Autor Thema: Glotze glotzen  (Gelesen 191480 mal)

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #690 am: 14:01:46 Sa. 02.Februar 2019 »

Dass der Rotz in Krankenhäusern angeboten wird, hat auch teilweise damit zu tun, dass die Patienten auf der falschen Station liegen und einfach nur anstrengend sind. Bevor man also wegen des Zeitmangels und Kostendrucks näher auf sie eingeht, gibt man eben ein Zuckerkügelchen und gut ist. Ein Profiteur davon ist Elmex mit seiner Zahnpasta ohne Mentol, verträgt sich nämlich nicht mit hochpotenzierten Essenzen aus dem Himbeerland.

Interessant, etwas nicht wirkendes durch Menthol unwirksam machen, achja, Kaffee ist auch nicht gut für die Wirksamkeit von Homöopathie.
Viele Ärzte würden ggf. gerne Placebo geben (dürfen sie wohlweislich nicht!), sie wissen um deren mögliche Wirkung durch Glaube, also versuchen so lange es nicht schadet wäre meine Meinung, scheisse ist die allgemeine Ausrichtung der Medizin am Profit, daß eröffnet Mißbrauch in allen Richtungen Tür und Tor.
Notfallmedizin und Homöopathie beißt sich so richtig, da passt gar nichts, außer der Glaube wirkt rasend schnell.
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #691 am: 14:22:09 Sa. 02.Februar 2019 »
Zitat
...scheisse ist die allgemeine Ausrichtung der Medizin am Profit
Allgemein die Ausrichtung des gesamten Gesundheitswesens (inkl. Pflege). Profit auf Kosten von Menschenleben geht gar nicht!
Nebenbei bemerkt ist dieser Homöopathie- und Esoterikmarkt ebefalls ein echtes Millionengeschäft und keiner dieser Firmen vertreibt sein Produkt aus reiner Menschlichkeit.

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #692 am: 14:42:00 Sa. 02.Februar 2019 »
Stimmt, es ist die gesamte Ausrichtung am reinen Profit, daher sehe ich Millionen für Homöopathie als vernachlässigbar wenn es "hilft" ohne zu wirken, im Gesundheitswesen werden Milliarden in schwarze Löcher versenkt, es ist ein riesiger Topf und wo Goldtöpfe rumstehen gibt es besonders viele Bedürftige.
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #693 am: 14:07:45 Sa. 09.Februar 2019 »
Zitat
..., den letzten Dschungel Europas zu erkunden: den Bialowieza Nationalpark. ...

https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/073000/073000/073049-028-A_EQ_0_VOA-STA_04108866_MP4-1500_AMM-PTWEB_15zx9DoYou.mp4
Quelle: Arte

Grummel, zwei Berliner "Künstler" bzw. Comiczeichner_in braucht es als Aufmacher, fuck!
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #694 am: 14:22:22 Sa. 09.Februar 2019 »
Hier gibts dazu was ohne Künstler:
https://www.dailymotion.com/video/x61ne16

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #695 am: 17:14:22 Sa. 09.Februar 2019 »
Danke!
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #696 am: 19:46:39 Sa. 16.Februar 2019 »
Zitat
ARTE Reportage
Haiti: Zu früh geboren

Der Ort auf der Welt, an dem man geboren wird, er entscheidet über Leben und Tod: Zu früh geborene Kinder haben natürlich viel bessere Überlebenschancen in einem reichen Land mit effizienter medizinischer Versorgung, als in einem armen Land ohne diesen Vorteil. Haiti leidet noch immer unter den Folgen des Erdbebens vom 12. Januar 2010, damals starben über 200 000 Menschen.

