Autor Thema: Feminismus  (Gelesen 56513 mal)

counselor

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Re:Feminismus
« Antwort #15 am: 13:26:21 Di. 08.Mai 2012 »
Warum Schröders Selbstbestimmung keine ist

 von Isquierda   @ 2012-05-03  – 19:59:04   

Ich sollte dieses Buch lesen, aber ich habe keine Lust drauf. Es gibt interessantere Bücher. Wenn ich aber alles richtig verstanden habe, was dazu vorbeigeflogen ist, dann geht es Kristina wohl um Selbstbestimmung und die hängt ihrer Meinung nach von Rollendiktaten ab.

Nun isses aber so, dass nicht die Rollendiktate, wessen auch immer und welche auch immer, den Weg einer Frau und eines Mannes vorzeichnen, sondern der Gesetzgeber. Sobald eine Frau ein Kind bekommt, wird sie Mutter - ohne Nachfrage und Widerspruchsrecht - und sie geht in den Mutterschutz. Da is nichts mit Wahlfreiheit. Sie kann sich weder entscheiden, das Kind zu entbinden und keine Mutter zu werden und sie kann sich nicht entscheiden, nicht in den Mutterschutz zu gehen. Der Vater kann sich auch nicht entscheiden, ebenfalls in den Mutterschutz zu gehen oder wenigstens auf ein vollbezahltes Beschäftigungsverbot pochen ...

Quelle: Isis-Welt

Erklärung des Frauenverbandes Courage zum neuen Buch von Kristina Schröder, 6.5.12:

"Im Schreiben ist sie fix, für die Frauen tut sie nix!"

Viele Frauen wünschten sich, Frauen- und Familienministerin Kristina Schröder würde sich für die Belange der Frauen ebenso rührig zeigen wie beim Schreiben ihres neuen Buches „Danke, emanzipiert sind wir selber! Abschied vom Diktat der Rollenbilder“.

Es ist wohl gerade die wachsende Kritik an ihrer frauen- und familienfeindlichen Politik, die sie zu diesem Buch bewogen hat. Dabei versucht sie sich als „junge“ kompetente Frauenpolitikerin darzustellen. Tatsächlich rechtfertigt sie nur etwas geschickter ihre reaktionäre Frauenpolitik und Angriffe auf die Frauenbewegung. Sie gesteht zu, dass der „Feminismus“ einst „Motor des Fortschritts“ war, aber nur um ihn und damit vor allem die Frauenbewegung als inzwischen „überholt“ zu degradieren. Schröder wirft den „Feministen“ vor, die „traditionellen“ durch „feministische Rollenleitbilder“ zu ersetzen, die die Frauen heute genauso „bevormunden“ würden. Das ist gerade zu lächerlich, ist es doch bis heute vor allem die Frauenbewegung, die überkommene Traditionen, Moralvorstellungen und Rollenklischees bekämpft wie z.B., dass Frauen einer bestimmten Schönheitsnorm entsprechen müssen ...

Quelle: Frauenverband Courage
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #16 am: 22:00:09 Fr. 06.Juli 2012 »
Zitat
Wie ein Vergewaltigungsopfer Afghanistan verändern könnte

Nachdem sie von der afghanischen Polizei entführt, vergewaltigt und gefoltert wurde, kämpft die 18-jährige Lal Bibi gegen die Straffreiheit für Polizisten und den kulturellen Druck, Selbstmord zu begehen. Staatsanwälte haben ihre Vergewaltiger bislang nicht vor Gericht gebracht. Geberländer sind gerade dabei, Milliarden an Afghanistan zu überweisen -- weltweiter Protest könnte sie dazu bringen, ihren Einfluss zu nutzen, um konkrete Fortschritte für Lal Bibi und alle Frauen Afghanistans durchzusetzen. Unterzeichnen Sie die Petition:

https://secure.avaaz.org/de/gerechtigkeit_fuer_lal_bibi/?beDQCcb&v=15816

Die 18-Jährige Lal Bibi wurde von einer Bande mächtiger afghanischer Polizisten entführt, vergewaltigt und fünf Tage lang gefesselt. Doch Sie wehrt sich und tut, was Frauen in Afghanistan eigentlich untersagt ist -- gemeinsam können wir ihr helfen und Gerechtigkeit für alle Frauen in Afghanistan erlangen.

Gemäß tief verwurzelter kultureller Gepflogenheiten wurde Lal Bibi "entehrt" und müsste Selbstmord begehen -- es sei denn, ihre Vergewaltiger werden verurteilt, um ihre Ehre und Würde wiederherzustellen. Afghanistans Justizsystem versagt routinemäßig, diese Fälle vor Gericht zu bringen. Bisher wurden die Hauptverdächtigen in Lal Bibis Fall nicht strafrechtlich verfolgt, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die internationale Aufmerksamkeit nachlässt. Jeder Tag, der ohne eine Verhaftung vergeht, rückt Lal Bibi näher an den Selbstmord -- aber es gibt Hoffnung.

