Autor Thema: Glotze glotzen  (Gelesen 194989 mal)

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #720 am: 11:21:15 Sa. 06.April 2019 »
Zitat
"Die große Heuchelei" ist der Titel des neuen Buchs von Jürgen Todenhöfer. Darin fordert er, dass der Westen die Menschenrechte vorleben muss , statt sie nur vorzuheucheln. Im Gespräch mit Dr. Peter Brinkmann präsentiert Todenhöfer diese und weitere provokante Thesen.

“Standort Berlin” mit Jürgen Todenhöfer Teil 1
https://youtu.be/_8Pk1cfd2Zg

“Standort Berlin” mit Jürgen Todenhöfer Teil 2
https://youtu.be/7ta8h8IUiV0

Via NDS

Der Hr. Dr.Brinkmann tut sich imo hörbar schwer mit dem Vorwurf der Heuchelei an Politik, Medien und teilweise der Gesellschaft.
Unsere bzw. die westlichen Gesellschaften bewegen sich zwischen mangelnder/fehlender Berichterstattung und sollte doch mal etwas publik werden stecken sie sich die Finger in die Ohren" lalalala", die Heuchelei ist ein akzeptierter Selbstbetrug.
Viele wissen es und die meisten ahnen bzw. Befürchten es daß unser endloser PR-Bullshit nichts mit der Realität zu tun hat, sie fürchten einen "Abstieg" und suchen leider Halt und Lösungen bei den Heuchlern.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #721 am: 19:46:14 So. 07.April 2019 »
Zitat
ARTE Reportage
Israel: Die armen Alten


Zehntausende Rentner müssen in Israel weiter arbeiten, weil ihnen ihre Rente nicht zum Überleben reicht.  Einer von fünf Israelis im Ruhestand lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele müssen deshalb weiter arbeiten, etwa Zeitungen austragen, als Wächter arbeiten oder Taxi fahren.

Denn obwohl die Wirtschaft in Israel boomt, ist durch die Liberalisierung der Sozialpolitik seit Anfang der 2000er Jahre der Graben zwischen Arm und Reich tiefer geworden. Bei der Gründung Israels war die Idee der sozialen Gerechtigkeit ein Grundpfeiler des neuen Staates, vor allem in den Kibbuz hat sich dieses Ideal bis heute gehalten. Obwohl viele dieser landwirtschaftlichen Produktionsgemeinschaften heute privatisiert sind, leben die Rentner dort, von der Gemeinschaft behütet, noch immer in abgesicherten finanziellen Verhältnissen. Viele junge Leute haben die neue Misere in den Städten erkannt: Sie kämpfen mit verschiedenen Strategien für die armen Alten und beleben auf diese Weise das soziale Erbe der Gründer Israels.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/086000/086600/086631-000-A_EQ_0_VA-STA_04227260_MP4-1500_AMM-PTWEB_182CqRPzT0.mp4
Quelle: Arte

Passend dazu:

Zitat
Israel: Mehr Kapitalismus im Kibbuz

Zu Zeiten der Staatsgründung Israels prägten viele sozialistische Ideen die Gesellschaft. Aus diesen Idealen entstanden damals auch die Kibbuze. Wie sich diese Siedlungen verändert haben und was uns das über das Land heute erzählt, erzählt diese Reportage aus dem israelischen Galiläa.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/088000/088900/088985-000-A_EQ_0_VA_04230184_MP4-1500_AMM-PTWEB_184FYRUB6Y.mp4
Quelle: Arte

Noch einer:

Zitat
Die Utopie der Realisten

Die Bewohner einer kleinen landwirtschaftlichen Gemeinde in der israelischen Arava-Wüste brauchen sich nicht um ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Die Bewohner können selbst darüber entscheiden, ob sie arbeiten wollen oder nicht. Doch nach 42 Jahren ist das Gründungsprinzip dieser Gemeinschaft, nämlich die Eigenverantwortung, an seine Grenzen gestoßen: Sind wir bereit, alles miteinander zu teilen?

HTML5: http://cdn-storage.br.de/geo/MUJIuUOVBwQIbtCCBLzGiLC1uwQoNA4p_AdS/_AiS/_A8P5yrH9U1S/9f5bea84-17e9-4fb9-a620-43ce183f2b99_C.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #722 am: 09:59:26 So. 14.April 2019 »
Zitat
Warum wir bleiben - Der Kampf der Nuba im Sudan

Sudans Armee hat Staatspräsident Omar al-Baschir nach 30 Jahren an der Macht gestürzt und festgenommen. Die ARTE-Doku "Warum wir bleiben" erzählt aus diesem Anlass von einem vergessenen Konflikt im Sudan – der Unterdrückung der Nuba durch die Zentralregierung. Vier Menschen erzählen, warum sie trotz Krieg und Zerstörung in den Bergen ausharren.

