Autor Thema: Glotze glotzen  (Gelesen 190193 mal)

Troll

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Glotze glotzen
« am: 17:48:59 Mo. 26.März 2012 »
Arte Themenabend am Dienstag 26.März 2012
Dürfen wir Tiere essen?

20:15       Nie wieder Fleisch?
21:20       Die neuen Vegetarier
22:00       Gesprächsrunde


Danach, hört sich's nicht minder Interessant an:

22:25    Bunker Cities
Man stelle sich eine Zukunft vor, in der sich die Reichen hinter den gesicherten Mauern von Privatstädten verschanzen...
23:20    Hinter Mauern
Mauern setzen Grenzen und bedeuten Trennung. Zumindest von einer Seite aus ist ihre Überwindung unerwünscht.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Efeu

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #1 am: 11:02:41 Di. 27.März 2012 »
Danke, den TV-Tip wollt ich auch gerade einstellen ;)

Hier ist noch der Link dazu: http://www.arte.tv/de/Nie-wieder-Fleisch/6449602.html

Zitat
Nie wieder Fleisch?

Dürfen wir Tiere essen? - Themenabend

Ob erschreckende Zustände in der Putenmast, massiver Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht, nicht fachgerecht ausgeführte Tötung von Rindern - Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger und Elend führen und dass Fleischexport nach Afrika die Märkte vor Ort zerstört. Die Filmemacherin Jutta Pinzler hat über ein Jahr lang weltweit recherchiert. Ihre Aufnahmen zeigen, welche verheerenden Konsequenzen die massenhafte Fleischproduktion hat.

In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum verfünffacht. Während man in Europa schon immer viel Fleisch gegessen hat, wächst die Lust darauf nun auch in Ländern wie China und Indien. Doch der Hunger nach Fleisch hat verheerende Konsequenzen. In China nehmen gesundheitliche Probleme der Bevölkerung durch die veränderte Ernährung stetig zu, in Paraguay führt der Futterexport nach Europa zu extremer Armut, in Frankreich und Deutschland ist das Grundwasser durch die extensive Landwirtschaft gefährdet und weltweit leidet das Klima. Viele Masttiere gleichen mittlerweile Futterverwertungsmaschinen und verbringen ihr kurzes Leben zusammengepfercht in dreckigen Ställen.

Die Industrie hingegen wirbt mit Heilsversprechen für ihre Produkte - Fleisch sei gesund und für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Dabei belegen Studien, dass der Konsum von zu viel rotem Fleisch nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar verkürzen kann. Auch weißes Fleisch ist problematisch, denn Hühner und Puten werden erschreckend häufig mit Antibiotika behandelt. Moderne Mastbetriebe haben sich zu Hightech-Firmen entwickelt, in denen die Tiere lediglich Produkte sind. Dass es sich um Lebewesen handelt, wird gerne vergessen.

Jährlich produziert Europa rund 40 Millionen Tonnen Fleisch, das Futter für die Tiere kommt oft aus Südamerika, zum Beispiel aus Paraguay. Einige wenige Unternehmer verdienen dort an dem Export sehr gut, die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Denn die Sojapflanzen werden mit extrem giftigen Pflanzenschutzmitteln besprüht. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsklinik von Asunción belegt, dass in Dörfern in der Nähe von Sojafeldern auffällig oft Kinder mit Missbildungen geboren werden.
Aber nicht nur der Import nach Europa, auch der Export führt zu Hunger und Elend. Fleisch wird in Europa so günstig hergestellt, dass es für viele Afrikaner billiger ist, europäische Produkte zu kaufen als selber zu produzieren. Eine Folge ist die Zerstörung der einheimischen Märkte, denn die Bauern sind der industriellen und staatlich subventionierten Konkurrenz aus Europa schutzlos ausgeliefert, wie Berichte aus Ghana und Benin beweisen.

http://www.arte.tv/de/Nie-wieder-Fleisch/6449602.html

Troll

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #2 am: 09:33:29 Mi. 28.März 2012 »
Das ganze zum Online glotzen auf ARTE+7 (Videolinks)

Nie wieder Fleisch?