Dieses Wochenende treffen sich die USA, Deutschland, Japan und andere wichtige Geberländer und werden voraussichtlich 4 Milliarden für Afghanistan bereitstellen -- Geld, das auch für die Bezahlung der für die Vergewaltigung von Lal Bibi verantwortlichen Polizeikräfte eingesetzt wird. Ein weltweiter Protestruf könnte die Geber bloßstellen und zwingen, ihre Hilfszahlungen von konkreten Schritten zur Bekämpfung von Vergewaltigung und zum Schutz von Frauen abhängig zu machen. Es bleibt nicht viel Zeit -- klicken Sie hier und unterzeichnen sie die Petition zur Rettung Lal Bibis und unsere Unterschriften werden direkt an der Geberkonferenz in Tokio übergeben:

https://secure.avaaz.org/de/gerechtigkeit_fuer_lal_bibi/?beDQCcb&v=15816

Lokales Brauchtum in einigen Gegenden Afghanistans besagt, dass Frauen durch eine Vergewaltigung Schande auf ihre Familie bringen und Selbstmord begehen müssen, um die Familienehre für zukünftige Generationen wiederherzustellen. Erstaunlicherweise versuchen Lal Bibi und ihre Familie in einem mutigen Schritt, ihr Leben zu retten, indem sie die Verurteilung ihrer Folterer verlangen und die Schande bei den Tätern suchen.

Der Teil der afghanischen Polizei, der für die Vergewaltigung verantwortlich ist, ist abhängig von Geldern ausländischer Geber, die an diesem Wochenende bei einem Treffen aller großer Geberländer in Tokyo zugesagt werden sollen. Diese Länder können und sollten darauf bestehen, dass diese Gelder nicht dazu benutzt werden, eine Polizei zu vergrößern, die in schrecklicher Straflosigkeit handelt.

In Afghanistan gibt es Hunderte Frauen und Mädchen, die ähnlicher “Stammesjustiz” ausgesetzt sind wie Lal Bibi. Und Tausende beobachten genau, wie die Regierung Afghanistans und die Welt auf das Schicksal eines Mädchens reagiert, das sich zur Wehr setzt und sich weigert, still den Freitod zu wählen. Stehen wir an ihrer Seite -- unterzeichnen Sie jetzt:

https://secure.avaaz.org/de/gerechtigkeit_fuer_lal_bibi/?beDQCcb&v=15816

Der weltweite Angriff auf Frauenrechte kennt keine Gnade. Doch immer wieder schließt sich unser Netzwerk zusammen, um Erfolge zu erzielen. Gemeinsam halfen wir, die illegale Steinigung von Sakineh Ashtiani im Iran aufzuhalten und Gerechtigkeit für Überlebende von Vergewaltigungen in Libyen, Marokko und Honduras zu erzielen. Zeigen wir erneut den globalen Muskel unseres Netzwerks um für Lal Bibi und Millionen Frauen in Afghanistan Gerechtigkeit zu fordern.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Dalia, Emma, Alaphia, Ricken, Laura, Antonia und das ganze Avaaz-Team

P.S. Avaaz hat eine Bürgerpetitionen-Seite lanciert -- eine aufregende neue Plattform, auf der Sie schnell und einfach eigene Kampagnen starten können. Starten Sie Ihre eigene, indem Sie hier klicken:http://www.avaaz.org/de/petition/start_a_petition/?do.ps.lal_bibi

Weitere Informationen:

Vergewaltigungsfall testet Afghanistans Justiz (Radio Free Europe - auf Englisch)
http://www.rferl.org/content/rape-case-tests-afghan-justice/24604549.html

Afghanistan lässt die Frauen im Stich (20 Minuten)
http://www.20min.ch/ausland/news/story/16256399

Afghanischer Vergewaltigungsfall rückt lokale Polizei ins Zentrum (New York Times - auf Englisch)
http://www.nytimes.com/2012/06/28/world/asia/afghan-rape-case-turns-focus-on-local-police.html?pagewanted=all

Präsident Karzei wird bei Geberkonferenz in Tokio um Hilfe bitten (Der Standard)
http://derstandard.at/1339639708432/Karzai-Kabul-braucht-ab-2015-39-Milliarden-Dollar-pro-Jahr

Deklaration von Tokio wird Afghanistan dazu zwingen, Hilfsgelder besser zu nutzen (Reuters - auf Englisch)
http://www.reuters.com/article/2012/07/02/us-afghanistan-aid-idUSBRE8610CL20120702

Dearhunter

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Re:Feminismus
« Antwort #17 am: 03:22:57 Sa. 07.Juli 2012 »
Es gibt perverserweise eine Alternative zum Suizid:

Der Vergewaltiger hat das Recht und die Pflicht, die Vergewaltigte zu heiraten, die Vergewaltigte hat das Recht und die Pflicht, das anzunehmen.
Suizid ist eine sehr große Sünde im Islam, das ist eher kulturell als religös .. aber OK, genau trennen kann man das nicht.

DH

jobnomade

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Re:Feminismus
« Antwort #18 am: 09:06:35 Sa. 07.Juli 2012 »
Das ist in Indien und Pakistan genauso schlimm, aber darüber hört man von all den westlichen Menschenrechtsorganisationen kaum was, weil die politisch und religiös genehm sind.

Ach und hier noch der Kommentar der Mudschaheddin zum Fall:
http://www.shahamat-english.com/index.php?option=com_content&view=article&id=19595:the-crucial-responsibility-of-the-nation-towards-the-chaste-afghan-women&catid=2:comments&Itemid=3
Zitat
In this dark period of American occupation and in complete disagreement of our Islamic and national customs and culture, women are intentionally being pushed towards ignorance; are having to face inhumane conditions under the name of democracy; are being oppressed by unconstrained militias who work under the shadow of the invaders; are being kidnapped; are made to cry day and night due to barbarism and cruelty; they burn themselves up to a stage where their screams are heard throughout the world and even tough it is being maliciously used by the media, still no one bothers asking about them. Surely to Allah we belong and to him is the return.

Das ist natürlich stark übertrieben, aber lässt schon durchscheinen, welche Spitzenarbeit die deutschen Polizeiausbilder in Afghanistan geleistet haben  ::)

Den wikipedia - Artikel kann man vergessen, (c) 95% CIA.
Searching each day for the answers  Watching our hopes disappear.
Set on a course for disaster  Living our lives in fear.
Our leaders leave us in confusion.  For them there's only one solution.

