Autor Thema: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung  (Gelesen 11275 mal)

Troll

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #30 am: 15:55:24 Mi. 11.September 2019 »
Oder anders herum, was muss passieren um einen Menschen zu so einem Verhalten zu treiben?
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

counselor

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #31 am: 16:01:34 Mi. 11.September 2019 »
Die drohende Obdachlosigkeit treibt Menschen in die Verzweiflung.

Das gesellschaftliche Klima wird rauher. Da eskaliert dann die Gewalt gegen den von diesem Verbrecherstaat organisierten Rauswurf aus der Wohnung.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Bowie

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #32 am: 17:46:58 Mi. 11.September 2019 »
Zitat
Der offenbar verwirrte Mieter...

Aha.

"Normal" sind diejenigen, die sich nicht wehren.

Onkel Tom

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #33 am: 20:51:41 Do. 12.September 2019 »
Am Innenbusch leben viele Erwerbslose oder Leute, die von ihrer Arbeit allein nicht
leben können. Ich vermute, das da das JC im Hintergrund seine Fettfingerchien mit
im Spiel haben könnte.. Aber den Medien interessiert ja nur der reißerische Momment
und wenn sich Mieter wehrt, wird ja alles weitere, wie es sich zum Räumungsbeschluss
entwickelte uninteresannt. 2 Monate Mietschulden wegen 3 Monate Vollsanktion von
ALG 2 ?

Sowas geht leider ratzfatz.. Nach spätestens 6 Monaten ist man raus und Vogelfrei  :(
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #34 am: 17:14:14 Mo. 09.Dezember 2019 »
Zitat
Haus in Münster
Explosion während Zwangsräumung – drei Polizisten verletzt


Ein Gebäude in Münster sollte zwangsgeräumt werden, doch dann kam es zu einer offenbar geplanten Explosion. Rund 60 Feuerwehrleute mussten anrücken. Neben drei verletzten Polizisten gibt es zwei Schwerverletzte und zwei tote Pferde.

Dramatische Szenen in Münster: Die Gerichtsvollzieherin kam am Morgen zu einem Fachwerkhaus am Rande von Münster. Begleitet wurde sie von drei Polizisten – denn es ging um eine Zwangsräumung.

Die beiden Bewohnerinnen wussten, dass es dazu kommen würde und sie hatten offenbar ihren Suizid vorbereitet: Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft lösten die Frau, 67, und ihre Tochter, 38, in dem Moment absichtlich eine Explosion aus. Beide überlebten schwer verletzt.

Die drei Polizeibeamten wurden durch Lärm und Druckwelle leicht verletzt. Die Gerichtsvollzieherin blieb unverletzt.
https://www.welt.de/vermischtes/article200519718/Muenster-Explosion-waehrend-Zwangsraeumung-drei-Polizisten-verletzt-zwei-Pferde-tot.html

Zitat
33-Jährige greift Beamte mit Hammer an
Wegen Zwangsräumung völlig ausgetickt


Eine Streife der PI Erding war zur Unterstützung eines Gerichtsvollziehers angefordert worden. Dieser musste bei einer 33-jährigen Frau die Zwangsräumung ihrer Wohnung durchsetzen. Im Laufe des Einsatzes wurden die Beamten von der Betroffenen mehrfach beleidigt. Als sie schließlich ihre persönlichen Sachen packen sollte, versuchte sie sich im Schlafzimmer einzusperren, was die Beamten durch Blockieren der Türe verhinderten. Unmittelbar danach griff die 33jährige nach einem Hammer und versuchte auf die Polizisten einzuschlagen.
https://www.wochenblatt.de/polizei/erding/artikel/305142/wegen-zwangsraeumung-voellig-ausgetickt

dejavu

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #35 am: 19:55:17 Mo. 09.Dezember 2019 »
Ja was für eine sinnlose Gewalt! Die armen Pferde!
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

Kuddel

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #36 am: 20:51:45 Di. 17.Dezember 2019 »
Wenn den Menschen ihr Letztes, ihre Bleibe, genommen wird, zerbrechen sie oder sie drehen durch.
Wenn sie durchdrehen und mit blinder Gewalt reagieren, wird das keine politisch bewußte Tat sein, sondern eine zutiefst menschliche Kurzschlußreaktion. Wenn wir die Gewalt im Zusammenhang mit den Eigentumsverhältnissen auf dem Wohnungsmarkt beenden wollen, müssen wir die Gewalttätigkeit des Wohnungsmarktes beenden!

Zitat
Rostock:
Feuer bei drohender Zwangsräumung


Polizei und Feuerwehr haben in Rostock mit einem Großaufgebot am Montagmorgen einen 35-jährigen Mann aus seiner Wohnung gerettet. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte sich der Mann vermutlich selbst verletzt. Ihm drohte die Zwangsräumung seiner Wohnung. Deshalb hatte eine Gerichtsvollzieherin ihn aufsuchen wollen. Als sie an der Tür des 35-Jährigen im Stadtteil Dierkow klingelte, qualmte es bereits in der Wohnung. Die Frau alarmierte die Rettungskräfte.

