Autor Thema: Chaos Postzustellung  (Gelesen 7229 mal)

postzora

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Chaos Postzustellung
« am: 12:31:52 Fr. 26.März 2010 »
Zitat
Wenn der Postmann gar nicht klingelt
Die Hamburger sind genervt: Briefe kommen zu spät oder gar nicht, Zusteller sind überlastet. Ver.di fordert mehr Personal.


Hamburg. Wenn Martin Grudzinski morgens durch seinen Vorgarten zum Briefkasten geht, hat er mal Glück - und allermeistens Pech. "Mal kommt die Post um 12 Uhr, mal um 16 Uhr - und manchmal kommt sie gar nicht." Grudzinski, das kann man sagen, ist darüber ziemlich erbost.

Er wohnt im Hamburger Nordosten in Wohldorf-Ohlstedt - also genau da, wo die Post neuerdings eine sogenannte Verbundzone eingerichtet hat (das Abendblatt berichtete). Dort werden Briefe und Pakete jetzt vom selben Postboten ausgetragen. Der ist dann nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs, sondern mit einem Kleintransporter. "So vermeiden wir Doppelfahrten von Brief- und Paketzustellern und können deshalb wirtschaftlicher arbeiten", lautete die Begründung der Post. In den Hamburger Stadtteilen Duvenstedt und Bergstedt laufe das schon seit Jahren ohne Probleme.

"Ganz im Gegenteil", meint Grudzinski. Der 67 Jahre alte selbstständige Kommunikationsfachmann klagt: "Nichts funktioniert. An manchen Tagen werden nur Briefe, an anderen nur Pakete ausgeliefert." Seinen Nachbarn, so Grudzinski, gehe es nicht anders. Von gleichen Erfahrungen berichtet Bianca Gnoss (40) aus Bergstedt. Bei ihr hakt die Postzustellung schon seit etwa zwei Jahren - immer wieder andere Zustellzeiten, immer wieder ein neuer Postbote. In der ersten Märzwoche 2010 kam dieser sogar nur an einem Tag. "Und am Montag darauf war dann plötzlich die ganze Post aus der Vorwoche im Briefkasten", berichtet Gnoss. Besonders ärgerlich: die finanziellen Konsequenzen. "Firmenrechnungen kamen verspätet an. Die Möglichkeit, bei einer frühen Zahlung einen Preisnachlass zu bekommen, ist uns da schon öfter durch die Lappen gegangen."

Jens-Uwe Hogardt, Sprecher der Deutschen Post in Hamburg, kann den Ärger nur teilweise verstehen: "Wegen der kürzlich erfolgten Umstellung auf die Verbundzustellung kann es sein, dass es in den letzten 14 Tagen nicht immer zu glatten Abläufen gekommen ist." In Sasel, Wellingsbüttel und Poppenbüttel wurde die Verbundzone neu eingerichtet und auch in Bergstedt und Duvenstedt zum Teil umstrukturiert. "Beschwerden, die sich auf das letzte Jahr beziehen, können wir allerdings nicht nachvollziehen", so Hogardt weiter. Allerdings könne es aufgrund des besonders harten Winters teilweise zu Auslieferungsproblemen gekommen sein.

Offenbar haben jedoch nicht nur die Postkunden mit den Verbundzonen zu kämpfen, sondern auch die Zusteller selbst. Zwar wird die Mehrarbeit, die sie durch die gemeinsame Auslieferung von Briefen und Paketen haben, durch nun kleinere Zustellbezirke abgefedert - nach Abendblatt-Informationen schaffen sie es aber nicht immer, alle Sendungen in einer Zehn-Stunden-Schicht auch tatsächlich auszuliefern. "Das ist dann zwar gemein für den Kunden", sagt Lars-Uwe Rieck von Ver.di, "aber da muss dann die Post als Arbeitgeber nachbessern und mehr Personal einstellen." Postbote, das sei ein Knochenjob, so Rieck. "Nur die wenigsten arbeiten bis zum 65. Lebensjahr."

