Autor Thema: Huch? Taxistreik in Deutschland  (Gelesen 4288 mal)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15275
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #15 am: 11:51:28 So. 26.Mai 2019 »
Zitat
Streik! Taxifahrer blockieren Frankfurter City
Taxifahrer protestieren mit Streik gegen Uber und Co.


Frankfurt am Main - Autofahrer müssen an diesem Donnerstag (23. Mai) in Frankfurt mit deutlich mehr Staus und Behinderungen rechnen als sonst.

Denn Hessens Taxifahrer wollen ab 12 Uhr in der Innenstadt mit einem Autokorso ihrem Unmut gegen die Pläne des Verkehrsministeriums Luft machen.

Unter anderem ist geplant, die Taxis am Mainkai zu parken und damit eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Hessens größter Stadt zu blockieren.

Nach Angaben der Taxi-Vereinigung Frankfurt und des zuständigen Ordnungsamtes werden rund 1000 Taxifahrer zu der Kundgebung erwartet. Die Aktion richtet sich gegen eine Liberalisierung des Fahrdienstmarktes.

Nach den Plänen von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sollen wesentliche Auflagen für neue Mobilitätsdienstleister wie Uber gestrichen werden. Taxis müssten sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen.

"Wir werden es nicht weiter hinnehmen, dass auswärtige Mietwagen in Frankfurt auf die Gesetze pfeifen, die Existenz des Taxigewerbes gefährden und die Behörden nicht mal hinschauen", sagte der Vorsitzende der Taxi-Vereinigung Frankfurt, Hans-Peter Kratz.

Seit Februar protestieren die Taxifahrer bundesweit gegen die Pläne. In Frankfurt sind laut Taxi-Vereinigung rund 1100 Unternehmen betroffen.
https://www.tag24.de/nachrichten/taxifahrer-frankfurt-streik-stau-autofahrer-innenstadt-ffm-gegen-uber-vekehr-autokorso-1074777

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15275
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #16 am: 11:50:01 Do. 06.Juni 2019 »
Zitat
Berliner Taxifahrer wollen vor Verkehrsbehörde streiken

Für Donnerstag ist eine Demonstration mit 500 Teilnehmern samt Fahrzeugen angemeldet. Los geht es um 12.00 Uhr
.

Erneut wollen Berliner Taxifahrer heute ihre Arbeit niederlegen. Eine Demonstration mit 500 Teilnehmern samt Fahrzeugen ist nach Polizeiangaben angemeldet. Die Berliner Taxiverbände sind unzufrieden mit der Arbeit von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen). "Die Fahrer von Uber und Co fühlen sich in Sicherheit - denn die Verwaltung schläft, schaut zu und unternimmt nichts. Berlin ist keine Bananenrepublik", sagte Hermann Waldner, Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi, am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Streik der Taxifahrer: Nur geringe Verkehrseinschränkungen

Recht müsse endlich durchgesetzt werden. Deswegen wollen die Taxifahrer um 12.00 Uhr vor der Verkehrsverwaltung demonstrieren. Die Polizei rechnet wegen der Demo nur mit geringen Verkehrseinschränkungen, hieß es am Mittwoch.

Bereits im April haben Taxifahrer mit Autokorsos in 30 deutschen Städten gegen die geplante Liberalisierung des Fahrdienstmarktes demonstriert. Das Bundesverkehrsministerium plant, wesentliche Auflagen für neue Mobilitätsdienstleister wie Uber, Moia und andere zu streichen
https://www.morgenpost.de/berlin/article225956755/Berliner-Taxifahrer-wollen-vor-Verkehrsbehoerde-streiken.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15275
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #17 am: 11:06:50 Fr. 14.Juni 2019 »
Zitat
Proteste der Taxifahrer gehen weiter   

Im April haben 400 Taxifahrer aus dem ganzen Land in Stuttgart mit einem Autocorso gegen eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes getrommelt. Jetzt rollt die Protestwelle weiter. Mit einem Besuch bei der Politik.


