2416 Ausbildungsplätze für Berufskraftfahrer gegenüber – trotz einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. Daher prognostizierte Hensel, dass das Fahrerproblem einen „weit größeren Einfluss auf die erfolgreiche Positionierung von Transportunternehmen haben könnte als alle Ereignisse der vergangenen Jahre, inklusive Liberalisierung und Maut."

Doch auch die verladende Wirtschaft bekomme die Folgen zu spüren: „Die höhere Qualifikation, aber auch die Knappheit der Ressource Fahrer werden zu einem deutlichen Anstieg der Transportpreise führen", sagte Hensel. Auf die Zweifel von Seiten der Stahlindustrie, ob denn eine dreijährige Ausbildung für Fahrer notwendig ist und nicht junge Menschen abschreckt, erwiderte Hermann Grewer, Präsident des BGL und Vorsitzender des VVWL: „Ob nun Ladungssicherung, die Bedienung diverser Instrumente vom digitalen Tachographen bis hin zu den Mautgeräten oder das kraftstoffsparende und sichere Fahren: Die Ansprüche an den Beruf des Kraftfahrers steigen permanent." (cd/vb)
http://www.trucker.de/article/47994-fahrermangel-verursacht-gr%C3%B6%C3%9Fere-probleme-als-maut-oder-liberalisierung

unkraut

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #5 am: 13:19:49 So. 22.Mai 2011 »
Wie einige ja wissen bin ich bei MB in Nl am werken . Komme täglich mit den Fahrern in Kontakt .
Immer mehr sitzen ausländische Fahrer auf den Trucks . Egal ob niederländische oder deutsche Speditionen .
Die fahren echt für nen Appel & nen Ei . Weder haben se ne Fahrerkarte noch ADR Schein oder sonstiges .
Sprechen kaum niederländisch oder deutsch oder englisch . Fahren 3 Monate am Stück und dann 3 Wochen nach hause . Also Polen , Tschechien , Ungarn , Slowenien oder Litauen , Ukraine . Im Schnitt hat ein Fahrer 1200 netto / mo. incl. Spesen  . Und unter 60 Stunden geht gar nichts . Egal was der Tacho registriert .
Und der Zustand der Fahrzeuge incl. Hänger / Auflieger ist oft haarsträubend .
Und Deutschland bekommt nun genau wie die Niederlande das Versäumnis des eigenen
" Nachwuchs heranziehen " zu spüren . Die Speditionen haben sich darauf verlassen das die Bundeswehr Kraftfahrer ausbildet  und sie diese dann nur zu übernehemen brauchen . Ist ja auch schön billg .
In den Niederlanden sind die Speditionen nun daran junge Kraftfahrer selbst auszubilden und auch mit guten Löhnen den Job schmackhaft zu machen .
In Deutschland muß man ja ab 50 den LKW Schein verlängern . Und das perverse : Muß jeder selbst bezahlen .
Es gibt keine Gesetzesgrundlage nach der der AG dies bezahlen muß .

Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

BGS

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #6 am: 22:58:09 Mi. 22.Juni 2011 »
Lkw - Fahrer werden  bald Leerfahrten machen aus z. B. Moldavien, oder Transnistrien - statt wie heute aus Weissrussland, Rus,  UA, KAZ ...

Durch die Gier der "Unternehmer"

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Sir Vival

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #7 am: 23:11:51 Mi. 22.Juni 2011 »
Die Zeiten in Freiheit auf Achse ab in den Süden, man denke an Manfreg Krug (Sendung??) sind lange vorbei.

Drückerei, Stress, inoffizielle Anweisungen, das Gesetz zu brechen (Fahrzeiten), usw. sind an der Tagesordnung. Wer nicht spurt, der fliegt.....gewinnt zwar vor Gericht, hat aber trotzdem die Arschkarte, da AL.
That´s Germany, our heissgeliebter Rechtsstaat.
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!

Kuddel

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #8 am: 21:40:23 Do. 23.Juni 2011 »
Zitat
Die Branche brummt - die Fahrer fehlen

Roger Scholl

Versicherungsmathematiker, Maschinenbauingenieure, Verfahrenstechniker - das sind die Berufe, an die man gemeinhin zuerst denkt, wenn von Arbeitskräftemangel die Rede ist. In Mannheim, einem der Top-Standorte der Logistik-Branche, fehlt es mittlerweile selbst an Fachleuten im Führerhaus. Der Markt sucht dringend Brummi-Piloten, die Nachfrage hat sich mit plus 52 Prozent binnen Jahresfrist in den obersten Umdrehungsbereich beschleunigt, beim Nachwuchs dagegen bewegt sich die Branche im Rückwärtsgang: Das Berufsbild "Kraftfahrer" kämpft gerade bei Schulabgängern mit einem Negativ-Image - obwohl die Experten von besten Aufstiegsmöglichkeiten wissen. In manchen Klein-Betrieben rumort es längst, man weiß von unseriösen Abwerbeversuchen, und mitunter haben sogar Vermittler aus Osteuropa ihre Dienste angeboten.
http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/724163318.html

Jester

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #9 am: 14:27:01 Mo. 05.September 2011 »
Die Zeiten in Freiheit auf Achse ab in den Süden, man denke an Manfreg Krug (Sendung??)....

"Auf Achse" hieß das damals. Habe ich auch als kleiner Bengel immer gern geschaut.
Viele Jahre später habe ich diesen "Kindheitstraum" verwirklichen können.
Innerhalb von nur 3 Monaten auf der Straße, wurde aus dem Traum ein Albtraum.
Habe mich kündigen lassen.

Kuddel

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Re:Kraftfahrer-Rückgang im Norden: Null Bock auf den Bock
« Antwort #10 am: 15:49:31 Mo. 25.Juni 2018 »

Lkw-Branche:
Keine Lust mehr auf den Bock?


Bestellungen im Internet, Müllauto fahren, Supermärkte beliefern: Lkw-Fahrer sind gefragt. Und doch fehlt das geeignete Personal. Auf NDR 1 Welle Nord und NDR.de haben wir erst kürzlich darüber berichtet. Nach Angaben des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes Deutschlands fehlen bundesweit 45.000 Lastwagenfahrer. Im Norden fehlen laut Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein (UVL) bis zu 1.000 Fachkräfte.

Quer durch Europa fahren als "Kapitän der Landstraße" oder doch eher ein Albtraum zwischen Dixi-Klos und Fahrerkabine - was ist passiert mit dem Traumjob "auf dem Bock"? Wer sich die Unfallstatistik ansieht, kann sich ausmalen, wie es um den Job bestellt ist - Termindruck, Übermüdung, überladene Lkw...

https://www.ndr.de/wellenord/sendungen/zur_sache/Lkw-Branche-Keine-Lust-mehr-auf-den-Bock-,zursache1654.html