Die neuen Vegetarier

Gesprächsrunde
Zu Gast im Studio: Dr Rupert Ebner, Vorsitzender des Vereins "Slow Food", Noélie Vialles und Brigitte Gothière


Zitat
Bunker Cities

In den Megastädten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas steigen die Einkünfte der neuen Mittelschicht und deren Lebensstandard lässt sich bereits mit dem der Europäer vergleichen. Aber diese Inseln des Wohlstands befinden sich inmitten eines Ozeans der Armut. Deshalb verschanzen sich ihre Bewohner. So sind in Brasilien alle neuen städtischen Wohnungsbauprojekte sogenannte Condomínios, Privatstädte mit eigenen Läden, Dienstleistungen und Sicherheitskräften, die klar von den Vorstädten getrennten, uneinnehmbaren Festungen gleichen. Die bewaffneten Ordnungskräfte der Condomínios stehen der Parallelherrschaft der Gangs in den Favelas gegenüber. Zwei getrennte Welten, in die der Staat kaum eingreift.
Dies trifft immer mehr auch für Europa zu. In Toulouse wurde ein Dutzend abgesicherter Residenzen in der Nähe eines Komplexes von Sozialwohnungen gebaut, den die Polizei mittlerweile gänzlich meidet. In Le Mirail, dem Viertel für "sozialen Wohnungsbau", wurde die Nachbarschaftspolizei durch "Vermittler" ersetzt, junge Vorstadtbewohner, die unter den größten Störenfrieden für Ruhe sorgen sollen. Wer es sich leisten kann, ist in die privaten Residenzen umgezogen.
In Bagdad haben die Amerikaner Dutzende Stadtviertel mit Betonbarrieren abgesperrt. Hunderttausende Iraker leben so in offenen Gefängnissen. Die amerikanische Armee hat offiziell versichert, sie wolle dem Irak das Konzept der "gated communities", der geschlossenen Wohnanlagen, anbieten.
Die Mauern sind politisch, religiös und gesellschaftlich bedingt. Mit ihnen erübrigt sich die Behebung der sozialen Ungerechtigkeit. Je weniger sich der Staat für das Allgemeinwohl einsetzt und je mehr Mauern gebaut werden, desto weiter schreiten Ghettobildung und Privatisierung der Polizei voran. So durchziehen mehr als 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Kalten Krieges Tausende kleiner Mauern die Städte und die Gesellschaft und beschwören einen Alptraum städtischer Apartheid.

Bunker Cities
Hinter Mauern

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Tiefrot

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #3 am: 10:33:53 Mi. 28.März 2012 »
Nicht schlecht.  ;)
Hinter Mauern und Bunker Cities hab ich meinem Archiv einverleibt.
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !

Eivisskat

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #4 am: 10:17:04 Sa. 31.März 2012 »
Zitat
Der Kollaps:

Kein Weg zurück Basierend auf dem Bestseller des Evolutionsbiologen und Pulitzer-Preisträgers Jared Diamond blickt die Dokumentation in eine fiktive Zukunft:

Wissenschaftler suchen im Jahre 2210 inmitten gigantischer Ruinen nach der Ursache, die zum Kollaps der menschlichen Zivilisation geführt hat. War es eine Hunger- katastrophe, das Versiegen fossiler Brennstoffe oder ein dramatischer Anstieg der Temperaturen?



http://www.n24.de/mediathek/technik-und-wissen-der-kollaps-kein-weg-zurueck_1517943.html

nND

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #5 am: 07:26:15 Mi. 11.April 2012 »
arte - Das Milliardenversprechen

