Autor Thema: Negativ-Aufschwung: 4600 Insolvenzen im Einzelhandel in Aussicht  (Gelesen 2000 mal)

Kann das sein?

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Dauer-Flaute in Läden: Die Leute kaufen immer weniger. Der Einzelhandel spürt das durch starke Umsatzeinbrüche. Die anhaltende Konsumflaute macht den Einzelhändlern auch in diesem Jahr zu schaffen. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) befürchtet 2005 rund 4 600 Unternehmensinsolvenzen und den Verlust von bis zu 30 000 Arbeitsplätzen. „Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht", so Präsident Hermann Franzen gestern in Düsseldorf vor Beginn der Tarifrunde. Das laufende Jahr wird nach Einschätzung des HDE das vierte in Folge sein, in dem die Umsätze des Einzelhandels schrumpfen. Angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der steigenden Benzinpreise, die an den verfügbaren Einkommen zehren, erwartet die Branche Umsatzeinbußen. „Wer nichts übrig hat, kann auch nichts ausgeben", sagte Franzen. Wie dramatisch die Einbußen inzwischen sind, machen zwei Zahlen deutlich: Am Ende des Jahres wird der Umsatz im Einzelhandel voraussichtlich auf den Stand von 1992 zurückgefallen sein. Die Zahl der Beschäftigten sank in den letzten zehn Jahren um rund 250000. Die rückläufige Kaufkraft ist auch eine Frage der Verunsicherung – die arbeitende Bevölkerung steckt rund 10% ihres Einkommens in den Sparstrumpf.
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Dauert halt alles etwas länger, bis die Unternehmer und "Arbeitgeber" begreifen lernen ... "wer nichts hat, kann nichts kaufen".

besorgter bürger

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Negativ-Aufschwung: 4600 Insolvenzen im Einzelhandel in Aussicht
« Antwort #1 am: 16:57:42 Fr. 15.April 2005 »
Zitat
Dauert halt alles etwas länger, bis die Unternehmer und "Arbeitgeber" begreifen lernen .

es dauert wohl noch etwas länger:

Ungeachtet der geringen Konsumneigung ist das Angebot an Einzelhandelsflächen in den letzten Jahren stetig gestiegen...

...Für 2004/2005 ist mit einer Flächenexpansion von weiteren ca. 3 Mio. m² zu rechnen so dass Deutschland insgesamt über rd. 114 Mio. m² Verkaufsfläche verfügen wird. Pro Kopf entspricht dies einer Verkaufsfläche von 1,4 m²; damit ist Deutschland europäischer Spitzenreiter.

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Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Kann das sein?

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Negativ-Aufschwung: 4600 Insolvenzen im Einzelhandel in Aussicht
« Antwort #2 am: 18:13:57 Fr. 15.April 2005 »
Habe mir den verlinkten Quelltext durchgelesen.

Ein weiteres Fazit welches aus den Faktoren

sinkende Einzelhandelsumsätze
+ steigende Verkaufsfläche

entsteht, ist wieder mal mehr Lohndruck und unvergütete Mehrarbeit. Die Schaffer all dieser Konsumtempel begreifen es nicht: "Genug ist genug". (Bin mal gespannt, wann die ersten Netto-, Lidl-, Aldi-, Plus- usw. -Filialen mangels Umsatz/Kundschaft dicht machen müssen. Rewe hat sich jetzt z. B. von seiner unlukrativen Drogeriemarktkette getrennt und so wird´s woanders auch kommen - am Bedarf vorbei gedacht!)