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Ausbeutung und Mobbing bei Starbucks

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xyu:
hier noch ein anderer bericht:

„Euer Kaffee schmeckt erst, wenn Ihr die Gewerkschaft respektiert“

Starbucks-ArbeiterInnen in Chile im Streik

In Chile sind über 200 Starbucks-Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert in der El Sindicato de Trabajadores de Starbucks en Chile. Nachdem sie lange auf Starbucks hingeredet hatten, etwas an ihren Arbeitsbedingungen zu bessern und dabei nur auf taube Ohren stießen und Repressalien gegen Gewerkschaftsmitglieder erfuhren, sahen sie sich nun gezwungen in den Streik zu gehen. Seit dem 7. Juli befinden sich chilenische Baristas im Streik. Das Fass lief endgültig über, als ihnen vorgeschlagen wurde, statt einem Mittagessen sich mit gratis Kaffee zu begnügen. Kaffee ist zwar nett und schön, sagen die chilenischen Baristas, es macht allerdings nicht satt und die magere Bezahlung bei Starbucks reiche schon lange nicht.
Ca 1,70 € verdient eine ArbeiterIn bei Starbucks in Chile pro Stunde. Wie in vielen Ländern heißt geringe Bezahlung in Chile nicht automatisch auch geringe Lebenshaltungskosten. Ein Schichtleiter, bei Starbucks „Shift Supervisor“ genannt, gibt einen Vergleich für den Wert des Lohnes: ein Mittagessen liege bei ca. 4 €. Ein horrendes Missverhältnis. Das Management bekommt daher einen Zuschuss für Essen. Seit Jahren fordern die Gewerkschafter einen Essenszuschuss auch für die Mitarbeiterinnen. Statt dessen werden von Starbucks, fast verhöhnend, zwei Becher Kaffee angeboten. Die Löhne wurden ohnehin seit 8 Jahren nicht mehr angehoben. Ein Zuschuß zu Fahrtkosten und für Bekleidung ist dringend nötig, um sich gemäß des von Starbucks verlangten Dresscodes kleiden zu können.
Kurz, es sind die besonderen Härten, zusammen mit Unterbezahlung, die Baristas in 30 Starbucksfilialen auf die Straße treibt. Laut und bunt tragen sie ihren Protest auf die Straße und zwar wörtlich, mit bunten Schilden und Transparenten, Kochtöpfen, Trommeln und Musik, tanzend Parolen rufend. Sie meinen es ernst. Um dem Ernst mehr Nachdruck zu verleihen sind am Sonntag drei Repräsentanten der Gewerkschaft in den Hungerstreik getreten. Sie werden weiter machen bis ihnen endlich jemand zuhört, sagen sie.

Die IWW Starbucks Workers Union hat deshalb zu einer weltweiten Aktionswoche aufgerufen und bittet alle, sich Aktionen auszudenken um auf die Situation aufmerksam zu machen. Jeglicher Protest, der Starbucks entgegengebracht wird, kann den chilenischen Batistas helfen. Starbucks ist ohne Druck nicht bereit, mit seinen organisierten Beschäftigten zu verhandeln. (In Starbucks-Sprache: “Partner”.) Wer so kämpft gegen die Arroganz eines Weltkonzerns, braucht unsere ganze Unterstützung. Die Kunden von Starbucks sollten erfahren, mit welchen Methoden sich Starbucks zu einer “Top-Empfehlung” für Aktienbesitzer macht: wallstreet online. Mischt Euch ein, macht etwas. Am besten geht das sicher organisiert mit anderen zusammen.

Quelle:  http://www.wobblies.de/?p=874

IWW Starbucks Workers Union Declares Global Week of Action against Starbucks Union Busting in Solidarity with the Chilean Starbucks Strikers: http://www.iww.org/en/content/iww-starbucks-workers-union-declares-global-week-action-against-starbucks-union-busting-soli

habe in reaktion auf diese berichte mails an auf den offiziellen starbucks-seiten zu findenden emailadressen geschickt ( info@starbucks.de , CCCCommunications@starbucks.com , info@starbucks.com ) worauf allersdings keine reaktion erfolgte (sicherlich kann es trotzdem nicht schaden, wenn mehr mails eingehen ! ) .

hier berichte vom global action day against starbucks '08: http://www.fau.org/soli/starbucks/art_080705-070956

Kuddel:
Starbucks - Steuersatz: Etwa 0,3%

"Am Sonnabend bekommen in Britannien zahlreiche Starbucks-Filialen unerwünschten Besuch: Die Flashmob-Initiative UK Uncut ist wieder unterwegs. Und ramponiert womöglich das Image des US-Konzerns. Der ist wegen seiner Steuervermeidungspraktiken auch beim britischen Finanzministerium in Ungnade gefallen"

http://www.neues-deutschland.de/artikel/806494.mit-dem-schlafsack-ins-starbucks.html

Fritz Linow:
In der Systemgastronomie stehen die Zeichen auf Warnstreik:


