Autor Thema: Aussperrung  (Gelesen 3154 mal)

Kuddel

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Aussperrung
« am: 14:27:42 Mi. 06.April 2011 »
Agriff auf die Streikkasse der Gewerkschaft.

Zitat
GDL-Streik: NOB sperrt Lokführer aus

NOB verteidigt Aussperrung: "Unser einziges Mittel im Arbeitskampf" Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) hat auf die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL reagiert: Alle beteiligten Mitarbeiter des Unternehmens dürfen bis einschließlich Sonntag nicht arbeiten. Sonnabendmorgen 2.00 Uhr sollen die Streiks der GDL beendet sein, die streikenden Lokführer der Nord-Ostsee-Bahn sind somit zwei Tage ausgesperrt. Davon betroffen sind nach Angaben der NOB auch die beiden Streikleiter, die Mitglieder des Betriebsrates sind. Die Aussperrung gilt aber nicht für den gesamten Betriebsrat.

Unternehmen verteidigt Vorgehen

Die NOB verteidigte das Vorgehen. So wolle man den Spieß umdrehen und den Druck auf die Gewerkschaft verlagern, hieß es von Seiten des Unternehmens. "Die Aussperrung ist unser einziges Mittel im Arbeitskampf. Das nutzen wir um zu zeigen, wie ernst es uns mit dem Wunsch ist, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte NOB-Sprecherin Christiane Lage der NDR 1 Welle Nord. Hintergrund: Die NOB hält den Arbeitskampf für unnötig, da sie bereits ein neues Tarifangebot angekündigt habe. "Das soll noch in der kommenden Woche vorliegen", sagte Lage.
Schreiber: "Werden rechtliche Schritte prüfen"

GDL-Streik: NOB sperrt Lokführer aus

NOB verteidigt Aussperrung: "Unser einziges Mittel im Arbeitskampf" Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) hat auf die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL reagiert: Alle beteiligten Mitarbeiter des Unternehmens dürfen bis einschließlich Sonntag nicht arbeiten. Sonnabendmorgen 2.00 Uhr sollen die Streiks der GDL beendet sein, die streikenden Lokführer der Nord-Ostsee-Bahn sind somit zwei Tage ausgesperrt. Davon betroffen sind nach Angaben der NOB auch die beiden Streikleiter, die Mitglieder des Betriebsrates sind. Die Aussperrung gilt aber nicht für den gesamten Betriebsrat.

Unternehmen verteidigt Vorgehen


Die NOB verteidigte das Vorgehen. So wolle man den Spieß umdrehen und den Druck auf die Gewerkschaft verlagern, hieß es von Seiten des Unternehmens. "Die Aussperrung ist unser einziges Mittel im Arbeitskampf. Das nutzen wir um zu zeigen, wie ernst es uns mit dem Wunsch ist, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte NOB-Sprecherin Christiane Lage der NDR 1 Welle Nord. Hintergrund: Die NOB hält den Arbeitskampf für unnötig, da sie bereits ein neues Tarifangebot angekündigt habe. "Das soll noch in der kommenden Woche vorliegen", sagte Lage.

Schreiber: "Werden rechtliche Schritte prüfen"


Lutz Schreiber kündigte eine einstweilige Verfügung an. Die GDL-Spitze reagierte entrüstet auf die Aussperrung. Der Vorsitzende des GDL-Bezirkes Nord, Lutz Schreiber, kündigte eine rechtliche Prüfung an. "Wir erwägen eine einstweilige Verfügung", sagte Schreiber und warnte zugleich vor den Folgen des NOB-Vorgehens: "Damit ist klar, dass am Sonnabend um 2.00 Uhr, wenn der Streik beendet ist, wahrscheinlich immer noch 60 bis 70 Prozent der Lokführer, die eigentlich fahren könnten, ausgesperrt sind." Die Verantwortung dafür trage allein die NOB, so Schreiber. kündigte eine einstweilige Verfügung an. Die GDL-Spitze reagierte entrüstet auf die Aussperrung. Der Vorsitzende des GDL-Bezirkes Nord, Lutz Schreiber, kündigte eine rechtliche Prüfung an. "Wir erwägen eine einstweilige Verfügung", sagte Schreiber und warnte zugleich vor den Folgen des NOB-Vorgehens: "Damit ist klar, dass am Sonnabend um 2.00 Uhr, wenn der Streik beendet ist, wahrscheinlich immer noch 60 bis 70 Prozent der Lokführer, die eigentlich fahren könnten, ausgesperrt sind." Die Verantwortung dafür trage allein die NOB, so Schreiber.
http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/nobmaussperrung101.html

ManOfConstantSorrow

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Re:Aussperrung
« Antwort #1 am: 18:29:28 Mi. 11.Mai 2011 »
Zitat
Gewerkschaft GDL prüft Rechtsmittel gegen Aussperrungen bei privatem Eisenbahn-Unternehmen Veolia

Nicht nur die GDL ist der Meinung, dass für Aussperrung im freiheitlichen Europa kein Platz ist


Frankfurt/Main – Bei den Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind bis zum Streikende, Montag, 2 Uhr, rund 50 Prozent der Züge der bestreikten privaten Schienenpersonennahverkehrsunternehmen ausgefallen (Liste unten). Unterdessen geht die Veolia Verkehr Deutschland GmbH mit der selektiven Aussperrung von GDL-Mitgliedern weiterhin massiv gegen die streikenden Lokführer vor. So hat Veolia in ihren Unternehmen Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB), Osteeland Verkehr GmbH (OLA), Veolia Verkehr Region Ost (VVRO) und der Bayerischen Regiobahn (BRB) circa zehn Prozent der Lokomotivführer für die Dauer der Arbeitskampfmaßnahme und zum Teil darüber hinaus von ihrem Arbeitsverhältnis suspendiert.

