Autor Thema: Organisierung von Berufskraftfahrern  (Gelesen 33087 mal)

Bangbuex

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 21
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #45 am: 21:21:37 Do. 29.August 2013 »
Finde den Reporter von Radio SSC ....

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3411
  • Polarlicht
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #46 am: 22:06:52 Do. 29.August 2013 »
Viel Glück!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Bangbuex

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 21
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #47 am: 10:19:32 So. 01.September 2013 »
Moin
So, nun habe ich mir dieses Spektakel auch mal angeschaut und bin sogar im Konvoi mitgefahren.
Ansich eine gute Sache, allerdings wurde der Inhalt der Veranstaltung (bis auf den Konvoi) lediglich
den Teilnehmern zu teil, denen man die Probleme nicht erzählen muss - Sie kennen sie alle selbst.
Die Redner waren gut und man konnte auch Fragen stellen - die wie immer natürlich nicht beantwortet
werden konnten. Politik = keine Mehrheit - Sorry ...

Die Schuldigen der ganzen Misere nun bei Dinotrans Lübeck zu suchen, halte ich für Schwachsinn,
denn Herr Schmidt nutzt nur eine Gesetzeslücke - wir wir alle irgendwo.

Beim zuhören vor der Bühne habe ich mir die Mühe gemacht und die Teilnehmer gezählt.
Es waren inkl. der Polizeibeamten etwa 200 Teilnehmer - also sagen wir 190.
Die Teilnehmerzahl der Fahrzeuge würde ich auf 50 schätzen.   

Fazit.
Fehlentscheidung !

Ich will es mal mit einem Beispiel zum nachdenken anregen.

Die 200 Kumpel des Bergwerkes entschlossen sich eine Demonstration unter Tage durchzuführen

Alles gute weiterhin wünscht

Bangbuex

admin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2588
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #48 am: 13:35:02 Di. 01.Oktober 2013 »

admin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2588
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #49 am: 11:24:09 Fr. 04.Oktober 2013 »
Zitat
Ver.di verlädt Brummifahrer

Bündnistreffen mit Truckervereinen kurzfristig abgesagt - trotz Lohndumpings in der Logistik

Ver.di hat sich offenbar entschieden, nicht mit unabhängigen Lkw-Fahrer-Gruppen zu kooperieren - exakt 30 Jahre nach dem größten Fernfahrerstreik der Geschichte der BRD.



Geht doch – schwedischer Gewerkschafter bei Fernfahrerprotest in Lübeck, August 2013 Foto Olaf Harning

 »Alle Räder stehen still«, so der gewerkschaftliche Schlachtruf, »wenn unser starker Arm es will«. Am 7. Oktober 1983 nahmen die in der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) organisierten Fernfahrer den Slogan wörtlich, traten bundesweit in den Warnstreik und blockierten den Lkw-Verkehr auf der A2 bei Helmstedt. 30 Jahre später hat ver.di den Rückhalt vieler Fahrer verloren - zuletzt sorgte die Absage eines Vernetzungstreffens für Irritationen.

Dieses sollte am 14. September auf einem Autohof bei Kassel stattfinden und unabhängige Fahrergruppen, das Internetforum »Truckerfreunde« und die Gewerkschaft an einen Tisch bringen. Obwohl seit Juni verabredet, sagte Mario Klepp, Leiter der ver.di-Fachgruppe Postdienste, Speditionen und Logistik, seine Teilnahme kurzfristig ab. »Nach intensiver Diskussion in unserem Fachbereich«, so Klepp in ein paar dürren Zeilen, »haben wir uns entschieden, von einer kontinuierlichen Mitarbeit im Bündnis der Kraftfahrerdemos abzusehen.«

»ver.di schlägt uns die Tür vor der Nase zu«

Ingo Schulze, Sprecher der Kraftfahrer Clubs Deutschland (KCD), hat dafür wenig Verständnis. Für den Initiator mehrerer Demos und Konvois gegen Lohndumping in der Logistik ist das ein Affront: »Ausgerechnet in dieser Phase der Annäherung schlägt uns ver.di die Tür vor der Nase zu.«

Gegenüber »nd« betont Klepp, man wolle weder den Dialog noch die punktuelle Zusammenarbeit in den Ländern beenden. Doch auf Bundesebene halte man gemeinsame Aktivitäten »nicht für zielführend«. Bei Verdi gibt es offenbar Zweifel an der Strategie der Fahrergruppen, die weiter mit Demonstrationen und Konvois auf die Dumpingprobleme der Branche aufmerksam machen wollen. »Das kriegst Du nicht auf der Straße gelöst«, sagt Klepp, »nur politisch.«

