Autor Thema: Desillusionen nach der Wahl in Bolivien  (Gelesen 952 mal)

Carsten König

  • Gast
Desillusionen nach der Wahl in Bolivien
« am: 12:42:48 Do. 12.Januar 2006 »
Zitat
Bolivien: Designierter Präsident Morales garantiert Privateigentum

Quelle: http://www.wsws.org/de/2006/jan2006/mora-j12.shtml

Zitat
In den zwei Wochen seit seiner Wahl zum bolivianischen Präsidenten am 18. Dezember hat Evo Morales einerseits verbale Attacken gegen Washington geritten und Blitzbesuche in Venezuela und Kuba unternommen, und andererseits feierliche Versprechen abgelegt, das Privateigentum der transnationalen Konzerne und der bolivianischen Oligarchie zu achten.

Morales hat als Kandidat der Bewegung für den Sozialismus (MAS) 54 Prozent der Stimmen errungen und ist damit der erste Politiker in der modernen Geschichte Boliviens, der mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt wurde. Er wird auch der erste Inhaber des Präsidentenpalastes mit indianischer Abstammung sein. 85 Prozent der Bevölkerung Boliviens sind Abkommen der Ureinwohner.

Erst den Sozialismus predigen und nach der Wahl in alte Gefälligkeiten zurückfallen - das alte Schema des Betruges an der Wählerschaft. Dabei hätte Bolivien eine radikale Änderung seiner Politik - wie so viele andere Staaten auch - nötig...

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 19993
  • Fischkopp
Re:Desillusionen nach der Wahl in Bolivien
« Antwort #1 am: 19:50:56 So. 29.Mai 2011 »
Zitat
Drei Morde an Umweltschützern in einer Woche
Aktivisten kämpften gegen Abholzungen - Staatschefin ordnet Ermittlungen der Bundespolizei an


José Cláudio Ribeiro da Silva und seine Frau Maria do Espírito Santo Silva
in einer undatierten Aufnahme. Die beiden Umweltaktivisten wurden am
Dienstag ermordet aufgefunden.

In Brasilien sind innerhalb weniger Tage drei Umweltaktivisten ermordet worden, die für ihren Kampf gegen illegale Abholzungen im Amazonas-Gebiet bekannt waren. Im Bundesstaat Rondônia wurde am Freitagabend der 57-jährige Adelino Ramos überfallen und erschossen.

(dpa) Die Polizei konnte nach Medienberichten von Sonntag zwei Tatverdächtige ermitteln.

Erst am Dienstag war in Nova Ipixuna im Amazonas-Bundesstaat Pará das Ehepaar José Cláudio Ribeiro da Silva und Maria do Espírito Santo Silva erschossen aufgefunden worden. Wie Ramos hatten auch sie sich vehement gegen illegale Rodungen eingesetzt und dabei auch mehrere Anzeigen erstattet. Die Umweltschützer waren in der Vergangenheit öfters bedroht worden.

Staatschefin ordnet Ermittlungen an

Das katholische Entwicklungshilfswerk Misereor mahnte die brasilianische Regierung nach den Verbrechen, mehr für den Erhalt des Regenwaldes und die dort aktiven Umweltschützer zu tun. Staatschefin Dilma Rousseff hatte im Falle des Ehepaares Ermittlungen der Bundespolizei angeordnet.

Im Amazonas-Gebiet kommt es immer wieder zu brutalen Übergriffen auf Umweltschützer. Einer der bekanntesten Fälle war der Mord an der katholischen Ordensschwester und Umweltaktivistin Dorothy Stang. Die US-Amerikanerin wurde 2005 im Bundesstaat Pará ermordet.
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/drei_morde_an_umweltschuetzern_in_einer_woche_1.10741935.html