Autor Thema: Huch? Taxistreik in Deutschland  (Gelesen 3409 mal)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Huch? Taxistreik in Deutschland
« am: 18:43:15 Mo. 23.April 2012 »
Zitat
Streik für Gebührenfreiheit in Berlin
Taxifahrer boykottieren Flughäfen

Rund 3000 Berliner Taxifahrer haben am Montag gestreikt, um gegen die geplanten Gebühren am neuen Airport BER in Schönefeld zu protestieren. Das befürchtete Chaos an den Flughäfen und am Hauptbahnhof blieb jedoch aus.


Allein 600 Taxis beteiligten sich an einem Protest-Korso vom Flughafen Tegel in die Innenstadt, wie der Berliner Landesverband von Taxi Deutschland erklärte. Ab 8.30 Uhr nahmen die Taxifahrer in Tegel keine Kunden mehr auf. Die Fluggäste reagierten gelassen. „Die Taxis streiken? Das ist ja mal was neues“, sagte ein Mann mit Rollkoffer sichtlich amüsiert. Ein Mitarbeiter der BVG beriet ihn beim Ticketkauf, und erklärte ihm den schnellsten Weg zum Alexanderplatz. Die Verkehrsbetriebe hatten mehr Fahrgastbetreuer als üblicheingesetzt, um die Menschen auf Bus und Bahn umzulenken.

Zwar herrschte Gedränge vor den Bussen, von Chaos konnte aber keine Rede sein. „Die Schlangen waren sehr lang, aber alles lief ruhig ab“, sagte die Engländerin Rachel Buckley, die zusammen mit ihrem Mann Paul auf den X09 zum Zoologischen Garten auswich. Ein Mitarbeiter der BVG sagte, zwar seien alle Busse in Richtung Innenstadt „knackevoll“ gewesen, trotzdem habe es keine Probleme gegeben. „Die Leute haben brav gewartet.“

Zur Entspannung trug auch bei, dass einige Taxifahrer trotz des Streiks Kunden fuhren. „Ich sehe gar nicht ein, warum ich streiken soll“ , sagte Rolf Kruse. „Ich habe eh erst heute Morgen im Radio von der Aktion erfahren.“ Ein anderer Fahrer betrachtete die Sache pragmatisch: „Ich muss Geld verdienen.“ Am Hauptbahnhof wollten die Taxifahrer ab 10 Uhr in Ausstand treten. Dort fuhr immerhin noch die Hälfte aller Taxis, so mussten die meisten Fahrgäste nur eine längere Wartezeit hinnehmen.

Mit dem Streik protestierten die Berliner Taxiverbände gegen die geplanten Gebühren am neuen Flughafen BER in Schönefeld. Die Betreiber fordern eine Gebühr von 1,50 Euro pro Anfahrt, die den Taxi-Unternehmen am Monatsende in Rechnung gestellt werden. Das verteure die Fahrten, monieren die Taxifahrer.

Sie fordern Gebührenfreiheit an Flughäfen, Bahnhöfen und Messen. Außerdem soll der unterschiedliche Tarif in Schönefeld abgeschafft werden – wer von der Berliner Innenstadt zum Flughafen fährt, zahlt weniger als für die gleiche Strecke in umgekehrter Richtung.

Der Grund: Der Flughafen liegt im Brandenburger Landeskreis Dahme-Spreewald, wo ein höherer Tarif gilt. Verkehrssenator Michael Müller (SPD) versprach am Montag, mit dem Land Brandenburg über einen einheitlichen Tarif zu verhandeln. „Wir werden da nicht locker lassen.“ Innerhalb eines Jahres soll die Einigung stehen.

„Der Senat muss das Taxigewerbe endlich schätzen lernen“

Das allein stellt die Taxifahrer aber nicht zufrieden. „Wir wollen Gespräche mit dem Senat und der Flughafengesellschaft, die neue Gebühr muss weg“, sagte der Vorsitzende der Innung des Berliner Taxigewerbes, Uwe Gawehn. Er sei aber nach der Aktion optimistisch. 3000 Taxifahrer demonstrierten allein bei der Abschlusskundgebung auf der Straße des 17. Juni, wie die Polizei bestätigte.