Außerdem will sich die Dienstleistungsgewerkschaft verstärkt auf die Konzerne im Logistiksektor konzentrieren: »Wir haben große Betriebe, die uns absolut fordern. Und da wird uns dann klassisch die Frage gestellt, ob wir weiter rumspielen wollen, anstatt unsere Mitglieder zu betreuen.«

Tatsächlich verzeichnet die Gewerkschaft in der Wachstumsbranche Logistik nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze, sondern auch steigende Mitgliederzahlen - auch viele Fahrer. Rund 120 von ihnen konnte ver.di kürzlich zu einem Stammtisch in Bayern versammeln, in der kommenden Woche ruft die Gewerkschaft in Leipzig 100 Betriebsräte der Branche zusammen. Ein Rückzug aus der Fläche also, um die organisierbaren Konzerne zu betreuen?

Der Gedanke ist nicht neu, dürfte aber auch von jenem Mann Widerspruch ernten, der 1983 für die Blockade in Helmstedt verantwortlich zeichnete. Nach zähen Tarifverhandlungen traten damals bundesweit fast 20 000 Fahrer in den Warnstreik. Auf der A2 brachten mehrere Hundert ab- oder quergestellte Lkw die Versorgung West-Berlins ins Wanken.

Druck gegen Dumpinglöhne

»Die Gewerkschaft muss dorthin gehen, wo die Fahrer sind«, sagt der heute 72-jährige Holger Klee und kritisiert gegenüber der Fachzeitschrift »Fernfahrer« unter anderem die Abschaffung der Betreuungsmobile, mit der ÖTV und ver.di einst die Fahrer auf den Raststätten ansprachen. Ähnlich die Mahnung von KCD-Sprecher Schulze: »Ver.di muss lernen, dass sich die Fahrer notfalls auch ohne Gewerkschaft organisieren können. Wir diskutieren die Themen, die eigentlich von ver.di kommen müssten«. Schon diesen Samstag will das Fahrerbündnis mit einem kleinen Konvoi in Dortmund wieder Druck gegen Dumpinglöhne machen, eine europaweite Aktion ist in Planung.

Hintergrund der jüngsten Proteste ist die zunehmende Zerfaserung der Löhne im Speditions- und Logistiksektor. Knapp 2000 Euro brutto verdienen Fahrer bei tariftreuen Unternehmen, in nicht organisierten, oft ostdeutschen Firmen teils nur die Hälfte. Und bei Fahrern aus Ost- und Südeuropa werden regelmäßig Löhne von wenigen Hundert Euro festgestellt.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/834859.ver-di-verlaedt-brummifahrer.htmlen

admin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2588

BakuRock

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1753
  • Sich f�gen hei�t l�gen. E. M�hsam
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #51 am: 02:33:35 So. 06.Oktober 2013 »
Zitat
...»Das kriegst Du nicht auf der Straße gelöst«, sagt Klepp, »nur politisch.«......

Das haette er gerne...! Dann waere seine Gewerkschafts(politische) Stelle naemlich gesichert - und die bringt ihm persoenlich richtig "Kohle" ein - gemessen an den KollegINen auf der Strasse.

Und so geht es hunderttausenden Beschaeftigten bei diesen "etablierten Gewerkschaften". Sie haben ihr gesichertes und Lebenssicherndes Einkommen gesichert.

Doch den Fahrern wird solches Privileg nicht zugestanden. Es wird so getan als waeren solche Arbeiten einen Scheissdreck wert, als wuerden sich solche Arbeiten von selbst tun, als wuerden sich die begehrten Produkte von alleine in die Regale begeben, als waere es eine Selbstverstverstaendlichkeit, dass das Brot fuer 1.99 zu haben ist, der Kaffee fuer 2.99, die Forelle fuer 2.99 usw. ........
Woher das kommt, wieviel Energie und Engagement in den jeweiligen Produkten steckt, wer und zu welchen Bedingungen diese Sachen durch ganz Europa gekarrt hat, damit sie am Ende von "Schnaeppchenjaegern" gekauft werden koennen, darum machen sich wohl die Wenigsten eine "Ruebe".

Sollten die aber sich alle machen - denn: stellt euch einmal vor die Trucker (Zulieferer) in Europa wuerden nur einen Tag mal fuer fuenf Stunden auf den Pisten stehen bleiben und nichts mehr ausliefern........

