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Erzieher und Lehrer im Streik

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Kuddel:

--- Zitat ---Erzieher und Lehrer im Streik

Gleichstellung und mehr Geld.



Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Nicht so bei den angestellten Lehrkräften an öffentlichen Schulen gegenüber ihren beamteten Kolleginnen und Kollegen. Mit ihnen gemeinsam demonstrierten gestern Erzieherinnen und Erzieher an Heimsonderschulen und Schulkindergärten, aber auch beamtete Lehrerinnen und Lehrer vor dem Berufsschulzentrum an der Bissierstraße im Stadtteil Stühlinger.

Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Streikkundgebung forderten vom Land die Einhaltung einer Verhandlungszusage bei der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zur Eingruppierung. "50 Euro Sockel plus drei Prozent Lohnerhöhung" lautete die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die von 11 bis 15 Uhr zu Warnstreiks aufgerufen hatte. Im Unterricht Freiburger Schulen war von diesem Streik jedoch so gut wie nichts zu spüren, wie eine Umfrage ergab. 
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http://www.badische-zeitung.de/freiburg/erzieher-und-lehrer-im-streik--41352273.html

Kuddel:

--- Zitat ---Warnstreik auch an Schulen und an der Uni

(mon). Der Warnstreik im öffentlichen Dienst am Mittwoch wird auch Auswirkungen auf die Schulen haben. Wie der Kreisverband Mainz-Bingen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gestern erklärte, hat die Lehrer-Gewerkschaft alle tarifbeschäftigten Pädagogen an Schulen und Hochschulen zum eintägigen Warnstreik aufgerufen. „Ich bitte Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern um Verständnis dafür, wenn dadurch an Schulen der Stadt und des Landkreises Unterricht ausfällt“, sagte GEW-Kreisvorsitzender Ludwig Julius gestern. Nach seinen Angaben wollen beispielsweise an der Feldberg-Grundschule sieben Lehrerinnen ab 7.30 Uhr in den Streik treten, um gegen ihre finanzielle Benachteiligung gegenüber den verbeamteten Lehrern zu protestieren. Welche anderen Schulen bestreikt werden, sagte Julius auf AZ-Anfrage nicht. Auch die Gewerkschaft Verdi hat Landesbeschäftigte zum Streik und einer Demonstration in Mainz aufgerufen. Er rechne mit 2000 Teilnehmern von Ministerien und Landesbehörden, sagte ein Verdi-Sprecher.
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http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/10276080.htm

Kuddel:

--- Zitat ---Sachsen
„Wir sind nicht allein!“ – 17.000 Lehrer streiken vor dem Dresdner Finanzministerium
Julia Grubitzsch

17.000 Lehrer streiken vor Finanzministerium in Dresden
Dresden, 08.03.2011: Sachsen Lehrer sind mit ihrer Geduld am Ende. Bei der nächsten Verhandlungsrunde ab morgen in Potsdam sollen die Arbeitgeber endlich Angebote auf den Tisch legen, hieß es auf der zentralen Protestkundgebung in Dresden.

Dresden. Zu der zentralen Kundgebung der Lehrergewerkschaft GEW vor dem Finanzministerium versammelten sich am Dienstag rund 17.000 Pädagogen, Vertreter von Ver.di und der Polizei-Gewerkschaft. „Unsere Arbeit im Bildungsbereich ist definitiv mehr wert, als bisher gezahlt wird!", betonte Sabine Herold, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). Seit Dienstagmorgen sind an vielen sächsischen Schulen die Lehrer in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Vor der am Mittwoch anstehenden dritten Verhandlungsrunde betonten die GEW noch einmal ihre Entschlossenheit zum Streik. „Wir sind nicht allein, auch in Schwerin, Erfurt und Potsdam streiken heute unsere Lehrerkollegen für eine bessere Bezahlung und einfachere Arbeitsbedingungen", so Herold weiter.