Die Taxis standen dicht gedrängt in Fünferreihen vom Großen Stern bis fast vor das Sowjetische Ehrenmal. „Das war ein wichtiges Zeichen“, sagte Uwe Gawehn. Er drohte mit weiteren Streiks, sollten die gewünschten Gespräche nicht zustande kommen. „Der Senat muss das Taxigewerbe endlich schätzen lernen.“

Am Rande der Abschlusskundgebung fielen ähnlich drastische Worte. „Was gerade passiert ist existenzgefährdend“, klagte Christian Teichert. Schon heute müsse er 70 Stunden pro Woche fahren, um über die Runden zu kommen. Wenn er nun noch die neue Gebühr zahlen soll, müsse er noch länger arbeiten. „Und die Trinkgelder werden auch immer weniger, je teurer die Fahrten werden.“

Den 47-Jährigen stört besonders, dass viele Kollegen nicht streiken. „Das sind bestimmt die Jüngeren, die freuen sich, dass sie heute mehr verdienen. Aber die sind nicht lange genug dabei, um den Ernst der Lage zu erkennen.“
http://www.fr-online.de/politik/streik-fuer-gebuehrenfreiheit-in-berlin-taxifahrer-boykottieren-flughaefen,1472596,14975112.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #1 am: 14:29:47 Fr. 29.Juni 2012 »
Zitat
Laut Polizei machten nur 150 Fahrer mit, obwohl es in der Hauptstadt 7230 angemeldete Wagen gibt, rund 4800 fahren auch Tegel an. Der BTB sprach von 500 Streik-Beteiligten.

Trotzdem ging am Airport zeitweise nichts mehr, weil die Streikenden Zufahrten versperrten – andere Taxis kamen nicht durch.
http://www.bild.de/regional/berlin/taxifahrer/warum-legen-150-taxis-tegel-lahm-24850510.bild.html

 ;D ;D

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #2 am: 18:00:26 Mo. 06.August 2012 »
Zitat
Wieder Taxifahrer-Streik am Flughafen Tegel

Taxifahrer am Berliner Flughafen Tegel sind am Montagmorgen aus Protest gegen neue Gebühren in den Ausstand getreten.

Im Bereich der Terminals würden keine Fahrgäste aufgenommen, sagte ein Sprecher des Berliner Taxibundes. Seiner Einschätzung nach beteiligten sich mehrere hundert Fahrer an dem Ausstand, der noch bis mittags andauern sollte.

Der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, bezeichnete den Streik als unverständlich.

Die Protestaktion richtet sich gegen Kosten für die Zufahrt zum Nachrückplatz in Tegel sowie gegen die geplante Regelung am neuen Flughafen in Schönefeld.

Bei Taxifahrten vom und zum neuen Flughafen gelten künftig unterschiedliche Tarife.

Der Berliner Senat hatte Anfang Mai den Tarif für Taxifahrten vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld neu geregelt - trotz des verschobenen Eröffnungstermins.

Für Fahrten vom neuen Flughafen in die Hauptstadt gilt künftig der Tarif des Landkreises Dahme-Spreewald, in dem der neue Airport angesiedelt ist. Für alle Fahrten von Berlin nach Schönefeld wird dagegen der alte Berliner Tarif berechnet.

Diese Regelung betrifft nach Senatsangaben 6.800 Taxifahrer aus Berlin und 400 aus Dahme-Spreewald. Die beiden Flughafentarife gelten zunächst für ein Jahr. In zwölf Monaten soll überprüft werden, ob es in Zukunft einen gemeinsamen Tarif für die Hauptstadt und den Landkreis geben kann
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2012_08/taxifahrer_streik.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #3 am: 14:34:31 Sa. 21.September 2013 »
Zitat
Wiesn 2013
Flughafen: Taxi-Streik zum Oktoberfest

Thomas Gautier, 20.09.2013 16:16 Uhr

Leerfahrt: Viele Taxler am Flughafen wollen in der ersten Wiesnwoche streiken.

