Autor Thema: Hirnwäsche, Propaganda & Zensur - Das Abrutschen des jounalistischen Mainstreams  (Gelesen 257661 mal)

Troll

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Die Quote ein Hindernis für die Erfüllung des öffentlichen-rechtlichen Programmauftrags?

Sendeplatz im Programm wurde ursprünglich nach qualitativen Gesichtspunkten und gesellschaftlichen Bedürfnissen getroffen. Die Redakteure und auch Intendanten und Programmdirektoren hatten so etwas wie den innewohnenden Programmauftrag eines „Rundfunks der Gesellschaft“, der die Gebührenzahler mit den für sie wichtigen Informationen in der gebotenen Nachhaltigkeit zu versorgen, die Grundversorgung sicherzustellen.
Das änderte sich in den 90er Jahren, als die kommerziellen Sender stärker auf den Markt drängten. Das Programm wurde immer weniger nach qualitativen Gesichtspunkten geplant. In den Vordergrund rückte die Frage, wie organisieren wir ein Programm, das möglichst viele Zuschauer erreicht. Nun ist das a priori nicht schlecht: jeder Autor will möglichst viele Leser oder Zuschauer, jeder Künstler große Aufmerksamkeit. Aber diese Entwicklung hatte die fatale Wirkung, dass die Inhalte, die vorher im Zentrum des Programms gestanden hatten, plötzlich immer mehr an den Rand gedrängt wurden. Von Gert Monheim.
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Das änderte sich in den 90er Jahren, als die kommerziellen Sender stärker auf den Markt drängten. Das Programm wurde immer weniger nach qualitativen Gesichtspunkten geplant. In den Vordergrund rückte die Frage, wie organisieren wir ein Programm, das möglichst viele Zuschauer erreicht. Nun ist das a priori nicht schlecht: jeder Autor will möglichst viele Leser oder Zuschauer, jeder Künstler große Aufmerksamkeit. Aber diese Entwicklung hatte die fatale Wirkung, dass die Inhalte, die vorher im Zentrum des Programms gestanden hatten, plötzlich immer mehr an den Rand gedrängt wurden.

Die Dokumentationen verloren ihren festen Sendeplatz, weil – so hieß es – die Zusammenhänge für ein breites Publikum zu komplex seien. Sie wurden hin und her im Programmschema geschoben und ausprobiert, wo sie am wenigsten Zuschauer kosteten. Und wo kosten sie am wenigsten Zuschauer? Wo ohnehin wenige sind, also außerhalb der Prime-Time und schließlich wurden sie fast nur noch im Nachtprogramm gesendet. So kam es zu der bizarren Argumentation, dass – weil die komplexen Inhalte den wachen Zuschauer am frühen Abend angeblich überfordern – sie dem müden Gebührenzahler nach 23 Uhr zugemutet werden.
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Quelle und vollständiger Artikel: NDS

Mich überfordern die Schunkelpartys, die unwidersprochene Selbstbeweihräucherung in politischen Talkshows, allgemein die Kritiklosigkeit der ÖR an allem Regierungspolitischen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Und sie bewegt sich doch!

Es vergeht fast kein Tag, an dem uns nicht ein Politiker, Journalist oder Kommentator aufs Neue einbläut, wie gut es uns hier in Deutschland doch ginge. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, auf wen sich dieses „uns“ eigentlich bezieht. Ob es jemandem gut geht, ist eine sehr subjektive Frage. Es mag ja durchaus sein, dass es den betreffenden Politikern, Journalisten, Kommentatoren und ihrem persönlichen Umfeld wirklich gut geht. Man sollte sich jedoch tunlichst davor in Acht nehmen, diese subjektive und eingeschränkte Einschätzung zu verallgemeinern. Wer in sich geht und die veröffentlichte Meinung kritisch hinterfragt, muss zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Von Jens Berger.