Die Lehrer kämpfen für höhere Entgelte und neue Altersteilzeitmodelle. Die Lehrer fordern 50 Euro mehr im Monat und auf den so erhöhten Sockelbetrag eine zusätzliche dreiprozentige Gehaltserhöhung. Außerdem müsse sich dafür eingesetzt werden, den Lehrernachwuchs im Sachsen zu halten. „Es kann nicht sein, dass ein Berufsanfänger in Bayern mehr verdient als ein Kollege mit 20 Dienstjahren in Sachsen", empört sich ein Dresdner Lehrer. „Lasst euch nicht auf Spielchen ein!", fordert Sabine Herold. Auch die Arbeitsbedingungen für Lehrer müssten dringend verbessert werden. Die Klassenverbände seien oft viel zu groß für einen Lehrer.

zum Thema Bis zu 17.000 Lehrer protestieren in Dresden für mehr Gehalt Tausende Lehrer haben am Donnerstag für mehr Geld gestreikt „Bei uns findet heute kein Unterricht statt" - Lehrerstreik trifft auch Dresdner Schüler „Sehr aktiv und streikbereit“! – Lehrerstreik legt Unterricht an vielen Schulen lahm Vier Stunden schulfrei: Tausende sächsische Lehrer im Warnstreik 17.000 Lehrer protestieren vor dem Finanzministerium in Dresden Streikende Lehrer erläutern, wofür sie kämpfen wollen
„Bildung wurde und wird auch in Zukunft von Menschen gemacht. Das kann Gott sei Dank kein Computer übernehmen", betonte eine Vertreterin von Ver.di. Neben den Lehrern waren auch Vertreter der Angestellten an Hochschulen, Lehramtstudenten und Referendare nach Dresden gekommen.

"Auch an den Hochschulen wird immer mehr gespart. Es kann nicht angehen, dass eine wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität nur für eine halbe Stelle bezahlt wird, aber dennoch 40 Stunden in der Woche arbeitet", argumentierte Anne Voss von Ver.di. „Meiner Meinung nach sollte sich der Wirtschaftsaufschwung auch endlich in den Uni-Gehältern niederschlagen", so ein Student der TU Dresden zu DNN-Online.

Auch auf der Rednerbühne kam mit Burkhard Naumann ein Student der Dresdner Uni zu Wort. „Ich stehe hier als Vertreter der Lehramtstudenten der TU Dresden, so Naumann. „Als Lehramtsanwärter ist man an der Universität immer das dritte Rad am Wagen, studiert ins Blaue hinein ohne eine echte Perspektive", empörte sich Naumann. Weiter betonte der zukünftige Lehrer, dass 2010 75 Prozent aller Bewerbungen für ein Referendariat in Sachsen abgelehnt wurden. „Eine Farce im Angesicht des drohenden Lehrermangels!", erklärte Naumann.

Zum Abschluss der Kundgebung trat Sachsens Finanzminister Georg Unland ans Mikrofon. Unter zahlreichen Buhrufen der Demonstranten sprach der Minister von den Tarifverhandlungen als autonomes Recht beider Parteien. „Wir stehen in einem guten Dialog miteinander. Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv und sachlich", so Unland weiter. Als deutliches Zeichen ihres Unverständnisses für die Worte Unlands drehten ihm die streikenden Lehrern demonstrativ die Rücken zu. Der Minister beendete nach wenigen Minuten seine Rede.

Wie es mit dem Lehrerstreik weiter geht, hängt entscheidend von den Verhandlungen am Mittwoch ab. Der Pressesprecher der GEW sagte am Morgen auf Anfrage von DNN-Online: „Wir sind für weitere Streiks bereit, sollte es am Mittwoch keine Ergebnisse geben."

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http://www.dnn-online.de/nachrichten/sachsen/wir-sind-nicht-allein-17000-lehrer-streiken-in-dresden/r-sachsen-a-22213.html

Kuddel:

--- Zitat ---Streik an Schulen: 17.000 Lehrer buhten Minister aus

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche haben Tausende sächsische Lehrer gestern die Arbeit niedergelegt und für mehr Lohn demonstriert. Zu einer Kundgebung vor dem Dresdner Finanzministerium kamen rund 17000 Pädagogen aus dem ganzen Freistaat. Dort sprach auch Finanzminister Georg Unland (CDU) - doch sein Auftritt ging nach hinten los.