Stuttgart - Die Taxibranche geht weiter gegen Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf die Straße. Nachdem sich im April 400 Fahrzeuge aus dem ganzen Land an einer Großdemo in Stuttgart beteiligt hatten, folgt jetzt die nächste Aktion.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.plaene-fuer-gesetzesaenderung-proteste-der-taxifahrer-gehen-weiter.5faf1a3b-baba-4080-a9c6-6fc4d85bb63c.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15275
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #18 am: 19:27:45 Mi. 19.Februar 2020 »
Wow!

Zitat
Flughäfen Tegel und Schönefeld betroffen
Mehr als 1.000 Taxifahrer streiken in Berlin



Hunderte Berliner Taxifahrer haben am Mittwoch gestreikt, um sich gegen Konkurrenten wie Uber zu wehren. Protesten am Roten Rathaus und am Flughafen Schönefeld folgten Straßenblockaden am Flughafen Tegel, wo zeitweise nur der Fußweg blieb.


Mehr als 1.000 Taxifahrer haben sich am Mittwochmittag in Berlin-Mitte und am Flughafen Schönefeld zu einer Protestaktion versammelt. Hunderte Taxi-Fahrzeuge blockierten dabei die Straßen rund um das Rote Rathaus, sagte der Vorsitzende der Berliner Taxiinnung, Leszek Nadolski rbb|24. Am Flughafen Schönefeld beteiligten sich etwa 250 Taxifahrer von rund 100 Taxiunternehmen an der mehrstündigen Protestaktion.

Auch zu Fuß hätten sich einige Taxifahrer den Protesten angeschlossen. Gegen 13 Uhr war die Demonstration am Roten Rathaus beendet worden. Die Spandauer Straße war während dieser Zeit zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße in beiden Richtungen für die Zeit von 11 Uhr bis 14:30 Uhr gesperrt, twitterte die Verkehrsinformationszentrale Berlin.



Taxifahrer blockieren Zufahrt zu Flughafen Tegel

Einige Fahrer machten sich anschließend auf den Weg zum Flughafen Tegel, blockierten dort die Zufahrtstraßen und sorgten dort für Stau. In der Umgebung des Flughafens entstand ein Verkehrschaos. Buslinien wurden unterbrochen, Passagiere mussten weit vor dem Terminal aussteigen und den Rest der Strecke laufen. Der Flugbetrieb sei wegen der Aktion aber nicht beeinträchtigt gewesen, wie ein Flughafensprecher sagte. Von diesen Blockaden distanziere sich die Innung ausdrücklich, sagte Nadolski.

Protest richtet sich gegen Uber

Der Protest richtete sich gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der die Rückkehrpflicht für Fahrdienste wie Uber abschaffen will. Danach müssen Uber-Fahrer nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zurückkehren und dürfen anders als Taxis nicht auf der Straße auf Kunden warten. Scheuer will das entsprechende Personenbeförderungsgesetz reformieren und diese Rückkehrpflicht für Mietwagenfirmen mit Fahrern abschaffen.

Die Taxifahrer kritisieren etwa, das die Mietwagen-Konkurrenten die Rückkehrpflicht umgingen und sich nicht in die Warteschlange der Wagen am Taxistand einreihten - wo man mitunter stundenlang auf den nächsten Kunden warte. "Die schwirren wie die Bienen um das Terminal", sagte Taxifahrer Sercan Akkus in Schönefeld.
l
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2020/02/berlin-streik-taxifahrer-schoenefeld-rueckkehrpflicht-flughafen.html

Zitat
Plötzlich war alles dicht: Zum Flughafen Schönefeld gab es am Mittwoch zeitweise kein Durchkommen - außer man läuft. Hintergrund: Die Taxifahrer sind sauer. Der Protest richtet sich gegen Pläne des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer.
https://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Schoenefeld/Taxi-Streik-in-Berlin-und-Brandenburg-Flughafen-Schoenefeld-betroffen



Zitat
Erst ging nichts mehr in Mitte, später dann auch nicht mehr am Flughafen Tegel.
Erst versammelten sich Fahrer vor dem Roten Rathaus, wo sie gegen Mittag die Vorfahrt am Sitz des Regierenden Bürgermeisters blockierten.
Auch am Flughafen Schönefeld startete eine Protestaktion. Um 11 Uhr traten Fahrer dort mehrere Stunden lang in den Streik.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/taxi-demo-gegen-uber-und-freenow-flughafen-tegel-nach-blockade-wieder-erreichbar/25561426.html

Das ist schon enorm für deutsche Verhältnisse. Taxifahrer sind ja kaum gewerkschaftlich organisiert. Prekäre Beschäftigte, großteils migrantisch, oft auch Kleinunternehmer oder scheinselbständig, in vielerlei Hinsicht im juristischen Graubereich, oftmals nicht einmal den Mindestlohn verdienend.

