Autor Thema: Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten  (Gelesen 5538 mal)

Aloysius

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Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« am: 15:49:03 Sa. 29.Januar 2011 »

Efeu

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CDU - christlich?
« Antwort #1 am: 22:30:19 Do. 24.März 2011 »
Ich finde die christlichen Kirchen könnten und sollten Beschwerde wegen Missbrauch ihres Namens einlegen. Das "C" in CDU ist doch völlig fehl am Platz. Kann man das denen nicht irgendwie wegnehmen? Das Wort "christlich" macht ja trotz allem immer noch einen viel zu guten Eindruck, der mit der Wirklichkeit nichts gemein hat. Gegen die Verwendung des Wortes "christlich" im Parteinamen muss man doch klagen können.

Also wenn ich Christ wäre, würde ich mich wirklich wegen Verletzung/Beschmutzung meines Glaubens beschweren.
Abgesehen davon hat eine einzelne (bevorzugte) Religion in der Politik absolut nichts zu suchen.

Vorschläge für Umbenennungen dieser sog. "Partei" (aka geldgeilen, gewissenlosen Lobbymarionetten)? Wie wäre es mit IDU (Industrielobbydiktatorische Union) oder WDU (Wirtschaftsdiktatorische Union)? Wem fallen noch mehr ein?

Ziggy

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #2 am: 05:31:23 Fr. 25.März 2011 »
Die christlichen Krichen sind genau so wenig "C" wie die christlichen Parteien oder andere christliche Verbrecher (Gewerkschaften etc.)

Ich bin aus der Kirche ausgetreten, WEIL ich Christ bin. Alle diese Organisationen spannen Christus nur vor ihren eigenen Interessenkarren, mit dem Neuen Testament haben sie allesamt nichts gemein, nicht im Entferntesten.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Pfiffi

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #3 am: 06:49:42 Fr. 25.März 2011 »
Auch das ist nicht verkehrt.

http://www.heise.de/tp/blogs/10/149519

Wundert mich nicht.
Jeder kennt den "Dreisatz", welcher ist davon bei den JCs anzuwenden?

JC Dreisatz: Warum?  Wo steht das? Alles nur schriftlich!!

Dearhunter

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #4 am: 17:08:27 Fr. 25.März 2011 »
Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich eigentlich Agnostiker bin und mir von den fast 1000 Euro Kirchensteuer im Jahr lieber etwa anderes leiste.

Allerdings sehr spät ... denn solange man Kinder hat, hat es gewisse Vorteile, wenn man drin ist, man bekommt zum Beispiel eher einen Kindergartenplatz und so weiter.


DH

Eivisskat

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #5 am: 19:25:10 Fr. 25.März 2011 »
Das gesparte Geld kommt dann eben dem Escort-Service zugute...

Dearhunter

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #6 am: 22:42:52 Fr. 25.März 2011 »
Du wirst sicher nicht bestreiten, dass es dort besser angelegt ist als bei der Kirche, oder doch?


DH

Efeu

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #7 am: 23:12:31 Fr. 25.März 2011 »
Die christlichen Krichen sind genau so wenig "C" wie die christlichen Parteien oder andere christliche Verbrecher (Gewerkschaften etc.)

Ja das stimmt. Ich verweise ja auch seit Jahren gern auf www.kirchenopfer.de



Und die "sozialen" Einrichtungen und Gewerkschaften... die beten doch auch alle nur Geld und Macht an.
Was ich eigentlich sagen wollte, ist dass gerade die Kirchenmänner hier auf einer öffentlichen Gedenkveranstaltung dafür sind, die "Schöpfung" mehr zu achten, die Erde nicht zum Spielball zu machen und sofort aus der Atomkacke auszusteigen. Und wenn schon die Kirchenvertreter nicht hinter diesem Atomfetisch stehen, wer wenn nicht die soll sich wehren? Die werden doch wissen, dass man denkt dass Gruppierungen mit "C" sich in vielen Punkten einig sein müssten bzw. dass man sie damit in Verbindung bringt. Das kann doch nicht in deren Sinne sein.
Als Christ (was ich nicht bin) würde ich jedenfalls auf die Barrikaden gehen. Vielleicht kann man gegen den Missbrauch dieses Wortes klagen?