8 Jahre nach dem Erdbeben ist die medizinische Versorgung noch immer prekär – und lebensgefährlich für zu früh geborene Kinder… Der Ort auf der Welt, an dem man geboren wird, er entscheidet über Leben und Tod: Zu früh geborene Kinder haben natürlich viel bessere Überlebenschancen in einem reichen Land mit effizienter medizinischer Versorgung, als in einem armen Land ohne diesen Vorteil. Haiti leidet noch immer unter den Folgen des Erdbebens vom 12. Januar 2010, damals starben über 200 000 Menschen. Das öffentliche Krankenhaus in der Hauptstadt Port au Prince etwa residiert noch immer in Behelfsräumen ohne fließendes Wasser, häufig fällt der Strom aus. Auf der Neugeborenen Station fehlt qualifiziertes Personal ebenso wie eine ausreichende Zahl von  Brutkästen. Zu früh geborene Kinder haben dort nur wenige Chancen, ihre ersten Lebenswochen zu überleben. Doch auch auf Haiti gibt es einen besseren Ort für Frühchen: Ein paar Kilometer weiter, im medizinisch viel besser ausgestatteten Saint Damien Krankenhaus, leiten Krankenschwestern die jungen Mütter an, ihre zu früh geborenen Kinder nach den ersten Wochen im Brutkasten eng am Leib zu tragen – das nennt man die „Känguru-Methode“. Eine italienische NGO finanziert das Saint Damien und doch müssen die Eltern der kleinen Patienten für die hoch qualifizierte Behandlung Geld bezahlen. Das staatliche Krankenhaus dagegen ist kostenlos. "Geld oder Leben" - auf Haiti ist das wirklich eine Entscheidung auf Leben und Tod.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/086000/086600/086630-000-A_EQ_0_VA_04130441_MP4-1500_AMM-PTWEB_16O2VEYaYy.mp4
Quelle: Arte
Zitat
ARTE Reportage
Südafrika: Radikale Land-Besetzer

25 Jahre nach dem Ende der Apartheid und dem Aufbruch unter Nelson Mandela ist in Südafrika die Kluft zwischen arm und reich größer als jemals zuvor. Deshalb lässt sich vor den Wahlen im Mai mit kaum einem Thema leichter um Wählerstimmen werben, als mit der radikalen Forderung nach Enteignungen.

Eine neue radikale Partei besetzt illegal Land, auf dem dann hunderttausende bitterarme Schwarze ihre Hütten bauen. 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid und dem Aufbruch unter Nelson Mandela ist in Südafrika die Kluft zwischen arm und reich größer als jemals zuvor. Deshalb lässt sich vor den Wahlen im Mai mit kaum einem Thema leichter um Wählerstimmen werben, als mit der radikalen Forderung nach Enteignungen. Laut einer Umfrage sind 85 Prozent aller Schwarzen der Meinung, dass das „Land in Südafrika an die Schwarzen zurückgegeben werden muss – egal, welche Konsequenzen das für die gegenwärtigen Besitzer oder für die politische Stabilität im Land haben wird“. Mit dieser Forderung wurde eine neue linksradikale Partei, die “Economic Freedom Fighters - EFF”, bereits zur drittstärksten politischen Kraft im Land. Und sie handelt: Hunderte Aktivisten des EFF organisieren Landbesetzungen in der Peripherie der großen Städte, unter anderem bei Johannesburg und Kapstadt. Hunderttausende Menschen folgten bereits ihrem Aufruf. Das setzt die regierende Partei Nelson Mandelas, den ANC, mächtig unter Druck.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/086000/086200/086250-000-A_EQ_0_VA-STA_04130425_MP4-1500_AMM-PTWEB_16NzAEYa4n.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #697 am: 11:07:58 So. 24.Februar 2019 »
Zitat
Vox Pop
Adoption in Polen / Antibiotikaresistenz