Postsprecher Hogardt rät allen unzufriedenen Kunden, sich an das Kundentelefon der Deutschen Post zu wenden. "Dann können wir das nachprüfen und einschreiten." Martin Grudzinski allerdings hat diesen Schritt schon hinter sich. "Wenn Post für Sie da ist, wird sie auch zugestellt", so die lapidare Ansage. Auch Bianca Gnoss hat sich schon beschwert - und als Wiedergutmachung Briefmarken zugeschickt bekommen. Das sei zwar nett, helfe aber auch nicht viel, findet sie. Sie will sich jetzt nicht mehr auf die Post verlassen. Ihre Pakete verschickt sie jetzt nur mit anderen Zustelldiensten.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1428139/Wenn-der-Postmann-gar-nicht-klingelt.html

postzora

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Re:Chaos Postzustellung
« Antwort #1 am: 13:05:58 Fr. 26.März 2010 »
Märchenstunde

Zitat
Deutsche Post
Ein gestörter Riese

Milliarden verschwendet, Millionen verärgert: Die Post hat bei den Deutschen einen miesen Ruf. Doch nun wendet sie sich ihren Kunden zu.

(...)
Die Deutsche Post bringt Briefe auf hohe Berge und unwegsame Almen, liefert Pakete noch auf die letzte Hallig. Sie sichert eine Grundversorgung, ihre Filialen sind Ortsmarken – wie Kirchen und Rathäuser. Über die Jahrhunderte hat sich eine tiefe Beziehung zwischen Post und Mensch entwickelt. Sie ist Liebesbote. Strafzettelzusteller. Und sie bringt die Weihnachtsgeschenke. Das Posthorn ist fester Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses. Ebenso der Briefträger in seiner Joppe, der Sendungen zustellt – selbst wenn die Hunde hinter ihm her sind. Er wurde in Filmen verewigt und in Liedern besungen. Es ist diese Welt aus Stempelkissen, bunten Sondermarken und geregelten Öffnungszeiten.
(...)
Alle zu versorgen war lange Jahre die Pflicht einer Behörde namens Deutsche Bundespost – seit 2008 ist es eine freiwillige Leistung des privaten Konzerns Deutsche Post DHL. Eines Unternehmens, das fünf Prozent aller globalen Handelsströme organisiert und 46 Milliarden Euro Umsatz macht. Die Postoberen haben sich diese Geschäfte erschlossen und weltweit mehr als 100 Firmen zusammengekauft. Von ihrem 162 Meter hohen, vollverglasten Bonner Post Tower aus, den der Stararchitekt Helmut Jahn entworfen hat, haben die Manager die ganz großen Ziele im Visier...
http://www.zeit.de/2010/11/Post


Die Wirklichkeit:
Zitat
DEUTSCHE POST - Der Vorstandschef der Deutschen Post, Frank Appel, verlangt von der Politik mehr Freiräume. Die Frage sei, ob der Universaldienst, der die Post etwa zur flächendeckenden Briefzustellung zwingt, in seiner heutigen Form noch nötig sei. Das ganze System müsse überdacht werden.
(24.03.2010 FTD S. 3)

Kuddel

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Re:Chaos Postzustellung
« Antwort #2 am: 13:50:46 Do. 26.August 2010 »
Zitat
Auslagerung
Post will Pakete loswerden

Die Post-Gewerkschaften warnen vor Dumping und schlechterem Service bei einer Auslagerung des Paketdienstes auf Fremdfirmen. Sie sprechen von einer "Spirale nach unten"


Gewerkschafter schlagen Alarm. „Uns schwant Böses“, sagt Maik Brandenburger von der Gewerkschaft DPVKOM der Frankfurter Rundschau. Seine Warnung ist eindringlich gemeint: „Die Post darf die Paketzustellung nicht an Fremdfirmen vergeben. Das könnte eine Spirale nach unten bedeuten.“

Das Management der Deutschen Post prüft, das Paketgeschäft auszulagern. Entscheidungen gebe es aber noch nicht, sagte ein Sprecher des Logistikkonzerns, der zu gut 30 Prozent dem Bund gehört. „Es ist aber völlig richtig, über Kosten nachzudenken“, sagt Christian Götz, Analyst der LBBW. Schließlich leide das Briefgeschäft unter schrumpfenden Umsätzen. Und mit der Pleite des Versandhauses Quelle sei der Paketsparte ein ganz wichtiger Großkunde weggefallen. Götz betont aber auch, dass das Verringern der Aufwendungen die Qualität nicht beeinträchtigen dürfe.