Eivisskat

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #8 am: 06:21:49 Sa. 26.März 2011 »
Du wirst sicher nicht bestreiten, dass es dort besser angelegt ist als bei der Kirche, oder doch?


DH

Wenn du im  Escort-Service auch die Kinder oder Alten abgeben kannst, bestimmt!

Dearhunter

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #9 am: 19:49:04 Sa. 26.März 2011 »
Meine Mutter ist im Altersheim, dafür darf ich jeden Monat 300 Euro Elternunterhalt abdrücken. Das läuft also etwas anders, aber zahlen muss ich da auch. Die Kinder sind nach der Scheidung bei mir geblieben, meine Tochter wohnt immer noch bei mir ... Unterhalt für die Kinder habe ich nie bekommen, sind nochmal fiktive 500 Euro mindestens für 2 Kinder. Davon abgesehen kosten Kinder im Monat auch nicht allzu wenig, darfst du noch dazurechen.

Also keine Angst, für Alte und Kinder zahle ich mehr als genug.


DH

DJ1980

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #10 am: 08:50:30 So. 27.März 2011 »
Ich finde, das C steht der CDU/CSU sehr gut. Immerhin sind die Kirchen ebenso wie diese beiden Parteien sehr wohl dafür Bekannt, das sie ihre "Gläubigen" ausbeuten, belügen und dann bei Bedarf mal den einen oder anderen "Ketzer" über die Klinge springen lassen, um das Volk wieder etwas zu besänftigen.

Nur die Art und Weise, wie die das jeweils tun, hat sich natürlich im laufe der Jahrhunderte etwas geändert. Scheiterhaufen kommen heute halt nicht mehr so gut an, und schon gar nicht, wenn man immer und immer wieder die CO2- Keule schwingt....


So long...

Ein gläubiger Heide
Egal, was ich hier schreibe: Es handelt sich dabei niemals um eine Rechtsberatung, sondern Grundsätzlich nur um meine eigene Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.
Scheiß auf Dolce&Gabbana! Ich trage Smith&Wesson!

Banken sind gefährlicher als stehende Armeen
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ManOfConstantSorrow

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #11 am: 20:27:37 Fr. 22.April 2011 »
Steuern kassieren und damit an der Börse spekulieren...

Zitat
Millionenvermögen in den Klöstern

Die Klöster in Deutschland sitzen auf Millionenvermögen. Das Geld stammt aus eigenen Betrieben, aus Erbschaften, Spenden, Pfarrersgehältern, Mieteinnahmen oder dem Verkauf von Klosterbesitz. Die meisten haben zwar eine Bank im Hintergrund, aber keiner lässt sich die Verwaltung ganz aus der Hand nehmen. Immer gibt es Vorgaben in Sachen Ethik oder Aktienquote, manchmal auch ein "Jetzt Gold kaufen". Einige lassen zwei Depots parallel laufen - eins mit Bank, eins selbst gemanagt. Einige machen alles im Alleingang.

Die Mönche der Märkte. Sie spekulieren an der Börse, kaufen Bonuszertifikate und Ramschanleihen, Immobilien und DAX-Aktien. "Nach der Krise saßen alle mit verbrannten Fingern da", sagt der Wirtschafter eines Schweizer Konvents. "Über die Verluste redet keiner gern."