(1): Sollte Adoptieren leichter gemacht werden?
In den letzten 20 Jahren sind die Voraussetzungen für die Adoption eines Kindes weltweit immer strenger geworden. Das Resultat sind lange, schwierige Verfahren, die zudem oft fehlschlagen. 2014 fanden in Europa 15.000 Kinder Aufnahme in einer Adoptivfamilie, 2012 waren es noch doppelt so viele. Viele Paare wünschen sich eine Vereinfachung des Adoptionsverfahrens. Doch dies lehnen die Länder ab, weil sie Missbrauch fürchten.
Kontroverse der Woche: Adoption, ein Kinderspiel?
„Einfachere Verfahren“ fordern ungeduldige Antragsteller, denn sie finden es „unerträglich, dass man in Frankreich fünf Jahre und in Italien vier Jahre auf ein Kind warten muss“. Die Mitgliedstaaten der Union vertreten dagegen die Position: „Priorität hat nicht der Kinderwunsch, sondern das Kindeswohl. Kinder sind kein Spielzeug!“
Recherche der Woche: „Vox Pop“ hat in Polen recherchiert, das neben Griechenland das einzige EU-Land ist, in dem es Privat- bzw. Indikationsadoptionen gibt. Dabei handelt es sich um Direktadoptionen, bei denen die biologischen Eltern ihr Kind einer Familie anvertrauen, die ihnen von Bekannten vorgestellt wurde oder die sie über eine Anzeige im Internet kennengelernt haben. Könnten solche Direktadoptionen, die auch in den Vereinigten Staaten nicht selten sind, den anderen EU-Ländern als Modell dienen? Was sind die Nachteile oder Gefahren dieses Systems? Viele befürchten, dass es die Kinder zur Ware macht.
(2): Antibiotika: immer weniger wirksam! (Ab ~14:20)
Wie lassen sich Bakterien bekämpfen, wenn sie zunehmend antibiotikaresistent sind? In Europa erkranken jährlich 700.000 Menschen an Infektionen, die aufgrund unzureichender Therapiemöglichkeiten nicht geheilt werden können. Die europäischen Behörden schlagen Alarm, weil sie darin einen Gesundheitsnotstand sehen. Verantwortlich für die Situation sind der zu hohe Arzneimittelverbrauch und die in der Tierzucht verwendeten Pharmazeutika.
Zu Gast bei „Vox Pop“ ist diese Woche Prof. Anne-Claude Crémieux, Spezialistin für Infektionskrankheiten am Krankenhaus Saint-Louis in Paris. Sie rät zu einem vernünftigeren Verbrauch von Antibiotika.
Die Reportage berichtet aus Spanien, dem Land mit dem höchsten Antibiotikaeinsatz in der Tierzucht: sechs Mal höher als in Frankreich und vier Mal höher als in Deutschland.
Und wie immer berichten „Vox-Pop“-Korrespondenten aus ihren Ländern über das Thema der Woche: Die EU-Länder reagieren angesichts des dringenden Handlungsbedarfs sehr unterschiedlich.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/083000/083900/083974-006-A_EQ_0_VA-STA_04144371_MP4-1500_AMM-PTWEB_16cKkF1n1j.mp4
Quelle: Arte

Zitat
Re: Polens schwarze Zukunft
Ein Land klammert sich an die Kohle


[]Obwohl sie in ihrem Alltag durch das Heizen mit Kohle unter immensem Smog leiden, hängen viele Polen, bebsonders die Oberschlesier, an diesem schmutzigen und teuren Energieträger. Doch wenn Polen die Klimaschutzziele erreichen will, dann muss sich das Land von der Kohle lösen.[/b]

Kein anderes EU-Land baut so sehr auf Kohle wie Polen. Doch der Abbau ist unrentabel, die polnische Steinkohle liegt zu tief. Schon jetzt importiert Polen günstigere und bessere Kohle aus Ländern wie Russland oder gar den USA. Dazu kommt der Druck von der EU: Wenn Polen die Klimaschutzziele erreichen will, dann muss sich das Land von der Kohle lösen.
Doch davon wollen viele Polen nichts wissen. Obwohl sie in ihrem Alltag durch das Heizen mit Kohle unter immensem Smog leiden, hängen besonders die Oberschlesier an diesem schmutzigen und teuren Energieträger.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/071000/071400/071437-017-A_EQ_0_VOA_04123136_MP4-1500_AMM-PTWEB_16G96ELlPG.mp4
Quelle: Arte

"Die Steinzeit ist nicht zu Ende gegangen weil es keine Steine mehr gab"
Von Ahmed al Jamani ~2000 gesagt, ehemaliger saudischer Ölminister
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #698 am: 09:41:23 Di. 26.Februar 2019 »
5 Jahre "Anstalt" im ZDF: Dietrich Krauß im Gespräch mit Albrecht Müller
https://youtu.be/wlek4hZfXlM

Dietrich Krauß ist sehr hörenswert!
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #699 am: 09:20:55 Mi. 27.Februar 2019 »
Zitat
Rechte "Zeitzeugen": Alt-Nazis leiten Nachwuchs an
Panorama 3 - 26.02.2019 21:15 Uhr

In der rechtsextremen Szene sind "Zeitzeugenabende" mit Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg beliebt. Die über 90-Jährigen versuchen dabei, die Geschichte umzuschreiben.