Dann wuerde der "Oberstudienrat" seine Scrambies nicht mehr haben koennen, der Vegetarier sein "Gruenzeug" nicht mehr finden, die junge Mutti keine Milch mehr fuer das Baby haben, der Apotheker kein Medikament fuer die Beduerftigen besorgen koennen, der Trinker kein Bier mehr finden, der abhaengig Beschaeftigte seinen Chef nicht mehr einladen koennen.......... ;) usw, usf..............
(Wobei die junge Mutti mit dem Baby und die Medikamente fuer die Beduerftigen mir die meisten Kopfschmerzen bereiten.)

Bei einem Stillstand der Trucker von fuenf Stunden an einem Tag, wuerde die Logistikbranche an ihrem Rechenschieber garantiert graue Haare bekommen, der Supermarktmilliardaer genauso - plus einem "Herzkasper", die Aktionaere wuerden wohl den Vorstand rauswerfen und - vielleicht wuerde "der deutsche Michel" endlich auch mal auf die Strasse gehen - um - nach dem naechsten Truck zu sehen.  ::)

Es wird Zeit!!! ......
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13298
  • Fischkopp
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #52 am: 14:00:06 Do. 19.Dezember 2013 »
Zu den neuen Selbstorganisationen der Fahrer gehören die Kraftfahrerclubs Deutschland (KCD)


Zitat
Kraftfahrerclubs Deutschland lädt ein
LKW-Fahrer beklagen Arbeitsbedingungen



Kraftfahrer aus der Weißenfelser Region interessieren sich auch für den KCD. 
 
Von HEIKE RIEDEL

Der Verein Kraftfahrerclubs Deutschland (KCD) hat am Samstag auf den Aral-Autohof Zorbau eingeladen. Der Verein vertritt die Interessen der LKW-Fahrer. Lohndumping und Arbeitsdruck sind ein großes Thema auf der Veranstaltung.

ZORBAU/MZ. „Statt meiner fahren jetzt zwei Ungarn die Touren“, berichtete ein Kraftfahrer, wie er arbeitslos geworden ist. Und nicht nur, dass niedriger entlohnte Kraftfahrer aus dem Ausland eingestellt werden, ganze Lkw würden „umgeflaggt“, das heißt über Briefkastenfirmen anderen Ländern zugeordnet. Anderswo in Europa kostet ein Lkw eben nicht wie in Deutschland 80.000 Euro jährlich an Steuern, Versicherungen und anderen fixen Ausgaben. Schnell waren die Männer in der Runde, zu der der Verein Kraftfahrerclubs Deutschland (KCD) am Sonnabend auf den Aral-Autohof Zorbau eingeladen hatte, bei der Sache. „Hier werden unsere Interessen als Kraftfahrer und auch die der Spediteure vertreten“, zeigte sich Ralf Mende am Ende überzeugt vom Verein.

Wegen des Wetters hatte sein Vorsitzender Ingo Schulze auf die Anreise aus Königslutter verzichtet. Als Kraftfahrer braucht er gerade jetzt die Wochenendruhe bei seiner Familie. Doch das für die Region Ost verantwortliche Vorstandsmitglied Peter Serve fährt derzeit Touren für Offergeld „zu Hause“, so dass der Weißenfelser in der Runde den KCD vertrat. Allen war klar, die Spediteure müssen sich immer härter werdenden Wettbewerbsbedingungen stellen und auf ihnen als Kraftfahrer wird das abgeladen.

Bei Verspätung drohen Kürzungen

Lohndruck war ein häufig angesprochenes Thema. Teilweise drohen Kürzungen, wenn die Ladung nicht rechtzeitig am Ziel ist. Egal, was unterwegs los ist und ob es überhaupt mit der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten zu schaffen ist. Auf den Betreiber der Autohöfe „Tank- und Rast“ sind die Lkw-Fahrer stinksauer. Der hat in einem Interview erklärt, dass er sie gar nicht auf seinen Höfen haben möchte, weil sie zu wenig Geld umsetzten, nur parken, zur Toilette oder in die Waschräume wollten. Busgesellschaften seien seine Zielgruppe.