Müssen sie auch nicht. Große Klöster wie Münsterschwarzach oder Admont geben an, heute wieder bestens dazustehen. Ihr Kapitalkatechismus: Anders als die meisten Privatanleger halten sie ihre Anlagestrategien durch, investieren langfristig in Immobilien, kaufen in einer Baisse konsequent Aktien, setzen auf höher verzinste Unternehmens- oder Schwellenländerbonds. Wie im Lehrbuch.
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:anlagestrategien-rendite-machen-mit-gottes-hilfe/60032358.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Efeu

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #12 am: 18:59:47 Do. 29.März 2012 »
Mich persönlich kosten sie vor allem NERVEN. Diese besch*** Beschallung durch das eintönige Glockengebimmel benachbarter Kirchen geht mir dermaßen auf den Keks! Als Kind hat mich das Geräusch immer total runtergezogen, weil es mir verhießen hat dass das Wochenende vorbei ist und morgen wieder Schule. Aber leider läutet es ja nicht nur sonntags. Und manchmal ist es für länger als eine halbe Stunde so laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Warum dürfen die das? Aus "Tradition"? Ich hab keinen Bock mehr, mir das anzuhören. Und in fast jedem Ort dieser klerikale Audioterror, flüchten und schalldichte Räume zwecklos. Würde hier der Muezzin schreien oder irgendein Anwohner sich rausnehmen, alle Unbeteiligten mit Musik zu beschallen, wär das Geheule groß, aber gegen "die" darf man ja nichts sagen. Nach allem was die seit Jahrhunderten so treiben... :-X

Kuddel

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #13 am: 15:43:07 Mo. 08.April 2013 »
Zitat
Bischöfe bekommen Dienstwagen, Wohnung und 8000 Euro brutto



Die katholische Kirche macht häufig ein Geheimnis aus der Entlohnung der Bischöfe. Im Prinzip ist aber bekannt, wie viel sie jeden Monat bekommen. Bischöfe verdienen in den Besoldungsgruppen B6 bis B10. Von Fall zu Fall kommen Zulagen hinzu, Dienstwagen und -wohnung. Das Gehalt zahlt der Staat.

Im Februar 2012 stellt der Linken-Abgeordnete Ralf Michalowsky im Landtag eine Anfrage, die fällt mühelos in die Abteilung „Alles, was Sie schon immer wissen wollten ...“ Über das Geld der Kirchen in NRW in diesem Fall, 211 Fragen von unterschiedlichstem Gewicht: Nach dem Grundbesitz fragt der Gladbecker ebenso wie nach den Kosten, die an Amtsgerichten durch Austritte entstehen.

Dann kommt die Wahl. Die Linke verlässt den Landtag. Die Anfrage bleibt unerledigt. So wie am Dienstag die Anfrage dieser Zeitung bei einzelnen Bistümern, wie es aussieht mit den Einkünften eines Bischofs. Ist da noch Luft für Armut?

Losgelöst von Einzelnen wie Franz-Josef Overbeck (Essen), Joachim Kardinal Meisner (Köln) oder Felix Genn (Münster) weiß die Öffentlichkeit im Prinzip, was ein Bischof verdient. Die „Forschungsgruppe Weltanschauungen“ unter Verantwortung des Kirchenkritikers Carsten Frerk nennt für Bischöfe die Besoldungsstufe B6 (gut 8000 Euro brutto) und für Erzbischöfe B10 (gut 11 000 Euro). Plus Dienstwagen, Fahrer und Dienstwohnung, deren geldwerter Vorteil zu versteuern ist. „Ihr Monatseinkommen liegt inkl. Zulagen und geldwertem Vorteil bei ca. 10.000 bis 12.500 Euro.“

Ein Viertel von Deutschland gehörte der Kirche


Das bezahlt der Staat: in NRW 2012 insgesamt 31 Mio Euro für das leitende Personal aller Bischofskirchen. Das gilt als Entschädigung dafür, dass im Jahr 1803 fast alle geistlichen Fürstentümer aufgelöst wurden, Klöster und Residenzen enteignet. Der Kirche gehörte bis dahin etwa ein Viertel Deutschlands. Heute halten Kritiker diese Entschädigung für etwas überholt. Ein Antrag im Bundestag liegt vor. Bei einer ersten Beratung sollen CDU-Abgeordnete ihre Reden nicht gehalten, sondern nur zu Protokoll gegeben haben – angeblich mussten sie zur Messe.