Im Paketgeschäft herrscht heftiger Wettbewerb. Die härtesten Konkurrenten der Post sind Hermes, UPS, DPD und GLS. Das Unternehmen im markanten Gelb hat aber nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 39 Prozent und transportiert täglich 2,5 Millionen Pakete. Der Markt wächst wegen des seit Jahren expandierenden Internethandels.

Eine komplette Auslagerung des Paketgeschäfts hierzulande kann einem FAZ-Bericht zufolge Einsparungen von 140 Millionen Euro pro Jahr bringen. Das Szenario würde vor allem städtische Regionen betreffen, wo Briefe und Pakete separat zugestellt werden. Die Post versucht seit Jahren, eine stärkere Fremdvergabe durchzudrücken. Verdi und die DPVKOM konnten dies bislang weitgehend verhindern. Allerdings wurde zuletzt vereinbart, dass in 990 von 6800 Zustellbezirken Fremdfirmen Pakete verteilen dürfen.

Tarifvertrag läuft bis Ende 2011

In Gewerkschaftskreisen werden die neuen Pläne als ein weiterer Anlauf gewertet, Lohnkosten im Paketgeschäft zu drücken – entweder bei den eigenen Leuten oder mittels Outsourcing. Paket-Zusteller bei der Konkurrenz verdienen deutlich weniger als Postler, die im Schnitt deutlich über zehn Euro pro Stunde erhalten. Bei Wettbewerbern werden teils weniger als sechs Euro gezahlt.

„Auch uns lassen diese Gedankenspiele keineswegs kalt. Wir müssen weiterhin wachsam sein“, sagte eine Verdi-Sprecherin der FR. Sie macht aber darauf aufmerksam, dass es einen Tarifvertrag gibt, der bis Ende 2011 läuft. Bis dahin dürfe es weder betriebsbedingte Kündigungen noch längere Arbeitszeiten oder weniger Lohn geben. Zudem habe die Post zuletzt „brillante Zahlen“ vorgelegt, und man müsse erst einmal darüber nachdenken, wie groß der Kostendruck tatsächlich sei.

„Doch was wird nach 2011?“, fragt Brandenburger von der DPVKOM. Bei einer Fremdvergabe gehe für die Post der direkte Draht zum Kunden verloren. Die Gefahr sei groß, dass dies mit Einbußen bei der bislang sehr hohen Zuverlässigkeit bei der Zustellung einher gehe. Dann bestehe die Gefahr, dass Kunden zur Konkurrenz abwanderten, was die Erlöse schrumpfen lasse und eine weitere Verschlechterung des Service nach sich ziehe.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/post-will-pakete-loswerden/-/1472780/4588822/-/index.html

Kuddel

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Re:Chaos Postzustellung
« Antwort #3 am: 14:09:02 Mi. 04.November 2015 »
Zitat
Flensburg und Harrislee:
Frust über leere Briefkästen

Nicht nur in Harrislee, auch in Flensburg gibt es gravierende Mängel bei der Zustellung. Die Post begründet den Missstand mit Ausfällen durch Krankheit.


2016 soll das Porto noch erhöht werden, in den Folgejahren soll es aber keine regelmäßigen Aufschläge geben.
Wegen Krankheitsausfällen der Postboten werden in Harrislee und Flensburg viele Briefe nicht zugestellt.


Flensburg | Der Ärger zieht Kreise. Wenn abonnierte Zeitungen mit unschöner Regelmäßigkeit zu spät im Briefkasten landen, ist das ein untrüglicher Indikator dafür, dass mit der Zustellung etwas grundsätzlich schief läuft. Kein Zweifel: Es ist schlecht bestellt um die Pünktlichkeit der Post.