Der KCD setzt sich für die Kraftfahrerbelange ein. Das heißt, erst einmal muss er den Blick der Politiker und der Öffentlichkeit darauf richten. „Wer weiß denn schon, was es heißt, tagtäglich am Steuer zu sitzen, damit die Frachten ihre Ziele erreichen“, sagte Serve. Viermal seien in diesem Jahr schon Konvois gegen EU-Willkür und Sozialabbau gefahren. Auch so, dass es die Bürger wahrnehmen mussten, wie zum Beispiel während des letzten vor wenigen Wochen an einem Sonnabend durch Aschaffenburg. 56 Lkw verstopften da die Straßen.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit


Die ersten europaweiten Aktionen mit Sternfahrten sind Anfang Mai geplant. Zu Partnern in Tschechien, den Benelux-Staaten und den skandinavischen Ländern gibt es bereits gute Beziehungen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort ist nur eine der Forderungen, die die Kraftfahrer vereint. Es geht ihnen um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, darum, dass jeder von seinem Lohn leben kann, um ein soziales und gerechtes Europa, ein Verbot von Briefkastenfirmen, die Einhaltung von Vorschriften, damit nicht fremde Firmen zu Lohndumping-Bedingungen in Deutschland fahren. Zudem sei ein großes Problem die Korruption bei der Qualifizierung von Berufskraftfahrern.
http://www.mz-web.de/weissenfels/kraftfahrerclubs-deutschland-laedt-ein-lkw-fahrer-beklagen-arbeitsbedingungen,20641108,25562136.html

Don Derfel

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 20
Re:Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #53 am: 16:14:15 Mo. 05.Oktober 2015 »
So. Da isser nu.
Einer von diesen Fernfahreren.

Zunächst einmal möchte ich mal erwähnen, dass die Organisation (abgesehen von weit zu vielen Dusseln und Einzelkämpfern9 noch einmal etwas schwieriger ist.
Ein sehr großer Teil von uns ist bestenfalls an den Wochenenden Zuhause, kann sich organisieren, an Treffen teilnehmen und sogar ich kann nachvollziehen, wenn die Kollegen am We "einfach ihre Ruhe wollen", oder Familie, falls die den Job noch überlebt haben.
Zweiten gibt es in der Branche weit zu viele Tarifpartner und Aktionen wie Streik etc ist nur mit organisierten Fahrern im Rahmen von Verhandlungen möglich.
Diese immer gern geäußerte Letrinenparole mit "wilden Streiks" etc ist nicht durchführbar.
Das wäre "gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr", "Arbeitsverweigerung" etc.

Viele Ladungen sind *just in time* geplant, mit dementsprechenden Verträgen und Konventionalstrafen und kein Fv könnte sich leisten, 30 Minuten Stillstand beim Daimler zu zahlen, weil die Innenraumverkleidungen, oderAnlasser gerade quer auf der A7 stehen.
Und Solikundgebung? Mal eben 500 000€ für den guten Stern sammeln bei +/- Null Erfolg (abgesehen von Berichten über arbeitscheue Verkehrsgefährder und Gesetzesbrecher Bertelsmann und Springer)?

Mangelnde objektive Medienpräsenz ist der zweite Teil.
Die großen Verlage sind über Geschäftsanteile, Interessen der Bertelsmann, Springer und Burdaclans sowie Werbeverträgen absolut nicht an Gewerkschaftswerbung interessiert (schönes Beispiel die Streiks bei POST und Bahn).
Wie sollen die drei Gewerkschaften also ihre Ziele und Aktionen publizieren?

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13298
  • Fischkopp
Organisierung von Berufskraftfahrern: Kraftfahrerkreise
« Antwort #54 am: 17:47:26 Mo. 14.Mai 2018 »

Fritz Linow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1583
Re: Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #55 am: 12:24:01 Mi. 17.April 2019 »
Zitat
17.4.19
Treibstoff-Mangel vor Ostern: Portugal ruft den Energienotstand aus

Ein Streik der Tankwagenfahrer sorgt dafür, dass der Treibstoff an Flughäfen und Tankstellen knapp wird. Besonders betroffen ist die Touristenregion Algarve.
(...)
Die Gefahrgutfahrer hatten erst vor wenigen Monaten die eigene Gewerkschaft SNMMP gegründet. Nun demonstrieren sie die Macht ihrer neuen Vereinigung. „Es gibt keinen Beruf, der das Land so stoppen kann, wie wir es getan haben“, sagte ein Gewerkschaftsdelegierter der SNMMP in der Nordregion der portugiesischen Zeitung „Expresso“. Dass er damit recht hat, hat die Gewerkschaft bewiesen.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/streik-auswirkungen-treibstoff-mangel-vor-ostern-portugal-ruft-den-energienotstand-aus/24229982.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13298
  • Fischkopp
Re: Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #56 am: 09:31:45 Mo. 22.April 2019 »
Zitat
Portugiesische Tankwagenfahrer beenden den Streik

Die langen Warteschlangen an portugiesischen Tankstellen lösen sich auf. Die Gewerkschaften haben ihren Streik beendet, nachdem sie sich mit der Regierung auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen geeinigt hatte.