Ab Montag wollen hunderte Taxler am Flughafen die Arbeit niederlegen – für die ganze erste Oktoberfestwoche. Damit wollen sie gegen zu hohe Gebühren protestieren.

Flughafen - Die Luft am Flughafen ist nicht die beste. Deshalb wird’s die Natur wohl nicht weiter stören, wenn am Montagmorgen hunderte Taxis im ersten Gang durch die beiden Terminals rollen. Die Passagiere dagegen schon. Wer ab nächster Woche zwischen 8 und 10 Uhr per Taxi nach München will, wird wohl lange warten – oder auf die S-Bahn ausweichen.

Rund „300, 400“ Taxler werden in dieser Zeit niemanden mitnehmen, sondern Kolonne fahren, um gegen die Gebühren zu protestieren. Auch am Dienstag wollen die Mitglieder des Bavaria-Taxivereins demonstrieren. Und weiter am Mittwoch, Donnerstag, Freitag...

Taxi-Streik am Flughafen – ausgerechnet zur ersten Oktoberfestwoche! Laut Vereinschef Hans-Werner Kummerow geschieht das „vorsätzlich“. Man wolle mit der Aktion in der „Kernzeit“ am Morgen möglichst viel öffentlichen Druck aufbauen: „Wir werden so lange streiken, bis die Flughafen München Gesellschaft (FMG) ernsthaft mit uns verhandelt.“ Kummerow zufolge gehören „rund 70 bis 80 Prozent der hauptberuflichen Taxler am Flughafen“ seinem Verein an.

260 Euro Jahrespauschale und obendrauf 1,20 Euro pro Durchfahrt zahlt jeder Taxi-Unternehmer, der den Flughafen anfährt. Das ist vielen jetzt zu viel. Seit 2002 seien die Gebühren um 800 Prozent gestiegen, sagt Kummerow. Damals hätten Taxler noch 90 Euro im Jahr gezahlt – und sonst nix. Heute müsse ein hauptberuflicher Taxler rund 1500 Euro jährlich blechen. „Die Öffentlichkeit soll erfahren, was die FMG und ihr Partner Isarfunk mit uns machen.“

Die konkurrierende Taxi-Gesellschaft hat die Standflächen am Flughafen seit 2003 gepachtet. Seitdem gehen die Gebühren stetig nach oben. Für „Isarfunk“-Geschäftsführer Hubert Schmidt ist das auch völlig ok: „Wir sorgen für Ordnung, Sauberkeit und Qualität am Flughafen“, sagt er der AZ. Dazu gehöre etwa ein Info-Schalter für Fahrgäste, die Reinigung der Standflächen, Sicherheitsmänner und Sanitäranlagen. 2008 habe der Flughafen außerdem die Pacht und die Anforderungen, vor allem ans Personal, erhöht. „Das kostet richtig Kohle“, sagt Hubert Schmidt. Die Kosten gebe man nun weiter.

Den Wiesn-Streik kann Schmidt deshalb nicht verstehen: „Die wollen Chaos am Flughafen. Mehr nicht.“
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.wiesn-2013-flughafen-taxi-streik-zum-oktoberfest.ddccbd5f-6ed1-464d-8d6e-969a558289a6.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #4 am: 11:11:11 Fr. 27.September 2013 »
Zitat
Taxi-Streik am Flughafen
Taxler wollen weiter streiken

Streik zur Wiesn-Zeit: Taxler aus den Landkreisen München, Erding und Freising wollen auch kommende Woche streiken und Taxispuren am Münchner Flughafen lahmlegen. Sie wehren sie sich vor allem gegen die hohen Gebühren.


Die Streiks des Vereins Bavaria-Taxi hat Taxler am Münchner Flughafen gehen weiter. Bereits am Dienstag (24.09.2013) mussten Flugreisende rund eine halbe Stunde lang auf das nächste Taxi warten, kommende Woche soll es weiter gehen. Es geht um die Standgebühren und um Konflikte innerhalb des Taxigewerbes rund um den Flughafen. "Jetzt reichts, Taximolkerei FMG" - so stand es auf Plakaten zu lesen. Für die Taxler der Umgebung bedeuten die Flughafenfahrten das Hauptgeschäft - entsprechend wehren sie sich gegen die Einfahrtsgebühr von 1,20 Euro und gege die Jahresplakette, die einen Unternehmer pro Taxi 225 Euro Netto kostet.


