Wat Noch > Theoriebereich

Politische Bücher

<< < (3/14) > >>

admin:


Der Streik der Arbeiterinnen bei Pierburg in Neuss 1973


Dieter Braeg [Hg.]
"WILDER STREIK - DAS IST REVOLUTION"
Der Streik der Arbeiterinnen von Pierburg in Neuss 1973

1973 haben in der damaligen Bundesrepublik fast 300 000 Arbeiterinnen und Arbeiter gestreikt. Ganz ohne Urabstimmung, meist gegen den Willen der Gewerkschaftsführungen.
Es gab dabei schmerzliche Niederlagen, wie den Streik bei Ford in Köln
.
Doch es gab auch ganz ungewöhnliche Erfolge. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Arbeitskampfes, der zu einem solchen Erfolg geführt hat. Es geht um den Streik bei Pierburg in Neuss.

Es war der erste Frauenstreik. In ihm standen sich migrantische Arbeiterinnen und deutsche Facharbeiter nicht getrennt gegenüber, sondern handelten gemeinsam. Die Forderungen der Frauen wurden voll durchgesetzt und auch ein Rachefeldzug des Unternehmers vor Gericht scheiterte. Das Buch umfasst Dokumente der damaligen Zeit, die das verständlich machen.

Sie zeigen u.a., wie es gelang, sich Rechte zu nehmen, die man eigentlich nicht hat, ohne danach durch die Walze der Repression platt gemacht zu werden. Zudem ist dem Buch eine außergewöhnliche Film-DVD beigelegt, die den
damaligen Akteurinnen und Akteuren ein Gesicht gibt und ganz nebenbei den postfaschistischen Geist der Nachkriegsbundesrepublik dokumentiert.

Dieter Braeg: „Es wird Zeit, die Geschichte der Arbeiterbewegung nach 1945 neu zu schreiben. Dieses Buch ist ein kleiner Beitrag, denn es gab und gibt sie – die andere deutsche Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung“.

Buchpreis: € 13,50 + € 1,35 €Porto und Verpackung = € 14,85 * ISBN 978-3-00-039904-6

Mehr Infos unter:
http://www.diebuchmacherei.de/verlagstitel/kaempfe/bisher_erschienen.htm

Kuddel:

--- Zitat ---Buchbesprechung
Die Herrscher der Spendenindustrie


Im Imperium der Milliardäre: Liz Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung.

Über Stiftungen werden in Deutschland Milliarden verteilt – allerdings nicht nach demokratischen Maßstäben, kritisiert der Autor Jürgen Krysmansky. Er warnt vor einer globalen „Refeudalisierung“, in der eine kleine Herrschafts-Elite das Sagen hat.


In Deutschland vergeht kein Tag ohne die Forderung, „die Reichen“ sollten ihren angemessenen Beitrag zur Lösung der Eurokrise leisten. Kein Tag vergeht auch, ohne dass das marktliberale Lager antwortet: „Die Reichen“ hätten ihr Geld schließlich redlich verdient, sie schüfen Arbeitsplätze und trügen durch Steuern und Spenden zum Wohlbefinden aller bei.

Doch die schwarz-gelben Meinungsmacher werden der Verteilungsfrage nicht mehr lange begegnen können, indem sie das Gemälde vom wohltätigen Unternehmer malen. Zu groß sind die Lasten der Euro- und Bankenkrise. Und umgekehrt hilft es nicht weiter, wenn SPD, Grüne oder Linke „die Reichen“ einfach als Negativ-Mythos pflegen.

Die Reichtumsfrage ist komplizierter, als Schlagworte es auszudrücken vermögen. Da kann ein fundierter Einblick sehr helfen, und genau den gestattet uns Hans-Jürgen Krysmansky in seinem neuen Buch „0,1% – das Imperium der Milliardäre“. Hier geht es weder um den Mittelständler mit der redlich verdienten Million, noch geht es um Reichen-Bashing der billigen Art.

Krysmansky ist Marxist, aber vom Vulgärmarxismus unterscheidet er sich auf wohltuende Weise, denn er nimmt den historischen Materialismus zu ernst, um „die Reichen“ als Personen an den Pranger zu stellen. Ihm geht es um die Herrschaft einer „neuen Klasse“ und nicht um die vermeintliche „Schuld“ von Individuen.