Seit Ende 2018 protestieren im Sudan Tausende Menschen gegen den autokratischen Präsidenten Omar al-Baschir, der sich vor 30 Jahren an die Macht putschte. Die Lage im Sudan ist desolat – Millionen Menschen leben am Rande des Existenzminimums, fast zwei Millionen sind Vertriebene im eigenen Land, in dem al-Baschir Minderheiten mit aller Gewalt unterdrückt. Eine dieser Minderheiten ist das Volk der Nuba, die an der Grenze zum Südsudan für mehr Selbstbestimmung kämpfen. 2011 eskalierte der Konflikt. Seitdem beginnt in den Nuba-Bergen Jahr für Jahr im November, wenn die Regenzeit endet, eine neue Kampf-Saison. Was aber macht es mit den Menschen, wenn sie nichts anderes kennen als Krieg, Zerstörung und Vertreibung? Die Dokumentation erzählt die Geschichten von vier Menschen aus den Nuba-Bergen: Al Bagir ist ein junger, aufstrebender Rebellenkommandant, der seinen Traum zu studieren dem Freiheitskampf der Nuba geopfert hat; Moskito ist Journalist, der von der Kriegsfront berichtet und hofft, dass die Welt sein Volk nicht vergisst; Hannan ist Mutter von drei Kindern, die 2016 nach einem Angriff auf ihr Dorf ihr Zuhause verloren hat und sich trotzdem nicht als Opfer, sondern als Revolutionärin versteht – und da ist die 18-jährige Schülerin Jordania, für die Bildung nichts weniger als Widerstand bedeutet. Zurzeit herrscht in den Bergen ein unsicherer Waffenstillstand, aber die Lösung des Konflikts oder gar ein Frieden ist weit entfernt.

50 Min., verfügbar vom 11/04/2019 bis 11/05/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 11. Juni um 23:57


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/072000/072400/072487-000-A_EQ_0_VA-STA_04238531_MP4-1500_AMM-PTWEB_18EJqRpEDa.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #723 am: 13:16:24 Mi. 24.April 2019 »
Zitat
Die Erdzerstörer

Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort. Mehr Konsum. Mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus.

Der Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Polkappen stehen symptomatisch für einen Prozess, der unaufhaltsam scheint. Regierungen und multinationale Konzerne werden immer öfter als Verantwortliche ausgemacht: Umweltorganisationen reichen Petitionen ein und berühmte Persönlichkeiten rufen zum Handeln auf. Forscher veröffentlichen erschreckende Zahlen: Seit Beginn des Industriezeitalters wurden über 1.400 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gepumpt. Die biologische Vielfalt ging rapide zurück, und Prognosen sprechen von 250 Millionen bis eine Milliarde Klimaflüchtlingen – hochgerechnet bis ins Jahr 2050. Bis 2100 werden auf knapp 40 Prozent der Erdoberfläche Bedingungen herrschen, mit denen kein lebender Organismus des blauen Planeten je konfrontiert wurde. Würde man die Lebensdauer der Erde auf 24 Stunden herunterbrechen, so entwickelte sich der Homo habilis in der allerletzten Minute; das Holozän – die letzten 10.000 Jahre – entspräche der letzten Viertelsekunde und das Industriezeitalter den zwei letzten Tausendstelsekunden. In dieser kurzen Zeit hat der Mensch eine so immense Kraft entwickelt, dass er die Macht über das System Erde übernehmen konnte. „Die Erdzerstörer“ entstand in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz. Die Autoren werfen einen kompromisslosen Blick auf die letzten 200 Jahre des Industriekapitalismus: Sie erzählen vom Abbau der fossilen Brennstoffe, der Erfindung des Automobils, der Kernkraft und dem Massenkonsum; vom Imperialismus, von Kriegen, vom Wachstum der Städte, von industrieller Landwirtschaft und von Globalisierung. Die Sendung möchte auch zeigen, wer für all das verantwortlich ist. Denn die Schuld an der Umweltkrise trägt nicht die Menschheit an sich – historisch gesehen trifft sie nur eine kleine Minderheit, als erstes Nordamerikaner und Europäer. Die reichsten 20 Prozent der Erdenbürger sind die schlimmsten CO2-Sünder, und ein Fünftel der Weltbevölkerung pflegt heute die verschwenderische Lebensweise, die sich bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert im Bürgertum von Industrieländern und Kolonialmächten entwickelte.