Dearhunter

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Re:Feminismus
« Antwort #19 am: 15:42:50 Sa. 07.Juli 2012 »
Es gibt doch immer noch Steigerungen. Oder ... nur wenige Berichte können einen noch wirklich treffen, man ist da wohl auch etwas abgestumpft. OK .. ich bin da wohl etwas abgestumpft. Dennoch in dem Zusammenhang etwas, was mir tierisch an die Nieren ging und immer noch geht, wenn ich konkret drüber nachdenke, habe ich konkrete Bilder im Kopf, die mich durchaus sehr belasten.

Aus dem Bereich und aus der gegend, etwas länger her: Ein 13-jähriges Mädchen wird von 3 oder 4 Männern einen ganzen Tag lang vergewaltigt und sexuell missbraucht. Sie bringt es zur Anzeige. Ergebnis; Den Männern passiert nix.

DAS ist ja schon fast üblich ... wo ist die Steigerung, fragt ihr euch?

Das Mädchen wird wegen vorehelichem Sex zur Steinigung verurteilt und das Urteil wird vollstreckt.

Schwache Nerven nicht weiterlesen.

Die Person wird eingegraben, nur der Kopf ist zu sehen. Die Steine dürfnen nicht zu groß sein, denn dann geht es zu schnell ...


DH

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #20 am: 15:44:27 Mo. 09.Juli 2012 »
Der Vergewaltiger hat das Recht und die Pflicht, die Vergewaltigte zu heiraten, die Vergewaltigte hat das Recht und die Pflicht, das anzunehmen.
Sowas ist einfach unfassbar im Jahre 2012... manchmal wünschte ich, dass man mit der gleichen kritischen, ja fast arroganten Sichtweise, mit der man heute auf die "Vergangenheit" blickt (achtet nur mal auf den "Grundtenor" der Sprecher in einer x-beliebigen Geschichts-Dokusendung) mal die eigene, aktuelle (!) Gegenwart beleuchten würde. Zu jeder Zeit haben die meisten Menschen doch gedacht, sie würden in einer "modernen" oder "aufgeklärten" oder "fortschrittlichen" Zeit leben. Sehe das irgendwie anders...


Zitat
Typisch Junge - typisch Mädchen?
Kinder haben ein starkes Bedürfnis, sich mit ihrer Geschlechtsidentität auseinanderzusetzen. [...] Bereits im Kleinkindalter bekommen Kinder einen Eindruck davon, dass die Welt in männlich und weiblich eingeteilt ist, noch bevor sie den eigentlichen Unterschied selbst kennen. Kleidung, Farben, Spielsachen und Sprache zeigen dem Kind: Es muss wohl eine enorm wichtige Rolle spielen, ob man ein Junge oder ein Mädchen ist. [...] Die Kinder glauben ganz genau zu wissen, wie Jungen und Mädchen sich verhalten müssen, was sie können und was sie dürfen.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/836254_Typisch-Junge-typisch-Maedchen.html

http://idogiveadamn.blogspot.de/2011/08/sexismus-und-tiere-essen-2.html

Zitat
Transsexualität: Im Zweifel gegen das Kind

Alex aus Berlin wurde als Junge geboren. Mit zweieinhalb Jahren beschloss er, ein Mädchen zu sein. Seitdem streiten Eltern, Psychologen, Ämter und Gerichte darüber, ob das überhaupt sein darf.
[...]
Mit zweieinhalb habe das Kind zum ersten Mal gesagt, es sei ein Mädchen. „Ich habe das korrigiert und bin strenger geworden“, sagt die Mutter. Sie habe begonnen, Mädchenspielzeug und -kleidung zu verbieten. Mit vier habe sie Alex die Haare ganz kurz geschnitten. Damals sei Alex immer stiller geworden. Sie konsultierte eine Psychologin. Die habe ihr geraten, dem Kind zu erlauben, so zu sein, wie es möchte. „Nach einiger Zeit hatte ich wieder ein fröhliches Kind.“

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/transsexualitaet-im-zweifel-gegen-das-kind,10809148,16127978,item,0.html


Zitat
Rollenbilder: Mädchen sollen harmlose Prinzessinnen sein

Sei süß, sei lieb, sei rosa: Prinzessin Lillifee & Co. zementieren die Rollenbilder von gestern. In ihrem Erfolg zeigt sich ein neuer Konservatismus.

Das Selbstwertgefühl vieler Mädchen hängt immer stärker von ihrem Aussehen ab.

Natasha Walter geht in ihrem Buch "Living Dolls" kritisch auf den Einfluss der Spielzeugindustrie auf die Entwicklung von Mädchen und Jungen ein. Sie diagnostiziert eine Rückkehr zu "mittelalterlichen Werten".

http://www.tagesspiegel.de/kultur/rollenbilder-maedchen-sollen-harmlose-prinzessinnen-sein/4557398.html



