Autor Thema: Reaktion auf so manche Jobvergabepraxis im ÖD ?  (Gelesen 2817 mal)

der große Zampano

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Reaktion auf so manche Jobvergabepraxis im ÖD ?
« am: 14:36:36 Di. 12.Juni 2012 »
Ich hab mal eine Frage zur Vergabepraxis im ÖD und deren potentiell "tiefe Abgründe".

Folgende hypothetische Situation:

Man bewirbt sich auf eine bestimmte Stelle.
Die eigenen Qualifikationen stimmen zu 50000 % für die Stelle.
Nun kommt es aber, dass die eigenen Unterlagen ohne Kommentar zurück kommen und jemand anders den Job kriegt.

Meine Frage bezieht sich nun auf folgendes Problem.

Man bekommt mit (verlässliche Quelle, Veröffentlichung in Amtsblatt, Aushang etc.) , dass nun plötzlich der "ungelernte Gärtner" mit scheinbaren Beziehungen zu den Verantwortlichen zum "hochgelobten Ingenieur" mutiert. Also unter gar keinen Umständen auf die Stelle passen kann und es mächtig nach "Vetternwirtschaft" oder ähnlichem riecht.

Bin sehr interessiert an Antworten, da ich selbst in ländlicher Gegend wohne und "gewisse Jobvergaben" ab und zu doch schon, ich nenne es mal "sehr verdächtig" sind.
Noch dazu brauchtman ja nur im Ort oder der Umgebung die Ohren auf zuhalten oder dem "Buschfunk" zuzuhören.

Welche Reaktionen, auch kreative, bieten sich an ?

Habe zur Zeit auch etwas Interesse, da selber "gewisse Bewerbungen" am laufen sind.

Nick N.

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Re:Reaktion auf so manche Jobvergabepraxis im ÖD ?
« Antwort #1 am: 16:32:27 Di. 12.Juni 2012 »
Meines Wissens könnte man eventuell sogar klagen, wenn im öffentlichen Dienst eine Stelle derart offensichtlich nach Vetternwirtschaftsmanier besetzt wird, und das zu  Lasten eines anderen Bewerbers ging.
Das brachte mich drauf:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizeipraesident-keese-klagt-gegen-ablehnung-seiner-bewerbung/5781496.html
Normalerweise müßten auch die Gewerkschaften gegen solche Vorgänge was dagegen haben. Doch wo der Filz ist, sind sie häufig nicht allzu weit weg!

Was Kreatives fällt mir da ad hoc nicht ein, kenne den ÖD meist in Gestalt der "Gegenseite".
Satyagraha

Rudolf Rocker

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Re:Reaktion auf so manche Jobvergabepraxis im ÖD ?
« Antwort #2 am: 18:36:14 Di. 12.Juni 2012 »
Hallo Zampano,

also so krass das irgendwelche Leute bevorzugt werden, obwohl deren Qualifikation überhaupt nicht passt kenne ich es nicht!

Bei gleichwertiger Qualifikation wird derjenige genommen, der die besseren Beziehungen hat!
So war es zumindest bei mir zweimal!

Ist aber nicht nur im ÖD so, sondern in allen Bereichen!
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!

der große Zampano

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Re:Reaktion auf so manche Jobvergabepraxis im ÖD ?
« Antwort #3 am: 20:51:56 Di. 12.Juni 2012 »
Bei bestimmten Sachen, jetzt mal unabhängig vom Bewerbungsvorgang, im ÖD werden scheinbar Dinge intern anerkannt auf Grund von Dienstjahren oder "vielleicht auch weil jedes Jahr Weihnachten ist oder so".

Ich z.B. durfte als Facharbeiter Lohngruppe  2 (mit ca. 1,8 Ausbildungsergebnis) "genießen" und täglich im wahrsten Sinne des Wortes Dreck fressen ??? , jemand anderes wiederum der selbst bei ner internen Weiterbildung "komplett versagt" hat ("Gerüchte" besagten er habe keinerlei Facharbeiterabschluß)  stützte sich auf eine höhere Lohngruppe. Natürlich teilte er das jeden Tag allen immer wieder und Jahr um Jahr durch seine "edelsten Verhaltensweisen" mit. Gewisse Vorarbeiter "schienen" ebenfalls nicht "vom Fach". Habe eben den "Buschfunk" immer auf den "richtigen Frequenzen" gehört, war gut vernetzt mit den "alten Hasen".



Was aber das Hauptthema betrifft, so kann ich so manches Mal, wenn ich in die Zeitung sehe und dort die "neuen Heilsversprechen unserer goldenen Kälber" und deren Personaländerungen ersichtlich werden, nicht umhin mir sehr sehr viele Fragen zu stellen. Am häufigsten stelle ich mir die Frage der Qualifikation so manches "Neueinstellungskandidaten". Wenn nacher das Ergebnis so mancher Arbeit "öffentlich" bestaunt werden darf (inhaltlich oder auch ganz nah faßbar durch reale Veränderungen in der Öffentlichkeit) bin ich mehr als sprachlos....

Da ist der Spuch, dass "der Bock zum Gärtner werde" noch viel zu milde, um die wahren Umstände zu beschreiben.

Und nun die unvermeidliche sarkastische Satire:
Aber was solls. "Ganz oben" funktionierts ja auch ganz leicht mit der Beförderung zum Gärtner. Da muß es nichtmal zum Bock reichen. Was rege ich mich da noch auf ? Ist ja bloß meine Ausbildung als Fachkraft  :]  :]  :]  :]  :] HA HA HA HA HA....., die plötzlich sinnlos wird. Komisch. Aber wenn ich mal spontan als Gärtner arbeiten will, dann fehlt mir die Qualifikation !  ;) Ist es nicht schön ...  Am besten ich lasse mir das Hirn amputieren, dann klappts auch mit der ganz großen Karriere ......