99 Min., verfügbar vom 24/04/2019 bis 28/09/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 30. April um 21:30

HTMLT5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/073000/073900/073938-000-A_EQ_0_VA-STA_04254194_MP4-1500_AMM-PTWEB_18XIMSYtQw.mp4
Quelle: Arte

Der Mensch sieht sich noch zu sehr als Krone der Schöpfung der der Erde wohltätig etwas ins Spendenkässchen werfen soll, obwohl die doch gar nichts für unseren Fortschritt direkt arbeitet, es scheint alles lästig und vernachlässigbar, wir können Natur mittlerweile eh besser.
Die niederschmetternden Beweise für den Niedergang unserer für Menschen noch bewohnbaren Umwelt finden immer noch zu wenig Beachtung obwohl sie immer katastrophaler ausfallen.
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #724 am: 11:08:29 Di. 07.Mai 2019 »
Zitat
Software-Rebellen
Die Macht des Teilens


Auf dem Softwaremarkt stehen sich zwei Modelle gegenüber: die sogenannte proprietäre Software der großen Unternehmen und die freie Software, die allen Bürgern kostenlos zur Verfügung steht. Die Doku zeigt anhand von Beispielen aus Indien, den USA und Europa, wie anonyme Entwickler und bekannte Persönlichkeiten versuchen, einer neuen Art des Wissenskapitalismus entgegenzuwirken.

In der globalisierten Welt kommt fast kein Alltagsbereich mehr ohne Computertechnik aus. Doch viele Unternehmen haben aus dem eingeschränkten Zugang zu ihrer Software ein Geschäftsmodell entwickelt. Machen die digitalen Hilfsmittel die Bürger tatsächlich freier? Oder sind diese nicht mehr als passive Konsumenten, naive Spielbälle weniger Großkonzerne? Auf dem Softwaremarkt stehen sich zwei Modelle gegenüber: die sogenannte proprietäre Software großer globaler Player und die freie Software, die allen Nutzern kostenlos zur Verfügung steht. Ihre Entwickler engagieren sich seit den 1980er Jahren dafür, dass das Internet offen und das damit verbundene Wissen allen zugänglich bleibt. Denn das Teilen der Softwarecodes bedeutet gleichzeitig weniger Machtkonzentration für Unternehmen, die proprietäre Software anbieten. Den amerikanischen IT-Konzernen Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft werfen die Open-Source-Befürworter vor, ihre Kunden bewusst im Unklaren darüber zu lassen, was sich hinter ihren technischen Wunderwerken verbirgt. Frei nach dem Prinzip: Nur ein dummer Kunde ist ein treuer Kunde … „Software-Rebellen - Die Macht des Teilens“ wirft einen resolut optimistischen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und zeigt konkrete Anwendungsfälle von Open-Source-Lösungen in Medizin, Landwirtschaft, Bildung und Industrie. Anonyme Entwickler und bekannte Persönlichkeiten aus Indien, den USA und Europa erklären, wie sie mit freier Software die virtuelle und auch die reale Welt zum Positiven verändern.

56 Min., verfügbar vom 02/05/2019 bis 05/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 7. Mai um 23:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/077000/077300/077346-000-A_EQ_0_VA-STA_04275557_MP4-1500_AMM-PTWEB_18rpvXylps.mp4
Quelle: Arte

Und wer versteht den Code?
Die Abhängigkeit hat sich verändert, aber wer selbst keinen Code versteht ist immer noch abhängig, wie beim Bücher lesen, allein ein Buch in Händen zu halten ist noch keine Verbesserung, aber es erweitert die Möglichkeiten.
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #725 am: 10:53:29 So. 19.Mai 2019 »
Zitat
Insekten - Die besseren Schädlingsbekämpfer?

Chemische Pestizide galten jahrelang als effiziente Methode, Schädlingen in der Landwirtschaft den Garaus zu machen. Doch auf lange Sicht schaden sie nicht nur den vermeintlichen Angreifern, sondern auch Mensch und Umwelt. Eine Alternative bietet die biologische Schädlingsbekämpfung, denn wer könnte Schädlinge effizienter bekämpfen als ihre eigenen natürlichen Gegner?

Chemische Pestizide galten jahrelang als effiziente Methode, Schädlingen in der Landwirtschaft den Garaus zu machen. Doch auf lange Sicht schaden sie nicht nur den vermeintlichen Angreifern, sondern auch Mensch und Umwelt. Eine umweltfreundliche und natürliche Alternative bietet die Methode der biologischen Schädlingsbekämpfung – denn wer könnte Schädlinge effizienter bekämpfen als ihre eigenen natürlichen Gegner? Wissenschaftler in aller Welt erforschen Lebewesen, die den Traum von einer pestizidfreien Landwirtschaft näher rücken lassen. Dazu gehören Schlupfwespen, die sich in die Eier der Zuckerrohrzünslers einnisten oder auch der Asiatische Marienkäfer, der sich von Blattläusen ernährt: kleine „Soldaten” mit großer Wirkung, solange man sie richtig im Griff hat. Eine gezielte Züchtung und Aussetzung dieser Insekten kann befallene Agrarflächen auf natürliche Weise von Schädlingen befreien. In Indien wird derzeit ein noch umweltschonenderer Ansatz verfolgt: Ökologen setzen auf die biologische Schädlingsbekämpfung durch Bewahrung. Die vorhandenen Anbauflächen sollen ökologisch so umgestellt werden, dass die natürlichen Feinde der Schädlinge dort dauerhaft gute Lebensbedingungen vorfinden und nicht erst herangezüchtet werden müssen. Auch in Europa und Brasilien setzen bereits zahlreiche Erzeuger auf die biologische Schädlingsbekämpfung. Nachdem sich zunächst nur die staatlich geförderte Forschung für das Thema interessierte, investiert nun auch die Agrochemie massiv in den neuen Wirtschaftssektor. Doch die vielversprechenden Methoden sind noch nicht ausgereift und bei weitem nicht unfehlbar …

