Industrie & Handwerk & Agrar > Leiharbeit, bzw. moderner Sklavenhandel

Hennes & Mauritz (H&M) // Erfahrungen gesucht

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schmetti:
Hiho liebe gepeinigte Zeitarbeiterseelen,

hat jemand je dort gearbeitet? Oder ist gar noch in einer Einstellung?

Ich würde mich gerne austauschen.

Aber eines vorweg - H&M hat sich edelmütige Werte auf den heiligen Banner geschrieben. Wollen wir doch mal sehen, in wie weit wir die bestätigen können.

Diese Werte sind (geklaut von hier: http://www.dooyoo.de/arbeitgeber/h-m-hennes-mauritz/1474291/):
- Traue dich Du selbst zu sein! <- Anmerkung von mir: Neee geht gar nicht! Da hab ich ja voll die Panik, immer ausgelacht zu werden, wenn ich mich nicht verstelle und 'ne Totenmaske aufsetze! Aber ... ähmmm... probieren... ach scheiße, vor lauter verstellen hab ich glatt vergessen, wie und wer ich eigentlich wirklich selber bin.
- Wir hören zu, lernen voneinander! <- Stimmt, von einigen Leuten kann ich noch lernen, wie man so ein Lästermaul-Diplom erhält. Wie man richtig schön hinterfotzig wird und zu einer Oberflächlichkeit tendiert, dass es im Hirn brennt!
- Alles beginnt mit deiner positiven Einstellung! <- Also klar, wenn man da jetzt hingeht und denkt: Ist eh alles scheiße, dann ist auch alles scheiße! Wenn man aber eher denkt, dass Sklaverei was schönes ist und diese ganzen schicken Klamotten aus Bangladesh zu den gütigsten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, dann strahlt man das auch aus und man wird so ganz schnell ganz flott ein angesagter und positiver Mitarbeiter!
- Gesunder Menschenverstand! <- Selbstredend, gelle?
- Geradeheraus sein! <- Exakt! Und das nicht zu knapp! Kann zwar zu Nebenwirkungen führen (Rausschmiß), aber hauptsache das wurd mal gesagt, dass Vorarbeiter LM ein riesengroßes ... Stück Zellhaufen ist!

Hab schon ein wenig angefangen, ein paar Eindrücke zu schreiben (Tagesablauf-Mäßig), die ich dann auch einbringen würde, vorausgesetzt, das Thema hier stoßt auf reges Interesse.

Zu H&M und der Zeitarbeit kurz: Die letzte Zahl, die ich gelesen hab, spricht von 1500 Mitarbeitern in diesem Zentrum (edit 12.08.2012 zum editierten Threadtitel: gemeint ist das Distributionszentrum in Allermöhe), davon sollen gut 1/3 Zeitarbeiter sein. Was ich so mitbekommen habe, herrscht dort ein reger Hire&Fire-Betrieb.

(EDIT 12.08.2012 - Folgendes beruht auf sehr subjektiven Eindrücken - anders erlebte Erfahrungen oder genauere Informationen gerne erwünscht! :-)))
Es werden regelmäßig neue Zeitarbeiter bestellt, die erstmal für lau einen Probearbeitstag absolvieren dürfen. Einige bleiben, die anderen werden wieder "entsorgt". Leute, die schon länger dabei sind, aber nicht in das Gehorsams-Konzept passen, werden auch gerne mal rausgeworfen und ausgetauscht. Kommunikation gibt es so gut wie nicht, wenn du rausgeschmissen wirst, erfahrst du das von der Zeitarbeitsfirma, nicht von den Leuten direkt, die das veranlasst haben.
Man steht gelegentlich unter besonderer Beobachtung. Solltest du dann nicht so mitspielen, wie es der Beobachter will, dann bist du auch ganz flott raus.
Alles, was du dir leistest, jede Banalität und Nichtigkeit wird an deine Zeitarbeitsfirma weiter getragen. Mit dir wird da nicht gesprochen. H&M scheint ein genaues Profil über dich zu erstellen (reine Spekulation). Man sollte lieber die Fresse halten. ;-)

Gruß

Mumpitz:
Also in der Blödzeitung liest sich das aber ganz anders:

"Trotz aller Computer, trotz der Hektik – der Umgangston im Betrieb ist locker-familiär. Alle duzen sich, vom Geschäftsführer bis zum Lageristen: „Das ist Teil unserer Unternehmensphilosophie“, sagt Kampe.

Vielleicht ein Grund, warum viele der über 1000 Mitarbeiter in Allermöhe schon seit Jahren oder Jahrzehnten H&M treu geblieben sind."

http://www.bild.de/regional/hamburg/kleiderschrank/bild-im-h-und-m-lager-7920030.bild.html  :o

schmetti:
 ;D ;D

Das hab ich auch schon gelesen, das liest sich alles wie 'ne große Werbekampagne.
Wie so vielerorts gilt hier: Vorne schönreden und hinten packen dann alle die Knüppelkeule aus und verdammen ihre Kollegen.

Aber jut

Eivisskat:
H&M ist KIK in anderer Verpackung...selbst die billigen Fetzen aus Asien sind die gleichen!

Warum sollten also die Arbeitsbedingungen sowohl in Asien & Indien als auch hier anders sein?

Aber solange die Menschen kein Geld haben, müssen sie diese Kacke natürlich kaufen und die Unternehmen verdienen sich dumm & dämlich.

Armuts-Industrie eben, hier wie dort...leider.

schmetti:
Vielleicht findet sich jemand, der ganz zufrieden mit den Arbeitsbedingungen ist?

Und hey, es gibt natürlich einen Unterschied zwischen KIK und H&M. KIK kann sich lediglich Verona Pooth leisten, aber H&M verprasst die Millionen an Madonna. Statt sie mit den Mitarbeitern zu teilen. Aber da fügen diese beiden Ausbeuterläden sich wieder zusammen - Pseudo-Persönlichkeiten und hochstilisierte (huch) Halbgötter mit Geld zuschmeißen und die, die das möglich machen (die Arbeiter) mit der Keule vom halben Hähnchen abspeisen.
Arschgeigen die.

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