Zitat
Das Milliardenversprechen

Warren Buffett und Bill Gates sind zwei der reichsten Männer der Welt. Der Investment-Unternehmer und der Microsoft-Gründer starteten im Juni 2010 eine ungewöhnliche Kampagne. Sie gaben bekannt, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke spenden zu wollen. Rund 70 US-Milliardäre haben sich ihnen mittlerweile angeschlossen. Seitdem ist weltweit eine Diskussion über Fluch und Segen des geschenkten Geldes entbrannt. Denn ihre Initiative trifft auf eine Öffentlichkeit, die dem Kapitalismus zunehmend skeptisch gegenübersteht.
Banken gehen pleite oder können nur mit Steuergeldern gerettet werden. Ganze Staaten stehen vor dem finanziellen Kollaps. Hunderttausende demonstrieren weltweit gegen die Macht der Wirtschaft. Reicht es da, wenn einige Reiche einen Teil ihres Geldes nach ihrem eigenen persönlichen Verständnis spenden wollen? Welche Motivation ist hinter dem Spendenversprechen? Welcher Verantwortung wollen die Milliardäre gerecht werden?
Die Filmemacher Gisela Baur und Ralph Gladitz begleiteten 18 Monate lang den Multimilliardär Warren Buffett, erforschten seine Beweggründe und sprachen mit Befürwortern und Gegnern seiner Initiative. So kommen neben dem Ehepaar Bill und Melinda Gates die Baronin Ariane de Rothschild, der Karstadt-Retter Nicolas Berggruen, der Software-Milliardär und Mäzen Hasso Plattner sowie der Reeder Peter Krämer zu Wort. Außerdem äußern sich Anhänger der weltweiten Occupy-Bewegung, die ohnehin der Meinung sind, dass Zurückgeben allein nicht genug sei. Entlang Warren Buffetts Initiative "The Giving Pledge" (zu Deutsch etwa "Das Versprechen, etwas zu geben") entfacht sich eine Auseinandersetzung über Chancen und Grenzen der Philanthropie in einem kapitalistischen System und über die Verantwortung der Reichen gegenüber der Gesellschaft.

Nestor

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #6 am: 20:29:10 Mo. 16.April 2012 »
Heute auf ARD 22 Uhr 45 - Bild.Macht.Politik

Das Milliardenversprechen wird heute Nacht wiederholt um 2 Uhr 10

Strombolli

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #7 am: 23:05:28 Mo. 16.April 2012 »
Wenn DIE alle grad' so schön zusammen feiern, warum platzt da nicht mal ein Luftballon vor Freude?

_____________________________

"Markt & Moral" eine schockierende Dokumentation über die widerwärtigen Praktiken des Kapitals. Ob nun in Rio mit einem Thyssen Stahlwerk oder Textilfirmen in der Türkei. Gewürzt mit schlauen Bemerkungen des alten Mannes der CDU Blüm.
Profit um jeden Preis. Menschenleben sind irrelevant!

Zitat aus: http://programm.ard.de/TV/daserste/markt-oder-moral/eid_281067800229754?list=now

"Was können Verbraucher mit gutem Gewissen kaufen und was nicht? Eine Entscheidung, die immer schwerer wird, denn viele Produkte entstehen mit Kinderarbeit, Niedriglöhnen, Umweltzerstörung. Während in Europa strengere Gesetze und Umweltauflagen gelten, nutzen viele international tätige Konzerne den niedrigen Rechtsstandard in den armen Ländern - und machen Milliardengewinne.

Ein Beispiel ist die Stahlproduktion in Brasilien, u. für die deutsche Automobilindustrie. Ein Konzern aus NRW betreibt dort ein riesiges Stahlwerk. In unmittelbarer Nähe des Unternehmens klagen die Anwohner über massive Atemwegserkrankungen, die rund 8000 Fischerfamilien klagen über eine Verseuchung des Meeres. Das Werk stößt alleine so viele CO2-Gase aus, dass die Gesamtemission im benachbarten Rio de Janeiro dadurch um 75 Prozent gesteigert wird. Die Fischer wollen jetzt für Gerechtigkeit kämpfen, es geht um ihre Existenz. Aber eine Klage in Deutschland ist bislang rechtlich nicht möglich, und die brasilianischen Gerichte bezeichnen sich als nicht zuständig.