HTML5: https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2019/0226/TV-20190226-2158-2800.hq.mp4
Quelle:Panorama (Sendungsseite)
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #700 am: 17:58:20 So. 03.März 2019 »
Zitat
Plastik: Fluch der Meere

Laut Schätzungen gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr ins Meer - Tendenz steigend. Nach Jahrzehnten leichtfertigen Umgangs mit dem vielseitigen Werkstoff sind unsere Ozeane zugemüllt mit Relikten unserer Wegwerfgesellschaft. Der Film aus dem Jahr 2012 bietet einen Überblick über den damaligen Stand der Forschung. Die Lage ist alarmierend.

In den 90er Jahren entdeckt man erstmals weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa einhundert Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Diese sogenannten Garbage Patches, Müllstrudel, gibt es auch südlich des Äquators. Inzwischen hat man fünf dieser Strudel weltweit gezählt. Nicht selten haben sie mehrere hundert Kilometer Durchmesser. Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass sich heute bis zu 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren befinden, der sich seit 1950 dort gesammelt hat. Ein Großteil davon sammelt sich nicht an der Wasseroberfläche, sondern am Meeresboden oder schwebend in den Wassersäulen. 2011 begleitete ein Filmteam den Umweltaktivisten Marcus Eriksen, der sich maßgeblich für Erforschung der Müllstrudel einsetzt. Er durchquerte den Südpazifik, um damals nicht eindeutig nachgewiesene Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden, irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland. Was er fand, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen. Wissenschaftler versuchen seit Jahren herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Bisher waren vor allem die physischen Wirkungen von Plastik bekannt: strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und Schildkröten. Doch Chemiker und Meeresbiologen überall in der Welt stellen fest, dass die eigentliche Gefahr eine andere ist: Die toxische Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora scheint ungleich höher als bisher angenommen. Denn Plastik zerfällt über die Jahre in mikroskopisch kleine Teile und gelangt so in unsere Nahrungskette. Der mehrfach preisgekrönte Film zeichnet ein erschreckendes Gesamtbild und war 2012 die erste Wissenschaftsdokumentation, die den damaligen Stand der Forschung widerspiegelte. Seit damals hat sich das Problem eher noch verschärft. Plastikmüll ist inzwischen zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung unser aller Anstrengungen bedarf.

Verfügbar vom 02/03/2019 bis 08/03/2019
Nächste Ausstrahlung am Montag, 4. März um 06:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/044000/044100/044150-000-A_EQ_0_VOA_04156436_MP4-1500_AMM-PTWEB_16nuQFQy6W.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #701 am: 11:37:20 Mo. 04.März 2019 »
Zitat
Vergessene Wracks
Schwarze Tränen der Meere


Vor den Küsten der Welt liegen tickende Zeitbomben, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas ahnt: 6.300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, verrosten seit mehr als 70 Jahren im Meer. Forscher schätzen die in ihnen verbliebene Menge Öl auf bis zu 15 Millionen Tonnen. Was tun, um eine Ölpest zu verhindern?

Die Dokumentation führt die Zuschauer vor die Ostseeküste Polens, nach Norwegen, in die USA und in den Pazifischen Ozean. Sie begleitet Wissenschaftler, die untersuchen, wie stark der Meeresboden an manchen Orten bereits durch austretendes Öl verseucht wurde. Die Forscher beobachten kritische Wracks, entwickeln Gefahrenszenarios und warnen: Das Öl etlicher gesunkener Schiffe müsste dringend abgepumpt werden. Noch wäre Zeit, die „schwarzen Tränen der Meere“ sicher zu entsorgen. Doch trotz aller Warnungen unternehmen die wenigsten Regierungen bisher etwas gegen die Gefahr. Die Wracks auszupumpen wäre zwar technisch möglich, aber aufwendig und teuer. Dabei warnen Experten, dass etliche Wracks jetzt in eine kritische Phase eintreten. Aufgrund der jahrzehntelangen Korrosion im salzigen Meerwasser reichen manchmal kleinste Erschütterungen aus, um die Stahlwände der gesunkenen Schiffe brechen zu lassen. Die Dokumentation begibt sich auf eine ebenso spannende wie brisante Recherche in die Tiefen der Meere und dokumentiert einen Wettlauf gegen die Zeit. Meeresforscher, Küstenwachen und Bergungsexperten weltweit sind sich einig: Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann weitere massive Ölaustritte aus Wracks des Zweiten Weltkriegs eine Ölpest verursachen werden.