53 Min., verfügbar vom 18/05/2019 bis 16/07/2019
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 24. Mai um 10:55


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/056000/056800/056813-000-A_EQ_0_VA_04301853_MP4-1500_AMM-PTWEB_19JJNYvQk7.mp4
Quelle: Arte

Und was betreibt die fortschrittliche Krone der Schöpfung, Atombombe abwerfen und verbessere Natur auf getöteter Erde anbauen.
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #726 am: 20:01:21 Mo. 17.Juni 2019 »
Zitat
Botswana, die Königinnen des Heavy Metal

In Botswana bildet sich seit Jahren eine kleine Heavy-Metal-Subkultur heraus: Frauen unterschiedlicher Generationen finden in dieser Musik ihre Identität. Ganz nebenbei lehnen sie sich gegen die patriarchalisch strukturierte Gesellschaft auf. Drei Rockerinnen haben sich im harten Alltag und auch beim Feiern begleiten lassen.

Man sagt, Heavy Metal sei vor allem "weiß, europäisch und männlich". Doch in Botswana bildet sich seit Jahren eine kleine Heavy-Metal-Subkultur heraus: Frauen unterschiedlicher Generationen finden in dieser Musik ihre Identität. Und sie lehnen sich dabei so ganz nebenbei gegen die patriarchalisch strukturierte Gesellschaft ihres Landes auf. Die Dokumentation erzählt unter anderem die Geschichte von Queen Gloria, die in der nördlichen Kleinstadt Maun, mitten im Okawango-Delta, einen Rockerverein gegründet hat. Bisher haben vor allem die männlichen Rocker einfach nur gefeiert. Dank des Vereins etablieren sich Queen Gloria und ihre Mitstreiterinnen als ernstzunehmende Gruppe in der Stadt, die nicht nur in Rockerkleidung bei traditionellen Hochzeiten von afrikanischen Metal-Fans feiert, sondern auch Aktionen organisiert, zum Beispiel den Müll in den Straßen der Stadt zu sammeln. Alles natürlich in schwarzer Lederkluft. Wer sagt schon, dass Rock 'n' Roll weiß ist? Wer die Königinnen des Hehttps://www.arte.tv/de/videos/078156-000-A/botswana-die-koeniginnen-des-heavy-metal/avy Metal kennenlernt, wird sich bewusst, dass eine Lebenshaltung niemals an eine Hautfarbe gebunden ist, aber vielleicht an ein paar Akkorde – weltweit.

43 Min., verfügbar vom 15/06/2019 bis 21/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 21. Juni um 07:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/078000/078100/078156-000-A_EQ_0_VOA-STA_04354538_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AEUZfUR7A.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #727 am: 19:11:01 Di. 18.Juni 2019 »
Zitat
Armes Schwein - Fettes Geschäft
Der wahre Preis des Billigfleischs


Noch nie war Schweinefleisch so billig wie heute. Aber ist Fleisch wirklich so billig? Und was hat es mit den durch Gülle verseuchten Böden und Trinkwasserbrunnen zu tun, mit über Steuergelder bezahlten EU-Strafzölle für fehlende Umweltauflagen, mit billigen Lohnarbeitern aus Osteuropa? Das Big Business mit dem billigen Fleisch ist ein schmutziges Geschäft.

Fleisch gibt es überall. Beim Metzger, im Supermarkt, beim Discounter, sogar an der Tankstelle. Und noch nie war es so günstig wie heute. Aber ist Fleisch wirklich so billig? „Armes Schwein - Fettes Geschäft“ hinterfragt den wahren Preis des billigen Fleisches: Deutschland ist europaweit der günstigste Anbieter von Schweinefleisch. Hier wird industriell produziert. In nur 160 Tagen werden Ferkel zu 120 Kilogramm schweren Schweinen gemästet, in Agrarfabriken mit mindestens 10.000 Tieren. Ganze fünf Arbeiter braucht es dazu. 90 Prozent aller deutschen Schweine kommen aus solchen Massentierhaltungen. Die Tiere werden dann in Fleischfabriken im Akkord geschlachtet und verarbeitet – 20.000 Schweine pro Schicht. Anschließend exportieren die Konzerne rund 50 Prozent des Fleisches nach Europa und in die ganze Welt. Sie haben die Gewinne, die Gülle bleibt in Deutschland. Ein Skandal, der zum Himmel stinkt und einen hohen Preis hat: Durch Gülle verseuchte Böden und Trinkwasserbrunnen, über Steuergelder bezahlte EU-Strafzölle für fehlende Umweltauflagen, hoher Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung – nur so kann Fleisch so billig produziert und Deutschland zu Europas größtem Exporteur von Schweinefleisch werden. Das Big Business mit dem billigen Fleisch ist ein schmutziges Geschäft. Dabei wollen 80 Prozent der Verbraucher ganz etwas anderes – besseres Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, das dafür auch durchaus teurer sein kann. Dass auch dieses System funktionieren kann, zeigt die Dokumentation von Jens Niehuss am Beispiel unseres Nachbarlandes