Europäische Menschenrechts- und Umweltorganisationen kämpfen jetzt für neue, verbindliche Gesetze, die der Bevölkerung in den armen Ländern Klagerechte gegen die Konzerne in den Herkunftsländern ermöglichen sollen. Auch die EU-Kommission hat inzwischen neue Richtlinien zur Transparenz der ökologischen und sozialen Produktionsbedingungen vorgelegt. Die Verbraucher sollen nachprüfen können, ob ihre Produkte fair und umweltschonend hergestellt werden. Doch die europäische Wirtschaftslobby ist gegen neue, verpflichtende Regeln, auch die deutsche Bundesregierung blockiert bislang den Vorstoß.

Der Film berichtet auch von Initiativen deutscher Unternehmen, soziale Verantwortung zu übernehmen und beispielsweise in der Textilproduktion in armen Ländern faire Produktionsbedingungen zu etablieren."


Sehr sehenswert! - Und dazu passt wie die Faust auf's Aua:

Der Spiegel meint: "SCHULDENKRISE - Es ist Zeit für einen neuen Kapitalismus": Ein Kommentar von Henrik Müller

Zitat SPON-LINK:

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist zurück - und zeigt vor allem eins: Immer mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen, ist keine Lösung. Europa muss endlich einen Ausweg aus der selbstgestellten Falle finden. Ein Plädoyer für einen neuen Kapitalismus.

Es war ein kurzer Frühling im Winter. Nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, am 8. Dezember die fast vollständige Öffnung der Liquiditätsschleusen verkündet hatte, entspannte sich die Lage an den Anleihemärkten vorübergehend. Die Zinsen sanken, finanziell bedrängte Staaten wie Italien und Spanien konnten neues Geld aufnehmen. Drei Monate dauerte die Entspannung. Jetzt ist die Krise zurück: Wieder steigen die Zinsen, die Ängste, die düsteren Vorhersagen, besonders in Spanien. Offenkundig hat es Europa mit einem Problem zu tun, das mit immer mehr Geld nicht zu lösen ist.

Immerhin ist die Draghi-Zentralbank an die Grenze ihrer Möglichkeiten gegangen. Eine Billion Euro zu Niedrigzinsen mit einer Laufzeit von drei Jahren hat die EZB den Kreditinstituten angeboten. Damit hat sie sich dem stillen Sturm auf die Banken in den beiden großen Südländern Italien und Spanien entgegengestellt. Inzwischen dürfen nationale Notenbanken selbst bestimmen, welche Sicherheiten sie akzeptieren. Mit anderen Worten: Die europäische Geldpolitik mag noch eine gemeinsame sein, aber sie ist keine einheitliche mehr. Nachhaltig geholfen hat die Operation nicht.

Wenn sich die Mitglieder des EZB-Rats in diesen Wochen zu ihrem üblichen informellen Abendessen treffen, dann stehen sie vor der Frage, was sie noch tun können. Abermals Staatsanleihen vom Markt kaufen, wie Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré bereits öffentlich erwogen hat? Noch mehr Liquidität in die Banken pumpen? Den Leitzins noch weiter Richtung Nulllinie senken?

Mit solchen Maßnahmen kann die EZB den akuten Zusammenbruch einzelner Volkswirtschaften verhindern. Sie kann Zeit kaufen. Aber sie ist nicht in der Lage, die fundamentalen Probleme zu lösen. Nämlich:

- Die hohen Schulden: Die öffentlichen und privaten Schulden sind in vielen Euro-Staaten so hoch, dass sie die Wirtschaft immer wieder ins Minus ziehen. Erst wenn ein nachhaltiger Abbau der Schulden auf den Weg gebracht ist, eröffnen sich Europa die Spielräume, seine weiteren Probleme zu lösen.
- Die brüchige Verfassung: Die Währungsunion wird auf Dauer nur halten können, wenn sich die Euro-Zone zu den Vereinigten Staaten von Euro-Land weiterentwickelt.
- Der fehlgeleitete Kapitalismus: In den vergangenen zwei Jahrzehnten degenerierte die westliche Wirtschaftsordnung in eine selbstzerstörerische Richtung. Dies ist ein Problem nicht nur Europas, sondern der gesamten westlichen Welt. (Seit wann meckern wir? - Anmerkung Strombolli)

Fehlgeleitet war diese Wirtschaftsordnung, weil sie auf immer billigere Kredite und immer größere Kreditvolumina setzte. Diese Mittel flossen in den nuller Jahren immer weniger in produktive Investitionen; die Produktionskapazitäten wurden kaum ausgeweitet. Stattdessen stiegen die Preise für existierende Vermögensgüter - Firmen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Häuser - immer weiter in die Höhe.

