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Streiks bei Zeitungen und Zeitschriften?

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Kuddel:

--- Zitat ---Bei Zeitungen und Zeitschriften drohen Streiks

(17.01.2011) In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften steht womöglich ein Arbeitskampf an. Der DJV beginnt mit Streik-Vorbereitungen. Die Verlage wollen die Löhne von Berufsanfängern und Einmalzahlungen für alle kürzen.

In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften droht ein Streik. Die Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbands hat am Montag die Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften beschlossen, heißt es in einer Mitteilung. Darin sehe man nach dem aktuellen Stand der Tarifverhandlungen die einzige Möglichkeit, die Forderungen der Zeitungsverleger nach massiven Einsparungen in den Tarifverträgen und nach einem neuen, um über 25 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger zurückzuweisen.

Die Tarifverhandlungen für die Zeitschriftenredakteure wurden bereits im April 2010 unterbrochen, nachdem der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Abstriche vom Tarifniveau gefordert hatte. Die Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ruhen seit dem 8. Dezember 2010. Die Zeitungsverleger wollen unter anderem die beiden Einmalzahlungen Jahresleistung und Urlaubsgeld zu einem Monatsgehalt zusammenfassen.

Härter trifft es Neueinsteiger. "Künftige Arbeitsverhältnisse können angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche nicht zu den gleichen tariflichen Rahmenbedingungen vereinbart werden", so der BDZV. Insgesamt soll die Vergütung nach BDZV-Angaben um rund 15 Prozent abgesenkt werden. Erreicht werden soll diese Reduzierung nach Vorstellung der Verlage zur Hälfte aus dem Mantel- und geänderten Altersversorgungstarifvertrag und zur anderen Hälfte aus dem Gehaltstarifvertrag.

Der DJV kommt nach seinen Berechnungen auf eine Kürzung von 25 bis 30 Prozent. "Die Verleger planen die dauerhafte Abwertung des Journalistenberufs", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken angesichts dessen. "Dafür stehen wir nicht zur Verfügung." Zur Vorbereitung und Koordination von Arbeitskämpfen berief die Große Tarifkommission einen Zentralen Aktionsausschuss, dem sieben Zeitungsjournalisten aus mehreren Bundesländern angehören.

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http://www.dwdl.de/story/29781/bei_zeitungen_und_zeitschriften_drohen_streiks/

Kuddel:

--- Zitat ---EINSPARUNGEN BEI REDAKTEURSGEHÄLTERN
Gemeinsamer Streik von Zeitungsredakteuren und Druckern angekündigt

Berlin – Die Gewerkschaften ver.di und DJV bereiten gemeinsame Streiks von Redakteuren, Verlagsangestellten und Druckern in Tageszeitungsverlagen vor. Das haben sie am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin angekündigt. Sie wollen damit Druck auf die Zeitungsverleger ausüben, ihre Forderung nach Einsparungen bei Redakteursgehältern zurückzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Tarifverhandlungen sind am 4. Mai abgebrochen worden, und ein neuer Termin wurde nicht vereinbart.

Ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Kajo Döhring, forderten die Arbeitgeber auf, ihre Bedingung für die Fortsetzung der Verhandlungen fallenzulassen. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) mache weitere Gespräche davon abhängig, dass die Gewerkschaften sich vorab prinzipiell zu Tarifverschlechterungen bereit erklärten, teilten die Gewerkschaften mit.

DJV und ver.di kündigten Arbeitskampfmaßnahmen für "die kommenden Tage und Wochen" an. Diese würden parallel für Redakteure, Angestellte und Drucker organisiert, um möglichst große Wirksamkeit zu erzielen, sagte Werneke. Die Gewerkschaften hätten das klare Ziel, überhaupt keine Verschlechterungen der Tarifverträge zu akzeptieren. Sie gingen davon aus, dass die Zeitungsverlage jährliche Renditen von sechs bis acht Prozent erzielten. Wenn Verlage in Not gerieten, wären die Gewerkschaften jedoch zu einzelnen Vereinbarungen bereit.
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http://www.epochtimes.de/articles/2011/05/10/711898.html

Kuddel:
Lohndrückerei und Streikbrecher...