--- Zitat ---01.02.2017

Nach dem der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) auch in der dritten Tarifverhandlung kein ernstzunehmendes Angebot für die rund 100.000 Beschäftigten von McDonald's, Burger King, Pizza Hut, Nordsee, Autogrill und Co. vorgelegt hat, hat die NGG umgehend begonnen, den Druck zu erhöhen. Nur Stunden nach dem ergebnislosen Ende der Verhandlung fanden die ersten Warnstreiks und Aktionen statt. Für die kommenden Wochen sind viele weitere Warnstreiks und Aktionen geplant.
Kein Angebot, eine Provokation

Das "Angebot" der Arbeitgeber, wonach tausende Beschäftigte in der untersten Tarifgruppe künftig gerade einmal 5,07 Euro mehr pro Monat (!) erhalten sollen, als sie wegen des geltenden Mindestlohns ohnehin bekommen müssen, hatte der NGG-Verhandlungsführer Guido Zeitler als Provokation bezeichnet, welche "[...] die nicht vorhandene Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt."  
--- Ende Zitat ---
https://www.ngg.net/artikel/2017/1/das-ist-erst-der-anfang-warnstreiks-in-der-systemgastronomie/

Starbucks sucht derweil in Polen Streikbrecher:


http://wyborcza.pl/7,155287,21325108,starbucks-szuka-lamistrajkow-w-polsce-niemiecki-zwiazkowiec.html  

Liebe Partner,

im Zusammenhang mit den Streiks des gesamten Gastronomie-Sektors auf dem deutschen Markt besteht die Möglichkeit, dass diese auch unsere Cafés betreffen. Wir respektieren voll und ganz das Recht unserer Partner, sich an Demonstrationen zu beteiligen, aber wir haben die Pflicht, unseren Gästen jederzeit und in jedem Café einen Weltklasse-Service zu bieten.
Daher brauchen wir eure Unterstützung, um den laufenden Betrieb und die operative Perfektion unserer Cafés in Deutschland sicherzustellen. Wir zeigen, dass man auf uns zählen kann. :)

Willst du unsere Cafés in Deutschland unterstützen und mit deutschen Partnern arbeiten?

Erwartungen:
- Grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache
- Lust, nach Deutschland zu fahren und dort zu arbeiten
- EU-Pass
- Flexibilität
- Wir suchen Freiwillige für alle Positionen: von Baristas bis SM's

Fragen und Antworten:

1. Wo ist Hilfe nötig?
Hilfe wird in Berlin und im Ruhrgebiet nötig sein (Oberhausen, Essen, Duisburg)

2. Wann wird die Unterstützung nötig sein? Wann erfahre ich, ob ich eventuell fahre?
Leider können wir bisher keine Daten präzisieren, daher ist viel Flexibilität nötig. Wir könnten euch bis zu einem Tag vor der geplanten Reise informieren.

3. Welche Ausgaben werden von der Firma übernommen und wie werden sie bezahlt?
Die deutschen Partner bezahlen die Reisekosten und Unterbringung. Der Lohn beträgt soviel wie der deutsche Stundenlohn, d.h. € 8,84 sowie Tagesspesen wegen einer berufsbedingten Reisetätigkeit.

4. Wie lange ist Unterstützung nötig?
Das können wir vorher noch nicht bestimmt sagen. Wir gehen davon aus, dass es maximal 4 Tage werden - mindestens 1 Tag.

5. An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden? An wen wende ich mich, wenn ich unterstützen will?
Bitte informiere deinen Store Manager und bitte darum, diese Information an den District Manager und den Regionaldirektor weiterzugeben.

Wir danken euch für eure Unterstützung und grüßen euch ganz herzlich in unseren Cafés.
Wenn du an dem Angebot interessiert bist, informiere deinen Store Manager / District Manager bis Ende dieser Woche.

Linda Bornschier und Michael Müller
Regional Director Germany South/North

Ingo Gugisch
HR Director Deutschland

https://www.facebook.com/labournet.tv/photos/a.333795876750851.1073741826.102677879862653/978741868922912/?type=3&theater

counselor:

--- Zitat ---Erzeugerpreise - Kaffeebauern trotz steigender Ernten in die Armut gedrückt

Ausgerechnet am 1. Oktober, dem internationalen Tag des Kaffees, sank der Rohkaffeepreis für ein Pfund Arabica-Bohnen unter die Ein-Dollar-Grenze.
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw42/kaffeebauern-treiben-trotz-steigender-ernten-in-die-armut

Kuddel:

--- Zitat --- Starbucks in Berlin
„Die Betriebsräte sollen fallen“

Cafés als gewerkschaftlich prekäre Zone. Gekündigt wurde Starbucks-Betriebsrat Michael Gläser unter anderem wegen „permanentem Siezen“.
--- Ende Zitat ---
https://taz.de/Starbucks-in-Berlin/!5695617/

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