Wenn sich eine 18-Jährige statt einer Weltreise eine Brustvergrößerung wünscht, scheint etwas falsch gelaufen zu sein mit der Emanzipation. Die britische Publizistin Natasha Walter hat viele junge Frauen nach ihrem Selbstverständnis befragt. Die Antworten sind erschreckend. Zwar glauben die meisten Frauen, sie hätten ihr Leben und ihre Sexualität selbstbestimmt im Griff, in Wirklichkeit aber reduzieren sie sich immer mehr auf ihr Äußeres und sehen allein ihre Attraktivität als Schlüssel zum persönlichen Erfolg. Auf dieses Lolita-Schema werden die Mädchen schon in frühen Jahren festgelegt. Es gibt fast nur noch rosa Spielzeug für kleine Mädchen, süße "Prinzessinnen" tragen Miniröcke, hochhackige Schuhe und Lippenstift. Junge intelligente Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten lassen sich in Casting Shows öffentlich demütigen. Natasha Walters kritische Bestandsaufnahme schockiert, rüttelt wach und macht eine Auseinandersetzung mit diesem wieder erstarkenden aggressiven Sexismus unabdingbar.

http://www.perlentaucher.de/buch/natasha-walter/living-dolls.html
http://www.fischerverlage.de/buch/Living_Dolls/9783810523778



Die Rückkehr des Sexismus: Frauenquälen für die ganze Familie

Sexismus, so glaubte man, ist heute kein Problem mehr. Doch das ist ein Irrtum. Der Unterschied zu früher: Viele Frauen machen bereitwillig mit.
[...]
Antreten zur Demütigung: Casting zur 5. Staffel von „Germany's next Topmodel”. [...] Andere Castingshows sind nicht nachsichtiger mit ihrem Personal, das fast immer weiblich ist. Im „Sommermädchen 2009“, ebenfalls ein Pro-Sieben-Einfall, waren die Kandidatinnen fast ausschließlich im Bikini zu sehen; wer ausschied, wurde vom Juror ins Wasser gestoßen. Die RTL-Konkurrenz „Mission Hollywood“ mit Til Schweiger demonstrierte, wie Julia Voss in der F.A.Z. schrieb, den „Aufstieg von sexueller Belästigung zum Unterhaltungsgenre“. Nacheinander sollten die Kandidatinnen den Striptease aus „9 1/2 Wochen“, den gespielten Orgasmus aus „Harry und Sally“ und den Frauenkuss aus „Eiskalte Engel“ vorführen. Ein Schauspielschüler hätte demnach einzig die Apfelkuchen-Penetration aus „American Pie“ nachspielen dürfen, aber mit Männern werden solche Shows ja kaum gemacht.

Lebendige Puppen
Von den Castingshows, kritisiert Natasha Walter, lernten Frauen, das Aussehen und das Verhalten anderer Frauen permanent zu bewerten - und sie erlebten, dass jene, die dem vermeintlich objektiven Anspruch an weibliche Attraktivität nicht genügen, aussortiert werden. Ein gesundes Selbstbild entsteht so nicht. Laut der „Bravo“-Studie 2009 sind nur noch 56 Prozent der befragten Mädchen zwischen elf und 17 Jahren mit ihrem Aussehen zufrieden und nur 54 Prozent mit ihrem Gewicht.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/die-rueckkehr-des-sexismus-frauenquaelen-fuer-die-ganze-familie-1606051.html

If you think women are the weaker sex, try pulling the blankets back to your side.

Women will never be equal to men until they can walk down the street with a bald head and a beer gut, and still think they are sexy.



Thread zum frauenfeindlichen Roman "Shades of Grey":
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=25798.0

Efeu

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Zahl der sexuellen Übergriffe auf dem Oktoberfest stark gestiegen
« Antwort #21 am: 15:25:12 Di. 02.Oktober 2012 »
Zitat
Sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest 2012 - Helfer stoßen an ihre Grenzen

[...]Eine Vergewaltigung wurde bisher bei der Polizei angezeigt. Gleich am ersten Wochenende war eine Frau hinter einem Zelt vergewaltigt worden und fand Zuflucht beim Security-Point "Aktion sichere Wiesn für Mädchen und Frauen", die Betroffene betreuen.

Überhaupt ist die Anzahl der sexuellen Übergriffe im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, bis zum Sonntag waren bei der Polizei bereits sechs Anzeigen erstattet worden, die Dunkelziffer der Übergriffe dürfte weit höher liegen. Im vergangenen Jahr gab es auf dem Festgelände laut Polizei keine Vergewaltigung.

Allein in der ersten Wiesnwoche halfen die Teams von Amyna, Imma und des Frauennotrufs München 91 Frauen, eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
[...]
Meist sind es Touristinnen, die dem Hilfsteam in die Arme laufen oder vom BRK und von der Security gebracht werden. Frauen, die das Bier unter- und die eigene Standhaftigkeit überschätzen. "Die sitzen dann mit hochgerutschtem Dirndl auf der Wiese und schlafen. Klar, dass das manche Männer als Einladung sehen", sagt Rudolf-Jilg.

Einladung? Da stimmt doch was nicht, dachten sich am Wochenende Anna-Katharina Meßmer und Lotte Steenbrink. Warum ist es noch immer Aufgabe der Frau, Regeln zu beachten und sich auf bestimmte Weise zu verhalten, um nicht belästigt zu werden?
[...]
"Ich gehe, seit ich denken kann auf die Wiesn, und wurde immer begrapscht", sagt Anna-Katharina Meßmer, "ich habe gelernt, mich zu wehren. Aber wer bringt den Männern bei, sich richtig zu benehmen?"

Frauen, so Meßmer, fühlten sich nach einer Vergewaltigung oft schuldig, weil vielleicht das Dirndl zu kurz war oder das "Nein" zu leise.
[...]
Deutschlandweit gibt es nämlich noch keine Kampagne, die sich direkt an jene richtet, die am besten verhindern können, dass es zu sexuellen Übergriffen kommt: die Männer.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sexuelle-uebergriffe-auf-dem-oktoberfest-helfer-stossen-an-ihre-grenzen-1.1484407

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #22 am: 19:53:17 Mo. 07.Januar 2013 »

Zitat
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte...