Man muss dem Autor nicht in allem folgen – etwa wenn er die „Max-Planck-Gesellschaft“ ohne Umschweife zu den Netzwerken der neuen Machtelite zählt. Aber auf überzeugende Weise arbeitet er heraus, wie die „Superreichen“ meist über Stiftungen die wichtigsten Bereiche der Gesellschaft bestimmen. Der öffentlich geförderten Forschung jagen sie die besten Köpfe ab, und manchmal entziehen sie ganze Bereiche der Sozialpolitik politischer Kontrolle. Was selbst dann ein Problem darstellt, wenn der Zweck die Mittel zu heiligen scheint, wie zum Beispiel bei der Stiftung von Bill Gates und seiner Frau.

Jenseits der Öffentlichkeit

Dieses „Imperium der Milliardäre“ ist zwar in den USA viel weiter verbreitet als in Europa. Während dort (wie gerade kurz vor Weihnachten geschehen) Mark Zuckerberg eine knappe halbe Milliarde Dollar für „Bildung und Gesundheit“ spendet und alle Welt darüber redet, finden in Deutschland die Spenden und Stiftungen aus den Milliardenvermögen meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Krysmansky hat die spärlichen Informationen, die es dennoch gibt, anschaulich präsentiert. Da tauchen praktisch unbekannte Namen auf wie Andreas und Thomas Strüngmann (Gründer der Pharma-Firma Hexal) oder die Familie Reimann (Miteigner der Finanzholding Johann A. Benckiser). Und es erscheinen alte Bekannte wie Friede Springer, Susanne Klatten (BMW), Liz Mohn (Bertelsmann) und Günther Fielmann, der mit den Brillen.

Die meisten, so berichtet Krysmansky, bekennen sich zwar zu ihrer „Verantwortung für die Gemeinschaft“ (Fielmann). Aber wie genau sie diese Verantwortung wahrnehmen, bleibt oft im Dunkeln. Es sei denn, die Millionen dienen – wie bei der Bertelsmann-Stiftung – ganz offen dem Zweck, „eine ganz bestimmte, bestehende Herrschaftsverhältnisse bestätigende und ausgestaltende Agenda durchzusetzen“. Im Buch wird Dieter Lehmkuhl, Gründer der Initiative „Millionäre für eine Vermögensteuer“, mit dem richtigen Hinweis zitiert, „dass der Staat eine Spendenindustrie bezuschusst, deren Geld nicht nach demokratischen Maßstäben verteilt wird“.

Zu klug für Pauschal-Urteil

Krysmansky ist zu klug, um zu pauschalisieren. Ausdrücklich lobt er zum Beispiel Warren Buffett, der im heimischen Buffalo die kriselnden Zeitungen übernahm und damit wohl rettete. Umso glaubwürdiger wird aber seine Warnung vor einer globalen „Refeudalisierung“, in der eine kleine Herrschafts-Elite ohne demokratische Kontrolle das Sagen hat.

Was tun? Einen Leitfaden für Wahlkämpfer enthält Krysmanskys Buch natürlich nicht. Es gehe, schreibt er, zunächst um die Befreiung des Wissens „aus den herrschaftsgelenkten kapitalistischen Computernetzwerken“. Wie das gehen soll, bleibt relativ unklar. Aber ein Buch, das die ideologischen Schleier vor der Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts zu lüften versucht, kann ja schon mal ein Anfang sein.

Hans-Jürgen Krysmansky: 0,1% – das Imperium der Milliardäre. Westend-Verlag, Frankfurt a. M. 2012. 280 Seiten, 19,99 Euro.
--- Ende Zitat ---
http://www.fr-online.de/wirtschaft/buchbesprechung-die-herrscher-der-spendenindustrie,1472780,21310926.html

JoseyWales:
http://syndikalismus.wordpress.com/2013/06/02/neuerscheinung-im-herzen-der-bestie-syndikalismus-in-deutschland-1914-1918/

Neuerscheinung: Im Herzen der Bestie – Syndikalismus in Deutschland 1914-1918



Ein kontroverses Zitat aus dem Buch:

"Der Kampf der Arbeiterklasse muß sich richten gegen den Kapitalismus und gegen den Staat. Er ist nur zu führen mit syndikalistischen Kampfmitteln, das Ziel des Kampfes darf nur die sozialistische Gesellschaftsordnung sein, in der es keine aufgezwungene Arbeitslosigkeit und deshalb auch keine Arbeitslosenunterstützung geben wird.“