--- Zitat ---Notmannschaft aus Tschechien geholt
Passau: Streik im Medienzentrum

Passau – Seit gestern wird die Druckerei des Medienzentrums („Passauer Neue Presse“, „Wochenblatt“, „Am Sonntag“) bestreikt. Die Beschäftigten der Druckerei kämpfen gerade um neue Tarifabschlüsse, sollen in Passau angeblich sogar schlechter gestellt werden: mehr Arbeit zum selben Lohn.

Der Sparkurs der Verlegerfamilie Diekmann bringt die Drucker auf die Barrikaden. Rund 70 Beschäftigte versammelten sich gestern mit Transparenten vor dem Druckereigebäude in Sperrwies. Organisiert wird der Streik von der Gewerkschaft Verdi. Insgesamt 160 Mitarbeiter sind betroffen.

Zum selben Lohn sollen die Drucker künftig 40 statt 35 Wochenstunden arbeiten. Der Job ist hart, denn er verlangt vor allem Nachtarbeit. Es hieß auch, dass neue Maschinen angeschafft würden und damit weitere Arbeitsplätze verloren gingen. "Ein Streik bringt erfahrungsgemäß mehr als gute Argumente", sagt Verdi-Vizebezirksgeschäftsführerin Irene Salberg.

Die Krisensitzungen in der Verlagsleitung dauerten bis Mitternacht. Verlegerin Simone Tucci Diekmann und ihr Mann Marco, der Hausjurist, suchten nach einem Ausweg.

Notmannschaft aus Tschechien angereist

Schließlich wurden Drucker aus Tschechien herbeigebracht, damit die Heimatzeitung erscheinen kann. Ob sie heute in vollem Umfang und in kompletter Auflage erschienen ist, darüber liegen noch keine Informationen vor.

Das Lokalradio "UnserRadio", an dem die Verlegerfamilie Anteile hält, brachte eine Frühmeldung über den Streik, bekam danach die Anweisung der PNP-Verlagsleitung, diese Berichterstattung einzustellen. Eine Online-Meldung musste wieder gelöscht werden.

Der Bürgerblick-Fotograf wurde gestern Abend begeistert im Druckzentrum empfangen: „Bürgerblick ist gut, Bürgerblick schreibt die Wahrheit!“, riefen Streikende.

Das unabhängige Passauer Lokalmagazin hat sich einst für die Redakteure eingesetzt, als vor zweieinhalb Jahren dramatischer Stellenabbau vorgesehen war. Die Journalisten arbeiten bei der PNP längst nach einem Haustarif, also unter schlechteren Bedingungen als den von den Verbänden ausgehandelten.

In früheren Zeiten war es üblich, dass sich Journalisten und Drucker bei Arbeitskampfmaßnahmen gegenseitig solidarisch unterstützen.

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http://www.mediendenk.de/index.php?AID=0000026573

Kuddel:

--- Zitat ---Erster Streik der Verlagsangestellten in der Geschichte der Saarbrücker Zeitung
12. Mai 2011

Für die Verlagsangestellten war es der erste Streik überhaupt in der 250-jährigen Geschichte der Saarbrücker Zeitung

Saarbrücken – Über 50 Verlagsangestellte und mehr als 30 Redakteure der Saarbrücker Zeitung sind am Donnerstag dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) gefolgt. Sie verliehen damit ihren gemeinsamen Forderungen nach einer Beschäftigungssicherung und einer linearen Gehaltsanhebung im Zuge der aktuellen Haustarifverhandlungen für die Holtzbrinck-Gruppe Nachdruck. Der Warnstreik der Verlagsangestellten dauerte von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr, der der Redaktion von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr.