53 Min.
Verfügbar vom 02/03/2019 bis 08/03/2019
Nächste Ausstrahlung am Donnerstag, 7. März um 11:20


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/047000/047500/047526-000-A_EQ_0_VOA_04156419_MP4-1500_AMM-PTWEB_16nuAFQy3A.mp4
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #702 am: 10:41:46 Sa. 09.März 2019 »
Zitat
Amerikas ungeschriebene Geschichte und die Atomwaffen

In diesem exklusiven Interview mit dem Autor, Professor für Geschichte und Leiter des Nuclear Studies Institute der American University, Peter Kuznick, stellen wir das Buch “The Untold History of the United States” vor (auf Deutsch erschienen unter dem Titel “Amerikas ungeschriebene Geschichte”) und besprechen Fakten, die im Mainstream-Diskurs selten zur Sprache kommen. Kuznick schrieb das Buch gemeinsam mit dem Filmregisseur und Produzenten Oliver Stone. Darüber hinaus sprechen wir über die Geschichte der Atomwaffen und die Verträge, die unterzeichnet wurden, um die gegenseitige Zerstörung zu verhindern, den heutigen Stand dieser Verträge und wie nah wir der nuklearen Vernichtung sind, sowie darüber, was der Einzelne tun kann, um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.
Peter Kuznick ist Professor für Geschichte und Leiter des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, D.C. Er ist Ko-Autor des Buches “The Untold History of the United States” (“Amerikas ungeschriebene Geschichte”), das er zusammen mit dem Hollywood-Filmregisseur und Produzenten Oliver Stone schrieb. Er war in der Bürgerrechtsbewegung und der Antikriegsbewegung aktiv und setzt sich für die Bekämpfung von Krieg und den Atomausstieg ein.
Quelle: acTVism Munich

Youtube direkt: https://youtu.be/tSOI14GxqSM

Via NDS
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #703 am: 20:08:03 Mi. 13.März 2019 »
Zitat
Die unerwünschten Töchter – Frauenmangel in Asien

Die 3-Jährige Pang Xiuting wurde in ihrem Dorf im Süden Chinas entführt. Die Eltern vermuten, dass sie Opfer von Menschenhändlern wurde – beweisen können sie es nicht. Das ist kein Einzelfall, genaue Zahlen gibt es nicht. Aber mittlerweile suchen in China 200.000 freiwillige Helfer nach vermissten Mädchen.

HTML5: http://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/183/1833197/1833197_21507705.mp4
Quelle: WDR und/oder ARD-Mediathek

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #704 am: 13:08:39 Do. 14.März 2019 »
Zitat
9/11 - Die Welt danach (1/2)
Die Kriegserklärung


Die zweiteilige Doku untersucht, wie sich ein Krieg zur Verteidigung westlicher Demokratie und Lebensweise, der "Krieg gegen den Terror", in die größte Bedrohung für eben diese Werte verwandelt hat. Die Vorgänge werden von Politikern, Sicherheitschefs und Generälen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Israels erläutert, die seit dem 11. September 2001 in Bereitschaft stehen.