Der 35-Jährige wurde mit Stichwunden und einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr hat es in der Wohnung erheblich gebrannt. Die Wohnung sei komplett verrußt und deshalb unbenutzbar. Die anderen elf Wohnungen des Hauses seien hingegen nicht betroffen. Die genauen Ursachen des Feuers und für die Verletzungen des Mannes sind von der Polizei bislang noch ermittelt.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rostock-Feuer-bei-drohender-Zwangsraeumung,polizei5602.html

Zitat
Toter Stadt-Angestellter
Tat in Dünnwald erinnert an anderen spektakulären Köln-Fall


Ein städtischer Angestellter wird, als er ausstehende Zahlungen eintreiben will, vom – offenbar psychisch kranken – Schuldner getötet. Noch sind die genauen Hintergründe und das Motiv des Messerstechers (60) nicht bekannt.

Explosion am Neumarkt: Mieter sollte Wohnung in der Thieboldsgasse räumen

Und doch: Der Fall von Dünnwald, hier die Verwaltungs-/Staatsgewalt, dort die „bedrängte” Person, die zum Äußersten greift, weckt Erinnerungen an einen Fall aus dem Jahr 2002. Damals im Oktober sollte der Mieter Gustav T. nach 20 Jahren seine Wohnung in der Thieboldsgasse am Neumarkt räumen.

In persönliche Schieflage geraten, konnte der 50-jährige Mann, der sich mit Kellnern über Wasser hielt, seine Miete nicht mehr bezahlen. Eine erste Kündigung wegen der Mietrückstände wurde noch „geheilt”, nachdem T. die Rückstände beglich.

Doch es kam erneut zu Zahlungsproblemen, die zweite Kündigung folgte. Mit schweren Folgen: Der Gerichtsvollzieher setzte für den 18. Oktober 2002 die Zwangsräumung des kleinen Appartements an.

Jetzt fasste Gustav T. einen dramatischen, wohl rachsüchtigen Entschluss. Er manipulierte die Gasleitung seiner Wohnung. Er drehte den Gashahn auf und dichtete die Tür ab, folgerte die Staatsanwaltschaft später.

Als der Gerichtsvollzieher zusammen mit dem Hausverwalter und einem Schlüsseldienstmitarbeiter die Tür öffnete, kam es zur schrecklichen Tragödie. Die Wohnung flog in die Luft.

Durch die Explosion kam der Mieter Gustav T. ums Leben. Auch der Gerichtsvollzieher starb. Am 9. Dezember erlag der Beamte im Alter von 49 Jahren seinen Verletzungen, die er in Ausübung seines Dienstes erlitten hatte. An Heiligabend verstarb auch der 48-jährige Mitarbeiter des Schlüsseldienstes. Der Möbelpacker und der Hausverwalter erlitten schwere Verletzungen, überlebten aber den Anschlag.
https://www.express.de/koeln/toter-stadt-angestellter-tat-in-duennwald-erinnert-an-anderen-spektakulaeren-koeln-fall-33620598


Kuddel

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #37 am: 09:49:35 Sa. 15.Februar 2020 »
Zitat
Zwangsräumung in Obertshausen eskaliert
Mann (67) schießt auf Gerichtsvollzieher - Vier Verletzte
https://www.rtl.de/cms/obertshausen-zwangsraeumung-eskaliert-mann-67-schiesst-auf-gerichtsvollzieher-4487386.html

dejavu

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #38 am: 13:18:22 So. 16.Februar 2020 »
Zitat
Mann (67) schießt auf Gerichtsvollzieher
Immer diese brutale Gewalt! Das ist doch so sinnlos! Ich könnte kotzen :'( :'( :'(
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Kuddel

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #39 am: 13:32:06 So. 16.Februar 2020 »
Natürlich ist das keine politische Strategie sondern Ausdruck der Verzweiflung.
Das schafft Opfer und Leid, doch keine Änderung der Situation.

Ein Rückzugsort ist das letzte, was ein Mensch hat.
Mensch und Tier reagieren aggressiv, wenn man sie dort vertreibt.

Man darf Leuten nicht einfach ihre Bleibe nehmen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz)

So lange auf die Würde der Menschen geschissen wird, kann man nicht auf deren Menschlichkeit zählen.

dejavu

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #40 am: 16:33:45 So. 16.Februar 2020 »
Zitat
So lange auf die Würde der Menschen geschissen wird, kann man nicht auf deren Menschlichkeit zählen.
Da hast du natürlich recht.

Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

Kuddel

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Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #41 am: 10:54:58 Fr. 26.Juni 2020 »
Zitat
In Bremen
Polizeieinsatz eskaliert: Mann stirbt durch Schüsse der Beamten


Demnach habe es sich bei dem Polizei-Einsatz um eine Räumung gehandelt, die eskaliert sei.
https://www.merkur.de/welt/bremen-polizei-gewalt-schuesse-mann-tod-einsatz-zr-13803005.html

https://twitter.com/search?q=gr%C3%B6pelingen&src=typed_query

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Zitat
Gerichtsvollzieherin mit Beil bedroht: SEK-Einsatz

Die geplante Zwangsräumung einer Wohnung ist in Leipzig eskaliert. Weil der Mieter zu einem Beil griff, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an.
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/gerichtsvollzieherin-mit-beil-bedroht-sek-einsatz-artikel10904681