Autor Thema: Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!  (Gelesen 4962 mal)

duesseldown

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Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« am: 10:46:32 Mi. 06.April 2005 »
Mal wieder die Bild "End"Zeitung....

Da stimmt doch was nicht in Deutschland!
5,2 Mio. Arbeitslose, aber keiner
will meinen Spargel stechen

Er nimmt lieber Polen für die Spargelernte: Landwirt Dietrich Paul (56)
Nienburg – Rund 5,2 Millionen Arbeitslose in Deutschland – aber die Spargelernte wird auch in diesem Jahr meist von polnischen Saisonkräften bestritten!
Spargelbauer Dietrich Paul (56) aus dem Landkreis Nienburg an der Weser zum Beispiel beschäftigt bis Juni mehr als 100 Polen, aber keinen einzigen Deutschen!

Er klagt: „Dieses Jahr hat die Arbeitsagentur mir keinen einzigen Bewerber gemeldet. Sonst waren es immer 15, oder sogar mal bis zu 40.“

Schwierig sei es mit den Deutschen ohnehin, stöhnt der niedersächsische Landwirt. Paul: „Seit Jahren versuche ich, denen Arbeit zu geben. Aber ich werde immer nur enttäuscht! Die haben’s nicht nötig. Wenn mal einer kommt, ist er gleich wieder weg. Mal wedeln sie nach drei Tagen mit der Krankschreibung, mal ist die Tante zu Besuch, mal wird Sonntagsarbeit abgelehnt. Was mache ich denn mit der Ernte, wenn die einfach abhauen?“

5,42 Euro Tariflohn pro Stunde gibt’s – die Polen gehen mit 1500 bis 3000 Euro netto nach Hause.

Sind bis zu 12 Stunden Bücken bei Sonne, Wind und Wetter einfach zu hart für deutsche Arbeitslose?

Paul: „Quatsch! Das lernst du an einem Tag, das können ja auch zarte Frauen aus Polen. Die Deutschen halten den Job offenbar für minderwertig und brauchen das Geld nicht, weil sie auch so Stütze bekommen. Wenn der Wille fehlt, ist auch ein Zwei-Zentner-Riese zu schwach.“

Den eisernen Willen – die Nachbarn aus dem Osten haben ihn noch: „Da sind Kleinbauern dabei, die brauchen den Lohn, um Saatgut und Dünger zu kaufen. Wer zur Miete wohnt, steckt jeden Cent Bares ins Häuschen, auch wenn der Bau acht, neun, zehn Jahre dauert.“


Mhmmm, ich wollte mir hier in Deutschland auch mal ein Häusschen bauen, da kommt dieser 5 Euro Job grade passend, ich werd jeden Cent ins Häuschen stecken, auch wenn der Bau achtzehn, neunzig oder hundert Jahre dauert.

geishapunk

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Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« Antwort #1 am: 15:36:50 Mi. 06.April 2005 »
Zitat
Original von duesseldown

5,42 Euro Tariflohn pro Stunde gibt’s – die Polen gehen mit 1500 bis 3000 Euro netto nach Hause.

*lol*

Mit 5,42 Euro brutto die Stunde 3000 Netto im Monat... *rofl*

Das brauchste grob gerechnet schon so knapp über 800 Stunden im Monat... :rolleyes:

Pinnswin

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Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« Antwort #2 am: 09:23:44 Do. 07.April 2005 »
12 Stunden?
Nene - bis zu 16 Stunden im Akkord 2 Monate lang. Viel Spaß dabei, Herr/Frau Bild Zeitungs RegisserIn. Machen sie es bitte mal vor.

Viel einfacher wäre es doch, endlich eine "Spargel Stech Maschine" zu erfinden, dann wäre endlich Ruhe mit diesem leidigen Spargel-Thema, was jedes Jahr die Presse allgemein ver-ziert.
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Kann das sein?