Eine 23 Jahre alte Studentin starb, nachdem sie von mehreren Männern in einem Bus stundenlang vergewaltigt wurde. Das ist der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hat. Schließen Sie sich den massiven Protesten in Indien an und fordern wir gemeinsam Indiens Regierung auf, härtere Gesetze zu verabschieden und eine große öffentliche Aufklärungskampagne zu lancieren, welche die grotesken Haltungen, die zu solchen Gewaltverbrechen führen, anprangert und bloßstellt:

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?beDQCcb&v=20710


Liebe Freundinnen und Freunde,

sie war eine 23-jährige Physiotherapie-Studentin, die letzten Monat in Delhi in einen Bus einstieg. Sechs Männer verriegelten die Tür und vergewaltigen sie mehrere Stunden lang auf brutalste Weise, unter anderem mit einer Eisenstange. Sie warfen sie nackt auf die Straße, und nachdem sie tapfer um ihr Leben gekämpft hat, ist sie letztes Wochenende gestorben.

In ganz Indien gibt es heftige Proteste mit einer klaren Botschaft: Genug ist genug. Durchschnittlich wird dort alle 22 Minuten eine Frau vergewaltigt -- doch nur den Wenigsten widerfährt Gerechtigkeit. Weltweit werden unglaubliche 7 von 10 Frauen im Laufe ihres Lebens körperlich oder sexuell missbraucht. Der Horror in Delhi hat das Fass zum Überlaufen gebracht -- wir haben 2013, und der brutale, weltweite und korrupte Missbrauch von Frauen muss ein Ende haben. Wir können damit beginnen, dass wir in Indien die Grenze ziehen.

Die indische Regierung nimmt noch immer öffentliche Eingaben entgegen. Wir brauchen dringend eine strengere Anwendung der Gesetze sowie ein groß angelegtes öffentliches Aufklärungsprogramm, um die grotesken und doch weit verbreiteten Haltungen zu ändern, die derartige Gewalt gegen Frauen ermöglichen. Wenn 1 Million von uns Indien jetzt zum Handeln auffordern, können wir dafür sorgen, dass sich der Horror dieser jungen Frau nicht wiederholt und stattdessen neue Hoffnung ensteht:

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?beDQCcb&v=20710

Der Anführer der Vergewaltiger sagte kalt, die Frau habe es verdient, weil sie es gewagt hat, sich ihm zu widersetzen. Dem Opfer die Schuld zu geben, ist in der ganzen Gesellschaft verbreitet -- auch bei der Polizei, die bei Vergewaltigung oft nicht ermittelt. Solche Ansichten unterdrücken die Frauen - überall. Groß angelegte Aufklärungskampagnen haben das Verhalten der Menschen in Bezug auf das Rauchen und Alkohol am Steuer drastisch geändert. Sie können auch einen Einfluss auf die Behandlung von Frauen haben. Die Bekämpfung der zugrunde liegenden Ursachen der indischen Vergewaltigungs-Epidemie ist entscheidend, zusammen mit besseren Gesetzen und zügigeren Gerichtsverfahren.

Werbung in Indien ist relativ billig und eine signifikante Finanzierungszusage der Regierung könnte die Aufmerksamkeit über verschiedene Medienkanäle für einen längeren Zeitraum sichern. Zielgruppe solcher Anzeigen wären männliche Subkulturen, in denen konservative Frauenfeindlichkeit herrscht, um solche Ansichten direkt anzuprangern und bloßzustellen. Diese Botschaften sollten beispielsweise durch bekannte Sportler transportiert werden, die für die Zielgruppe Vorbildcharakter haben.

Wir haben nur noch wenig Zeit, um Einfluss auf die offizielle Kommission zu nehmen, damit diese Wege findet, die Welle der sexuellen Gewalt in Indien in den Griff zu bekommen. Wenn wir Erfolg haben und die Einstellungen und Verhaltensweisen in Indien wirklich ändern können, kann das Modell auch in anderen Ländern angewandt werden. Das investierte Geld zahlt sich mehr als aus, indem es langfristig Armut reduziert und die Entwicklung vorantreibt. Der Umgang mit und die Befähigung von Frauen gilt als einer der wichtigsten Aspekte für den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt. Klicken Sie hier, um eine klare Botschaft an die indische Regierung zu senden:

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?beDQCcb&v=20710

Vom Widerstand gegen die Steinigung von Frauen im Iran über die Unterstützung der reproduktiven Rechte von Frauen in Marokko, Usbekistan und Guatemala bis hin zur Förderung von Aktionen gegen den zunehmenden "Vergewaltigungshandel" mit entführten und verschleppten Frauen und Mädchen -- unsere Gemeinschaft hat immer in der ersten Reihe gestanden, um den Missbrauch von Frauen zu bekämpfen und zu beenden. Beginnen wir dieses Jahr mit Entschlossenheit in Indien.

