Autor Thema: Schüsse auf Streikende  (Gelesen 2045 mal)

ManOfConstantSorrow

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Schüsse auf Streikende
« am: 09:17:23 Mo. 10.Oktober 2011 »
Zitat
In indonesischer Mine fallen Schüsse

Jakarta (BoeseGo.de) Die Situation in der Grasberg-Mine in Papua, Neuguinea, spitzt sich zu. Als Minenarbeiter Streikbrecher am Montag davon abhalten wollten, die Arbeit fortzusetzen, griffen Sicherheitskräfte ein und feuerte in die Menge. Ein Arbeiter wurde getötet.

Mehr als 10000 Arbeiter, die in der Gewerkschaft für Chemie, Energie und Minen organisiert sind, stehen den wirtschaftlichen Interessen des Betreibers gegenüber. Seit Wochen versucht Freeport-McMoRan, den Streik zu brechen. Gespräche waren nach drei Tagen abgebrochen worden. Manager des Betreibers hatten daraufhin 138 Gewerkschaftsfunktionäre ihrer Ämter enthoben und Bergleute immer wieder zur Arbeit gezwungen. Für die Streikenden wurde der Lohn gestrichen.

Die Gewerkschaft hat den ursprünglich für 30 Tage angesetzten Streik verlängert. Seit dem 15. September streiken die Minenarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Doch der amerikanische Minenbetreiber Freeport-McMoRan bleibt hart. Denn die Grasberg-Mine hat nach Unternehmensangaben die größten Gold- und Kupfervorkommen der Welt und stellt ist die Haupteinnahmequelle. Im letzten Jahr hatte der Finanzchef die Mine als besonders wertvoll und äußerst billig im Betrieb beschrieben.

Laut Freeport-McMoRan entstehen nun täglich Produktionsverluste von 3 Mio. Pfund Kupfer und 5000 Unzen Gold. Mit dem Hinweis auf drohende Verluste für die Regierung und die Eingeborenengemeinden der umliegenden Gebiete versucht der Minenbetreiber zusätzlich Druck zu machen.
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-10/21580742-in-indonesischer-mine-fallen-schuesse-009.htm
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Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #1 am: 18:40:29 Do. 16.August 2012 »
Zitat
Südafrika
Polizei schießt auf streikende Minenarbeiter - mehrere Tote

In Südafrika haben Polizisten das Feuer auf Bergbauarbeiter eröffnet und mehrere von ihnen getötet. Der Arbeitskampf in einer Platin-Mine soll wegen eines Streits zwischen zwei Gewerkschaften eskaliert sein.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/suedafrika-polizei-schiesst-auf-streikende-minenarbeiter-mehrere-tote-1.1443232

Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #2 am: 10:17:55 Sa. 30.März 2013 »
Zitat
Südafrika: Wieder Schüsse auf Bergarbeiter

Bei dem Arbeitskampf im südafrikanischen Kohlenbergbau Graspan in Mpumalanga hat die Polizei auf die Arbeiter geschossen. Seit dem 18. März streiken die Kumpels für eine Bonuszahlung. Zwei Streikende wurden mit Schusswunden in das Life Midmed Hospital eingeliefert. "Ein Patient hatte eine Schussverletzung am Bauch", sagte Krankenhaus-Aufnahmeleiterin Caroline Henderson. Ein anderer war durch eine Kugel an der Brust verletzt worden. Laut Angaben der Minenbetreiber soll es fünf weitere verletzte Arbeiter geben.
http://www.rf-news.de/2013/kw13/28.03.13-suedafrika-wieder-schuesse-auf-streikende-kumpels

Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #3 am: 13:59:57 Do. 16.Mai 2013 »
Zitat
Südafrika: Streik nach Mord an Gewerkschafter

Nachdem am Samstag der AMCU-Organizer Mawethu Steven ermordet wurde, streiken die Bergarbeiter der Marikana-Platinmine von Lonmin seit Montag wieder. Mawethu Steven wurde in einer Bar in Rustenberg erschossen, als er sich ein Fußballspiel anschaute. Er sollte vor der Kommission zur Untersuchung des Massakers an den streikenden Kumpels der Marikana-Mine aussagen. Im August 2012 waren dort 34 Bergleute von Polizisten erschossen worden. Der Streik war von der AMCU (Association of Mineworkers and Construction Union) organisiert worden. Der britisch-südafrikanische Lonmin-Konzern ist der drittgrößte Platinförderer weltweit.
http://www.rf-news.de/2013/kw20/15.05.13-suedafrika-streik-nach-mord-an-gewerkschafter

Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #4 am: 12:05:07 Fr. 03.Januar 2014 »
Zitat
Mit Sturmgewehren‎ haben Militärpolizisten in Kambodscha auf streikende Textilarbeiter gefeuert. Mindestens drei Menschen starben.
http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/kambodscha-textilindustrie-demonstration-tote