Lässt man persönliche Faktoren, wie beispielsweise das familiäre Umfeld und die Gesundheit, mal außen vor, spielen für die Frage des persönlichen Wohlbefindens wohl vor allem die sogenannten sozio-ökonomischen Faktoren die wichtigste Rolle. Wer mangels finanzieller Mittel nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, wird wohl nur in Ausnahmefällen sagen, dass es ihm gut geht. Und hier handelt es sich keinesfalls um Fragen des Konsums oder gar um Statussymbole. Es sind vielmehr elementare Fragen des Lebens, die das subjektive Wohlbefinden beeinträchtigen. Kann sich ein Politiker, der davon überzeugt ist, dass es uns in Deutschland doch gut geht, eigentlich in einen Familienvater hineinversetzen, der als Leiharbeiter trotz guter Arbeit seinen Kindern noch nicht einmal ein Fahrrad zum Geburtstag schenken kann? Geht die Empathie der schreibenden Zunft so weit, dass sich ein gut situierter Leitartikler vorstellen kann, was es für eine fünfzigjährige Schlecker-Verkäuferin, die ohnehin finanziell mit dem Rücken an der Wand steht, bedeutet, ihren Job zu verlieren? Können sich die Kommentatoren, die dem Land allgemeines Wohlbefinden attestieren, eigentlich ausmalen, wie sich ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger fühlt, der sich nicht mehr traut, eine Frau anzusprechen, da er sie noch nicht einmal zum Kaffee oder ins Kino einladen kann?
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Quelle und vollständiger Artikel: NDS

Bis auf das sich "gute Arbeit" und "Leiharbeit" ausschließen, ein guter Artikel.
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Verleumdete Journalisten: Von Drohung bis Rufmord

von Maik Gizinski

Jetzt stellen Sie sich bitte mal Folgendes vor: Sie sind Journalist und haben eine Riesen-Sauerei aufgedeckt. Es geht um Spenden. Sie wurden gesammelt, aber nicht immer korrekt weitergeleitet. Sie berichten darüber, doch statt Anerkennung, kriegen Sie jede Menge Ärger, werden bedroht und mit Prozessen überzogen. Mehr noch: Sie werden diffamiert. Denn der Gegner, mit dem sie sich angelegt haben, hat Macht, Geld und Zeit. Und flutet Redaktionen mit Schmähbriefen. Auch wir haben sie bekommen. Im Visier: Ein Wirtschaftsjournalist. Einer von vielen.
Er war lange ein gefürchteter Mann. Er hat der Spendenbranche auf den Zahn gefühlt, mit dem Internetportal "CharityWatch.de". Viele schwarze Schafe hat Stefan Loipfinger enttarnt. Auch Verbraucherschützer empfehlen seine Veröffentlichungen. Doch jetzt hat er aufgegeben: "Kapitulation ist ein hartes Wort, aber letztendlich ist es ein Eingeständnis, dass es so nicht funktioniert hat. Das ist so." meint der Gründer der Plattform, "Man muss am Ende einfach, wenn man die vier Jahre, wo ich das jetzt gemacht habe, ein Stück weit Revue passieren lässt, erkennen, dass es, für einen Einzelkämpfer im Grunde unmöglich war, gegen die Industrie, die ja beim Spendenwesen dahinter steht und Milliardenbeträge bewegt, gegen so eine Industrie zu bestehen."
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Quelle mit Video: NDR-Zapp

Abseits des Mainstreams wird mit harten Bandagen gekämpft.
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Kuddel

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Georg Schramm klärt auf über Broders Wiederholung der Kriegspropaganda Iranlüge


Kuddel

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Kuddel

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Es findet mit Blockupy gerade einer der bedeutendsten politischen Proteste des Jahres in Frankfurt statt. Und nichts davon in den führenden Online Nachrichtenportalen und "Meinungsmedien" Stern und Spiegel, deren Aufmacher ist "TV-Moderator Kurt Felix ist tot" (Spiegel) und "Chelsea-Stürmer Didier Drogba: Einer zum Fürchten" (Stern). Wenn man auf den Seiten weiter herunterscrollt, findet man wertvolle Hintergrundnachrichten: "Rolls-Royce-Verfilmung: Ecstasy für Hollywood" und "Zu Besuch in Hamburg: Hotel ahoi!" (Spiegel) sowie "Balsam für die gestresste Haut" und "So finden Sie die richtige Sonnencreme" (Stern).

