Autor Thema: Kämpferische Stimmung bei den Metallern  (Gelesen 1455 mal)

counselor

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Kämpferische Stimmung bei den Metallern
« am: 18:06:30 So. 22.April 2012 »
Kämpferische Stimmung bei den Metallern

22.04.12 - In der Metalltarifrunde zeigt sich eine kämpferische Stimmung bei den Kolleginnen und Kollegen. An allen Verhandlungsorten bekräftigten Gewerkschafter ihre Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn, für die unbefristete Übernahme der Auszubildenden, für die gleiche Bezahlung der Leiharbeiter sowie für eine Einschränkung der Leiharbeit. Über 500 Auszubildende und andere Beschäftigte der Metallindustrie hatten während der Gespräche vor dem Kölner RheinEnergie-Stadion, dem Tagungsgebäude, demonstriert. Bei Kundgebungen in Schweinfurt und Böblingen waren Tausende Metaller auf der Straße, vor allem sehr viele Azubis (s. unsere Berichte). Diese Auseinandersetzung birgt gerade jetzt viel politischen Sprengstoff - findet sie doch in einer Zeit statt, in der die latente politische Krise sich vertieft hat und die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen bevorstehen ...

Quelle: RF News
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Kuddel

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Re: Kämpferische Stimmung bei den Metallern
« Antwort #1 am: 12:02:35 Mi. 23.Januar 2019 »
Kämpferische Stimmung bei den Metallern
Quelle: RF News

Seit Jahrzehnten wird von "kämpferischer Stimmung" gefaselt, doch alles bleibt stets unter der Kontrolle der reaktionären, sozialpartnerschaftlichen IGM und niemals legt man sich ernsthaft mit den Ausbeutern an.

Die Gewerkschaftsfunktionäre treten gern mit pseudoradikaler Gewerkschaftslyrik auf, geben den Arbeitern Trillerpfeifen (ihre schärfste Waffe) und führen sie in die Operetteninsznierungen der "Warnstreiks", die nur dazu dienen, neue Gewerkschaftmitglieder zu werben (vor einem Streik tritt man schnell in die Gewerkschaft ein, um Streikgeld zu kassieren). Die Belegschaften können ein wenig Dampf ablassen und dann herrscht wieder Friedhofsruhe im Betrieb.

Zitat
IG Metall-Vorstand: im Glauben fest…

Der IGM-Vorstand hat als Beilage zur „metall“ Jan/Febr 2019 (Auflage 2,2 Mio) ein „Debattenpapier“ zur Vorbereitung auf den IGM-Gewerkschaftstag im Okt 2019 veröffentlicht.
„Die Entwicklung des globalen Kapitalismus ist menschengemacht. Wir können und werden sie beeinflussen. Das ist das Versprechen der Demokratie, der Mitbestimung in der Wirtschaft, der Emanzipation des Menschen von fremdbestimmten Zwängen“, wird anfangs behauptet und zur Verwirklichung dann gefordert:   „… eine gerechte Wirtschaftsordnung … fairen Anteil vom geschaffenen Wert … gerechte Verteilung … fairen Weltmarkt (Seite 5) … gerechte Wirtschaftsordnung … fairen Handel … Standort Deutschland … Weltmarkt fair regeln .. die Werte fair und gerecht verteilen (6) … fairen Wettbewerb (7) … fairen Anteil an der Wertschöpfung (8 ) … gerechte Verteilung von Arbeit“ (11)
Regeln muss das „der Sozialstaat“, „… aber auch die Arbeitgeber! Denn auch ihre Gewinne hängen von … Zuversicht in der Gesellschaft ab.“ (7)
So wie eh und je propagiert der IGM-Vorstand (mehrheitlich SPD) den Glauben an den fairen und gerechten Kapitalismus, „für alle“, – mit nur einer Einschränkung: „Wir treten dafür ein, dass auch in Zukunft die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland und in Europa gesichert ist…“ (12), genauer, vorher in derselben „metall“- Ausgabe heißt es (S.15): „Dabei will die IG Metall die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland sichern.“
Den Deutschen Kapitalismus mit Zuversicht und Sozialstaat fair und gerecht zusammen mit den Arbeitgebern und so weiter Amen.
Labournet.de newsletter 9.1.2019

Zitat
Tarifrunde Eisen- und Stahlindustrie 2019

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld mit einem Extraplus für Azubis und eine neue zusätzliche Urlaubsvergütung.
https://www.igmetall.de/erste-verhandlung-tarifrunde-eisen-und-stahlindustrie-30175.htm