Arbeiter gegen Arbeitslosengeld - klingt komisch aber wenn man sich das Ganze näher ansieht, versteht man warum - Arbeiter nicht gegen das Arbeitslosengeld in seiner "Funktion", dass man trotz künstlicher Arbeistlosigkeit was zu Essen hat, sondern gegen eine Gesellschaft, die das Arbeitslosengeld nötig macht... also gegen die URSACHE des Arbeitslosengeldes, die darin zu suchen ist, dass die Lebenssituation der Arbeiter künstlich verschlechtert wird, durch die Ausrichtung der gesamten Gesellschaft auf das irrationale Geldverdienen, statt rationaler Arbeit.

Ein anderes Zitat:

"Die organisierte Arbeiterschaft in Deutschland, die sich seit den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts in lokal begrenzten Gewerkschaftsgruppen zu organisieren begann, war von Anfang an lassalleanisch und marxistisch geprägt. Sie war somit im Gegensatz zu vielen romanischen Ländern sozialdemokratisch ausgerichtet. Das beinhaltete traditionell eine Unterordnung der Gewerkschaften unter eine politische Führung. Begünstigt wurde diese Entwicklung dadurch, dass die Parteien festes konstituierendes Element im kaiserlichen Staate, Gewerkschaften dagegen allenfalls geduldet waren. Hier war der Keim enthalten, Konflikte zwischen Arbeitern und Kapitalisten generell auf politischer Ebene auszutragen, damit in das staatliche Rechtssystem zu kanalisieren und dauerhaft zugunsten der Kapitalisten zu befrieden. "

Diese Wenigen Zeilen zeigen auf, "wie es soweit kommen konnte" mit uns:

Es gibt Dinge die ziehen sich quer durch die Gechichte... dazu zählt, dass sich Leute gewissen Obrigkeiten unterwerfen.
Lasalle und Marx waren so auch so Obrigkeiten und anders als die selbstorganisierten Arbeiter, waren sie der Meinung ein Kampf für die Rechte der Arbeiter müsse politisch ausgetragen werden - anstatt im Betrieb, durch uns selbst.
Also sind die Arbeiter verdummt worden und in die SPD eingetreten.
Schwupp die Wupp war unsere tolle Kampforganisation SPD riesengroß - aber was hat sich dadurch verändert?
Dadurch, dass wir der SPD die Macht gegeben haben, haben wir unsere eigene Macht, die wir in den Betrieben und auf der Straße haben, auf das fremde Spielbrett der Politik getragen.
Die Politik ist aber das Spielfeld der Reichen, derer die sich diesen riesen Machtapparat leisten können - deshalb konnte die SPD gar nicht anders als zu Verrätern zu werden und die Arbeiter von damals in den Krieg schicken, wie es die Reichen wollten - sie musste auf diesem fremden Terrain, diesem fremden Spielfeld einfach "mitspielen".
Und das war später mit ihrer radikalen Schwester genauso und ist heute noch so: Grüne, PDS, Piraten - alles ein Sumpf und keine Veränderung für die Kleinen bei denen da Oben.


Wer das Buch lesen sollte: Jeder, der Bock hat, zu erfahren, WOHER die Scheiße kommt, die uns jeden Tag aufregt und was die Leute damals dem entgegengesetzt haben.
Jeder sollte das lesen, der Ideen sucht, wie man es besser machen kann. Die Fehler und Lehren von Damals sind Heute wichtig, damit wir sie nicht NOCHMAL machen!

Schossig:
Klappentext zu "Sie kommen heute aber spät!"

Was ist heutzutage schon normal? Der Job als Paketzusteller ist es jedenfalls nicht. Das habe ich am eigenen Leib erfahren. 1280 Tage lang stand ich bei einem der großen deutschen Zustelldienste in Lohn und Brot. 1280 Tage, von denen ich so manche gerne nicht erlebt hätte, auf andere aber nicht hätte verzichten wollen.