ManOfConstantSorrow

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #5 am: 18:36:37 Sa. 22.Juli 2017 »

Abeitsniederlegung bei Fairway Apparel

Factory owners and management do not respect the law, and often do not pay the existing minimum wage. Often, workers will only make the minimum wage if their module meets the quota. Union members and organizers are constantly harassed and arbitrarily fired for exercising their legal rights.
http://rapidresponsenetwork.info/2017/07/19/workers-shot-union-busting-action-now/

Zitat
Polizei Haitis schießt auf streikende TextilarbeiterInnen


Polizei gegen streikende Textilarbeiter in Haiti - auf Weisung der US Botschaft?

Eine eher kleinere der vielen Protestaktionen im Rahmen der Bewegung der haitianischen TextilarbeiterInnen für einen lebenserhaltenden Mindestlohn bei Fairway Apparel eskalierte am 15. Juli 2017 durch das Eingreifen der Polizei, die das Feuer auf die ArbeiterInnen eröffnete: Drei Schwerverletzte und eine ganze Reihe weiterer Verletzungen, darunter auch etwa einer schwangeren Arbeiterin, waren des Ergebnis dieses terroristischen Akts. Der Beitrag „Workers Shot. Union Busting. Action NOW“ seit dem 15. Juli 2017 beim Rapid Response Network externer Link ist eine Chronologie der Ereignisse seitdem und ein Aufruf zur Solidarität (etwa durch Muster-Protestmails). Das Werk blieb in den 3 Folgetagen geschlossen und in der Zeit wurden 13 Mitglieder verschiedener Gewerkschaften entlassen, unter anderem wegen „Anstiftung zur Unruhe“, ein Funktionär der Gewerkschaftsföderation Batay Ouvriye wurde von der Polizei geschlagen. Die Belegschaft trat als Reaktion auf diese Angriffe in den Streik.
http://www.labournet.de/interventionen/solidaritaet/polizei-haitis-schiesst-auf-streikende-textilarbeiterinnen/
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Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #6 am: 15:31:02 Mo. 28.August 2017 »
Zitat
Mit Scharfschützen geht die kolumbianische Regierung gegen protestierende Bergarbeiter vor


Im Nordwesten von Kolumbien befinden sich seit über einem Monat rund 20.000 Personen in einem unbefristeten Streik. Die Protestierenden wollen den traditionellen Goldabbau in der Region schützen und dem multinationalen Konzern Gran Colombia Gold die Lizenzen zum Goldabbau entziehen. Seit Wochen liegt der Verkehr von Segovia und Remedios nach Medellín vollkommen still. In den vergangenen 32 Tagen des Bergarbeiterprotests kamen drei Personen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben. 13 Minderjährige und 19 weitere Personen sind wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen worden. Sieben Polizisten und viele weitere Personen wurden verletzt. Am 21. Juli hatten rund 10.000 Arbeiter den Streik ausgerufen. Sie fordern ein Ende der Regierungspläne für die Region in der Nähe der zweitgrößten Stadt des Landes Medellín“ – so beginnt der Bericht „Streik für traditionellen Goldabbau in Kolumbien geht in zweiten Monat“ von Ani Dießelmann am 24. August 2017 bei amerika21.de – worin auch darüber informiert wird, dass der traditionelle Bergbau auch in Kolumbien illegalisiert wurde, nicht aber das Wirken der Bergbaumultis…
http://www.labournet.de/?p=120643

Kuddel

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Re:Schüsse auf Streikende
« Antwort #7 am: 20:45:43 Di. 26.September 2017 »
Bewaffneter Überfall auf Streikende der Mailänder Post-Logistik



Die Mailänder SDA Belegschaft hat den Streik bei der italienischen Post begonnen - jetzt, am 25.9.2017 in 5 Städten
Gegen 21 Uhr am 25. September 2017 wurden die Streikenden der Logistik Niederlassung SDA der italienischen Post in Carpiano bei Mailand von einer Bande von über 100 Schlägern überfallen. Zwei streikende Kollegen wurden vor dem Tor der Niederlassung verletzt, einer davon von einem Auto angefahren. Nur die entschlossene Abwehr des Angriffs verhinderte mehr Untaten der Bande. Organisiert wurde der Überfall offensichtlich über eine Facebook-Seite namens “SDA Express Courier” auf der sowohl Vorarbeiter und Mitglieder der Geschäftsleitung posten, als auch Individuen, die wiederum auf ihren Seiten Mussolini-Bilder haben – und Vertreter anderer Gewerkschaften im Betrieb, die den Streik ablehnen.

http://www.labournet.de/?p=121950