Taxis protestieren mit einem Konvoi vor dem Münchner Flughafen
Bild: Bavaria Taxi/Marella Ben Hadj Khalifa

Die Demonstranten werfen dem Pächter Isarfunk und der FMG (Flughafen München GmbH) eine falsche Abrechnung und schwarze Kassen vor. Ein Vereinsvertreter der Bavaria-Taxi spricht in der Sache beim Bayerischen Obersten Rechnungshof vor. Während der Flughafen und die Isarfunk-GmbH, die den Stand am Flughafen betreibt, von geringen Auswirkungen des Streiks spricht, sehen ihn die Streikorganisatoren als Erfolg. Mehrere hundert Taxifahrer hätten teilgenommen. Sie haben teilweise die Zufahrten mit ihren Taxen zugestellt, so das Fluggäste mit Verzögerung die Terminals erreichten. Zur Messe und zur Wiesnzeit steigt alle 14 Sekunden ein Fahrgast am Flughafen in ein Taxi. Rund 2.000 Fahrzeuge mit etwa 3.000 Fahrern dürfen den Flughafen anfahren.
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/taxler-streik-flughafen-muenchen-100.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #5 am: 18:39:12 Mo. 26.März 2018 »
Zitat
Protest gegen die Stadt Stuttgart
Taxifahrer legen die Arbeit nieder

 Die Taxifahrer in Stuttgart gehen gegen die Stadt auf die Barrikaden, sie sehen ihre Existenz gefährdet. Nächste Woche sollen deshalb die Räder stillstehen.




Stuttgart - Das Verhältnis zwischen der Stuttgarter Stadtverwaltung und der Taxibranche darf man getrost als nicht einfach bezeichnen. Immer wieder treffen unterschiedliche Ansichten aufeinander. Sei es beim Tarif, bei der Konzessionsvergabe oder bei der Lage von Taxiständen. Vor einigen Jahren hat es deshalb bereits einmal einen großen Demozug Hunderter Fahrer zum Rathaus gegeben. Ganz so wild dürfte es am nächsten Montag nicht werden. Aber: Wer ein Taxi braucht, benötigt eine gehörige Portion Glück, um eines zu bekommen.

Die Stuttgarter Taxiverbände rufen die Betriebe zu einem taxifreien Vormittag auf. Zwischen 8 und 12 Uhr soll sich möglichst kein Rad drehen. Das gilt insbesondere für den Hauptbahnhof und den Flughafen, wo verhindert werden soll, dass auch nur ein Fahrzeug vorfährt. „Wir rechnen mit einer Beteiligung von bis zu 75 Prozent der Fahrer. Dann würden über 500 Wagen stehen bleiben“, sagt Iordanis Georgiadis vom Stuttgarter Taxiverband. Man gehe auch deshalb von einer hohen Zustimmung im Gewerbe aus, weil diverse Betriebe von sich aus auf die Verbände zugekommen seien, um eine Protestaktion anzuregen.

Grund für den großen Unmut sind neue Konkurrenzmodelle. „Wir sehen derzeit eine Deregulierung des Marktes, die für unser Gewerbe den langsamen Tod bedeutet“, so Georgiadis. Die Taxler haben dabei besonders Mitfahrdienste wie Flex Pilot im Auge. Der testet derzeit in Stuttgart ein Modell, bei dem über eine Handy-App Fahrgemeinschaften für eigene Sammeltaxis gebildet werden können. Am Versuch beteiligt ist über die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) auch die Stadt. Außerdem kündigt der Mitfahr-Anbieter Clever Shuttle an, nach verschiedenen deutschen Städten demnächst auch in Stuttgart unterwegs sein zu wollen. Und zwar vorwiegend in der Innenstadt.
Vorwürfe ans Ordnungsamt

