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Weißrußland

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admin:
Ein Freund aus Weißrußland bat mich soeben folgende Links über die Proteste gegen die Regierung und die Wahlfälschungen zu veröffentlichen:


http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=37127&Cr=Pillay&Cr1
http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-12048520
http://zhelezko.livejournal.com/47591.html
http://www.nytimes.com/2010/12/22/theater/22radar.html?_r=2&ref=todayspaper
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/dec/22/belarus-lukashenko-europe-last-dictator
http://blogs.sacbee.com/photos/2010/12/west-decries-flaws-violence-in.html
http://www.norden.org/en/news-and-events/news/nordic-council-president-demands-the-release-of-detainees-in-belarus

Kuddel:

--- Zitat ---Proteste gegen steigende Preise
Lukaschenko droht mit Schlägen

Weißrusslands autokratischer Präsident Lukaschenko droht Internetaktivisten und anderen Oppositionellen persönlich mit Gewalt. "Ich werde das beobachten und dann so hart zuschlagen, dass sie keine Chance haben werden, ins Ausland zu flüchten", droht der Präsident. Die Proteste richten sich gegen die miserable wirtschaftliche Lage - Weißrussland steht vor der Staatspleite, die Lebensmittelpreise steigen.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat ein hartes Vorgehen gegen jede weitere oppositionelle Regung angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Misere in seinem Land angekündigt. Er werde die Aufrufe zu neuen Protesten etwa im Internet sorgfältig verfolgen, sagte Lukaschenko nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Belta bei einem Besuch in einem Bezirk außerhalb der Hauptstadt Minsk. "Ich werde das beobachten und dann so hart zuschlagen, dass sie keine Chance haben werden, ins Ausland zu flüchten", drohte der seit 16 Jahren autokratisch regierende Lukaschenko.

Auch gegen die Berichterstattung über die Lage in der früheren Sowjetrepublik gehen die Behörden hart vor. So begann der Prozess gegen einen weißrussischen Korrespondenten einer polnischen Zeitung, dem Beleidigung des Staatschefs vorgeworfen wird. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm vier Jahre Haft. Am Wochenende wurden zudem Bereitschaftspolizisten an den Grenzübergängen zu Polen stationiert, die weißrussische Demonstranten bei einer Protestaktion gegen neue Exportbeschränkungen blockiert hatten. Während viele Bewohner der Grenzregion vom Handel mit dem Nachbarland abhängen, sprach Lukaschenko von "Profitgeiern", die es auf "billiges Benzin, Zigaretten und andere Dinge" abgesehen hätten.

Weißrussen fliehen

Moskauer Medien berichteten unterdessen, dass immer mehr Weißrussen nach Massenentlassungen aus den Staatsbetrieben in Russland nach Arbeit suchen. Täglich kämen auf dem Belorussischen Bahnhof in Moskau mehr als 6000 Weißrussen an, heißt es. In Belarus selbst kam es zu Hamsterkäufen etwa in Elektronikläden und sogar von Salz.

Zwar konnten sich die Weißrussen vor der Präsidentenwahl über eine 50-prozentige Erhöhung der Staatslöhne freuen. Dazu musste Lukaschenko aber mehr Geld drucken, wie die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" erinnert. Die logische Folge sei der Verfall der Währung.
--- Ende Zitat ---
http://www.n-tv.de/politik/China-hilft-mit-Milliarden-Spritze-article3572461.html

admin:

--- Zitat ---450 Regierungsgegner in Weißrussland festgenommen



Bei Protesten in Weißrussland gegen den autoritären Staatschef Lukaschenko am Mittwoch sind etwa 450 Regierungsgegner sowie mindestens fünf Journalisten festgenommen worden. "Sie haben wahllos Menschen mitgenommen", sagte der Menschenrechtler Oleg Woltschek in der Hauptstadt Minsk nach Angaben der unabhängigen Agentur Belapan. Mehrere Demonstranten waren am Donnerstag noch in Gewahrsam.

Die meisten Regierungsgegner und die Reporter seien aber nach mehreren Stunden wieder freigelassen worden, berichteten Medien. In etwa 30 Städten hätten sich am Mittwochabend Tausende an den nicht genehmigten Kundgebungen beteiligt, meldete Belapan.

Aktivisten rufen in der Ex-Sowjetrepublik nach arabischem Vorbild über soziale Netzwerke zu Aktionen an jedem Mittwoch auf. Dabei sollen sich die Teilnehmer versammeln und nicht mit politischen Parolen, sondern mit Händeklatschen protestieren. Die Polizei schritt sofort ein und nahm allein in Minsk etwa 220 Menschen fest. Die Proteste hatten in den vergangenen Wochen zugenommen. Weißrussland steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren.

Die Behörden hatten die Bevölkerung vor einer Beteiligung an den Protesten gewarnt. Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Präsident Lukaschenko hatte unlängst eine "angemessene Reaktion" auf Kundgebungen von Regierungsgegnern angekündigt.

In Russland riefen Menschenrechtler die Regierung auf, die Polizeigewalt im Nachbarland zu verurteilen. Russland rettet den "Bruderstaat" immer wieder mit Milliardenkrediten vor dem finanziellen Ruin.
--- Ende Zitat ---
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2770606/450-regierungsgegner-weissrussland-festgenommen.story


Wir wissen hier aus den Medien quasi nichts über das normale Leben in Weißruland. Belarussische Freunde schickten mir Links zu einer Bilderserie und einen Filmclip, wie sie in Minsk in einem alten Holzhaus ein selbstverwaltetes Kulturzentrum einrichteten.

http://gallery.ru/watch?a=ZA0-gOVw



counselor:
Deutsche Polizei half Lukaschenkos Miliz

23.08.2012 16:36 UhrVon Claudia von Salzen

Von 2008 bis 2011 wurden etwa 500 weißrussische Sicherheitskräfte in Deutschland und Minsk geschult, darunter waren auch Offiziere der gefürchteten Miliz. Die Gäste aus Weißrussland durften die deutschen Polizisten auch im Einsatz beobachten – beim Castor-Transport ...

Quelle: Tagesspiegel

jobnomade:

--- Zitat von: counselor am 16:49:52 Fr. 24.August 2012 ---Von 2008 bis 2011 wurden etwa 500 weißrussische Sicherheitskräfte in Deutschland und Minsk geschult,

--- Ende Zitat ---

Das will ich aber mal bezweifeln.

Die Weissrussen werden wohl eher die deutschen "Sicherheitskräfte" in "verlernten" Praktiken für unsere kommenden sozialen Unruhen "geschult" haben.

Jedenfalls lernen von "Schulungen" aller Art ja immer beide Seiten dazu, also auch die "Lehrer".

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