Für die Verlagsangestellten war es der erste Streik überhaupt in der 250-jährigen Geschichte der Saarbrücker Zeitung. Am selben Tag fanden Sitzungen des Verlagsausschusses, des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Verlagsgruppe in Saarbrücken statt. Die Mitglieder dieser Gremien wurden von Streikenden empfangen und erhielten Flugblätter und symbolische Präsente. Zudem diskutierten sie mit ihnen über die aktuelle Tarifrunde.

Der Verhandlungsführer der Holtzbrinck-Titel Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur, Joachim Meinhold, hat bisher kein Angebot für Lohnerhöhungen vorgelegt. Zudem weigert er sich bislang, mit den Gewerkschaften über einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung zu verhandeln. Die Verlagsgruppe, die Anfang des Jahres aus der Tarifbindung ausgetreten war, hat seit 2008 konzernweit bereits rund 200 Arbeitsplätze abgebaut, den Löwenanteil davon in Saarbrücken.

„Nachdem am Dienstag und Mittwoch von der Geschäftsführung der Versuch unternommen wurde, in Mitarbeitergesprächen eine Streikbeteiligung zu verhindern, haben die Kolleginnen und Kollegen in Verlag und Redaktion die passende Antwort gegeben. Die Geschäftsführungen der Holtzbrinck-Titel an der Saar und in der Pfalz müssen sich bewegen. Ihre Weigerung über Tariferhöhungen und wirksamen Beschäftigungsschutz zu verhandeln ist nicht überzeugend, nicht bei ver.di und nicht bei den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verlag und Redaktion“, erklärte ver.di Tarifsekretär Matthias von Fintel. Die nächste Tarifverhandlungsrunde ist für den 19. Mai geplant.

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http://www.s-o-z.de/?p=46283

Kuddel:

--- Zitat ---Bretag-Streik
Verleger wirft Streikende raus

12. Mai. 2011 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat das willkürliche Vorgehen des Vorstands der Bremer Tageszeitungen AG (Bretag) Ulrich Hackmack scharf kritisiert. Der Verleger von Weser Kurier und Bremer Nachrichten hat am heutigen Vormittag über 100 streikende Drucker und Redakteure der beiden Zeitungen des Betriebsgeländes verwiesen. Von Hackmacks Rauswurf war auch DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betroffen, der zuvor zu den Streikenden gesprochen hatte. Auf Konkens Versuch, den Verlagsmanager vom Platzverweis gegen die Beschäftigten abzuhalten, reagierte Hackmack mit der Aufforderung an den DJV-Vorsitzenden, sich sofort zu entfernen. Konken schloss sich daraufhin der Demonstration der streikenden Bretag-Mitarbeiter in die Bremer Innenstadt an.

„Der Bretag-Vorstand verwechselt seine Rolle mit der eines Gutsherrn“, kritisierte der DJV-Vorsitzende. „Es ist eine Unverschämtheit, wie in Bremen die Geschäftsleitung eines Verlags auf die berechtigten Interessen der Kolleginnen und Kollegen reagiert.“ Das Verhalten von Ulrich Hackmack werfe ein katastrophales Licht auf die Zeitungsverleger in Deutschland, die mit drastischen Einschnitten in die Tarifverträge den Beruf des Journalisten abwerten wollten. Konken forderte den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger auf, sein Mitglied Bretag zu fairem Umgang mit Streikenden aufzurufen.
Bei der Bremer Tageszeitungen AG befinden sich seit der letzten Nacht die Drucker im Warnstreik, Redakteure und Verlagsangestellte folgten am heutigen Vormittag. Die Beschäftigten fordern angemessene Vergütungen, faire Tarifverträge und die Rücknahme der Verlegerforderungen nach tariflichen Absenkungen und einem Dumping-Tarifvertrag für Berufseinsteiger. Zu den Warnstreiks haben DJV und ver.di aufgerufen.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
--- Ende Zitat ---
http://www.djv.de/SingleNews.20+M5df71080ad9.0.html

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