Durch diesen Overkill an Infos muß man sich erst langsam durcharbeiten.

bodenlos

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Es findet mit Blockupy gerade einer der bedeutendsten politischen Proteste des Jahres in Frankfurt statt. Und nichts davon in den führenden Online Nachrichtenportalen und "Meinungsmedien" Stern und Spiegel, deren Aufmacher ist "TV-Moderator Kurt Felix ist tot" (Spiegel) und "Chelsea-Stürmer Didier Drogba: Einer zum Fürchten" (Stern). Wenn man auf den Seiten weiter herunterscrollt, findet man wertvolle Hintergrundnachrichten: "Rolls-Royce-Verfilmung: Ecstasy für Hollywood" und "Zu Besuch in Hamburg: Hotel ahoi!" (Spiegel) sowie "Balsam für die gestresste Haut" und "So finden Sie die richtige Sonnencreme" (Stern).

Durch diesen Overkill an Infos muß man sich erst langsam durcharbeiten.




http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/banken-protest-blockupy-mobilisiert-mehr-als-20-000-menschen/6650478.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grossdemonstration-von-blockupy-in-frankfurt-verlaeuft-friedlich-a-833977.html

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-mehr-als-20-000-menschen-bei-blockupy-demonstration-11756576.html

http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html

bodenlos

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"Blockupy" war in heute-Nachrichten ZDF auf 1. Sendeplatz, ca 3-4 Minuten.

Troll

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Mehr Polizei als Protest in Frankfurt

Zu den verboteten "Blockupy"-Protestaktionen in Frankfurt kamen wesentlich weniger Demonstranten als erwartet. Die Polizei-Hundertschaften waren kaum gefordert, alles blieb weitgehend friedlich.

ZDF (Video)

Für Öffentlich-Rechtlich nicht mal schlecht.
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Jiddu Krishnamurti

counselor

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  • Sapere aude!
Auch der HR ist um eine sachliche Berichterstattung bemüht:

20.000 gegen Bankenmacht

Mehr als 20.000 Kapitalismusgegner haben am Samstag in Frankfurt friedlich gegen die Macht der Banken demonstriert. Die Abschlusskundgebung fand in der Nähe der EZB statt. Das Großaufgebot der Polizei musste kaum einschreiten ...


Quelle: HR Online
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Eivisskat

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Spätnachrichten im ZDF um 21:45h, an 1. Stelle und über mehrere Minuten: Das blöde Fussballspiel Bayern-Chelsea und nachfolgende Trauerfeier in D.

Maybritt Illner erblödet sich nicht, diese so überaus wichtige Nachricht  ::) durch das Land zu blöken.

Ein Hoch auf unsere GEZ-Gebühren...

 :o


Strombolli

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Also ich hatte das zweifelhafte Vergnügen mir das Spiel aus dem entfernten, seitlichen Blickwinkel in grösserer Gesellschaft nebenher anzuschauen.
Einhellige Meinung: Der Würstchenfabrikant soll eine "vorn Arsch" kriegen. Großen Zuspruch erhielt ein des Kneipers zu der Musik von "Living Next Door To Alice".

Was will ich damit sagen? - Die von den Medien verbreitete nationale Parteilichkeit für die Bayern entspricht nicht den Tatsachen!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

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Das Trio ist perfekt: Neben Thomas Gottschalk schlüpft auch Michelle Hunziker bei RTL unter. Das ehemalige "Wetten, dass..?"-Team wird mit Dieter Bohlen die Jury der Castingshow "Supertalent" übernehmen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/michelle-hunziker-wechselt-mit-gottschalk-zu-rtl-show-supertalent-a-840514.html

Wir gehen goldenen Zeiten entgegen!

Strombolli

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Hier wird wieder ein Wettbewerbs-Popanz aufgebaut, auf den der Normalmichel natürlich eintappt. "Supertalent" gegen "Wetten dass?" usw.
Das (weil solche Sendungen insgesamt) geht mir mindestens hundert Meter am Allerwertesten vorbei. Die bespaßen sich doch nur gegenseitig und das ist die eigentliche Show.

3D-TV in folgender Anwendung: Schaut man von links gibts RTL, schaut man von rechts sieht man ZDF (oder eben was anderes)  ;D

Dazu gibts kostenlos die rosaroten Brillen des Vergessens für die ganze Familie.
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Rudolf Rocker

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  • Waldkauz (8>
Jupp!
Das Fernsehen hat heute den Job übernommen, den früher die Kirche gemacht hat!

Opium für´s Volk!!