Die Zufahrtsstraßen zum Flughafen blockert. Tja, geht doch, selbst in Deutschland kann man illegale Kampfformen einsetzten. Nich lange fragen. Einfach machen.

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15275
  • Fischkopp
Re: Huch? Taxistreik in Deutschland
« Antwort #19 am: 09:40:34 Do. 20.Februar 2020 »
Tscha, Spontanstreiks kombiniert mit Straßenblockaden sind hierzulande nicht gerade die Regel.
Da muß man sich natürlich distanzieren...

Zitat
Taxi-Fahrer legen spontan die Stadt lahm. Auch der Flughafen Tegel war betroffen. Der Verband wusste allerdings davon nichts und distanzierte sich.

Taxi-Stau-Chaos vorm Airport Tegel: Wer zum Flieger wollte, musste  Mittwochnachmittag zum Terminal laufen! Auch Busse kamen nicht mehr durch. Hunderte Taxifahrer blockierten aus Protest gegen Konkurrenten wie Uber und FreeNow ab 13.45 Uhr den Saatwinkler Damm.

Zuvor legten rund 1000 Taxifahrer (Demo-Motto: „Schützt das Taxi“) den Verkehr rund ums Rote Rathaus in Mitte lahm. Die Spandauer Straße musste von 11 bis 14.30 Uhr zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße in beiden Richtungen gesperrt werden. Vom Rathaus fuhren dann Hunderte von Taxen im Pulk weiter nach Tegel. Auch am Flughafen Schönefeld legten Brandenburger Taxifahrer mehrere Stunden die Arbeit nieder.

Boto Töpfer, Vize-Chef des Taxiverbands Berlin-Brandenburg, zur B.Z.: „Die vier Berliner Taxi-Gewerbevertretungen sind zwar auch gegen Uber, aber von der heutigen Demo distanzieren wir uns mit aller Deutlichkeit.“

 Der Grund: Laut Töpfer sollen einige der Demo-Teilnehmer bis vor kurzem noch für Uber und FreeNow gefahren sein – gegen die sie dann protestierten. Der Vize-Verbandschef: „Wir demonstrieren generell nicht mit orientierungslosen Leuten, die offenbar nicht wissen, für wen sie eigentlich fahren wollen.“

Wer aber hat die Straßen-Blockaden-Demo gestern organisiert?


Laut Töpfer rief dazu eine Taxifahrer-Gruppe über Facebook auf. Nach Angaben der Polizei wurde die Kundgebung vorm Roten Rathaus „vom Taxigewerbe“ angemeldet. Einig sind sich die Taxifahrer allerdings in ihrer Wut auf die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (45, CSU), der die Rückkehrpflicht für Mietwagen von Uber und Co. abschaffen will.
https://www.bz-berlin.de/berlin/taxi-streit-durch-berliner-taxi-streik

Einerseits verstehe ich, wenn sich der Verband pro forma distanziert, um nicht mit Klagen und finanziellen Forderungen überzogen zu weden. Andererseits ist es typisch, daß ein Verband seine Mitglieder gern im Griff hätte und Muffensausen kriegt, wenn die Beteiligten plötzlich kämpferischer sind, als der Verband möchte. Ich befürworte, daß die Fahrer selbstständig handeln und so mutig und offensiv sind. Ich finde es auch sehr gut, daß auch ehemalige Uber und FreeNow Fahrer sich an den Protesten beteiligt haben.  „Wir demonstrieren generell nicht mit orientierungslosen Leuten, die offenbar nicht wissen, für wen sie eigentlich fahren wollen.“ Für eine solche vereinsmeierische Haltung interessieren sich die Fahrer nicht. Es geht ihnen um ihre Interessen.