Ein Kunde moniert, er habe allein in den letzten drei Wochen immer wieder Zeitschriften nicht pünktlich erhalten. Auch die übrige Post sei nicht regelmäßig gekommen: „Pausen von zwei bis drei Tagen und dann der ganze Schwung auf einmal.“ Die Stimme erhebt sich nicht etwa in Harrislee, wo die Missstände bereits angeprangert wurden, sondern im Flensburger Stadtteil Fruerlund. Ein weiterer Anwohner berichtet, dort zehn Tage „und länger“ auf dringend erwartete Briefe gewartet zu haben. Ein anderer bedauert, seine Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen zu können, weil diese verspätet bei ihm ankommen.

Das ist nicht nur in Fruerlund so. Die Probleme manifestieren sich quer durch das gesamt Stadtgebiet. Auf dem Sandberg beispielsweise hatte die Voigtstraße weder Mittwoch noch Dienstag Post im Kasten. An der Johannismühle und in der Schulze-Delitzsch-Straße kommen Briefe meist nur alle zwei bis Tage an. Die Programmzeitschrift „Hörzu“ oder den „Spiegel“ erhalten genervte Kunden oft am Montag statt am Sonnabend, die „Zeit“ am Freitag statt am Donnerstag. Nicht selten führt das zu Abo-Kündigungen.

Aus Mürwik verlautet: „Wir müssen den Briefkasten nur von Dienstag bis Freitag leeren. Gelegentlich kommt keine Post, anderntags um so mehr mit längerer Laufzeit, weiterhin fehlten in den letzten Wochen auch erwartete Briefe.“ Anruf aus der Osterallee: Montags drehe der Postbote, wundert sich ein Anwohner, „mit gerade einmal drei Briefen im Arm“ seine Runden. Nicht viel anders sieht es auf der Rude aus: Rund um die Diblerstraße sollen dort lediglich alle drei Tage Briefe eingehen. Derartige Probleme werden auch aus Engelsby gemeldet – aus dem Orion- oder Uranusweg. Und die Innenstadt schlägt Alarm: „Gefühlt bekommen wir erst ab mittwochs Post. Sendungen zu uns brauchen auf jeden Fall drei Tage länger als üblich.“

Martin Grundler, Pressesprecher der Deutschen Post in Hamburg, ist derzeit nicht zu beneiden. Er nimmt die Beschwerden ernst, aber: „Wir kämpfen in Flensburg und Harrislee nach wie vor mit sehr hohen Krankenständen. Die beiden Standorte gehören betrieblich sehr eng zusammen und es kommt dort im Falle von Engpässen auch zu Personalverschiebungen zwischen den beiden Standorten.“ Die personellen Engpässe führten dazu, dass Zusteller aktuell zu häufig in ihnen nicht optimal geläufigen Bezirken unterwegs seien. „Wenn Vertreter im Einsatz sind, brauchen diese in der Regel länger. Wenn sie nicht zur Verfügung stehen, werden Bezirke zusammengelegt, was die Arbeit der verbleibenden Zusteller zusätzlich verdichtet.“ Abbrüche seien daher punktuell möglich, wenn Kollegen ihre Tour wegen Erreichens der maximalen Arbeitszeit (10,45 Stunden) nicht komplett zustellen können. Für diese Fälle gelte dann aber grundsätzlich die Anweisung, dass am Folgetag der Abbruchteil zuerst zugestellt werden müsse, damit die betroffenen Kunden nicht zwei Tage hinter einander keine Post bekommen. „Drei oder vier Tage ohne Postzustellung sind insofern sehr unwahrscheinlich.“

Wie sieht es aus mit der Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften? Grundler: Die versuchen wir immer taggleich auszutragen, für Infopostsendungen gelten längere Laufzeiten. Am Montag, versichert er, stelle die Deutsche Post wie jeden Werktag flächendeckend zu, allerdings brauche man dafür weniger Personal als an anderen Tagen. Der Montag ist der Tag in der Woche mit der geringsten Sendungsmenge (zum Teil deutlich weniger als 10 Prozent der Wochengesamtmenge), weil die meisten Firmen am Wochenende nicht arbeiten und auch keine Post einliefern. „Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass für viele Kunden einfach auch mal keine Post unterwegs ist“.