Voller Hoffnung,

Emma, Ricken, Luis, Meredith, Iain, Ian, Marie, Michelle, Alaphia, Allison und das gesamte Avaaz-Team


WEITERE INFORMATIONEN:

Vergewaltigungsfall in Indien: Ende der Ignoranz (Spiegel)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsfall-in-indien-hoffen-auf-gesellschaftliche-wende-a-875609.html

Inderin nach Massenvergewaltigung gestorben (Welt)
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112286892/Inderin-nach-Massenvergewaltigung-gestorben.html

Blutend am Straßenrand, und niemand half (Stern)
http://www.stern.de/panorama/vergewaltigung-in-indien-blutend-am-strassenrand-und-niemand-half-1950422.html

Schwere Vorwürfe gegen indische Polizei (Tagesschau)
http://www.tagesschau.de/ausland/vergewaltigung-indien100.html

Verma-Komitee überflutet mit Vorschlägen gegen Vergewaltigung (News One India - englisch)
http://news.oneindia.in/2012/12/26/verma-committee-flooded-with-suggestions-on-rape-1120658.html

70% der Frauen erfahren physische oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben (UNO-Report)
http://www.un.org/en/women/endviolence/pdf/apromiseisapromise.pdf


An die Regierung Indiens, die Verma-Kommission und die Mehra-Kommission:
"Wir fordern Sie auf, dringend die Gesetze gegen sexuelle Gewalt zu verschärfen sowie deren Durchsetzung zu gewährleisten, und eine weitreichende öffentliche Aufklärungskampagne mit schlagkräftigen und hochwertigen Inhalten ins Leben zu rufen - mit dem Ziel, tiefgreifende Veränderungen in der weit verbreiteten Haltung herbeizuführen, die Gewalt gegen Frauen erlaubt und befördert."

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?beDQCcb&v=20710

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #23 am: 12:33:21 Mi. 16.Januar 2013 »
Zitat
Indien: Genug!
Nach dem Tod der 23-jährigen vergewaltigten Studentin fordert Namita die Regierung Indiens zu Reformen auf. Sie soll sich dafür einsetzen, künftige Gewaltverbrechen an Frauen zu verhindern. Unterstützen Sie sie?

https://www.change.org/de/Petitionen/indischer-präsident-vergewaltigungen-ein-ende-setzen-stoprapenow/


Hinweis: Dieser Text enthält Informationen zu sexuellen Übergriffen, welche für Betroffene und/oder empfindsame Menschen belastend sein können.

sie war 23 Jahre alt und wollte bald heiraten. Doch am 16.12. wurde sie von einer Gruppe von Männern vergewaltigt, mit Eisenstangen zusammengeschlagen und danach aus einem fahrenden Bus geworfen. Vor zwei Wochen ist „Indiens Tochter” an ihren schweren Verletzungen gestorben.

Namita Bhandare kennt die immerwährende Gefahr, als Frau in Delhi zu leben. Lange Zeit glaubte auch sie, dass sich nie etwas ändern wird. Doch die landesweiten Proteste haben sie überzeugt, dass dies ein Wendepunkt sein könnte.

Deshalb hat Namita eine Petition auf Change.org gestartet, in der sie die indische Regierung auffordert, alle Vergewaltigungsfälle juristisch zu verfolgen, verpflichtende Trainings für die Polizei einzuführen und zwei Gesetzesentwürfe zum Schutz von Frauen auf den Weg zu bringen.

Knapp 500.000 Menschen weltweit haben Namitas Petition schon unterschrieben. Gerade der internationale Druck auf die indische Regierung erhöht die Chance auf schnelle Reformen, die Frauen bald besser schützen sollen. Dafür brauchen Namita und die Menschen, die mit ihr in Indien protestieren, jetzt Ihre Stimme.

Unterschreiben Sie Namitas Petition an den indischen Premierminister. Sobald Sie unterschrieben haben, leiten Sie diesen Text gerne an Ihre Freunde weiter.

https://www.change.org/de/Petitionen/indischer-präsident-vergewaltigungen-ein-ende-setzen-stoprapenow

Statistiken zufolge wird in Indien alle 20 Minuten eine Frau vergewaltigt; die Mehrheit der Täter wird nie verurteilt. Laut Medienberichten wird in Indien die Schuld häufig bei den Frauen gesucht, die Polizei weise viele Opfer ungehört ab.

„Wenn die Menschen diesen Moment der nationalen Aufmerksamkeit nicht wahrnehmen, wird er ungenutzt verstreichen", sagt Namita. Sie bittet um weltweite Unterstützung, um zu zeigen, dass die Welt hinschaut.

Unterschreiben Sie jetzt Namitas Petition und fordern Sie die indische Regierung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um zu verhindern, dass sich Tragödien wie diese wiederholen.

Vielen Dank, dass Sie sich engagieren.

Jeannette und das gesamte Change.org-Team

NachbarArsch

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Re:Feminismus
« Antwort #24 am: 22:19:53 Mi. 16.Januar 2013 »
Zitat
Indien: Genug!
... Unterstützen Sie sie?

https://www.change.org/de/Petitionen/indischer-präsident-vergewaltigungen-ein-ende-setzen-stoprapenow/
...


Vielen Dank, dass Sie sich engagieren.

Jeannette und das gesamte Change.org-Team

Ich hab das hier gerade gelesen und dacht mir kann man ja ma unterschreiben. Eigentlich glaub ich nicht das Petitionen viel bringen, aber macht ja auch nicht viel arbeit und geht schnell, kann man also versuchen...

Dann hab ich aber unter Punkt 2 gesehen
Anwendung der Höchststrafe (exemplarisch, Generalprävention)
In Indien schein das in diesem Fall die Todesstrafe zu sein

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/indisches-schnellgericht-verurteilt-vergewaltiger-zum-tod-a-877785.html

Jetzt hab ich da doch etwas Probleme damit sowas zu fordern.
Klar geht es hier um echt wiederlich scheiß Verbrechen und bei einem auf wiederliche weise ermordeten Opfer kommen schnell hassfantasien auf und man sieht sich Forderungen reaktionärer Zeitungen näher als ich es mir voher vorstellen konnte. Aber eine Todesstrafe fordern, damit hab ich dann doch etwas Probleme...