Fatale Kettenbrief-Ökonomie

Mit anderen Worten: Existierende Vermögensgüter wurden zu immer höheren Preisen getauscht - Kettenbrief-Ökonomie nennt man das. In einigen Ländern setzten Baubooms ein, die die ganze Wirtschaftsstruktur verzerrten, Löhne nach oben trieben und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit schadeten. Im Euro-Land waren von dieser Entwicklung vor allem Spanien und Irland betroffen.

Fehlgeleitet war diese Wirtschaftsordnung auch, weil häufig nicht mehr die Frage im Vordergrund stand, ob eine ökonomische Aktivität eigentlich irgendwie nützlich sei: Machte sie das Leben von Menschen besser? Steigerte sie das Wohlergehen und den Wohlstand? Vielmehr ging es darum, Renditeerwartungen zu erfüllen, die zeitweise exzessiv waren.

Doch eine Wirtschaft, deren primäres Ziel es ist, eine möglichst hohe Kapitalverzinsung zu erwirtschaften, läuft in die Irre. Wer nur kurzfristig die Rendite erhöhen will, kann das tun, indem er beliebig die Kosten kürzt - bis das Unternehmen stirbt. Profit und Rendite zu erwirtschaften, kann nur eine Nebenbedingung einer nachhaltigen Wirtschaft sein, kein Selbstzweck.

Humankapitalismus statt Finanzkapitalismus

Mit den Ergebnissen dieser Fehlentwicklungen hat Europa heute zu kämpfen. Eine sinnentleerte Volkswirtschaft ist nicht mehr in der Lage, den Wohlstand zu mehren. Sie erstickt in ihren Schulden und geht unter. Herausfinden wird Europa aus dieser Lage nur, indem es die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Nur die Kreativität des menschlichen Geistes, der Neues ersinnt, wird die derzeitige Krise überwinden können.

Dementsprechend müssen sich Unternehmen und ganze Volkswirtschaften organisieren: Bildung, Kultur, kreative Freiräume - Humankapitalismus statt Finanzkapitalismus.

Es gibt immer wieder historische Phasen, in denen die Interessen der Kapitaleigner einseitig im Vordergrund stehen. Das ist der Fall, wenn der Produktionsfaktor Kapital knapp ist, weil die Märkte wachsen und die Kapazitäten ausgebaut werden. Das ganze System richtet sich dann am knappen Faktor Kapital aus. So war es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung den Bau immer größerer Fabriken antrieb und die rasche Verstädterung neue Ballungsräume entstehen ließ. So war es in den vergangenen beiden Jahrzehnten, als die Globalisierung die Weltmärkte öffnete.

In dieser Phase ging es darum, bestehende Geschäftsmodelle weltweit auszudehnen. Mit anderen Worten: immer mehr vom Gleichen zu produzieren. Beispiel Autoindustrie: Erst wurden neue Fabriken in Osteuropa gebaut, dann in Asien. Aber sie fertigen im Prinzip immer noch die gleichen Produkte.
(Anmerkung Strombolli: Ja, jeder Automobilbauer muß alle Fahrzeugarten herstellen: Kleinwagen, Mittelklasse, Oberklasse, Luxusklasse, SUV, Geländewagen ... was für eine Rohstoffverschwendung!)

Weltwirtschaft am Wendepunkt

Derzeit steht die Weltwirtschaft an einem Wendepunkt: Das bisherige Entwicklungsmodell hat sich totgelaufen - immer mehr vom Gleichen stößt irgendwann an Grenzen. Kein Wunder, dass auch in den Schwellenländern, sogar in China, das Wachstum abflaut. Jetzt bedarf es Innovationen, ohne die weiterer Fortschritt nicht stattfinden kann.

Der wirklich knappe Faktor ist nicht mehr Kapital, sondern Kreativität (meine Rede! Anmerkung Strombolli) - Humankapital in seiner schönsten Form. Die derzeitige Krise wird der Westen nur überwinden können, wenn die freien Gesellschaften diese Knappheit überwinden lernen.

Immer mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen, ist jedenfalls keine Lösung. Sollte Europa nicht in der Lage sein, sich aus der selbstgestellten Falle herauszuwinden, dann wäre das eine Blamage historischen Ausmaßes. (die die Eliten aber verdient hätten! - Anmerkung Strombolli)

Gerade die aufstrebenden Länder Asiens und Lateinamerikas beobachten uns sehr genau. "Finden wir eine demokratische Lösung? Oder lassen wir alles in Staatsbankrotten und Inflation den Bach runtergehen?", sagte mir kürzlich ein Euro-Notenbanker. Wie viel sind Demokratie und Freiheit eigentlich wert, wenn die europäischen Kulturnationen keinen Ausweg aus der selbst gestellten Schuldenfalle finden?

"Derzeit", sagt er, "steht unser Modell auf dem Prüfstand."


Und nach meiner Meinung hat es sich ausgehustet, mit dem Kapitalismus!


Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Pinnswin

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #8 am: 09:00:23 Di. 17.April 2012 »
Zitat
... Und nach meiner Meinung hat es sich ausgehustet, mit dem Kapitalismus!

Des ist doch erst der Anfang. Nun, wo´s grad so gut läuft.
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Troll

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #9 am: 17:23:13 So. 22.April 2012 »
Zitat
Der ökonomische Putsch
oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt
Von Roman Herzog
  ??? :o

Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg.

Seit Jahrzehnten befinden sich Politiker im Bann neoliberaler Heilsverkünder. Wie entstand dieses heute unumstößlich scheinende System? Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault aus den 70er- und 80er-Jahren machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und
Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup d'état abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.

Quelle mit MP3: DLF

Heute gibt es was auf die Ohren, da dürfen sich die Augen mal vom glotzen ausruhen.
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Re:Glotze glotzen
« Antwort #10 am: 12:44:00 Mi. 02.Mai 2012 »
Zitat
TV- Hinweise: WDR & RBB berichten über Nerzfarm
Seit Dezember 2011 müssen Nerze in sogenannten Pelztierfarmen deutlich mehr Platz zur Verfügung haben als bisher – doch kaum ein Farmer hält sich an die neue Verordnung. Ermittler des Arbeitskreises kontrollieren derzeit bundesweit Pelztierfarmen auf die Einhaltung der aktualisierten Vorschrift. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die Betreiber der Nerzfarmen halten sich nicht an die neuen Vorschriften: Die Tiere werden in den alten, nun verbotenen Käfigen gehalten. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. hat dies bei den Nerzfarmen in Rahden (NRW) und Frankenförde (Brandenburg) dokumentiert und Strafanzeige gegen die Betreiber gestellt.

Am 02.05.2012 strahlt der WDR in der Sendung "Lokalzeit OWL" ab 19.30 h einen Beitrag zu dem Thema aus. Am folgenden Samstag (05.05) berichtet der RBB in der Sendung "tierzuliebe" ab 18:30 Uhr ausfürhlich über die Nerzfarm-Recherche vom Arbeitskreis humaner Tierschutz. In beiden Sendungen wird ein Vertreter vom Arbeitskreis interviewt. Da die Aufklärung der Öffentlichkeit zu unseren Hauptarbeitsgebieten zählt, weisen wir gerne darauf hin. Bitte verbreiten Sie unseren Hinweis weiter!

www.arbeitskreis-tierschutz.de

Strombolli

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #11 am: 13:04:54 Mi. 02.Mai 2012 »
Nein ich möchte das alles nicht! - Eine Staatsgewalt, die HartzIV-ern vorschreibt in welcher Wohnungsgröße sie maximal zu leben haben, schreibt Hühner-, Nerz- und was-weiss-ich für Farmen vor welchen Platz diese Tiere mindestens haben müssen?

Ich bin für Tierschutz und für Menschenfreiheit! Aber gegen jeglichen Amtsschimmel aus Wolkenkuckucksheim. Täglich wird mein Brechreiz dauerhafter.
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Efeu

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #12 am: 19:14:12 Mi. 02.Mai 2012 »
@Strombolli: Nun ja, nach dieser Logik dürfte es auch in Zukunft keinen (längst überfälligen) Mindestlohn geben... Rein vom Prinzip her finde ich es schon wichtig, dass es für gewisse Dinge (nicht für alle selbstverständlich) offizielle (wenn auch meist leider sehr willkürliche) Ober- und Untergrenzen gibt, gerade wenn man sieht, dass sonst einfach bis weit über jede moralische Schmerzgrenze gegangen wird, weil die kapitalistische Raffgier gerade auch hier keinerlei Grenzen mehr kennt.
Käfige sind an sich alles andere als "artgerecht". Darf man jemanden einsperren, nur weil er einer bestimmten Art angehört? Weil das (in den Augen einer andere Spezies) dieser Art entspricht? Artgerecht ist nur die Freiheit.
Es geht überhaupt nicht um "die oder wir". "Die Tiere" sind nicht unsere Feinde und nehmen uns nichts weg. Ganz im Gegenteil.
Es kann unzählige verschiedene Varianten von Ausbeutung und Ungerechtigkeit geben. Und es geht nicht um gegenseitiges Aufrechnen oder Vergleichen, es geht darum, hinzusehen und überhaupt irgendwas zu tun. Wie war das? "Wir können nicht allen helfen." - Sagte der Faule und half KEINEM.
Die Tiere fragt keiner. Sie werden nur ohne jede Gegenleistung eingepfercht, ausgebeutet, gequält und schließlich zum krönenden Abschluss getötet. Lebewesen, die niemals jemandem geschadet haben bekommen lebenslänglich und dann die Todesstrafe. Mit welchem Recht? Weil wir es können? Gib jemandem die Macht und er wird sie missbrauchen.

Ich stimme dir absolut zu, was die "maximalen Wohnungsgrößen" für Hartz4-Empfänger angeht. Aber auch da gibt es doch wenigstens Lebensumstände, die vor einem Gericht als unzumutbar angesehen würden. Nur ist auch da das Problem dann die (Mindest-)ansprüche durchsetzen. Für (sein) Recht und dessen Einhaltung zu kämpfen ist ja leider immer langwieriger als zu resignieren und das Unrecht hinzunehmen. Zumindest theoretisch kann ein Mensch sich solches Recht noch erstreiten, bei Tieren sieht es düster aus, darum ist es gut und notwendig, wenn es Zweibeiner gibt, die anderen Zweibeinern in solchen Fällen auf die Finger schauen.
Wer angeblich "zu viel" hat, dem wird es wesentlich einfacher genommen, anderen die zu wenig haben wird nichts freiwillig gegeben. Niemandem wird noch irgendwas gegönnt. Die Bemühungen sind ziemlich einseitig.



Noch ein Tipp (schon angeschaut, kann ich weiterempfehlen):
Zitat
planet e am 29.04.2012

Die Strahlenjäger

Sie führen unabhängige Messungen durch, spüren atomare Verstrahlungen auf, und bringen neue Fakten an die Öffentlichkeit: die Strahlenjäger. In Los Alamos, dem Atomwaffenlabor der USA, entdecken sie nur mäßig gesicherten Atommüll im Wandergebiet. Im spanischen Ort Palomares prüfen sie die Hinterlassenschaften eines Militärflugzeugs, das dort vor 46 Jahren abstürzte.

Vergessene Bomben
Sie sind Wissenschaftler, Journalisten und Detektive in einer Person: die "Strahlenjäger". Ihre Ziele sind das Aufspüren atomarer Verstrahlung und unabhängige Messungen an atomar verseuchten Orten überall auf der Welt. Sie begeben sich freiwillig in direkte Gefahr, denn nur dann können sie ihre Messwerte veröffentlichen und damit die Gesundheit vieler Menschen bewahren. Zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe vor 26 Jahren begleitet planet e. die "Strahlenjäger" bei ihrem Kampf gegen die Vertuschung der atomaren Gefahr.