91 Min., verfügbar vom 18/06/2019 bis 24/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 18. Juni um 20:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/064000/064300/064368-000-A_EQ_0_VOA_04361646_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AM74flCjG.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #728 am: 16:16:42 Do. 20.Juni 2019 »
Zitat
WHO - Am Tropf der Geldgeber

Ist die Weltgesundheitsorganisation krank? Die Filmemacherin Lilian Franck enthüllt versteckte Einflüsse der Tabak-, Pharma- und Atomindustrie auf die WHO. Damit schafft sie ein erschreckendes Abbild unserer heutigen Gesellschaft, in der Regierungspolitik obsolet wird.

Wem vertrauen Sie, wenn es um Ihre Gesundheit geht? Ärzte gehören dazu, und das Gesundheitsministerium auch. Die wiederum verlassen sich auf die Weltgesundheitsorganisation. Was aber wäre, wenn das Vertrauen und die Verantwortung, die ihr Milliarden von Menschen weltweit übertragen, gar nicht gerechtfertigt sind? Die Filmemacherin Lilian Franck wünscht sich, dass ihre Tochter gute Bedingungen in unserer Welt vorfindet. Ihre persönliche, jahrelange Investigation deckt Erschreckendes auf: Die Industrie infiltriert die WHO. Genauso schlimm: Die Mitgliedsstaaten missbrauchen die WHO für ihre nationalen Wirtschaftsinteressen. Ob Tabakskandal, Schweinegrippe oder der Atomunfall in Fukushima: Die WHO spielt eine erschreckende Rolle. Ihr fehlt es an Geld, Macht und Transparenz. Und ihre Entscheidungen helfen am Ende weniger den Opfern als den Pharmafirmen und der Atomindustrie. Lilian Francks unablässiger Kampf für die Wahrheit hat ihr ermöglicht, als erste Regisseurin mit allen relevanten Verantwortlichen der WHO intensive Gespräche zu führen. Ihre Gestik und Mimik verrät, wie frei sie sprechen können. Die auf Gesundheitsthemen spezialisierte Regisseurin trifft zudem WHO-Aussteiger und Whistleblower, um einen tiefgreifenden Eindruck zu ermöglichen. Das Ziel der WHO war die Ausrottung der Krankheiten dieser Welt, auf dem Weg dorthin ist sie verunglückt. Dabei steht sie stellvertretend für jede andere UN-Organisation oder öffentliche Einrichtung der Neuzeit. Die Industrie übernimmt die Macht in unserer Welt – und das kostet Menschenleben.

80 Min., verfügbar vom 18/06/2019 bis 24/06/2019

Html5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/043000/043300/043387-000-B_EQ_0_VA_04361751_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AM8mflDr7.mp4
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #729 am: 09:45:33 So. 23.Juni 2019 »
Zitat
50 Jahre nach Stonewall

Am 28. Juni 1969 entbrannte rund um eine Schwulenbar an der Christopher Street in New York eine Straßenschlacht, die als die Stonewall Riots in die Geschichte einging und die den Beginn der Emanzipation queerer Menschen, seien sie schwul, lesbisch, bi oder trans, markierte. Als die Polizei an jenem Abend anrückte, um Gäste des "Stonewall Inn" festzunehmen, schlugen diese zurück.