Über meine Zeit bei einem der großen Paketzustelldienste möchte ich in meinem Buch “Sie kommen heute aber spät” berichten. Ein Tagebuch, das meinen Alltag während meiner Paketdienstzeit beleuchtet. Passiert ist eine ganze Menge. Noch heute muss ich über manche Ereignisse lachen, über andere kann ich nur den Kopf schütteln. Ihnen wird es auch so gehen, schätze ich mal. Und: Nach der Lektüre sehen Sie Ihren Paketboten möglicherweise in einem ganz anderen Licht.

Auch wenn die Zeit nicht nur anstrengend war, sondern mich oft an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, habe ich es überlebt. Ohne bleibende Schäden. So hoffe ich doch …



Wer Lust hat, meinen Alltag als Paketzusteller mitzuverfolgen, ist herzlich eingeladen. Das Buch gibt es als Ebook (u.a. bei Amazon), das Taschenbuch ausschließlich über meine Seite www.holger-schossig.de.

Viel Süaß damit!

Kuddel:

--- Zitat ---Arbeitskämpfe im Zeichen der Selbstermächtigung
  - Kollektive Gegenwehr in Frankreich, Deutschland der Schweiz, Österreich und Serbien -




Weltweit und auch in Europa treten Unternehmen zunehmend aggressiver auf. Die Gewerkschaften weichen vor ihnen zurück. In den vergangenen Jahren entstanden daher europaweit „wilde” Arbeitskämpfe. Von den unterschiedlichen Formen dieses Widerstandes, von Streiks und Betriebsbesetzungen, von Managerfestsetzungen und spontanen Kundgebungen berichten die AutorInnen in diesem Buch.

Die großen Gewerkschaftsverbände stehen den Veränderungen auf den Arbeitsmärkten immer hilfloser gegenüber. Sinkende Löhne, steigende Arbeitszeiten, die Aushöhlung arbeitsrechtlicher Standards und die Zunahme befristeter, prekärer Arbeitsverhältnisse haben tiefe Spuren der Verunsicherung und der Entsolidarisierung in der Gesellschaft hinterlassen. Diese Entwicklung hat zu einer tiefen Legitimationskrise der Gewerkschaften geführt.

Doch eine wachsende Anzahl von Belegschaften ist nicht mehr bereit, die sozial verheerenden Auswirkungen der Konzernpolitiken hinzunehmen. Sie beginnen, sich selbst zu ermächtigen und einen Ausweg aus ihrer oft existenziell bedrohlichen Situation zu suchen. „Wilde“ Arbeitskämpfe finden in den unterschiedlichsten Branchen statt: in der Metallindustrie genauso wie im Textil- und Bekleidungssektor oder in der Automobilindustrie. Demokratische Entscheidungsstrukturen in Basisorganisationen sind in diesen Kämpfen von wesentlicher Bedeutung. Dementsprechend vielfältig sind auch die Formen, die die Auseinandersetzungen annehmen.

Die meisten dieser Kämpfe bleiben isoliert und enden nur bedingt erfolgreich. Ihre gesellschaftlich emanzipatorische Bedeutung liegt eher in der Form ihrer Organisierung als in ihren Inhalten.

Im vorliegenden Band werden Arbeitskämpfe in unterschiedlichen Ländern vorgestellt sowie ihre Geschichte seit 1945 beschrieben. Während in Frankreich Basisgewerkschaften entstanden sind und Massenbewegungen wie jene gegen die Pensionsreform 2010 ohne selbstorganisierte Netzwerke nicht mehr denkbar wären, gibt es in Deutschland zwar gesellschaftlich bedeutende, von Belegschaften getragene Auseinandersetzungen, doch bleiben diese meist isoliert voneinander. In Serbien entstanden in den vergangenen Jahren große und radikale Streikbewegungen, deren Verbindung untereinander allerdings kaum existiert. Die Schweiz, vermeintlich das Land des Arbeitsfriedens, erlebt ebenfalls seit Jahren selbstorganisierte Arbeitskämpfe, wobei sich vor allem infolge eines äußerst erfolgreichen Arbeitskampfes bei der Schweizer Bahn 2007 die Qualität der Arbeitsauseinandersetzungen verändert hat. Im sozialpartnerschaftlich reglementierten Österreich hingegen sind Spuren der Selbstermächtigung erst unter der Oberfläche eher traditionell geführter Arbeitskämpfe zu finden.

Promedia

224 Seiten

Promedia Verlag

17,90 EUR
--- Ende Zitat ---
http://www.jungewelt-shop.de/product_info.php?info=p6452

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln