Autor Thema: Zinswirtschaft-Hunger-Arbeitslosigkeit  (Gelesen 1460 mal)

regenwurm

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Zinswirtschaft-Hunger-Arbeitslosigkeit
« am: 05:58:21 Di. 12.April 2005 »
Neulich im STERN: "Würde man zwischen den Zahlen des Arbeitsmarktes und
denen des Kapitalmarktes einen Zusammenhang herstellen, könnte man zum
Schluss kommen, das einzig wirksame Mittel gegen die Arbeitslosigkeit wäre
die Abkehr von der Zinswirtschaft. Aber diese uralte Erkenntnis des
Geldreformers Silvio Gesell (1862 bis 1930) wird uns wohl so lange
öffentlich vorenthalten, bis wir dank wechselnder Regierungen entweder 15
Millionen Arbeitslose oder Vollbeschäftigung auf 400-Euro-Niveau haben." -
(Leserbrief)

FR: Globalisierung macht hungrig
Mehr als 850 Millionen Menschen hungern weltweit - Tendenz steigend. Pro Jahr sterben 30 Millionen von Ihnen, ganz ohne Katastrophen wie kürzlich in Südasien. Die Berichterstattung darüber tut sich dennoch schwer, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Grund dafür ist nach Ansicht einer Organisation, die sich für das Menschenrecht auf Nahrung einsetzt, dass dieses Phänomen in unseren reichen Gesellschaften kaum vorstellbar ist. Hier gebe es schließlich ein ganz anderes Massenproblem: Übergewicht.

Zurückzuführen ist das Hungerproblem nach Ansicht der Experten vor allem auf zwei Dinge: verstärkter Wachstumszwang durch globalen Wettbewerb & Land, das zur Ware wird.

Als Lösung wird die Stärkung der Menschenrechte angesehen:

"Kommerzialisierung, Privatisierung, Deregulierung und Liberalisierung sind keine naturgegebenen Prozesse. Sie sind politisch gewollt und werden von jenen vorangetrieben, die auf Kosten der Mehrheit davon profitieren. Menschenrechte können ein starker Hebel sein, um diesen Interessen entgegenzuwirken und eine Gesellschaft zum Wohle aller durchzusetzen."

Damit sind die Grundlagen der Profiteure, die Ursachen der Hungerproblematik aber noch lange nicht beseitigt; nämlich ein Geldsystem, das zu Wachstumszwangund dauernder Umverteilung führt und ein Bodenrecht , das ebenfalls nur einer reichen Minderheit dient.

Für eine Reform beider Systeme macht sich die INWO stark. Sorgen Sie gemeinsam mit uns dafür, dass die Dritte Welt nicht weiterhin täglich geschätzte 300 Millionen US-Dollar an Zinsen zahlen muss, anstatt den Hunger zu stoppen.

Der Artikel der Frankfurter Rundschau ist komplett online abrufbar

Quelle: im Internet unter http://www.inwo.de/ mit weiteren Infos/Newsletter
Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung (INWO) Deutschland!
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Horch

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Zinswirtschaft-Hunger-Arbeitslosigkeit
« Antwort #1 am: 12:38:35 Di. 12.April 2005 »
Original von regenwurm
Zitat
Neulich im STERN: "Würde man zwischen den Zahlen des Arbeitsmarktes und
denen des Kapitalmarktes einen Zusammenhang herstellen, könnte man zum
Schluss kommen, das einzig wirksame Mittel gegen die Arbeitslosigkeit wäre
die Abkehr von der Zinswirtschaft. Aber diese uralte Erkenntnis des
Geldreformers Silvio Gesell (1862 bis 1930) wird uns wohl so lange
öffentlich vorenthalten, bis wir dank wechselnder Regierungen entweder 15
Millionen Arbeitslose oder Vollbeschäftigung auf 400-Euro-Niveau haben." -

Hallo Regenwurm,

Du sagst es selbst: "Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler."
Damit kannst Du Gesell's Freiwirtschaft in die Tonne hauen.
Gesell wollte ausdrücklich das private Unternehmertum beibehalten.
Gegen Gesell sprechen mehrere Gründe:
1. Eine Freiwirtschaft ändert nichts daran, dass Unternehmer weiter einen Mehrwert erwirtschaften, d.h. der Arbeitnehmer um diesen betrogen wird.
2. Andere soziale Grausamkeiten wie Arbeitszeitverlängerungen, Mobbing u. ä. sind von der Freiwirtschaft nicht berührt.
3. Eine Wirtschaft ohne Zins ist schon in islamischen Ländern versucht worden und gescheitert. Man hat dann halt eine Krücke geschaffen, der Zins wurde unter einem anderen Begriff wieder eingeführt.

Zitat
Mehr als 850 Millionen Menschen hungern weltweit - Tendenz steigend. Pro Jahr sterben 30 Millionen von Ihnen, ganz ohne Katastrophen wie kürzlich in Südasien. Die Berichterstattung darüber tut sich dennoch schwer, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Grund dafür ist nach Ansicht einer Organisation, die sich für das Menschenrecht auf Nahrung einsetzt, dass dieses Phänomen in unseren reichen Gesellschaften kaum vorstellbar ist. Hier gebe es schließlich ein ganz anderes Massenproblem: Übergewicht.

Nö, glaube ich nicht, dass die Medien sich damit schwer tun, es ist Absicht.
Die Medienvertreter sind selbst Unternehmer und werden einen Teufel tun, sich selbst in Frage zu stellen.

Gruß Horch

regenwurm

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Zinswirtschaft-Hunger-Arbeitslosigkeit
« Antwort #2 am: 11:54:00 Mi. 22.November 2006 »
Zitat
von Horch:
Hallo Regenwurm,

Du sagst es selbst: "Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler."
Damit kannst Du Gesell's Freiwirtschaft in die Tonne hauen.
Gesell wollte ausdrücklich das private Unternehmertum beibehalten.

+da gab's heute eine Übraschung für mich:

Immer mehr Firmen bezahlen statt mit Geld mit Eigenleistung und finden so einen neuen Weg der Finanzierung, den einst der Kaufmann Silvio Gesell ersann.

Ein Oldie unter den volkswirtschaftlichen Modellen feiert aktuell sein Comeback: Clearing. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen mit Eigenleistung statt mit Geld zu bezahlen. Hierbei erbringen Unternehmen bargeldlos, Waren- oder Dienstleistungen und schonen so ihre Kreditlinien.
Quelle/Link
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