Der folgenreiche Streik der Tankwagenfahrer in Portugal ist nach drei Tagen beendet worden. Der Ausstand der vergangenen Tage hat einen gravierenden Treibstoffmangel zur Folge gehabt. Wie die portugiesische Regierung am Donnerstag mitteilte, hat sie sich mit den Gewerkschaften und den Arbeitgebern auf die Wiederaufnahme von Verhandlungen geeinigt. Die Gewerkschaften hatten die Schaffung einer speziellen Berufskategorie für Fahrer, höhere Löhne und besser geregelte Arbeitszeiten verlangt.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/portugiesische-tankwagenfahrer-beenden-den-streik-ld.1476285

​Das halte ich für keine gute Idee. Man sollte sein Druckmittel nicht aus der Hand geben, so lange man kein akzeptables Ergebnis erzielt hat.


counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4263
  • Sapere aude!
Re: Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #57 am: 12:38:25 Mo. 22.April 2019 »
Außer die Stimmung in der Bevölkerung kippt zu Lasten der streikenden Fahrer.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13298
  • Fischkopp
Re: Organisierung von Berufskraftfahrern
« Antwort #58 am: 12:51:42 Mo. 22.April 2019 »
Die Haltung der Bevölkerung scheint nicht so negativ gegenüber Streiks zu sein.

Zitat
Streik in Portugal – T-Roc-Modelle von VW hängen fest

Seit Mitte August streiken Hafenarbeiter in Setubal. Der Nachschub des T-Rocs von VW stockt deshalb.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article215962997/Streik-in-Portugal-T-Roc-Modelle-von-VW-haengen-fest.html

Zitat
Taxi Streik gegen Uber in Portugal

In Portugal streiken die Taxifahrer. Der Protest in Lissabon, Porto und an der Algarve richtet sich gegen Fahrdienstleister wie Uber und Cabify.
https://de.euronews.com/2018/09/19/taxi-streik-gegen-uber-in-portugal

Zitat
Um Proteste in Portugal und Katalonien in Schach zu halten, haben die Regierungen tausende Polizisten mobilisiert. In den herrschenden Kreisen wächst die Sorge über eine Streikwelle, die sich parallel zu den Demonstrationen in der Bevölkerung entwickelt.
https://www.wsws.org/de/articles/2018/12/24/port-d24.html

Zitat
Streikwelle in Portugal
Regierung in Lissabon unter Druck

Es vergeht derzeit kaum ein Tag in Portugal, an dem die Angestellten in Schulen, in Krankenhäusern und in der öffentlichen Verwaltung nicht für höhere Gehälter streiken. Die sozialistische Minderheitsregierung steckt in der Klemme – wenige Monate vor den nächsten Parlamentswahlen
https://www.deutschlandfunk.de/streikwelle-in-portugal-regierung-in-lissabon-unter-druck.795.de.html?dram:article_id=445132

Zitat
Die Macht der neuen Gewerkschaften

Beschäftigte des öffentliche Dienstes streiken heute in Portugal. Die Regierung muss sich mit neu gegründeten Gewerkschaften auseinandersetzen, die ihren Arbeitskampf über Crowdfunding finanzieren. Besonders schmerzhaft sind die Streiks der OP-Schwestern und – Pfleger in den Krankenhäusern.


Die Zeichen stehen auf Konfrontation. Als der portugiesische Premierminister António Costa in einem Interview mit dem TV-Sender Sic auf den Streik der Krankenpfleger zu sprechen kommt, wählt er ungewöhnlich harte Worte:

„Wir unterscheiden ganz klar zwischen den Gewerkschaften, die ihr Recht auf Streik nutzen und sich dabei an die Spielregeln halten, und den Gewerkschaften, die unserer Meinung nach einen illegalen Arbeitskampf führen, der brutale Folgen für die Patienten hat. Gegen diese Streiks werden wir mit allen juristischen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, vorgehen.“

Nach jahrelangem Sparzwang im öffentlichen Dienst haben in jüngster Zeit Lehrer oder Angestellte immer wieder ihre Arbeit niedergelegt. Doch kein Streik hat eine so große Wirkung erzielt wie der Arbeitskampf in den Krankenhäusern. Und das ist durchaus so gewollt, sagt der Krankenpfleger Vitor Marques, der den wilden Streik in den Operationssälen zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen geplant hat...
https://www.deutschlandfunk.de/streiks-in-portugal-die-macht-der-neuen-gewerkschaften.795.de.html?dram:article_id=441025

Streiks gehören fast zur Tagesordnung...