Dresden. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) legten landesweit etwa 20.000 Lehrer die Arbeit nieder. An rund drei Vierteln der Schulen fiel daher der reguläre Unterricht aus. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst, die heute in die nächste Runde gehen. Die Beschäftigten verlangen 50 Euro mehr pro Monat als Sockelbetrag und drei Prozent mehr Lohn.

„Zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot - das reicht uns. Jetzt muss etwas auf den Tisch kommen“, sagte Sachsens GEW-Chefin Sabine Gerold. Sie warf der Arbeitgeberseite vor, die verschiedenen Berufsgruppen im öffentlichen Dienst gegeneinander auszuspielen. Neben besserer Entlohnung fordern die Lehrer auch eine gerechtere Eingruppierung.

Schon am Vormittag waren Busse aus ganz Sachsen angekommen, überall in Dresden zogen streikende Pauker mit Transparenten und Pfeifen umher. „Schule ist kein Sparschwein“, stand auf ihren Plakaten.

Finanzminister Georg Unland (CDU) stellte sich spontan den Protestierenden. In einer kurzen Ansprache verwies er auf die „krisengeschüttelten öffentlichen Haushalte“. Und erinnerte die Pädagogen daran, dass ihre Jobs im Gegensatz zur Privatwirtschaft krisenfest seien. Für die Demonstranten eine Provokation: Sie buhten den Minister aus und drehten ihm demonstrativ den Rücken zu.
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http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=2707993

Kuddel:

--- Zitat ---Berlin: 6000 Lehrer_innen streikten für Arbeitsentlastungen

6000 Lehrer_innen folgten am 5.April dem Aufruf der GEW und streikten für Arbeitsentlastungen für ältere Kolleg_innen. Sie trotzten damit den Einschüchterungsversuchen des rot/roten Senats der nun erwägt mit Disziplinarstrafen gegen die an der Protestaktionen beteiligten Beamt_innen vorzugehen. Solidarität und Unterstützung erhielten die Lehrer_innen derweil von einigen dutzend Schüler_innen und Aktivist_innen der Initiative „Bildungsblockaden einreißen“ die sich mit lautstarken Parolen und mit Transparenten gegen Bildungsabbau und Kapitalismus an dem sonst eher schweigsamen Protestumzug beteiligen.

 Als der Demonstrationszug die Abschlusskundgebung am Alexanderplatz erreicht zog der kleine Block der kapitalismuskritischen Bildungsaktivist_innen weiter zu einer Kundgebung kurdischen Genoss_innen die ebenfalls auf dem Alexanderplatz stattfand und eine Stunde zuvor unter fadenscheinigen Begründungen von der Berliner Polizei angegriffen wurde. Die Kundgebung fand statt im Rahmen einer europaweiten Kampagne kurdischer Vereine statt um auf die aktuellen Repression gegen die kurdische Bevölkerung aufmerksam zu machen. Während die Kundgebungen auf großen städtischen Plätzen mit sogenannten „Widerstandszelten“ ungehindert stattfinden können zeigte sich die Berliner Polizei ein weiteres Mal von ihrer repressiven Seite und Beschlagnahmte kurzerhand das Zelt und einige der Polizei politische nicht genehme Transparenten. Ein Vorgehen der Polizei das den jungen Aktivist_innen durchaus von den verschiedenen Schul- und Bildungsstreiks der letzten Jahre bekannt ist. In einer Grußadresse an die kurdische Kundgebung verurteilte „Bildungsblockaden einreißen“ die repressiven Maßnahmen der Berliner Polizei und forderten ein Ende der staatlichen Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung in der Türkei, dem Iran, Syrien, Irak und auch der BRD. Mit Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität“ beendeten die Schulstreikaktivist_innen ihren kleinen Solidaritätsbesuch bei der kurdischen Kundgebung, die noch bis Montag, 11.April, jeden Tag von 12 bis 18 Uhr am Alexanderplatz stattfinden soll.
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http://linksunten.indymedia.org/de/node/36962

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