Es gibt aber auch Störfeuer anderen Kalibers: Am vergangenen Dienstag war ganztägige Betriebsversammlung in Neumünster, an der auch viele Post-Mitarbeiter aus Flensburg teilgenommen haben. Dadurch ist die die Zustellung großflächig beeinträchtigt gewesen. „Die Aufarbeitung der dadurch angefallenen Rückstände“, so Grundler „kann einige Tage dauern“. Es ist also noch ein klein wenig Geduld gefragt...
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/flensburg-und-harrislee-frust-ueber-leere-briefkaesten-id11086276.html

Kuddel

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Re:Chaos Postzustellung
« Antwort #4 am: 21:26:18 So. 08.November 2015 »
Teurer und schlechter ist die Devise!

Zitat
Neue Marken ab 2016
Post will Briefporto auf 70 Cent erhöhen

Die Bundesnetzagentur erlaubt der Post erneut, das Porto zu erhöhen. Damit steht Verbrauchern zu Jahresbeginn 2016 die vierte Preisanhebung in Folge ins Haus. Auch Briefe und Karten ins Ausland werden teurer.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/neue-marken-ab-2016-post-will-briefporto-auf-70-cent-erhoehen/12478124.html

In Österreich will man es so handhaben:

Zitat
Die Post darf Briefe später bringen

Die Regierung will es der Post ermöglichen, „billigere“ Briefe künftig bis zu vier Tage liegen zu lassen. Das Unternehmen hofft auf Einsparungen, Kritiker fürchten eine Zwei-Klassen-Post.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4860849/Die-Post-darf-Briefe-spaeter-bringen-

Pappel-Max

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Re:Chaos Postzustellung
« Antwort #5 am: 01:12:09 Di. 10.November 2015 »

In Österreich will man es so handhaben:

Zitat
Die Post darf Briefe später bringen

Die Regierung will es der Post ermöglichen, „billigere“ Briefe künftig bis zu vier Tage liegen zu lassen. Das Unternehmen hofft auf Einsparungen, Kritiker fürchten eine Zwei-Klassen-Post.

Also darüber brauch man sich doch nicht mehr aufregen ....
dies wird schon seit 20 Jahren so in Deutschland gemacht bei der Post
ist eine ungeschriebene aber ausgegebene Dienstanweisung in der Zustellung.
Und dies weis ich von mehreren noch verbeamteten Postzusteller,
damals hießen die allerdings noch Postboten bzw. Dienstleistungsfachkraft im Postbetrieb.
(Hast du Heute so und soviel von X dann lasse Y für Morgen oder Übermorgen liegen .... X ist wichtiger.)
Und die Zusteller von denen ich das weiß die arbeiten in verschiedenen Orten also .....
ist dies kein Einzelfall und auch keine Anweisung eines einzelnen Vorgesetzten bzw. Postobersekretärs
Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden.
Aristoteles (384-322 v.Chr.)
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832)

Kuddel

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Re: Chaos Postzustellung
« Antwort #6 am: 17:45:18 Di. 06.August 2019 »
Service runter, Profit rauf!

Zitat
Überarbeitung des Postgesetzes
Briefe könnten künftig nur noch fünf Mal die Woche zugestellt werden
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/post-peter-altmaier-will-briefzustellung-an-nur-fuenf-tagen-pruefen-a-1280065.html

Zitat
Post erhöht erst das Porto, dann den Gewinn

Der Bonner Konzern erwartet in diesem Jahr mehr Gewinn. Das hat viel mit dem höheren Briefporto zu tun. Beim Service hapert es aber.
https://www.fr.de/wirtschaft/post-erhoeht-erst-porto-dann-gewinn-12892930.html

counselor

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Re: Chaos Postzustellung
« Antwort #7 am: 19:57:27 Di. 06.August 2019 »
Ich hatte letztens ein Buch bestellt. Es war von Essen nach Nürnberg 14 Tage mit der Post unterwegs.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

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Re: Chaos Postzustellung
« Antwort #8 am: 20:44:11 Di. 06.August 2019 »
Ein Buch aus D an den Polarkreis brauchte neulich mehr als vier Wochen.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)