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« Antwort #3 am: 09:46:38 Do. 07.April 2005 »
ist z. Zt. der Renner. Wir sahen jetzt auch einen Beitrag aus der mittel- bzw. norddeutschen Ecke. Spargelbauern können das gar nicht verstehen, warum trotz 4,87 Euro Stundenlohn brutto keine Arbeitskräfte aus Deutschland diese Tätigkeit verrichten wollen. Einer beschwerte sich, dass sich in der jetzt einsetzenden Erntesaison rund 100 auf Anweisung der BA versuchsweise zugeteilte Arbeitslose alle krank gemeldet haben und er quasi alleine auf dem Acker steht. Er bezeichnete die deutschen Erwerbslosen als Freizeitgesellschaft und möchte, wie in den letzten Jahren auch, ausschliesslich Polen beschäftigen, da diese bezüglich der gebotenen Verdienstmöglichkeiten sehr zufrieden sind, bzw. glücklich sind was sie sich dann in Polen davon alles erlauben können, da hier der Durchschnittsverdienst bei ca. 1,50 Euro liegt.
Ja, spinn´ ich denn angesichts dieser Unterbelichtetheit??? Haben wir hier in Deutschland ein Preis- bzw. Lebenshaltungskostenniveau wie in Mittel- oder Ostpolen?
4,87 Euro Stundenlohn brutto: Toll, im Direktverkauf oder auf dem Markt oder im Handel kostet dann der 1kg-Bund Spargel zwischen 5-16 Euro (je nach Sorte). Nehmen wir mal an, man muss pro Stunde mindestens 10kg Spargel "stechen" (zu 4,87 brutto die Stunde), der wird dann hinterher zu z. B. 10 Euro Marktpreis das Kilo verkauft, macht 100 Euro, bei angenommenen 10 Stunden Arbeitszeit täglich 1000 Euro Verkaufswert und der Erntefronarbeiter bekommt dafür bei 10 Stunden Arbeitszeit 48,70 Euro brutto.
Sei dein eigener Ausbeuter!

besorgter bürger

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« Antwort #4 am: 10:57:42 Do. 07.April 2005 »
Zitat
"Spargel Stech Maschine" zu erfinden

ich wette sowas hat schon irgend ein tüftler in der garage stehen bekommt aber zur vermarktung der maschine keinen kredit weil er alg2 empfänger ist.
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

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« Antwort #5 am: 11:10:32 Do. 07.April 2005 »
Nein, leider nicht. Haben sich schon einige dran versucht, Spargel- oder Gurkenerntemaschinen zu konstruieren - erste Anfänge gibt´s wohl, aber nichts was funktioniert bzw. störungsfrei läuft. Und man muss mal die erforderlichen Investitionen sehen, sicher ist so eine Spargelerntemaschine kein Teil, was es für 100.000 Euro geben könnte - billiger ist es daher, auch in den nächsten Jahren weiter Erntefronarbeiter einzusetzen. Aber es wird schon eines Tages klappen, so wie an der Küste mit den Krabben. Da sind in D und NL seit ca. 3-4 Jahren die ersten "Krabbenpulmaschinenstraßen" erfolgreich im Einsatz.
(Ich stell mir das gerade bildlich bzw. plastisch vor, so eine Spargelstechmaschine - mit 2 oder 4 Robotik-Armen (die mit den Stechmesserschaufeln bestückt sind) dran, dann noch mal 2 oder 4 Robotik-Greifarme, die den abgestochenen Spargel festhalten und auf´s Fliessband legen - DA MUSS MAN MAL WEITER SPINNEN, wenn so eine Maschine wegen eines Fehlers anfängt rumzuspinnen (wegen Malfunction) - da geht man dann dran vorbei (oder noch besser: WC geht dran vorbei), wird von 1 oder 2 Greifarmen festgehalten und anschliessend wirst Du von den Abstechmesserarmen massakriert und skalpiert ... :P ...)

Pinnswin

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« Antwort #6 am: 07:51:30 Fr. 08.April 2005 »
Stimmt leider. Spargel und Gurken sind zu empfindlich und nicht maschinentauglich, sowasaberauch.

Die Landwirte sind übrigens froh über jeden Arbeits- oder Erwerbslosen, den sie NICHT nehmen MÜSSEN. Anderslautende Berichte sind bloß "Vera-Am-Mittag" Propaganda und gehören unsortiert in den Mülleimer. Man lese dazu auch evtl. die "top-agrar" oder das "BAUERNBLATT"  ;).
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Wilddieb Stuelpner

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Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« Antwort #7 am: 11:48:39 Fr. 08.April 2005 »
Dazu sinnieren jetzt auch unsere schwarzgefärbte Merkeln und Bayern-(Zer-)Stoiber aus dem CDU-Haufen nach, daß man die Zulässigkeit der Arbeitsentgelte an den Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes messen muß, wo der Erwerbslose bzw. AN wohnt und keine europäischen Hungerlohnverhältnisse auf Niveau eines indonesischen Kulis oder Rikschafahrers schafft, an denen der deutsche Binnenmarkt ordentlich zu knabbern hat.