Die Taxibranche fürchtet, dass ihre Aufträge dadurch immer mehr bröckeln und sie vor allem dort, wo die Gebiete für andere nicht attraktiv sind, den Lückenbüßer spielen muss. Sie hat deshalb beim Ordnungsamt mehrfach Widerspruch gegen Genehmigungen eingelegt. „Das Ergebnis war gleich null“, sagt Georgiadis. Die Konkurrenz werde von der Stadt als innovativ gepriesen, obwohl sie im Kern nichts Neues biete, und sogar noch bevorteilt: „Wir stellen uns gerne dem Wettbewerb. Aber dann sollte er für alle gleich sein.“ Stattdessen würden die Regeln der Branche von der Stadt ausgehebelt. Ähnlich hatten zuletzt die Hamburger Kollegen argumentiert – und ihre Wagen einen ganzen Tag lang auf dem Hof stehen lassen.

Die Stuttgarter Taxi-Zentrale, die die Fahrten in der Stadt vermittelt, geht davon aus, dass am Montagvormittag kaum Taxis zu bekommen sein werden. „Wir werden aber versuchen, die Grundversorgung aufrechtzuerhalten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Murat Arslan. Gemeint sind damit vor allem medizinisch notwendige Fahrten wie Bluttransporte oder die Beförderung von kranken Menschen etwa zur Dialyse.

Bei der Stadt wundert man sich. Von der geplanten Aktion wisse man bisher noch nichts, sagt eine Sprecherin. Es gebe generell weder eine Benachteiligung des Taxigewerbes noch eine Bevorzugung anderer Mobilitätsangebote. Der Gesetzgeber sehe grundsätzlich die Möglichkeit vor, neue Mobilitätsformen zu erproben. „Wir als Stadt sind deshalb verpflichtet, neue Angebote im Bereich der Mobilität anzuhören und sorgsam zu prüfen. Durch eine Anzahl von Auflagen wird grundsätzlich sichergestellt, dass die öffentlichen Verkehrsinteressen, wie vom Gesetzgeber gefordert, gewahrt bleiben“, so die Sprecherin.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.protest-gegen-die-stadt-stuttgart-taxifahrer-legen-die-arbeit-nieder.cd97e146-35fb-4266-9139-541d32a16b9b.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #6 am: 13:59:58 Do. 28.Juni 2018 »
Zitat
Taxi-Streik in Kassel

Sie fühlen sich benachteiligt gegenüber den sogenannten "Mietwagen mit Fahrern": Taxifahrer in Kassel haben am Montag zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern mehr Kontrollen von der Stadt.
mit Video: https://www.hessenschau.de/tv-sendung/taxi-streik-in-kassel,video-65242.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Taxiprotest gegen Uber
« Antwort #7 am: 19:44:15 Do. 20.September 2018 »


Es war nicht die erste Demo gegen den US-Konzern. Auch Vertreter von CSU, SPD und den Grünen bekundeten Mal wieder ihre Solidarität mit der Branche. Uber stört das alles aber nicht



Bei hellblauem Himmel und Temperaturen von gefühlt klar über 30 Grad in der Sonne am Dienstag pünktlich um 12 Uhr die Protestfahrt des vereinten Münchner Taxigewerbes gegen Uber und andere, sich nicht gesetzeskonform verhaltende Mobilitätsanbieter. Ziel der über eine Nord- und eine Südroute ins Zentrum strategisch einfallenden Taxis war das Münchner Siegestor. Nach Angaben des Mitveranstalters Taxi Times, einem überregionalen Branchenmagazin, waren rund 750 Taxis an dem Protestzug beteiligt.



Ubers Schlachtplan für Deutschland, Europa und die ganze Welt lautet schließlich: Gesetze und Gerichtsurteile gelten nur für die Anderen.