Was bedeutet Stonewall für die LGBTIQ+ Community heute in einer Zeit, in der selbst im ehemals stockkatholischen Irland der Premierminister schwul und die Ehe für alle erlaubt ist. Vieles hat sich seit dem Aufstand von 1969 getan, zum Beispiel waren die Bürgermeister von Berlin und Paris offen schwul und fanden es gut so. Im Gegensatz dazu wurde erst kürzlich im reichen Brunei die Steinigung von Lesben und Schwulen wieder gesetzlich verfügt. Anlässlich des 50. Jahrestages der gewalttätigen Unruhen in der New Yorker Christopher Street reden Künstler, Intellektuelle und Politiker darüber, was dieser Aufbruch für sie bedeutet hat und noch bedeutet. Es geht um queere Identität und die oft immer noch nicht leichte Frage des Coming-out, um Familiengründungen und Kinderwunsch, aber auch um Diskriminierung, Gewalt und Scham. Die Dokumentation vereint eine illustre Runde von Künstlern wie den kanadischen Weltstar Rufus Wainwright und der gerade zur Ritterin geschlagenen transsexuellen französischen Schauspielerin, Sängerin und Bühnenkünstlerin Zazie de Paris, Schriftstellern wie Carolin Emcke, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, und dem Isländer Kristof Magnusson, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unter ihnen die heterosexuelle Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth und der homosexuelle ehemalige französische Kulturminister Frédéric Mitterrand. Für sie alle bedeutet Stonewall eine große Veränderung, doch Ausgrenzung, Gewalt und andere Gefahren sind noch weit verbreitet und vielerorts wieder auf dem Vormarsch.

65 Min., verfügbar vom 22/06/2019 bis 27/07/2019
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 28. Juni um 21:45


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/083000/083900/083940-000-A_EQ_0_VOA_04366680_MP4-1500_AMM-PTWEB_1ASEwfxg44.mp4
Quelle: Arte

Zitat
Zwischen Rausch und Elend

Sie leben am Rande der Gesellschaft, an der Grenze von Illegalität und Anarchie. Der italienische Dokumentarfilmer Roberto Minervinis zeichnet ein intimes Porträt weißer Amerikaner, die den sozialen Abstieg fürchten oder schon ganz unten angekommen sind und eröffnet einen Blick auf die Abgründe der USA von heute.

Lisa arbeitet als Kassiererin in einem Stripclub und Mark schlägt sich mit Gelegenheitsjobs auf dem Schrottplatz durch. Seit Jahren führt er ein chaotisches Leben zwischen Gefängnisaufenthalten und Familienproblemen. Beide leben sie in Bawcomville, einem Stadtviertel von West Monroe, einer der Metamphetamin-Hauptstädten der USA. Die Region ist geprägt von Armut und Rauschgiftsucht, und auch Mark und Lisa sind drogenabhängig. Gemeinsam mit ihren Freunden führen sie ein Leben zwischen höhenflugartigen Rauschzuständen und abgrundtiefem Elend, eine Existenz zwischen zwei Schuss. In Texas hingegen wappnet sich eine paramilitärische Gruppe gegen eine mögliche Invasion aus dem Innern, die angeblich ihre Freiheit bedroht. So gegensätzlich diese beiden Gruppen auch sind – für beide ist die „Familie“ das letzte Bollwerk gegen den endgültigen Absturz und die vollkommene Hoffnungslosigkeit. Ein filmisches Porträt einer Gemeinschaft am Rande der Gesellschaft: schonungslos, ungeschminkt und gleichzeitig ergreifend. Roberto Minervini begegnet seinen verlorenen Protagonisten mit viel Empathie. Die Bildkompositionen und die erstaunlich feinfühlige Beleuchtung erinnern manchmal sogar an Fotografien von Nan Goldin. Mit „The Other Side“ wird Roberto Minervinis Schaffen deutlich frontaler und politischer. Der aufrüttelnde Film wurde unter anderem beim Festival du Film Grolandais in Toulouse ausgezeichnet und war bei den Filmfestspielen von Cannes 2015 in der Sektion „Un Certain Regard“ nominiert.

87 Min., verfügbar vom 23/06/2019 bis 30/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Sonntag, 23. Juni um 23:45


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/080000/080100/080126-000-A_EQ_0_VO-STA_04368569_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AUMyg1seS.mp4
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #730 am: 10:11:57 So. 30.Juni 2019 »
Zitat
Feuer und Flamme für unsere Fabrik!

Die Arbeiter von GM&S sind verzweifelt – und wütend: Ihre Fabrik hat Entlassungen angekündigt. Dreißig Jahre arbeiten sie im Schnitt schon hier. Jetzt steht alles auf dem Spiel: Ihr Leben, der Alltag, das Haus, die Schule der Kinder. Und natürlich ihr Stolz, ihre Würde als Mensch. Klein beigeben? Für die Arbeiter undenkbar! Sie gehen bis zum Äußersten.