NachbarArsch

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Re:Feminismus
« Antwort #25 am: 22:25:33 Mi. 16.Januar 2013 »
Ich hab zwar etwas Probleme unter so ein Thema (siehe post oben, Indien) eine Lappalie zu posten, aber es passt doch in diesen Thread und ich mach es einfach mal.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/generische-maskulinum-uni-bonn-streitet-ueber-rcds-wahlplakat-a-877589.html

Gruß...

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #26 am: 23:02:21 Mi. 16.Januar 2013 »
Dann hab ich aber unter Punkt 2 gesehen
Anwendung der Höchststrafe (exemplarisch, Generalprävention)
In Indien schein das in diesem Fall die Todesstrafe zu sein
Sicher, dass die nicht sowas wie "dem Delikt entsprechende Höchst(-Gefängnis)strafe" oder sowas meinen? Kann mir nämlich wirklich nicht vorstellen dass irgendwelche Leute von change.org Fans der Todesstrafe sind.
Zitat
Vergewaltiger müssen in Indien lebenslänglich hinter Gitter, wenn sie die Höchststrafe bekommen.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/indien-protest-vergewaltigung
Zitat
Derzeit liegt die Höchststrafe bei zehn Jahren Gefängnis.
http://www.welt.de/newsticker/news1/article112126618/Wuetende-Proteste-nach-Gruppenvergewaltigung-in-Indien.html
Ich weiß nicht genau, was davon jetzt stimmt, aber von Todesstrafe hab ich für Vergewaltigung nix gefunden.

NachbarArsch

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Re:Feminismus
« Antwort #27 am: 23:27:24 Mi. 16.Januar 2013 »
Ja,
wahrscheinlich hast du recht.
Bei dem Spiegelartikel geht es ja um ein dreijähriges Kind, wird wahrscheinlich  nen anderer Tatbestand sein.

Sorry, mein Fehler...

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #28 am: 00:23:28 Do. 17.Januar 2013 »
Bei dem Spiegelartikel geht es ja um ein dreijähriges Kind, wird wahrscheinlich  nen anderer Tatbestand sein.
Vor Allem ging es da um Vergewaltigung UND Mord.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/indisches-schnellgericht-verurteilt-vergewaltiger-zum-tod-a-877785.html

Kein Problem, ich hab hier im Forum auch schon öfter mal was missverstanden, weil ichs nur überflogen hatte o.Ä. Passiert. ;)

Efeu

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Re:Feminismus
« Antwort #29 am: 17:43:47 Sa. 09.Februar 2013 »
Zitat
Einstimmig gegen Gewalt an Frauen - End the war on women!

Ausfällige und gewalttätige Männer setzen oft ihre Macht ein, um Reformen zum Schutz von Frauen zu verhindern.
Unfassbarerweise kämpfen 260 indische Politiker, die wegen Gewalt an Frauen angeklagt sind, derzeit gegen einen Vorschlag, der sie zum Rücktritt zwingen würde. Nur durch koordinierte, weltweite Bemühungen können wir solche Kandidaten im Wahlkampf schwächen und sie somit von wichtigen öffentlichen Ämtern fernhalten. Avaaz wird Ihre Spende nur dann abwickeln, wenn wir genügend Spendenzusagen erhalten, um zu gewinnen -- machen Sie jetzt eine Spendenzusage von 4€:
https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/


Liebe Freundinnen und Freunde,

es passiert immer wieder, überall auf der Welt -- ausfällige, gewalttätige Männer entwerfen oft die Gesetze, die zum Schutz der Frauen bestimmt sind. Und sie setzen ihre Macht ein, um Anfechtungen von Gewaltopfern oder Wählern abzuwehren -- aber wir können das jetzt ändern.

Nachdem eine 23-jährige Studentin in einem Bus in Delhi von einer Gruppe von Männern brutal vergewaltigt wurde, verbreiteten sich Proteste wie ein Lauffeuer im Land. Es folgte eine weltweite Welle der Empörung. In Indien hat man den Fall offiziell überprüfen lassen und der Bericht empfiehlt, dass Politiker, die wegen Vergewaltigung oder anderen Formen von Gewalt an Frauen angeklagt sind, zurücktreten müssen. Doch diese Woche hat die Regierung unverschämterweise bekannt gegeben, dass sie diese Empfehlungen ignorieren wird. Die 260 indischen Politiker, denen solche Straftaten angelastet werden, kämpfen mit allen Mitteln und haben bislang Erfolg damit!

Das Blatt kann nur gewendet werden, wenn Bürger aus aller Welt sich gemeinsam dafür stark machen, dass solche Männer von wichtigen öffentlichen Ämtern ferngehalten werden. Wenn 25.000 von uns jetzt eine Spendenzusage machen, dann kann Avaaz es mit den größten Übeltätern unter den Politikern aufzunehmen. Politiker sind auf ihren Ruf angewiesen und wir werden sie in den Medien und den sozialen Netzwerken bloßstellen, unter anderem durch Anzeigen und Umfragen. Wir werden in Indien anfangen -- als größtes demokratisches Land der Welt, in dem bald die nationalen Wahlen anstehen. Dann sind wir bereit, überall dort einzuschreiten, wo sich Gelegenheiten bieten, etwas in der Politik zu verändern und die Gewalt an Frauen zu beenden!