Der Amerikaner Greg Mello erforscht schon seit vielen Jahren die Geheimnise rund um die US-Atomfabrik in Los Alamos, New Mexico. Mit seiner Organisation "Los Alamos Study Group" kämpfen er und seine Frau Trish tagtäglich gegen die Verharmlosung der Strahlengefahr durch die Behörden und gegen die Ignoranz der Verantwortlichen.

Noch immer lagern Fässer mit gefährlichen strahlenden Abfällen einfach unter Zelten in der freien Natur. Greg ist Ingenieur und Geologe, und er war der erste, der als Umweltbeauftragter des Staates New Mexico erfolgreich das Los Alamos Laboratory zur Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen zwingen konnte.

Atommüll im Wandergebiet
Die beiden "Strahlenjäger" Greg und Trish gehen auf Erkundungstour in die Region. Auch im benachbarten Baya Canyon finden sie noch heute frei herumliegend Uranreste, Teile von Atomwaffentests, strahlenden Abfall. Arglos liegen gelassen in einer Region, in der Familien am Wochenende zum Wandern gehen.

Um zu sehen, welche Risiken von fertigem, in Waffen verbautem Plutonium ausgehen, wenn es einmal Los Alamos verlassen hat, blickt planet e. auch nach Spanien zu einem kleinen Dorf an der Südküste und trifft José Herreras Plaza. Er ist Kameramann, Journalist und ebenfalls ein "Strahlenjäger." Als am 17. Januar 1966 bei einem Flugzeugabsturz drei amerikanische Wasserstoffbomben auf den Ort Palomares im Süden Spaniens herabfielen, begann eine nukleare Katastrophe, die bis heute anhält.

Radioaktive Verseuchung in Spanien
Seit vielen Jahren heißt es, es gebe in Palomares keine unmittelbare Gefahr mehr für die Bevölkerung. Der größte Teil der Flächen, die vor über 40 Jahren verseucht wurden, ist heute frei zugänglich. Die Strahlenjäger vermuten, dass die Dekontaminierung des Gebietes nicht sorgfältig genug durchgeführt wurde.

Link zur Mediathek: http://planete.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/planet-e/2942534/13439532/5381ed/Die-Strahlenjaeger.html

Strombolli

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Re:Glotze glotzen
« Antwort #13 am: 19:33:29 Mi. 02.Mai 2012 »
Mir ging es eher darum, den Gegensatz zwischen den Ansprüchen, Tieren vernünftige Lebensbedingungen zu schaffen und den Bestrebungen Menschen die vernünftigen Lebensbedingungen zu beschneiden, herauszuarbeiten.

In einer vernünftigen Gesellschaft würden sowohl Tiere, als auch Menschen vernünftige Lebensbedingungen haben.
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Re:Glotze glotzen
« Antwort #14 am: 21:14:34 Mi. 02.Mai 2012 »
@Strombolli: Wie gesagt ich sehe unschuldige Wesen nur aufgrunddessen dass sie keine Zweibeiner sind als Waren/Gegenstände/Eigentum zu betrachten, ihr Leben lang eingesperrt zu halten und jedweder natürlicher Lebensweise zu berauben, als alles andere als vernünftige Lebensbedingungen an. Daran ändern auch minimal größere Käfige nichts. Und ich finde es durchaus legitim, auch auf solche Bedingungen hinzuweisen. Gerade die Vielfalt der Themen schätze ich so an CD.
Aber ich weiß was du meinst.

Zitat
Skandalösen Verstöße von Nerzfarmern gegen das Tierschutzgesetz

Hier finden Sie die ganze Geschichte, Fotos, ein Video sowie einen TV-Mitschnitt der WDR-Sendung „Lokalzeit“ vom 03.05.2012:

http://www.tierschutzbuero.de/nerzfarm-rahden-aufgedeckt/