Die Welt: Mindestlohn-Debatte: Stoiber rudert zurück

von Ansgar Graw

Berlin - Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat der Bundesregierung "handwerkliche Fehler zu Lasten des Mittelstandes und der Arbeitnehmer in Deutschland" vorgeworfen. Der CSU-Vorsitzende sagte der WELT: "Berlin hat der EU-Dienstleistungsrichtlinie zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet", darum könnten Arbeitnehmer aus Mittel- und Osteuropa als "Scheinselbständige" mit Dumpinglöhnen deutsche Arbeitskräfte etwa im Handwerk oder in der Gastronomie verdrängen. In Brüssel hatte Stoiber vor diesem Hintergrund am Dienstag erklärt, daß man "sich ernsthaft über einen gesetzlichen Mindestlohn Gedanken machen muß".

Stoiber präzisierte nun im Gespräch mit dieser Zeitung, es gehe nicht um einen Mindestlohn "nach Vorstellungen der Gewerkschaften oder der SPD", der das untere Ende der jetzigen Tariflöhne markiere. Eine solche Lösung verhindere nämlich die Einführung eines Niedriglohnsektors und damit ein wichtiges Instrument zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit. "Wenn Mindestlöhne zu hoch sind, gibt es zu wenig Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie zu niedrig sind, schützen sie den Arbeitnehmer nicht". Darum müsse es "in erster Linie darum gehen, daß die Bundesregierung in Verhandlungen mit der EU-Kommission und mit den ost- und mitteleuropäischen Neumitgliedern die politische Durchlöcherung der Beschlüsse korrigiert". Damit zielt der CSU-Politiker auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die in den Beitrittsverträgen für sieben Jahre ausgesetzt wurde. Doch diese Befristung wird durch die umstrittene Dienstleistungsregelung umgangen, auf deren Grundlage sich zahlreiche Osteuropäer als "Selbständige" in Deutschland niederlassen und dann ihre Arbeitskraft teilweise für Stundenlöhne von zwei bis fünf Euro anbieten. Darum heißt es im Umfeld des Ministerpräsidenten, falls die Dienstleistungsrichtlinie nicht korrigiert werde, müsse über "Mindestlöhne im Rahmen der Entsenderichtlinie" nachgedacht werden. Nachbesserungen dürften in der EU allerdings kaum durchzusetzen seien, weil dazu die Zustimmung der ost- und mitteleuropäischen Neumitglieder notwendig wäre.

Während CDU und CSU bislang Forderungen von SPD und Gewerkschaften nach einem gesetzlichen Mindestlohn energisch abgelehnt hatten, wird vor dem Hintergrund der Dumpinglöhne darüber in Teilen der Union neu nachgedacht. "Ich bin für eine solche Diskussion sehr aufgeschlossen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Karl-Josef Laumann (CDU), der "Berliner Zeitung". In der Umgebung von CDU-Chefin Angela Merkel heißt es hingegen, es bleibe bei der Absage an einen gesetzlichen Mindestlohn. Allerdings müsse durchaus etwas gegen Lohndumping getan werden. Bislang gibt es in 16 der 25 EU-Staaten Mindestlöhne.

Merkel selbst verlangte gestern mit Blick auf die hohe Arbeitslosigkeit "rasches Handeln". Vor dem heutigen Gespräch von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) mit seinen Amtkollegen aus Bayern, Kurt Faltlhauser (CSU), und Nordrhein-Westfalen, Jochen Dieckmann (SPD), erteilte sie aber einer Unternehmenssteuersenkung ohne Gegenfinanzierung erneut eine Absage. "Wir müssen aufpassen, daß wir die Schuldenfalle nicht vergrößern", darum dürfte die Senkung "nicht auf Pump" kommen, sagte die CDU-Chefin auf einem Wirtschaftskongreß der Union in Hürth bei Köln. Auch CSU-Landesgruppenchef Michael Glos hatte zuvor eine Gegenfinanzierung gefordert, allerdings erklärt, diese müsse "nicht bis zur letzten Mark" stehen. In beiden Unionsparteien wird versichert, in dieser Frage gebe es keinen Dissens. Bei dem Gespräch der Finanzminister geht es um eine unlängst beim "Job-Gipfel" von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit Merkel und Stoiber verabredete Senkung des Körperschaftssteuersatzes auf 19 von 25 Prozent sowie um Entlastungen bei der Gewerbe- und Erbschaftssteuer. Merkel forderte in Hürth zudem weitere Entlastungen für Unternehmen. "Die alleinige Senkung der Körperschaftssteuer reicht nicht aus", sagte sie. Im Rahmen einer "großen Steuerreform" müßten auch die Steuern für Personengesellschaften und Familienbetriebe gesenkt werden, die nicht körperschaftsteuerpflichtig seien.