Avaaz wird Ihre Spende nur dann abwickeln, wenn wir 25.000 Zusagen erhalten haben - denn soviele brauchen wir, um wirklich etwas zu bewirken. Klicken Sie hier, um eine Spendenzusage von 4€ zu machen:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/

Unser Plan ist wie folgt: Avaaz wird gewählte Bürgervertreter oder Wahlkandidaten identifizieren, von denen man weiß, dass sie die Rechte von Frauen verletzt haben. Wir werden uns die nationalen Wahlen aussuchen, bei denen wir mit einem Sieg große Aufmerksamkeit erhalten werden. Dies würde andere gewalttätige Männer davon abhalten, sich an öffentliche Ämter zu wagen. Und dann nehmen wir es mit ihnen auf! Wir werden hartnäckig dagegen vorgehen, dass sie an ihrer Macht festhalten oder wiedergewählt werden können.

Dazu können wir:

- Meinungsumfragen starten, um ihre Parteien dazu anzuregen, andere Kandidaten vorzuschlagen;
- Anwälte beauftragen, um sicherzustellen, dass ihre Opfer nicht zum Schweigen gezwungen werden;
- Örtliche und nationale Reporter dazu ermutigen, über ihre Straftaten zu berichten;
- Aktionen in ihrem Wahlgebiet starten;
- Anzeigen in großen Printmedien, TV- oder Radiosendern schalten;
- Knallharte Kampagnen in die Wege leiten, um Gewalt an Frauen zu stoppen.

Gewalt und Macho-Gehabe findet sich nicht nur unter indischen Politikern. Der ehemalige italienische Premierminister, Silvio Berlusconi, könnte diesen Monat wiedergewählt werden -- obwohl er wegen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen angeklagt ist. In Marokko ist gerade ein Parlamentarier davongekommen, der wegen Vergewaltigung einer Beamtin zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Stattdessen wurde das Vergewaltigungsopfer angeklagt! Berlusconi kommt in Italien davon, weil viele Medien in seinem Besitz stehen. In Marokko und anderen Ländern haben mächtige Menschen Richter oder Medienbosse im Rücken. Deswegen ist eine gewaltige Bürgerkampagne der einzige Weg, diese Kultur der Straflosigkeit zu beenden!

Studien der Vereinten Nationen zeigen, dass weltweit jede fünfte Frau in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung oder Vergewaltigungsversuchen wird. Solange solche Männer nicht von Machtpositionen ferngehalten werden, werden wir niemals die Gesetzesänderungen und den Mentalitätswandel durchsetzen, die zum Schutz von Frauen notwendig sind. Unser Einfluss erhöht sich drastisch, wenn sich diese Übeltäter im Wahlkampf befinden und auf jede Stimme angewiesen sind -- zu diesem Zeitpunkt sind sie besonders angreifbar. Wir haben bereits erlebt, welche positiven Veränderungen frauenfreundliche Politiker und Politikerinnen in unserer Gesellschaft bewirken können. Lasst uns für diese Menschen Platz an der Macht schaffen! Tragen Sie zu diesem Ziel bei -- machen Sie jetzt eine Spendenzusage von 4€:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/

Wir wissen, dass diese Strategie funktioniert. Vor ein paar Monaten hat der republikanische Spitzenkandidat in den US-amerikanischen Senatswahlen, Todd Akin, behauptet, dass einige Vergewaltigungsfälle “legitim” seien. Clevere Blogger und Aktivisten haben diese Geschichte in seinen schlimmsten Albtraum verwandelt. Dieser Sturm der Entrüstung hat ihn das Rennen gekostet und die Republikanische Partei, die seine Behauptungen als “beleidigend und unverzeihbar” bezeichnet hat, hat ihm die Finanzmittel entzogen und ihn gebeten, zurückzutreten. Dieser Fall hat eine Debatte über sexuelle Gewalt ausgelöst, die immer noch im Gange ist.

Wir können dafür sorgen, dass Männer wie Akin nie wieder irgendwo in öffentliche Ämter gelangen. Wenn jetzt genügend von uns einen kleinen Spendenbetrag zusagen, können wir reaktionsschnelle Kampagnen starten, mit denen wir Ernennungen wie die von Akin weltweit verhindern können und andere politische Parteien zum Umdenken bringen. Wenn Sie jetzt Ihre Unterstützung zusichern, können wir direkt loslegen:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/

Avaaz-Mitglieder haben immer wieder aufs Neue die Rechte von Frauen verteidigt: In Afghanistan haben wir zum Schutz Lal Bibis beigetragen, als sie über ihre fürchterliche Vergewaltigung sprach. In Honduras haben wir einheimische Frauen in ihrem Kampf gegen ein Gesetz unterstützt, das Frauen, die die Pille danach nehmen, eine Haftstrafe auferlegen könnte, selbst wenn dies infolge einer Vergewaltigung geschah. Packen wir nun das Übel an der Wurzel, indem wir beeinflussen, wer in unseren Parlamenten und Ministerien sitzt und dort Entscheidungen über das Leben von Frauen trifft!

Voller Hoffnung,

Mia, David, Jooyea, Michelle, Alex, Ricken, Alaphia, Emily und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN

Afghanistan lässt die Frauen im Stich (20 Minuten):
http://www.20min.ch/ausland/news/story/16256399

Vergewaltigungsfall in Indien: Ende der Ignoranz (Spiegel):
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsfall-in-indien-hoffen-auf-gesellschaftliche-wende-a-875609.html

70% der Frauen erfahren physische oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben (UNO-Report) (Englisch):
http://www.un.org/en/women/endviolence/pdf/apromiseisapromise.pdf

Gewalt gegen Frauen in Indien ist beispiellos (Tagesspiegel):
http://www.tagesspiegel.de/politik/schwere-ausschreitungen-gewalt-gegen-frauen-in-indien-ist-beispiellos/7558444.html
Ich mag eigentlich kein Spenden-Gebettel, aber finde den Artikel trotzdem lesenswert.