April 2017: Die Arbeiter des französischen Autozulieferers GM&S stehen vor dem Nichts. Ihrer Firma droht die Schließung, und die Chefetage hat eine Welle von Entlassungen angekündigt. Aufgeben? Für die 277 Beschäftigten ausgeschlossen, haben sie doch die besten Jahre ihres Lebens für die Firma geopfert. Ein monatelanger Arbeitskampf beginnt – bei dem sämtlichen Regeln gebrochen und Grenzen überschritten werden. Die Mitarbeiter verhandeln, blockieren Straßen, machen Musik und schreien ihre Wut heraus. Sie stehen ihren Mann und ihre Frau gegen Industriegiganten, Minister, den Präfekten, Polizeieinsatzkräfte und Experten – für sich selbst und ihre Gemeinschaft. Schließlich geht es bei den Protesten nicht nur um ihre Jobs, sondern um ihr Leben und vor allem um das ihrer Familien. Dennoch, zunächst scheint alles umsonst. Die Bosse verschanzen sich hinter ihren so profitgierigen wie unerreichbaren anonymen Aktionären. Die Übernahme der Firma durch ein anderes Unternehmen scheint unvermeidbar. Doch für ihre Existenz sind die Arbeiter bereit, bis zum Äußersten zu gehen. Gemeinsam planen sie eine letzte große Aktion: Sie bauen eine Bombe und drohen, die Firma in die Luft zu sprengen. Blues und Rock 'n' Roll: Das sind die Zutaten für eine erfolgreiche Revolte. Eine Revolte, die die Kleinstadt La Souterraine im Herzen von Frankreich 2017 mit einem Schlag in die landesweiten Schlagzeilen katapultiert. Lech Kowalski war mit seiner Kamera vor Ort und hat die engagierten und poetischen Szenen aus dem Hintergrund festgehalten und später zu einem eindrücklichen Film über Mut und Entschlossenheit zusammengeschnitten.

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Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #731 am: 15:46:11 Di. 09.Juli 2019 »
Zitat
Wem gehört das Meer?
Ocean Grabbing - Die neue Meeresordnung


Seit Tausenden von Jahren leben Menschen am und vom Meer – weltweit hängen Millionen Menschen vom Fischfang ab. Doch die Existenz von Kleinfischern ist bedroht. In Indien macht ein Kraftwerk den Fischern das Leben schwer, in Sri Lanka der wachsende Tourismus, in Costa Rica der Naturschutz. Unterschiedliche Motive, ähnliche Folgen: Den Fischern wird die Lebensgrundlage entzogen.

Eine unheilvolle Allianz von Entwicklungspolitik, Privatwirtschaft und Naturschutz schickt sich an, die Küstengebiete einer neuen Ordnung zu unterwerfen. Ein Großkraftwerk des Tata-Konzerns an der indischen Westküste vertreibt die Fische und zerstört somit die Lebensgrundlage der Fischer, die hier seit über 200 Jahren fischen. In Sri Lanka, wo Tourismusentwicklung staatlich angeordnet ist, ist in den Küstenregionen der Landraub von Küstengrundstücken an der Tagesordnung, damit Hotels direkt am Meer gebaut werden können. Für die Fischer ist dann der Strand gesperrt. Aber wie sollen sie nun ans Meer gelangen und ihre Netze auswerfen, wovon sollen sie leben? In Costa Rica wollen Umweltschützer im maritimen Schutzgebiet Barra del Colorado den Krabbenfang komplett verbieten. Der Krabbenfang ist aber die einzige Möglichkeit der wenigen Menschen hier, zu überleben – seit Generationen. Welchen Sinn macht es, im Namen des Umweltschutzes ein Dorf zu schließen und Heimat abzuschaffen? Auch in Kenia wurde Bewohnern die Nutzung ihrer Mangrovenwälder an der Küste als Feuer- und Bauholz genommen. Doch das Projekt „Mikoko Pamoja“ ist die große Ausnahme und ein Lichtblick: Denn hier forsten die Dorfbewohner Mangrovenwälder auf. Die Mangroven bieten Schutz für die Brut der Seefische und vor allem: Sie filtern CO2 aus der Luft und speichern es im Holz und im Boden. Die CO2-Zertifikate werden auf dem internationalen Markt für Emissionshandel verkauft. Von dem Erlös werden in den Dörfern Schulen und Infrastruktur gebaut. Und die Fischer können weiter fischen, wie sie es seit Jahrhunderten tun.

89 Min. ,verfügbar vom 08/07/2019 bis 07/08/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 9. Juli um 21:50


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Quelle: Arte


Zitat
Mittelmeer in Gefahr

Das Mittelmeer ist in Gefahr: Massentourismus, Überfischung, Umweltverschmutzung, Ölförderung und der Boom der Kreuzfahrtschiffe bedrohen das Lieblingsferienziel vieler Europäer. Kann die Katastrophe um das größte Binnenmeer der Welt noch abgewendet werden? Eine Investigation – mitten in der Hochsaison, der Zeit der Exzesse.