Doch diese weitergehenden Forderungen sollen nicht die Einigung mit der Regierung in Folge des Job-Gipfels belasten. In der Unionsspitze wird betont, man wolle zu Ergebnissen kommen. Nachdem Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Mittwoch erklärt hatte, es sei "Eile geboten", wollen sich CDU und CSU nicht dem Vorwurf aussetzen, die Reformen zu blockieren. Zugleich heißt es dort aber, ein Durchbruch für den Arbeitsmarkt sei bei dem heutigen Finanzminister-Treffen und einem für den 15. April vereinbarten Gespräch zwischen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Laumann nicht zu erwarten. Denn die Vorschläge der Regierung griffen eindeutig zu kurz.

Artikel erschienen am Fr, 8. April 2005

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Fazit: Es wird wieder nur aus der schwarzen Ecke leeres Stroh gedroschen. Die einzige Absicht der CDU/CSU war im Rampenlicht zu bleiben, ohne verbindliche Pflichten zum Handeln einzugehen. Es war nichts anderes als Schaumschlägerei, Macht- und Wahlkampfgetöse.

Wir brauchen tatsächlich gesetzliche Mindestlöhne in allen Branchen und allen Lohn- und Gehaltsgruppen in ganz Europa. Nur bringt mal Lobbyisten aus 25 verschiedenen Mitgliedsländern unter einem Hut, wobei deren Interesse es ist, die Gewerkschaften völlig auszuschalten. Der von CDU/CSU favorisierte Niedriglohnsektor ist ein Rückschritt ins feudale Mittelalter und eine soziale Nebelkerze. Deren Palaver um den Mindestlohn wird so ad absurdum geführt. Niedriglohn ist mit Arbeitstätigkeiten für ungelernte Kräfte, Anlernaufgaben und körperlich schwere Arbeit verbunden. Da aber durch Rationalisierung und Mechanisierung derartige Arbeitsaufgaben aus dem Produktionsprozeß stetig abnehmen, ist das Gerede um den Niedriglohnsektor doch nur eine Spiegelfechterei.

Wir brauchen anspruchsvolle Arbeitsaufgaben, die höhere Anforderungen an die geistige Leistungsfähigkeit, an lebenslange Weiterbildung stellen und das ist mit dem angestrebten Niedriglohnsektor der Schwarzen nicht zu machen. Hoch qualifizierte Fachkräfte gibt es nun mal nicht zum Schnäppchenpreis. Also plündert die deutsche Wirtschaft per GreenCard die staatlichen Bildungsinvestitionen anderer Länder aus und stiehlt ihnen die Fachkräfte, so wie dieser Staat BRD auch die DDR um die ausgebildeten Fachkräfte ausplünderte, solange die Mauer offen war. Der veredelte Fachbegriff für dieses Ausplündern anderer Ländern heißt Brain Drain oder Headhunting. Mit anderen Worten: Hochindustrialisierte Länder sparen sich ihre Bildungsinvestitionen auf Kosten der Entwicklungsländer. Die hochindustrialisierten Länder schmarotzen - sind nichts anderes als Parasiten.

Statt der Förderung der Kapital- und Steuerflucht, sollte man die Verletzung der unternehmerischen Sozialverpflichtung aus dem GG zum Straftatbestand erheben und verfolgen. Logisch, daß dabei auch die Kapital- und Steuerflucht genauso unter Strafe zu setzen ist, mit der Gefahr der Unternehmensenteignung. Wenn Unternehmer sich ihrer Sozialverantwortung stellen, Steuern, Abgaben und Gebühren an den Staat und Kommunen zahlen und ihre Belegschaften in Deutschland und im Ausland selbstständig weiterbilden, verbunden mit entsprechend hoher Vergütung, so sollte man das fördern und belohnen.