Nach dem 11. September 2001 starteten die USA eine Militärkampagne gegen eine militante islamistische Bewegung, die sie als Terrorismus definierten – mit weitreichenden Folgen. Indem die Bush-Administration ihre Reaktion auf Al-Kaidas Septemberangriffe einen „Krieg“ nannte, ohne jedoch den Feind genauer zu benennen, dürfte sie für die USA und den gesamten Westen einen Kurs vorgegeben haben, von dem es kein Abweichen mehr gab. Jede Entscheidung vertiefte das Scheitern und weitete den Krieg weiter aus. Nach dem Vorbild ihres erfolgreichen Beitrags zum Wiederaufbau von Deutschland und Japan nach dem Zweite Weltkrieg setzten die USA auf einen Regimewechsel in Afghanistan – und führten die erste Schlacht in ihrem „Krieg gegen den Terror“. Der erste Teil „9/11 - Die Welt danach - Die Kriegserklärung“ illustriert, wie dieser Krieg entstand und erläutert, welch fatale Konsequenzen es hatte, die wahren Ursprünge des radikalen Islams und seiner messianischen Bestrebungen zu verkennen und den Terroristen und ihren Unterstützern den Krieg zu erklären. Denn letztlich führten die USA und der Westen einen Krieg gegen lokale aufständische Stammeskämpfer – und tappten in dieselbe Falle, in die auch die Kolonialmächte des letzten Jahrhunderts geraten waren. Der Einmarsch in Afghanistan führte zu zahlreichen, weltweit versprengten Terrorzellen. Und er wurde zum Präzedenzfall. Die vage Definition von Terrorismus verbreitete sich und wurde nun nicht mehr nur auf Al-Kaida, sondern auf jeden angewandt, der anti-amerikanisch eingestellt war.

53 Min., verfügbar vom 06/03/2019 bis 10/05/2019
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 12. April um 09:45


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/064000/064300/064376-000-A_EQ_0_VA-STA_04163463_MP4-1500_AMM-PTWEB_16vfaKZmdC.mp4
Quelle: Arte



9/11 - Die Welt danach (2/2)
Spirale der Gewalt


Ein Ermittlungsversuch zu dem politischen und militärischen Desaster "Krieg gegen den Terror". Vor dem 11. September 2001 hatte Al-Kaida 400 überzeugte Anhänger; 15 Jahre später sind Zehntausende militante Dschihadisten über riesige Gebiete zwischen Ostasien, dem Atlantik und Afrika verstreut. Europa wird immer wieder von Terrorangriffen erschüttert ...

Der Krieg in Afghanistan und die Ambivalenzen des unscharfen Terrorismus-Begriffs hatten eine unvorhergesehene, praktische Folge: Die Frage, wie man Terroristen erkannte und rechtlich behandeln sollte, wurde entscheidend und belastete den Konflikt. Der Verlauf des „Kriegs gegen den Terror“ hing nicht mehr nur vom Kampf vor Ort ab, sondern auch von seiner in Washington formulierten, rechtlichen Definition. Der zweite Teil „9/11 - Die Welt danach - Spirale der Gewalt“ verfolgt das Geschehen um die US-Entscheidung, die Genfer Konvention für Gefangene auszusetzen. Er illustriert, wie dadurch Aufstände angeheizt und der Kampf gegen den Terrorismus bis zum Dauerzustand ausgedehnt wurde. Folter, Geheimlager (Black Sites) und Auslieferungen waren nur einige der neuen Taktiken, mit denen die CIA ein geheimes Programm einleitete, das sich rasch von Afghanistan bis Guantánamo und von dort bis in den Irak ausbreitete. Mit desaströsen Folgen: US-Militärbeobachter benennen Guantánamo und Abu Ghraib als Hauptfaktoren für den Ausbruch von Rebellionen und deren Übergreifen auf den Irak und darüber hinaus. Ein Kampf, der 2001 als vorrangig gegen Al-Kaida geführte Kampagne begann, ist 15 Jahre später zu einem globalen Dauerkrieg mutiert, der weltweite Reaktionen von gezielter Tötung bis hin zu direkten Kampfeinsätzen oder Stellvertreteraktionen im gesamten Nahen Osten, in Ostasien und Afrika erfordert. Dieser expandierende Konflikt und die Terrorgegenschläge sind in unserer Gesellschaft in vollem Gange und führten zur Destabilisierung der weltpolitischen Ordnung und unserer heutigen Demokratien, für deren Erhalt der Krieg ursprünglich begonnen wurde.

54 Min., verfügbar vom 06/03/2019 bis 10/05/2019
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 12. April um 10:35


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/064000/064300/064377-000-A_EQ_0_VA-STA_04163427_MP4-1500_AMM-PTWEB_16vd9KZm0d.mp4
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