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[Behinderten/Altenheime] Ein Blick in den Abgrund

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regenwurm:

--- Zitat ---medial kritzelte wie folgt "verarscht uns gott oder wir selber????????"
--- Ende Zitat ---

Gott ist tot


Anstecker "Gott Ist Tot"

Preis: 0.99
Artikel-Nummer: 5299.006
InfraRot Verkaufsrang: 101
Erscheinungsdatum:
Label: Nightmare Castle
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Gott ist tot

Die metaphysische Krise des Westens ist manifest. Kunst als Ersatzreligion ist zum Gemeinplatz geworden, das Zeitalter der Bilder ist ausgerufen und der Kapitalismus zum einzigen Weltmodell geworden. Fundamentalismen im Orient und Okzident sind auf dem Vormarsch. Vor diesem Hintergrund hat die Kunst das Thema Religion neu entdeckt – doch nimmt sie es ernst? Kunst selbst hat sich vielleicht niemals ganz von ihrer kultischen Funktion emanzipiert und stand immer schon in einem prekären Spannungsverhältnis zum Projekt der Aufklärung. Ist eine Résistance der Bilder gegen die Re-Mythisierung der Gesellschaft denkbar? Oder leistet die Kunst unwillentlich neokonservativen Tendenzen Vorschub?
Quelle:

Maddie77:

--- Zitat ---Original von Medial
MDK kann ich nur lachen was ist das. muss man da geld zahlen, sie zum essen ein laden.witzfiguren die das sagen was man will????oh man der MDK war im haus und das war der ablacher.ein kindergarten von schuljungen die nichts begreifen.
--- Ende Zitat ---
Mh...hab mir jetzt alles hier durchgelesen und bin erschrocken.

Ich selbst bin seit 12 Jahren Altenpflegerin und habe seither in 3 verschiedenen Einrichtungen gearbeitet(2xDiakonie und jetzt momentan AWO).

Ich kann nichts schlechtes von beiden Organisationen sagen.
Besser finde ich aber auf jeden Fall die AWO(Arbeiterwohlfahrt/Schwaben).

Wir haben in unserer Einrichtung einen hohen Qualitätsstandart und sind von den Heimkosten im "normalen" Rahmen!

Die Mitarbeiter bilden sich regelmäßig(mind.3 pro Jahr jeder Mitarbeiter!) fort und machen Weiterbildungen.

Die Bewohner sind meines Erachtens top versorgt und bisherige (unerwartete) Kontrolle haben wir immer mit Bravur bestanden!

Keiner muß Hunger oder Durst leiden, dazu sind unsere Richtlinien sehr streng! ;)

Von der Hauptgeschäftsstelle erhalten wir auch regelmäßig jedes Quartal Prüfungen im ganzen Haus und diese fallen oft strenger als durch den MDK oder Heimaufsicht aus!

@MDK: Ich denke, das dieser je nach Region lascher oder desinteressierter ist und dieses Personal ausgewechselt gehört.  ;)

Ich persönlich finde diese Überprüfungen ansonsten gut, da Missstände in anderen Heimen aufgedeckt werden und dann gehandelt werden muß!

Schade ist nur, das man ALLE über einen Kamm schert und das dadurch die Altenpflege so einen schlechten Ruf hat! ;(

lG Maddie :)

Troll:

--- Zitat ---Schade ist nur, das man ALLE über einen Kamm schert und das dadurch die Altenpflege so einen schlechten Ruf hat! ;(
--- Ende Zitat ---
Mach Dir nix draus, es gibt ~5000000 die ein ähnliche Schicksal mit Dir teilen und nachvollziehen können  :D
So lange Du so agierst wie Du selbst, in gleicher Situation, behandelt werden möchtest hast Du Dir ja nichts vorzuwerfen.
Wichtig ist, Mißstände aufzudecken und Publik zu machen.