besorgter bürger

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« Antwort #9 am: 14:19:20 So. 10.April 2005 »
Gut ein Anfang, aber ökonomisch bzw. wirtschaftlich vertretbar scheint das noch nicht zu sein. Was nicht ist kann ja vielleicht noch werden. Die deutschen Hightech-Spargelbauern haben auf Dauer trotzdem keine Überlebenschance. In Weißrussland, der Ukraine, Polen, der Slowakei, Ungarn, z. B. hat man in letzter Zeit das Geldverdiengemüse "Spargel" entdeckt. Großflächige Bemühungen und Versuche laufen dort in diesen Ländern um auf bislang stillgelegten Agrarflächen diese "Edelgemüse" als widerstandsfähige Züchtung zu erzeugen, angeblich will man sogar teilweise 2 x im Jahr ernten.
Da können sich die hiesigen Spargelbauern vor ihrem Konkurs noch ein letztes Mal bei WC für die Globalisierung bedanken. So wird es noch mit manchen landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehen.

Wilddieb Stuelpner

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« Antwort #10 am: 14:40:39 So. 10.April 2005 »
Diese Spargelerntemaschine kann aber nicht differenzieren zwischen reifen Spargelstangen, die mit den Spitzen aus dem Damm vorschauen und den dünnen, nicht erntefähigen Stangen.

Das Gerät säbelt alles querbeet ab. Sie macht mehr Schaden als Nutzen.

besorgter bürger

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« Antwort #11 am: 20:58:23 So. 10.April 2005 »
Zitat
Sie macht mehr Schaden als Nutzen.

also ich könnte eine viel bessere maschine bauen aber mir fehlt das geld.
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« Antwort #12 am: 12:21:30 Mo. 11.April 2005 »
Nur aus dem Spargelthema verabschiede ich mich mit den Worten von WC vom letzten Sa. oder So.: "Die deutsche Landwirtschaft fordert Saisonaushilfen, ... bietet 5 Euro die Stunde (dazwischen anderes bla, bla) ..., wir reagieren und antworten daher "Null Bock haben, das gibt´s bei uns nicht mehr"!"

Und fertig bzw. gelöst ist das Thema schon.

Wilddieb Stuelpner

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Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« Antwort #13 am: 23:45:05 Di. 12.April 2005 »
Dresdner Wochenpost, 12.04.2005, S. 11

Selber stechen: Herr Kockert verkauft den Spargel im Sand

WITTICHENAU - Die Spargelsaison beginnt! In dieser Woche wird der erste sächsische Spargel gestochen. Meist von polnischen Gastarbeitern. Nur auf den Feldern von Wittichenau reißen sich die einheimischen Bewohner darum, auf den Feldern arbeiten zu dürfen.

Es ist ein wohl sachsenweit einmaliges Modell:

Statt jährlich Leiharbeiter anzustellen, die mühsam den Spargel stechen, werden in Wittichenau (bei Hoyerswerda) ganze Felder „verliehen“! Gerhard Kockert ( 58 ), Chef der Wittichenauer MKH-Agrar-Produkte: „Wir haben nach der Wende alles ausprobiert mit deutschen und polnischen Saisonarbeitern, aber das war alles nichts. Die 60 bis 70 Spargelstecher waren nicht billiger, außerdem musste man sie auch bezahlen, wenn das Wetter schlecht war.“

Nun also ein völlig neuer Weg! Kockert: „Wir verpachten von Anfang Mai bis Ende Juni unsere elf Hektar Spargelfelder.“ Für 50 Euro kann sich jeder einen 100 Meter langen Streifen „Spargelbeet“ mieten. „150 Kilo sind da zu stechen“, weiß Kockert. Das einst „königliche Gemüse“ wird dann privat verwendet, verkauft oder verschenkt. Kockert: „Wir haben mit dem Vertrieb nichts zu tun.“

Von den 180 „Parzellen“ sind bereits 150 vermietet. Der Erfolg war so überragend, dass die Wittichenauer bereits eine neue Idee haben: Im Sommer soll‘s „Obstplantagen“ zum Mieten geben!

TU

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MKH Agrar-Produkte GmbH
Kamenzer Str. 58
02997 Wittichenau
Telefon: (03 57 25) 7 02 58
Telefon: (03 57 25) 7 02 71
Telefon: (03 57 25) 7 02 81

CubanNecktie

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Re: Faulpelz-Alarm! Arbeitsloser Pöbel kein Bock Auf Stechen!
« Antwort #14 am: 12:18:38 Do. 16.April 2009 »


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