Hubert Wolf

Kuddel

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Re:Was die Kirchen uns Steuerzahler kosten
« Antwort #14 am: 19:22:34 Mo. 14.Oktober 2013 »
Zitat
So finanziert sich die katholische Kirche

Seit Langem ist die Kirche auch ein mächtiges Wirtschaftsunternehmen. Historisch waren da etwa der lukrative Ablasshandel oder der Kirchenzehnt. Nur reden mochte man außerhalb von Kirchenkreisen noch nie gern übers Finanzielle - zumindest nicht auf der Einnahmenseite. Beides gilt auch heute noch: Die katholische Kirche ist ein Unternehmen mit einem Milliarden-Haushalt. Über die Finanzierung des Ganzen bewahrt sie gern Stillschweigen.

Eine weitere Geldquelle der katholischen Kirche ist die Verwaltung ihres umfangreichen Vermögens. Dazu gehören die Erträge aus Geldanlagen und Stiftungen, aber auch die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und Immobilien.

Die Kirche ist außerdem wirtschaftlich tätig und hat eigene Betriebe und Beteiligungen - seien es Brauereien, Weingüter oder Baufirmen, Versicherungen und Banken oder Medienunternehmen.

Doch nicht allein die Katholiken in Deutschland finanzieren ihre Kirche - sei es über die Kirchensteuer oder Spenden. Auch vom Staat gibt es regelmäßig Geld und somit von allen Steuerzahlern, egal ob Atheist, Buddhist oder Muslim.

Der Kirchenkritiker Carsten Frerk hat 2010 mit seinem "Violettbuch Kirchenfinanzen" für Aufsehen gesorgt. In der Publikation berechnet Frerk, dass der Staat über direkte und indirekte Leistungen die katholische und evangelische Kirche mit jährlich knapp 20 Milliarden Euro unterstützt. Die etwa 45 Milliarden Euro für Caritas und Diakonie sind darin nicht enthalten.

Tatsächlich ist es kaum möglich, eine genaue Summe anzugeben. Das Finanzierungskonstrukt der Kirche ist weit verzweigt und hoch komplex. Die katholischen Bistümer gehen, wie auch die Evangelische Kirche in Deutschland, sehr zurückhaltend mit einer transparenten Offenlegung sämtlicher Zahlungsflüsse um.

Einen großen Anteil der Zuwendungen vom Staat machen Zuschüsse für kirchliche Angebote und Dienstleistungen aus, beispielsweise für katholische Kindergärten, Altenpflege, kirchliche Schulen und Fachhochschulen oder die Denkmalpflege. Auch für die selbständigen kirchlichen Entwicklungsdienste zahlt der Staat. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor zum Beispiel bekam 2012 vom Entwicklungsministerium 113 Millionen Euro, das sind etwas mehr als 60 Prozent des Gesamtetats von etwa 180 Millionen Euro. Nur 8,2 Millionen kommen aus der Kirche selbst, etwa 4,5 Prozent - der Rest stammt aus Spenden.

Besonders schwer in konkrete Zahlen zu fassen ist ein weiterer Aspekt: Der Staat erlässt der Kirche eine Menge Zahlungen. Kirchliche Einrichtungen zahlen beispielsweise keine Steuern auf Zinserträge oder Immobilien, für Baugenehmigungen oder den Notar werden keine Gebühren fällig. Auch für die Erhebung der "Mitgliedsbeiträge" muss die Kirche keine eigenen Leute beschäftigen, das übernehmen die Mitarbeiter der staatlichen Steuerbehörde.

Doch nicht nur der Bund, auch die Länder überweisen jährlich an die Kirche. Mehr als 190 Millionen Euro bekam die katholische Kirche im Jahr 2010 von den Bundesländern. Die Beträge, die hier fließen, machen damit zwar nur einen Bruchteil der staatlichen Leistungen aus, sind aber noch stärker umstritten. Denn hier geht es zumeist um Zahlungen, die aus jahrhundertealten Verträgen und Entschädigungszahlungen für Kirchenenteignungen stammen.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/steuern-spenden-staatszuschuesse-so-finanziert-sich-die-katholische-kirche-1.1794296