HumanRoboter:
Ich habe bisher als Pflegehelfer für eine Zeitarbeitsfirma in den meisten Einrichtungen die Erfahrung gemacht, das die Pflegestandards immer noch relativ hoch sind. Die Einsparungen der PV und KV werden auf dem Rücken -buchstäblich- der Mitarbeiter ausgetragen, nicht auf dem der Pflegebedürftigen.
 
Sicher erleben Heimbewohner an ihrem Lebensabend nicht unbedingt das, was man sich unter hoher Lebensqualität vorstellt.

Trotzdem wird in Sachen Beschäftigung und Betreuung der Bewohner meist recht viel getan- die meisten Heime sind schließlich Dienstleister, die auf die Zufriedenheit ihrer 'Kunden', -die meist hohe Zuzahlungen leisten- angewiesen sind.

Dafür wird an anderen Stellen gespart- zum Beispiel an Pflegehilfsmitteln wie Trage- und Lagerungshilfen- sowie an den Pausen- und Umkleideräumen für Mitarbeiter, modernen Küchen oder anderen Stationseinrichtungen, die die Arbeit der Pflegenden erleichtern.

Nicht umsonst ist der Krankenstand und die Ausstiegsrate in Pflegeberufen viel höher als anderswo- die Pflegenden haben nicht weniger Angst um ihren Job als andere, sie sind teilweise einfach FERTIG- das liegt an Dienstplänen, wo 20 und mehr Tage am Stück durchgearbeitet wird, und an dem heftigen Zeitdruck, der direkt an das Personal weitergereicht wird.

Die Pflegeversicherungen schreiben feste Zeiten für verschiedene Pflegeleistungen vor- z.B. Ganzkörperwäsche oder Toilettengang- meistens sind diese Vorgaben absolut unrealistisch und lassen keine Zeit für auch nur die geringste Ansprache an den alten Menschen. Wer sich die Zeit dennoch nimmt, zahlt mit seiner Pause dafür oder bleibt länger. Vielfach wird diese Art der Selbstaufopferung schon von den Einrichtungsträgern/ Pflegedienstleitungen vorausgesetzt.

In den Pflegeeinrichtungen herrschen teilweise Zustände wie zu Zeiten des Frühkapitalismus. Und das ist nicht übertrieben- als MA einer Zeitsklavenfirma bin ich der erste, der das hautnah mitbekommt. Da wird man an seinem einzigen freien Tag in 3 Wochen um 6.30 morgens angerufen und verlangt, das man einen Doppeldienst macht, d.h. 14 Stunden am Stück arbeiten!

Mit der immer weiter um sich greifenden Privatisierung ehemals öffentlicher Träger greift in der Pflege der Turbokapitalismus um sich- wer da nicht mithalten kann, fliegt raus oder brennt aus:

http://www.bgw-online.de/internet/portal/group/internetuser/page/default.psml?path=/Inhalt/OnlineInhalt/Medientypen/Presseinformation/Aktuelle_20Pressemeldungen/Stress__Frust__Fluktuation.html

Warum man sich das gefallen lässt? Wenn man die Flexibilität nicht bringt, fliegt man raus, Punkt. Wochenlang 'geteilte' Dienste, d.h. von 6- 11, dann von 16- 20 Uhr, 24 Tage Dienst am Stück, 2 1/2 Monate kein freies Wochenende ist STANDARD liebe Leute und das ist der wirkliche Mißstand!!!

Die Versicherungsträger und Heime achten inzwischen sehr darauf, das die Pflege korrekt durchgeführt und vor allem korrekt abgerechnet wird-nur die Pflegekräfte haben keine Lobby.

HumanRoboter:
Noch ein interessanter Link zum Thema:

http://www.next.uni-wuppertal.de/dt/download/dt/2005NEXTBerlinTackenbergv_0430.pdf

Europaweite Studie zu Berufszufriedenheit und Ausstieg aus dem Pflegeberuf- danach haben bis zu 40% der Pflegekräfte orthopädische Erkrankungen.

Am schlechtesten schneidet Deutschland ab- wundert mich nicht, bin selbst betroffen.

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