Der US-Konzern hat eben viel Geld in seiner Kriegskasse. Sehr viel Geld, Lobbyisten und Kontakte - zu den Medien etwa. Hierzulande zur Springer-Presse. Die, das sollte man nicht ganz vergessen, finanziell an Uber beteiligt ist. Uber-Chefs referieren aber auch gerne mal auf diversen Einladungen - zum Beispiel über Ubers nächstes Kapitel im "Digital-Live-Design" - bei Burda-Media.

https://www.heise.de/tp/features/Anti-UBER-Demo-in-Muenchen-Taxi-ist-sexy-4168506.html?seite=all

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3860
  • Sapere aude!
Re:Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #8 am: 03:56:52 Fr. 21.September 2018 »
Das bisherige Taxisystem ist gut. Ich brauche kein "Uber".
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #9 am: 10:57:56 Do. 24.Januar 2019 »
Zitat
Stadtrat beschließt: Taxi-Preise in München steigen


3.400 Taxis sind derzeit in München unterwegs. Im Bild: Einige von hunderten Taxis während einer Protestfahrt
gegen den umstrittenen Fahrdienstleister Uber Ende 2017.


Der Vorlage sind Verhandlungen der Münchner Taxikommission vorausgegangen. Sie besteht aus Vertretern des Taxigewerbes und Münchner Politikern. Sie beschloss, die ausgehandelte Erhöhung dem Stadtrat vorzulegen.

Es sei ohnehin kein Gewerbe, das große Gewinne abwerfe: "In München finden Sie keinen reichen Taxifahrer."

München ist die Stadt mit der höchsten Taxidichte Deutschlands. Etwa 3.400 Fahrzeuge sind unterwegs. Pro 1.000 Einwohner stehen etwa 2,5 Taxis zur Verfügung. Insgesamt sind 20.000 Münchner Taxifahrer registriert. Fünf bis sechs Fahrer betreiben also im Schnitt ein Taxi.
https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.neue-fahrtarife-taxifahren-in-muenchen-wird-teurer.df8c5b19-e0dd-469a-a3e7-1f37ed955a09.html

Zitat
Berliner Taxis
Der UBERlebens-Kampf


„Taxikrieg“ – so ist der Konflikt zwischen Taxigewerbe und Uber zusammengefasst worden. Das bedeutet: Uber, der Konkurrent, stößt in einen Markt vor, der schon hart umkämpft ist. In Berlin sind rund 8000 Taxen gemeldet. Viele im Vergleich zu anderen Großstädten. Knapp 450 Berliner kommen auf ein Taxi. In Köln und Dresden ist das Verhältnis doppelt so hoch. Und immer mehr Taxis werden in Berlin zugelassen. Gleichzeitig steigt aber auch die Anzahl von „Mietwagenservices mit Fahrer“. Dahinter stecken taxiähnliche Dienstleistungen. Knapp 2000 Mietwagen mit Fahrer sind in Berlin unterwegs, bei Clevershuttle, Blacklane, Uber. Uber wird der größte Anteil zuzurechnen sein, auch wenn der Konzern keine genauen Zahlen nennt.

2013 startete Uber in der Stadt mit „Uber Black“, bei dem Profi-Chauffeure taxiähnliche Dienste übernahmen, die per App gebucht werden konnten. Chauffeur-Diensten ist es in Berlin jedoch nicht erlaubt, wie ein Taxi am Straßenrand auf Fahrgäste zu warten. Nach jeder Fahrt muss der Fahrer an den Betriebssitz zurückkehren – „Rückkehrpflicht“. Der Dienst wurde gerichtlich verboten. 2014 folgte Uber Pop mit Privatpersonen als Fahrer. Auch das wurde untersagt. Die Strategie, aktiv zu werden und erst danach zu klären, ob das überhaupt erlaubt ist, kam schlecht an.

Nach der Niederlage änderte Uber erneut Geschäftsmodell und Namen: Mit Uber X versucht man es seit 2016 mit professionellen Fahrern, die sich außerdem an die Rückkehrpflicht halten müssen. Dafür arbeitet Uber mit Rocvin zusammen, einem Chauffeur-Dienst, der früher Bundestagsabgeordnete gefahren hat. Daneben vermittelt Uber über die eigene App lokale Taxifahrer, die eine Provision für die Vermittlung von Fahrgästen an Uber zahlen.
https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/berliner-taxis-der-uberlebens-kampf-31902294

Zitat
Frankfurt
Taxifahrer im Clinch mit Uber

Die Frankfurter Taxi-Vereinigung dokumentiert das Verhalten ihres Konkurrenten Uber und erhebt schwere Vorwürfe.