Die Lokomotivführer durften das Betriebsgelände nicht betreten und erhalten für die Zeit der Aussperrung keine Vergütung. „Diesen Affront nehmen wir nicht unwidersprochen hin“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Wir prüfen derzeit die Einleitung juristischer Schritte zum Schutz unserer Mitglieder.“

Und weiter: „Eigene Mitarbeiter, die ihr verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Streik wahrnehmen, mit der Streichung der Bezüge abzustrafen, ist in höchstem Maße unanständig. Nicht nur die GDL ist der Meinung, dass für Aussperrung im freiheitlichen Europa kein Platz ist. Den Arbeitgebern muss klar sein, dass sie durch den Einsatz solch unlauterer Mittel unsere Mitglieder nur umso fester zusammenschweißen.“

Der einzige Weg an den Verhandlungstisch führt über substanzielle Angebote zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen, damit verknüpften Haustarifverträgen und Betreiberwechseltarifverträgen. Auch die Veolia Verkehr Deutschland GmbH wird früher oder später einsehen müssen, dass sie an einer Einigung mit der GDL nicht vorbeikommt.

Liste der bestreikten Unternehmen
AKN Eisenbahn AG
Bayerische Regiobahn GmbH (BRB)
Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB)
Ostseeland Verkehr GmbH (OLA)
Veolia Verkehr Regio Ost GmbH (VVRO)
Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH (VVSA)
http://www.s-o-z.de/?p=45888
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re:Aussperrung
« Antwort #2 am: 10:11:31 Fr. 22.Juli 2011 »
Zitat
Vogtlandbahn sperrt streikende Lokführer aus

Die Vogtlandbahn sperrt streikende Lokführer aus und behält ihren Notfallfahrplan auch nach Ende des Streiks bei. Die Gewerkschaft GDL wirft dem privaten Bahnunternehmen Nötigung vor.


Greiz. In dem seit Monaten laufenden Tarifstreit zwischen der Vogtlandbahn, die unter anderem die Strecke von Gera über Greiz nach Weischlitz bedient, und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind die Fronten verhärtet. Mit der Aussperrung der streikenden Mitarbeiter seitens der Vogtlandbahn und dem GDL-Vorwurf, das Bahnunternehmen würde seine Mitarbeiter nötigen, hat der Konflikt seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.
http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Vogtlandbahn-sperrt-streikende-Lokfuehrer-aus-1566475200

counselor

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Re:Aussperrung
« Antwort #3 am: 22:00:37 Fr. 04.Mai 2012 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re:Aussperrung
« Antwort #4 am: 18:33:55 Sa. 13.April 2013 »
Zitat
30.000 Lehrer demonstrieren gegen Aussperrung

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen demonstrierten am Donnerstag 30.000 Lehrer gegen die Aussperrung aller Lehrer seit dem 1. April, nachdem sie sich geweigert hatten, einer Arbeitszeitverlängerung zuzustimmen. Die Demo war die größte, die Kopenhagen seit den Protesten gegen den Klima-Gipfel 2009. Die Aussperrung betrifft 52.000 Lehrer in den meisten Grund- und Sekundarschulen des Landes.
http://www.rf-news.de/2013/kw15/12.04.13-30.000-lehrer-demonstrieren-gegen-aussperrung

Kuddel

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Re:Aussperrung
« Antwort #5 am: 12:45:31 Di. 16.April 2013 »
Zitat
Arbeitskampf in Dänemark
Schulen sperren Lehrer aus

Knapp 900.000 dänische Schüler können sich nach Ostern über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Im Arbeitskampf mit den Lehrern haben die Schulbetreiber am Dienstag zu einem drastischen Mittel gegriffen - und die Pädagogen einfach ausgesperrt.


Die öffentlichen Arbeitgeber Dänemarks haben am Dienstag alle Gesamtschulen ("Folkeskoler") lahmgelegt, indem sie die Lehrer nicht in die Schulgebäude ließen. Sie wollen damit längere und flexiblere Unterrichtszeiten erzwingen.

Die meisten Lehrer in Dänemark sind nicht verbeamtet. Sie können für eigene Forderungen streiken - und wie im konkreten Fall auch von ihrem Arbeitgeber ausgesperrt werden. Die Arbeitgeberseite hatte sich zu diesem drastischen Schritt entschlossen, weil die Lehrergewerkschaft eine Erhöhung der Pflichtstundenzahl ablehnt. Die Pädagogen wehren sich auch dagegen, dass die jeweilige Schulleitung bei der Festsetzung der Arbeitszeiten mehr Entscheidungsfreiheit bekommt.
http://www.sueddeutsche.de/bildung/arbeitskampf-in-daenemark-schulen-sperren-lehrer-aus-1.1638241