Das Mittelmeer ruft in uns oft die schönsten Urlaubsgefühle in Erinnerung. Doch das ist nur eine Seite der Medaille: Der investigative Dokumentarfilm deckt die Kehrseite auf und zeigt die aktuellen Gefahren, die das Mittelmeer ernsthaft bedrohen: Massentourismus, Überfischung, Umweltverschmutzung, Ölförderung und der Boom der Kreuzfahrtschiffe. Das Binnenmeer erlebt zur Zeit einen wahren Boom. Es macht nur ein Prozent des weltweiten Wassers aus, zieht aber jedes Jahr 300 Millionen Besucher an. Und die Zahlen explodieren: Schätzungen zufolge sollen 2030 rund 500 Millionen Gäste kommen. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der Küstenbewohner weiter an: Von derzeit 150 Millionen sollen die Zahlen auf 250 Millionen in 20 Jahren steigen. Das Mittelmeer hat sich darüber hinaus zum zweitbeliebtesten Kreuzfahrtziel nach der Karibik entwickelt. 27 Millionen Passagiere aus der ganzen Welt machen Schiffsreisen auf dem Mittelmeer. Dazu kommen die Containerschiffe, deren Anzahl sich seit dem Ausbau des Suezkanals mehr als verdoppelt hat. Die Luftverschmutzung hat stark zugenommen. Auch die Förderung von Erdöl wird immer mehr zum Problem: Wenn die anstehenden Projekte realisiert werden, sind 40 Prozent des Meeresbodens den Ölfirmen ausgeliefert. Die Autoren zeigen den bevorstehenden Kollahttps://www.arte.tv/de/videos/075834-000-A/mittelmeer-in-gefahr/ps der Küsten in Mittelmeerstaaten wie Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland, aber auch Montenegro, sprechen mit Experten und Betroffenen und suchen nach Lösungen, um das beliebte Ferienziel der Europäer zu retten.

92 Min., verfügbar vom 03/07/2019 bis 06/09/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 9. Juli um 20:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/075000/075800/075834-000-A_EQ_0_VA-STA_04385208_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AmjYlRcwN.mp4
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #732 am: 20:04:11 Mi. 10.Juli 2019 »
Zitat
Arme Kindheit in Deutschland

Film von Stephanie Gargosch
Kinderarmut liegt seit Jahren in Deutschland auf konstant hohem Niveau. Mindestens jedes fünfte Kind wächst arm auf. Dabei fließen viele Milliarden in die Unterstützung von Familien.
...


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Quelle: ZDF-Zoom

Via NDS

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Re: Glotze glotzen
« Antwort #733 am: 11:32:39 Fr. 02.August 2019 »
Zitat
[Mit Hightech und Hacke gegen die Dürre

Die Bekämpfung von Wüstenbildung und drohenden Hungersnöten ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Schon jetzt sind rund 40 Prozent der weltweiten Landoberfläche Trockengebiete. Die Dokumentation zeigt die Bemühungen von Forschern, Unternehmen und Organisationen, die knapper werdende Ressource Wasser effektiver zu nutzen und die Ernährung der Menschen zu sichern.

Kalifornien erlebte in den vergangenen Jahren die schlimmste Dürre seit Jahrhunderten und investiert Milliarden in die Entwicklung neuer Technologien im Kampf gegen die Dürre. Unternehmen erproben Cloud-gestützte Bewässerungsmethoden für die Landwirtschaft oder nutzen Sonnenenergie zur Reinigung von Brauchwasser. Städte veredeln Klärwasser zu Trinkwasser, um in großem Maßstab leere Grundwasserspeicher wieder aufzufüllen. Und in Laboren suchen Forscher nach Wegen, Pflanzen resistenter gegen Dürre zu machen. Auch in Südspanien, Europas größtem Gemüseanbaugebiet, helfen Hightech-Methoden gegen die versiegenden Süßwasservorkommen. Neue Gewächshäuser helfen Wasser zu sparen. Moderne Entsalzungsanlagen mit energiesparenden Techniken machen das Meer zur Quelle. Im Kontrast dazu stehen arme Länder wie Burkina Faso. Sie sind am stärksten vom Klimawandel betroffen, haben aber weder Geld noch Infrastruktur, um moderne Technologien zu nutzen. Ihr Kampf ums Überleben wird vor allem mit Hacke und Muskelkraft geführt und nur durch Bildung ermöglicht. Intelligente Methoden der Bodenbearbeitung während der Dürrezeit und die Nutzung von trockenheitsresistentem Saatgut verbessern die Lebensbedingungen.Die Dokumentation „Mit Hightech und Hacke gegen die Dürre“ zeigt die Bemühungen von Forschern, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, die knapper werdende Ressource Wasser effektiver zu nutzen und die Ernährung der Menschen zu sichern. Dafür waren die Autoren Eberhard Rühle und Peter Podjavorsek auf drei Kontinenten unterwegs.

52 Min., verfügbar vom 01/08/2019 bis 29/10/2019
Nächste Ausstrahlung am Montag, 5. August um 16:55


HTML5: noch nicht!
Quelle: Arte
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Re: Glotze glotzen
« Antwort #734 am: 14:42:20 Sa. 03.August 2019 »
quer mit Christoph Süß - Ganze Sendung vom 25.07.2019
https://youtu.be/F5bJABotqIo

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