Die Frankfurter Taxi-Vereinigung macht dem Fahrdienstvermittler Uber in ihrer Mitgliederzeitschrift „Taxi Journal“ schwere Vorwürfe. Uber-Fahrer seien nach eigenen Angaben bis zu 20 Stunden am Tag im Einsatz, heißt es etwa. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück. Mittlerweile beschäftigt der Streit zwischen Taxi- und Uber-Fahrern offenbar auch die Justiz.
https://www.fr.de/rhein-main/taxifahrer-clinch-uber-11413209.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #10 am: 10:00:05 Mi. 20.Februar 2019 »
Wohl kein Streik, aber Proteste:

Zitat
Neue Mobilitätsdienste
Taxigewerbe kündigt Protest gegen Minister Scheuer an

Das klassische Taxigewerbe macht gegen die geplante Liberalisierung im Fahrdienst-Markt mobil. Für morgen kündigte der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband Proteste vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin an.


Das Motto der Demonstration zwischen 10 und 12 Uhr laute „Unsere Taxis + Unsere Jobs = Eure Mobilität“, wie der Verband gestern mitteilte.

In einem Flugblatt zur Demo heißt es: „Das Bundesverkehrsministerium macht Ernst – das Gewerbe auch!“ Die Vorschläge des Ministeriums gingen alle einseitig zu Gunsten von Uber & Co. und zu Lasten des Taxis. Die Existenz des Taxigewerbes sei direkt bedroht.

Immer mehr Mobilitätsdienste werben um Kunden, bisher aber gibt es noch rechtliche Hürden. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Markt nun liberalisieren und wesentliche Auflagen für neue Fahrdienste wie Uber streichen. Taxis müssen sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen.

So soll laut den Eckpunkten für eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagenfirmen mit Fahrern abgeschafft werden. Bislang müssen diese nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zurückkehren und dürfen anders als Taxis nicht auf der Straße auf Kunden warten.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/wirtschaft/sz-wirtschaft/taxigewerbe-kuendigt-proteste-an_aid-36877703

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #11 am: 19:30:01 So. 10.März 2019 »
Zitat
München (dpa/lby) - Bayerns Taxi-Unternehmen wollen am Mittwoch gegen die geplante Öffnung des Fahrtdienstmarktes protestieren. "Ab 10.00 Uhr übernehmen die Taxizentralen in München keine Aufträge mehr", teilte der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP am Sonntag mit. Der Verband kündigte für den Mittwoch Aktionen unter anderem auch in Nürnberg, Augsburg und Regensburg an. In der Landeshauptstadt wollen die Taxifahrer zudem vor der Staatskanzlei demonstrieren. "Wir wollen der Politik zeigen, dass wir schnell sind und viele und laut", hieß es weiter. Vielen Taxi-Unternehmen drohe das Aus, wenn die beabsichtigten Lockerungen Realität würden.

Zuletzt hatten in Berlin rund 700 Taxifahrer gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) protestiert.
https://www.n-tv.de/regionales/bayern/Bayerns-Taxifahrer-planen-fuer-Mittwoch-Proteste-article20898583.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12273
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #12 am: 19:47:05 Fr. 15.März 2019 »
Zitat
Protest gegen Uber
Taxi-Streik in Bayern: Taxifahrer in Nürnberg, München und weiteren Städten fahren heute nicht
In zahlreichen Städten in Bayern wie Nürnberg, München und Regensburg streiken heute die Taxifahrer. Sie protestieren gegen die geplante Liberalisierung des Fahrtdienstmarktes.
https://www.infranken.de/ueberregional/wirtschaft/taxi-streik-in-bayern-taxifahrer-in-nuernberg-muenchen-und-weiteren-staedten-fahren-heute-nicht;art184,4106319